Innovative Arbeitsatmosphäre: Wie Chefs New Work erfolgreich anstoßen

Projektmanagement

01 Ausgangssituation: Innovationsdruck in Unternehmen

Die heutige Innovationskraft bestimmt den zukünftigen Erfolg. Ziel der Unternehmenslenker ist es daher, die Innovationsfähigkeit auf ein neues Niveau zu bringen. Im Mittelpunkt stehen dabei die Mitarbeiter. Sie sind der Schlüssel zu neuartigen Dienstleistungen, Produkten und Geschäftsmodellen, die Unternehmen auch in der digitalen Zukunft ihre Wettbewerbsfähigkeit sowie jährlich steigende Umsätze und Gewinne sichern.

Innovation ist Chefsache

Stillstand können sich Unternehmen aktuell nicht leisten. Durch neue Technologien verändern sich derzeit in vielen Branchen die Geschäftsmodelle. Unternehmenslenker haben erkannt: Die weitere Steigerung der Innovationsstärke ist eine der wichtigsten Verpflichtungen der heutigen Managergeneration. Zu Recht ist Innovation fast überall Chefsache. Weltweit drücken viele Wettbewerber aufs Tempo. Eine hohe Innovationskraft ist die beste Lebensversicherung, um mit dem Wandel Schritt zu halten. Der Wohlstand in Wissensgesellschaften wie Deutschland, Österreich und der Schweiz basiert auf den innovativen Produkten und Dienstleistungen, die Kunden weltweit schätzen. Grundlegende Transformationen sind erforderlich, um dies auch zukünftig in einer digitalen Welt zu schaffen. In den kommenden Jahren gilt es, in zwei Bereichen Spitzenleistung zu bringen: Auf der einen Seite müssen verschiedene Arten von Innovationen entstehen, evolutionäre und revolutionäre. Kreative Ideen und Pilotumsetzungen reichen dabei nicht aus. In wenigen Jahren muss aus den heutigen Ideen ein relevanter Umsatzanteil und Gewinn entstehen. Auf der anderen Seite muss das operative Geschäft weiterhin exzellent funktionieren. Denn mit dem bewährten Leistungsangebot und dem erwirtschafteten Gewinn muss die Unternehmenstransformation finanziert werden. Um all dies zu meistern, benötigen Unternehmen eine klare strategische Ausrichtung und deren gemeinsame konsequente Umsetzung.

Effektivität vor Effizienz

Im industriellen Zeitalter war Effizienzsteigerung eine der wichtigsten Managementaufgaben. Anfang des 20. Jahrhunderts hat Frederick Taylor durch die Standardisierung der Produktionsprozesse die nordamerikanischen Automobilfabriken revolutioniert. In den anschließenden Jahrzehnten erzielten Unternehmenslenker Wettbewerbsvorteile, indem sie moderne Methoden und standardisierte Vorgehensweisen zur Kostensenkung und Unternehmensplanung einsetzten. Gegen Ende der 1990er-Jahre war die Verschlankung und Standardisierung von Strukturen und Prozessen einer der wichtigsten Erfolgsfaktoren. Zahlreiche Unternehmenslenker pilgerten Ende des 20. Jahrhunderts und Anfang des 21. Jahrhunderts nach Japan. Das Ziel waren meist die Fabriken von Toyota, um dort Lean Management aus erster Hand kennenzulernen. Wachstum erzielten Unternehmen hauptsächlich durch Globalisierung. Hochwertige Maschinen, Anlagen und Fahrzeuge waren auf der ganzen Welt gefragt – und sind es noch immer. In den globalen Wachstumsmärkten wurden die Produktionskapazitäten auf- und ausgebaut. In dieser Situation waren einheitliche Prozesse und modulare, einheitliche Produktarchitekturen ein Garant für ein weltweit einheitliches, hohes Qualitätsniveau und jährliche Einspareffekte bei den Herstellungskosten. Dadurch entstand profitables Wachstum für viele Unternehmen im deutschsprachigen Raum.

