Additive Fertigung – Das innovative und nachhaltige Ersatzteilmanagement von Daimler Buses

Daimler Buses – einer der führenden Omnibushersteller – verfolgt seit längerer Zeit mehrere strategische Ziele, um dem steigenden Wettbewerbsdruck standhalten zu können. Die Profitabilität und Wirtschaftlichkeit sollen ebenso nachhaltig erhöht werden wie die unternehmenseigene Innovationskraft.

Hierbei nimmt für Daimler Buses die additive Fertigung eine zentrale Rolle ein: Besonders für die immer neuen Herausforderungen im Bereich Customer Services & Parts (Ersatzteilmanagement) stellt sie ein zentrales Mittel dar.

Denn nicht nur, dass die Kosten für Lagerung und Logistik permanent steigen – auch die Lieferzeiten erhöhen sich stetig. Das liegt sowohl am immer breiter werdenden Portfolio als auch an der Zusicherung an die Kunden, ihnen für mehr als 15 Jahre nach dem Auslauf einer Serie noch Ersatzteile für ihre Busse anzubieten. So verwalten z. B. der Aftersales von Daimler Buses etwa 317.000 aktive Ersatzteile. Mindestabnahmen verschärfen das Problem weiter, weil sie immer wieder zu Überproduktion führen.

Die additive Fertigung bietet vor diesem Hintergrund eine relativ hohe Produktionsflexibilität. Daimler Buses implementiert den 3D-Druck in das CSP-Geschäftsmodell und erhofft sich dadurch, die steigenden Kosten für Lagerung und Werkzeuge zu reduzieren und im gleichen Atemzug die Lieferperformance an Endkunden optimieren zu können.

Zu diesem Zweck startete im Sommer 2016 ein interdisziplinäres und agiles Projektteam, um den industriellen 3D-Druck erfolgreich in die Organisation einzubinden. Dazu wurde Additive Minds hinzugezogen um gemeinsam die erfassten 300.000 aktiven Ersatzteilen zu prüfen sowohl Machbarkeit als auch Wirtschaftlichkeit. Gleichzeitig nahmen sie die Qualitätssicherung in den Blick und erstellten einen Freigabeprozess für Kleinserienteile (Ersatzteile) für Kunststoffteile. Aktuell sind die ersten Metall-Werkstoffe in der Prüfung. Erste 3D-Ersatzteile befinden sich inzwischen im Sortiment und werden an Endkunden ausgeliefert. Hieraus ergab sich zum 01. Januar 2019 die Gründung des Center of Competence 3D-Printing – Daimler Buses um im Zusammenspiel mit den cross-funktionalen Projektteams die weiteren Herausforderungen und Chancen der additiven Fertigung zu beleuchten.

„Durch die Additive Fertigung erreichen wir für unsere Kunden deutlich schnellere Lieferzeiten und für Daimler Buses eröffnen sich Einsparpotentiale hinsichtlich Werkzeug- und Lagerkosten.“ - Ralf Anderhofstadt, Leiter Center of Competence 3D-Printing - Daimler Buses.

Das Projektteam befasst sich zudem mit den Schutzmöglichkeiten bei Marken und Produkten, die im Rahmen der additiven Fertigung an Bedeutung gewinnen.

Information zum Autor

Ralf Anderhofstadt
EvoBus GmbH
c/o Daimler AG
Koordinator CSP Beschaffungsmanagement & Projektleiter CSP 3D-Druck
Marketing Customer Services & Parts Logistics – Procurement and Planning
BUS/MCL-P

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