Heute, wenige Jahre später, pilgern die europäischen Unternehmenslenker in die entgegengesetzte Richtung. Viele der erfolgreichsten Unternehmen unserer Zeit befinden sich im Silicon Valley und weiter nördlich davon an der amerikanischen Westküste. Dies beweist ein Blick auf die Liste der Firmen mit dem höchsten Börsenwert. Apple, Amazon, Google und Microsoft liegen hier ganz vorne. Erreicht haben sie diese Position durch sehr hohe Effektivität und Agilität in den vergangenen 15 Jahren. Und noch immer sind sie Meister darin, die richtigen Dinge zu tun. Was im Industriezeitalter Produkte wie Maschinen und Fahrzeuge waren, sind nun Dienstleistungen rund um Software und Daten. Den Sprung an die Spitze der wertvollsten Unternehmen haben die Chefs der amerikanischen Technologiegiganten nicht durch jährliche Einspareffekte bei Material- und Fertigungskosten oder durch den Aufbau von neuen Fabriken auf der ganzen Welt erreicht. Entscheidend für ihren Erfolg war und ist die Innovationskraft.

Mensch im Mittelpunkt

Menschen mit kreativen Ideen sind die Voraussetzung für Innovation. Die neuen Ideen müssen anschließend mit Ausdauer, Disziplin und Mut verfolgt werden. Dies gelingt nur durch Teamarbeit und eine unternehmensweite enge Zusammenarbeit, lässt sich allerdings nicht planen und kontrollieren. Allein durch gute Organigramme, Kennzahlen, Kostentransparenz, Budgetplanung oder Prozessbeschreibungen entsteht keine Innovation. Sie wird sogar dadurch gebremst. Innovation entsteht durch die agile Zusammenarbeit von hellen Köpfen, die technologische Kompetenz mit einem Kundenverständnis und unternehmerischem Denken verknüpfen. Hierfür muss der passende Rahmen geschaffen werden. Auch informeller Austausch und spontane Treffen sind wichtig.

Im Industriezeitalter lauteten die Schlüsselwörter „Effizienz“, „Prozesse“, „Stabilität“ und „Standardisierung“. New Work unterscheidet sich davon deutlich. „Effektivität“, „Menschen“, „Agilität“ und „Zusammenarbeit“ stehen nun im Mittelpunkt. Dies haben Unternehmen erkannt und sind gerade dabei, die Organisation weniger reglementiert und deutlich agiler zu gestalten und die Arbeitsatmosphäre zu modernisieren. Dies gelingt, indem starre Regeln beseitigt werden, die ein Hemmschuh für Innovation sind. Denn es braucht einen gewissen Freiraum, um bahnbrechende Produkte und Dienstleistungen auf den Markt zu bringen. Ist dies nicht gegeben, so ist das Überleben der Unternehmen im digitalen Zeitalter in Gefahr.

02 Innovationsrisiko: Aktuelle Arbeitsatmosphäre

Um die Arbeitsatmosphäre in deutschen Unternehmen könnte es besser stehen. Das ergab die aktuelle repräsentative Umfrage* von Porsche Consulting. Neun von zehn Arbeitnehmern in Büroberufen würden gerne mehr Ideen einbringen. Bei 43 Prozent der Büromitarbeiter zwischen Sylt und Oberstdorf fehlen sogar ausreichende Möglichkeiten zur Mitsprache bei der Aufgabengestaltung. Besonders die für die Zukunft deutscher Unternehmen so wichtige Innovationskraft ist dadurch geringer als sie sein könnte.

Engagement der Vorgesetzten

Die Verbesserung der Arbeitsatmosphäre ist Chefsache. Eine klare Dreiviertelmehrheit (79%) hat den Eindruck, dass sich ihre Vorgesetzten um gute Arbeitsbedingungen und eine gute Atmosphäre im Unternehmen bemühen. 16 Prozent sagen dagegen, dass sich ihre Vorgesetzten nicht dafür einsetzen. Um was sollten sich die Chefs kümmern? Was ist den Mitarbeitern besonders wichtig?

Prioritäten der Mitarbeiter

Bei der Zusammenarbeit mit den Kollegen ist die Arbeitsatmosphäre von großer Bedeutung: So gut wie allen, hauptsächlich im Büro tätigen Erwerbstätigen (99%), ist eine freundliche Atmosphäre beziehungsweise kollegiales, hilfsbereites Miteinander wichtig – der deutlichen Mehrheit (76%) ist dies sogar sehr wichtig. Neue Ideen einbringen zu können sowie klare Regeln und eine klare Aufgabenteilung haben zwar auch einen hohen Stellenwert, allerdings sind diese Aspekte jeweils „nur“ etwa jedem zweiten Befragten sehr wichtig (47% beziehungsweise 43%). Ein Blick in die soziodemografische Verteilung zeigt darüber hinaus: Zwar legen sowohl Männer als auch Frauen mehr Wert auf eine gute Arbeitsatmosphäre als auf klare Regeln beziehungsweise klare Arbeitsteilung sowie die Möglichkeit, Ideen einbringen zu können – Kollegialität steht bei Frauen allerdings noch höher im Kurs als bei Männern. Männer schätzen es dagegen häufiger als Frauen, neue Ideen einbringen zu können.

Ansatzpunkte zur Optimierung

Der Schreibtisch im Büro verliert als Arbeitsplatz zunehmend an Bedeutung. Räumlich und zeitlich flexibles Arbeiten ist ein fester Bestandteil im Arbeitsalltag vieler Beschäftigten. Immer öfter arbeiten die Menschen außerhalb des Büros. Dies hat Gründe. Außerhalb des Büros fällt es offenbar leichter als am Arbeitsplatz über Berufliches nachzudenken. Lösungen finden, Entscheidungen treffen und kreative Ideen entwickeln – das können 46 Prozent eher auf dem Arbeitsweg. Viele entwickeln Ideen aber auch zu Hause (43%).

Zur Erledigung von Tätigkeiten, die hohe Konzentration erfordern, ist ein ruhiger Arbeitsort außerhalb des Büros oftmals die bessere Wahl. Je freier die Mitarbeiter bei der Wahl ihres Arbeitsplatzes sind, desto wichtiger wird ein attraktives Büro. Führungskräfte sollten dort eine Atmosphäre schaffen, die die Beschäftigten anzieht. Denn ausreichend gemeinsame Zeit im Büro ist wichtig für die Kommunikation und den schnellen Wissensaustausch im Team. Welche Verbesserungen würden den Menschen helfen, besser zu arbeiten?

Den im Büro arbeitenden Erwerbstätigen fehlt es vor allem an Zeit. Gut jeder Zweite (53%) wünscht sich täglich mindestens eine Stunde, in der er ohne Störungen in Ruhe nachdenken und planen kann. Etwa jeder Dritte (34%) plädiert für weniger oder kürzere Besprechungen. Jeweils etwa 40 Prozent wünschen sich eine modernere Büroausstattung (40%) beziehungsweise eine bessere IT-Ausstattung (37%).

Unternehmen wählen zur Einführung einer neuen Arbeitsatmosphäre verschiedene Vorgehensweisen. Besonders wenn neue Arbeitswelten das zentrale Element zur Erreichung von New Work sind, werden im ersten Schritt Pilotbereiche aufgebaut. Einzelne Abteilungen oder ganze Unternehmensbereiche ziehen in ein neues oder komplett modernisiertes Gebäude um. Dort stehen den Mitarbeitern verschiedene Bereiche für unterschiedliche Arbeitsmodi zur Verfügung. Für Meetings stehen Kreativräume, Besprechungszimmer mit bequemen Sofas und Sesseln und auch klassische Besprechungsräume zur Verfügung. Inspiriert ist die Gestaltung der Musterbereiche vielfach durch Besuche der Führungsmannschaft im Silicon Valley oder beim Gang durch als besonders innovativ geltende Unternehmen in Berlin, Hamburg, München, Wien und Zürich. Die Menschen fühlen sich im neuen Umfeld meist besser, die Kommunikation intensiviert sich durch die offenen Strukturen und auch die Produktivität steigt. Leider kommt durch die Pilotierung zunächst nur ein kleiner Teil der Mitarbeiter in den Genuss der neuen Arbeitswelten.

Wie geht es nach den Pilotphasen weiter? Das ist aktuell eine zentrale Frage in vielen Unternehmen. Zwei wesentliche Gründe zwingen die Unternehmenslenker dazu, schnell Antworten zu finden. Zum einen wird eine neue Arbeitsatmosphäre im gesamten Unternehmen benötigt und nicht nur in Einzelbereichen. Nur so kann die Innovationskraft insgesamt gesteigert werden. Zum anderen ist es nicht gut, so etwas wie eine „Zweiklassengesellschaft“ entstehen zu lassen. Es braucht einen Ansatz, mit dem im Gesamtunternehmen schnell New Work eingeführt werden kann.

03 Lösungsansatz: Nudge Management

Verantwortliche können unternehmensweit schnell New Work einführen. Dies ist möglich, wenn verhaltenswissenschaftliche Erkenntnisse gezielt zur Organisationsgestaltung genutzt werden. Damit kann schnell ein großer Bereich des Unternehmens in den Genuss eines attraktiveren Arbeitsumfeldes kommen und die Innovationskraft gesteigert werden. Zur pragmatischen Umsetzung können Führungskräfte den von Porsche Consulting entwickelten Ansatz Nudge Management nutzen.

Nobelpreis als Grundlage

Nudge Management basiert auf der Nudge-Theorie von Richard Thaler, dem Wirtschaftsnobelpreisgewinner 2017. Sie hat in der Politik bereits großen Anklang gefunden. Regierungen auf der gesamten Welt nutzen den Ansatz beispielsweise zur Verbesserung von Altersvorsorge und Gesundheitswesen in der Bevölkerung. Die Theorie beschreibt, wie Politiker durch nudges (zu deutsch: Stupser) Bürger dazu bewegen, sich besser zu verhalten. Die Besonderheit liegt darin, dass ein sogenannter Nudge eine Verhaltensänderung nicht durch Regeln, Anweisungen oder finanzielle Anreize bewirkt. Der Betroffene wird nicht gezwungen, sich anders zu verhalten, sondern er behält seine Entscheidungsfreiheit. Durch geänderte Rahmenbedingungen wird aber kluges Verhalten deutlich einfacher und dadurch wahrscheinlicher gemacht.

Die Wirksamkeit resultiert aus der Kraft der Instinkte. Neben dem Verstand beeinflussen Instinkte stark das menschliche Verhalten. Mit Nudging werden die Instinkte, oder genauer ausgedrückt: das unbewusste, schnelle Denken adressiert. Dies hat den Vorteil, dass keine aktive Verhaltensänderung der Betroffenen notwendig ist. Im passenden Umfeld verhalten sich die Menschen automatisch richtig.

Nudge Management überträgt die Nudge-Theorie in die Unternehmensführung. Den Beschäftigten wird es leicht gemacht, kreativ und produktiv zu sein.

Der Ansatz unterstützt Vorgesetzte bei der Entscheidungsfindung. In Unternehmen existieren häufig viele unterschiedliche Meinungen darüber, wie das Arbeitsumfeld gestaltet werden sollte. Die Nutzung verhaltenswissenschaftlicher Erkenntnisse hilft, solche Diskussionen zu versachlichen.

Paradigmenwechsel in der Organisationsgestaltung

Durch die Einführung von Nudge Management wird ein wichtiger Paradigmenwechsel angestoßen. Die Arbeitsorganisation erfolgt so ganzheitlich analog dazu wie Menschen ticken. Die Instinkte, die unser aller Verhalten maßgeblich beeinflussen, werden nicht weiter ignoriert, sondern gezielt adressiert. Die Kraft der Instinkte wird dadurch zum Beschleuniger von Innovation.

Für viele Vorgesetzte unterscheidet sich diese Sicht grundsätzlich von bisher Gelerntem und Gelebtem. Viele heute vorliegende wissenschaftliche Erkenntnisse zur Funktion des menschlichen Gehirns gab es Ende des vergangenen Jahrhunderts noch nicht. Damals wurde die Bedeutung des unbewussten automatisierten Denkens auf menschliches Verhalten noch deutlich geringer eingeschätzt als heute. Entsprechend stand im Mittelpunkt vieler Ansätze zur Organisationsgestaltung und Verhaltensoptimierung auch die primäre Adressierung des Verstandes. Man ging davon aus, dass Menschen ihr Verhalten verändern, wenn dadurch ein positiver Grenznutzen erzielbar ist. Doch heute weiß man: Ganz so rational ticken Menschen nicht. Diese Erkenntnis findet jedoch nur langsam ihren Weg in die Unternehmenswelt. Einige Reaktionen auf Nudge Management offenbaren, dass hier weiterhin Aufklärungsbedarf besteht. Eine Aussage wie beispielsweise „Für Schöner Wohnen haben wir keine Zeit und kein Geld“ verdeutlicht, dass manche noch nicht nachvollziehen können, weshalb Richard Thaler im Jahr 2017 den Wirtschaftsnobelpreis für seine Forschung im Bereich der Verhaltensökonomie bekommen hat. Kleine Veränderungen des Umfeldes können das menschliche Verhalten stark beeinflussen.

Aktuelles Wissen über die Relevanz von scheinbaren Details für das Verhalten in Organisationen besitzen einige der erfolgreichsten Unternehmer unserer Zeit. In den Jahren 2007 und 2008 haben sich ausgewählte Unternehmenslenker aus dem Silicon Valley intensiv mit führenden Wissenschaftlern ausgetauscht. In kleiner Runde wurden neueste verhaltenswissenschaftliche Erkenntnisse vorgestellt und diskutiert. Vortragende waren der Nobelpreisträger von 2002, Daniel Kahneman, sowie der Nobelpreisträger von 2017, Richard Thaler. Zum exklusiven Teilnehmerkreis gehörten beispielsweise auch die Google-Gründer Larry Page und Sergey Brin sowie der Amazon-Gründer Jeff Bezos. Heute wird Nudging am umfassendsten von führenden Unternehmen aus dem Silicon Valley genutzt. Andere Unternehmen können folgen, einen Paradigmenwechsel zur Organisationsgestaltung vollziehen und dadurch eine innovative Arbeitsatmosphäre schaffen.

Prinzipien für effektives Handeln

Unsere Analysen zeigen, dass Unternehmen eine Arbeitsatmosphäre anstreben sollten, die durch acht Verhaltensprinzipien gekennzeichnet ist. Die Grundlage für die Formulierung dieser bilden zwei Bereiche: Zum einen die Arbeitsatmosphäre der weltweit innovativsten Unternehmen. Zum anderen der aktuelle Stand der Wissenschaft, insbesondere die neuesten Erkenntnisse der Neuro- und Verhaltenswissenschaften. Im Folgenden werden diese Prinzipien vorgestellt und exemplarisch einige Nudges beschrieben, mit denen Vorgesetzte gezielt eine innovative Arbeitsatmosphäre schaffen können.

Systematische Entscheidungsfindung

Relevanz

Elementar für unternehmerischen Erfolg ist die Qualität der Entscheidungen, welche von Einzelpersonen und Teams täglich getroffen werden. Welche Ideen sollen weiterverfolgt werden und welche nicht? Wie soll die Kapitalallokation erfolgen? Die richtige Entscheidung zu treffen, ist in der heutigen dynamischen Welt nicht einfach. Daher kommt der Systematik, mit der Entscheidungen getroffen werden, eine entscheidende Rolle zu. So können unbewusste Denkfallen vermieden werden. Auch scheinbare Kleinigkeiten können Entscheidungen massiv beeinflussen. Am Vormittag werden deutlich mutigere Entscheidungen getroffen als am Nachmittag. Ebenso agieren Menschen, die hungrig sind, weniger strategisch als Menschen mit vollem Magen. Dies gilt es zu berücksichtigen, wenn Entscheidungen von großer Bedeutung getroffen werden. Auch Bewegung fördert die geistige Leistungsfähigkeit und führt zu kreativeren Gedanken und besseren Entscheidungen.

Top Nudge

Aus diesem Grund sollten Unternehmen Arbeitsspaziergänge als offizielle Besprechungsart zulassen. Angestoßen („genudged“) werden kann dies dadurch, dass „Walking Meeting“ im Kalenderprogramm als Besprechungsraum vom System vorgeschlagen wird, wenn Beschäftigte nach einem verfügbaren Raum für ihr Meeting suchen. Außerdem hat es sich bewährt, im Büro eine Karte mit Empfehlungen für schöne Laufrouten mit unterschiedlicher Dauer aufzuhängen. Diese Karte wirkt als weitere Erinnerung, doch einmal das Gebäude zu verlassen und so einen freien Kopf zu bekommen. Die Entscheidungsqualität steigt, ebenso wie das Wohlbefinden durch viel Zeit im Freien – auch am Arbeitsplatz.

Hohe Fokussierung

Relevanz

Ein Großteil der Wertschöpfung von Wissensarbeitern erfordert eine hohe Fokussierung. Der Idealzustand ist der sogenannte Flow. Die Gedanken sind klar und die Lösung für wichtige Aufgaben ist offensichtlich. Vertieft man sich in seine Aufgaben, vergeht die Zeit wie im Flug. Diesen Zustand gilt es, am Schreibtisch oder in Besprechungsräumen herzustellen. Je öfter Mitarbeiter alleine und als Team in diesen Zustand gelangen, desto höher ist die Innovationskraft von Unternehmen. Eine Grundvoraussetzung dafür ist wenig Ablenkung. Denn wer minütlich eine andere Sache zu erledigen hat oder durch Gespräche von Kollegen abgelenkt wird, der schafft es nicht, in den Flow-Zustand zu gelangen. Ausreichend Raum und Zeit für ablenkungsfreies und hochfokussiertes Arbeiten ist eine Grundvoraussetzung. Die Umfrageergebnisse haben verdeutlicht, wie wichtig den Menschen Zeit zum ungestörten Arbeiten ist. Die zahlreichen E-Mails, die täglich ausgetauscht werden, bilden hier das größte Hindernis. Das ständige Prüfen und Lesen der E-Mails führt zu Multitasking. Dies ist vielen Personen bewusst, doch sie tendieren trotzdem dazu, zu versuchen, mehrere Aufgaben gleichzeitig zu erledigen. Wieso? Der Verstand weiß, was zu tun ist, die Instinkte sorgen jedoch dafür, dass die Menschen anders handeln. Menschen neigen dazu, aktuelle, verfügbare Informationen als besonders wichtig einzuschätzen – Dringlichkeit vor Wichtigkeit. In einer vernetzten Welt stellt dies eine große Gefahr für die Produktivität von Wissensarbeitern dar. Ständig werden Mitarbeiter von ihren Smartphones mit neuen Informationen versorgt. Die Verlockung ist groß, die Information zu lesen und die aktuelle konzentrierte Arbeit hierfür kurz zu unterbrechen. Der Gedanke, dass es ja nur Sekunden dauert, eine E-Mail zu lesen, ist ein Trugschluss. Denn Untersuchungen haben gezeigt, dass teilweise mehrere Minuten erforderlich sind, bis Menschen nach einer solchen Unterbrechung wieder fokussiert sind und konzentriert arbeiten können. Außerdem steigt durch kurze Unterbrechungen das Stresslevel deutlich an. Die Innovationskraft wird so behindert.

Top Nudge

Welcher Nudge hilft hier? Kurzfristig umsetzbar sind Änderungen der Standardeinstellungen in E-Mailprogrammen. Mit wenigen Klicks kann zum Beispiel die optische oder akustische Benachrichtigung über neu angekommende E-Mails abgestellt werden. Diese Standardeinstellung kann durch die IT-Abteilung einfach und innerhalb kurzer Zeit bei allen Mitarbeitern der Organisation geändert werden. Sicherlich wird es einige Kollegen geben, die selbst wieder die Benachrichtigungsfunktion aktivieren. Ein Großteil der Mitarbeiter wird dies jedoch nicht tun. Allen diesen Mitarbeitern hat der einfache Nudge geholfen, die eine oder andere unnötige Unterbrechung der eigentlichen Arbeit zu vermeiden. In Organisationen mit hunderten oder tausenden von betroffenen Personen werden durch diesen simplen Eingriff schnell tausende von unproduktiven Stunden im Jahr eingespart und die Klarheit der Gedanken gesteigert.

Klare Verantwortung und Aufgaben

Relevanz

Innovation ist Teamarbeit. Heutzutage ist es selbst für geniale Erfinder kaum noch möglich, bahnbrechende Neuigkeiten allein zu entwickeln und den Kunden anzubieten. Eine effektive Zusammenarbeit ist daher elementar. Häufig sind mehrere hundert Menschen an Projekten zur Entwicklung neuer Produkte oder Dienstleistungen beteiligt. Für ein gutes Gelingen sind klare Verantwortlichkeiten und Aufgabenteilung erfolgsentscheidend. Es muss klar definiert sein, wer sich um was kümmert und wann welche Ergebnisse vorliegen, auf die Kollegen dann aufbauen können. Unsere Befragung hat gezeigt, dass sich jeder Zweite eindeutigere Verantwortlichkeiten wünscht. Dies sollte jedoch nicht durch neue Organigramme oder Regeln in Angriff genommen werden, denn in der digitalen Zeit funktionieren diese Ansätze aus der industriellen Zeit nicht mehr. Die Komplexität ist zu groß, um in einem zwei- oder dreidimensionalen Organigramm die Verantwortlichkeiten in der heutigen Geschäftswelt eindeutig zu regeln. Soeben aufgestellte Regeln können durch die Dynamik schon in wenigen Wochen veraltet sein. Was hilft, ist eine engere Abstimmung der aktuellen Prioritäten und Aufgaben. Viele Unternehmen haben dies erkannt und setzen besonders in den IT- und Entwicklungsabteilungen agile Methoden zum Projektmanagement ein. Dadurch verbessert sich die Agilität und Kreativität.

Top Nudge

Als Nudge klassifiziert sind öffentlich gemachte To-do-Listen. Sie nutzen die wissenschaftliche Erkenntnis, dass Menschen Pläne disziplinierter umsetzen, wenn sie anderen davon erzählen und Kollegen regelmäßig über den Fortschritt berichten. Dieses Beispiel zeigt, dass viele Nudges an sich kein neues Instrument sein müssen. Neu ist vielmehr die systematische Auswahl möglicher Methoden mit dem Ziel, die Instinkte und den Verstand in Einklang zu bringen. Der menschliche Instinkt, Dinge aufzuschieben, wird mittels Scrum- oder Kanban-Boards durch Instinkte überlagert, die eine disziplinierte Erledigung der anstehenden Aufgaben fördern.

Vertrauen, Sicherheit und Anerkennung

Relevanz

Zahlreiche Studien verdeutlichen, dass psychologische Sicherheit einer der wichtigsten Faktoren erfolgreicher Teams ist. Eine Innovationsatmosphäre schafft Rahmenbedingungen, in denen es leichtfällt, Vertrauen aufzubauen. Hierzu beitragen können gemeinsame Erlebnisse, wie der gemeinsame Besuch einer Party oder eine Wanderung in den Alpen. Doch ebenso sollte es an einem gewöhnlichen Arbeitstag leichtfallen, sich persönlich besser kennenzulernen. Abteilungsübergreifend klappt dies oftmals bei einem gemeinsamen Espresso nach dem Mittagessen. Je besser Kollegen sich gegenseitig kennen, umso eher entstehen Vertrauen sowie Sicherheit. Leistungen werden durch Anerkennung honoriert. Die heutige Informationstechnologie ermöglicht es, von den verschiedensten Orten zu arbeiten. Doch besonders in der virtuellen Welt voller Wandel sind Sicherheit und Vertrauen wichtig. Sie entstehen durch persönliche Treffen mit intensivem Austausch und gemeinsamen Erlebnissen.

Top Nudge

Eine einfache Möglichkeit, den persönlichen Kontakt zu fördern, bieten großzügig gestaltete Arbeitscafés im Unternehmen. Essen zieht Menschen an. So entstehen zufällige Zusammentreffen von Mitarbeitern aus unterschiedlichen Unternehmensbereichen. Man lernt sich kennen und baut Vertrauen auf, was wiederum zu mehr bereichsübergreifendem Austausch und besserer abteilungsübergreifender Zusammenarbeit führt.

Schneller Wissensaustausch

Relevanz

Innovation ist durch Wissen bedingt. Daher braucht es eine Atmosphäre, in der wichtige Informationen schnell fließen. Dabei wird neben dem unternehmensinternen Wissen auch der Austausch mit externen Partnern immer relevanter. Dies ist keine neue Erkenntnis, doch sehr viele Unternehmen sind noch weit davon entfernt, einen schnellen Wissensaustausch zu generieren. Auch die meist ausgefeilten Wissensmanagementsysteme können den persönlichen Austausch nicht ersetzen. Immer wichtiger wird in diesem Zusammenhang der Wissensaustausch von Teams, deren Mitglieder an unterschiedlichen Orten beheimatet sind und arbeiten. Für solche Arbeitsgruppen gewinnen digitale Systeme zur Unterstützung ihrer Zusammenarbeit ständig an Bedeutung. Technisch ist es heutzutage einfach möglich, gemeinsam an Dokumenten in einer Cloud zu arbeiten. Das größte Hindernis sind hier in der Regel unternehmensspezifische Richtlinien, die die Nutzung dieser modernen Kollaborationswerkzeuge noch nicht erlauben.

Top Nudge

80 Prozent der Kommunikation ist nonverbal. Daher sind Videokonferenzen deutlich produktiver als Audiokonferenzen. Die Bereitschaft zur Durchführung von Videokonferenzen hängt entscheidend davon ab, wie aufwendig es ist, diese zu organisieren und vorzubereiten. Wenn alle Besprechungsräume und Arbeitsplätze mit hochwertigen Skype-Kameras ausgestattet sind, stupst dies die Beschäftigten an, mit Kunden oder Kollegen an anderen Standorten per Videokonferenz zu kommunizieren. Das Ergebnis ist ein besseres gegenseitiges Verständnis und eine höhere Effektivität.

Mutiges Vorgehen

Relevanz

Noch viel wichtiger als gute Ideen zu haben, ist es, daraus schnelle Umsetzungserfolge zu erreichen. Dies gilt sowohl für neue Produkte und Dienstleistungen für Kunden wie auch für Verbesserungen im eigenen Unternehmen. Eines der größten Hindernisse sind vielmals der Mut und die Entschlossenheit, Dinge schnell und konsequent anzugehen. Dies ist in der heutigen Zeit, die stark vom technologischen Wandel geprägt ist, erfolgsentscheidend. Viele Konzerne und große Unternehmen wollen Wettbewerbsvorteile aufbauen, indem sie ähnlich wie Gründer und Mitarbeiter von Start-ups und kleinen Unternehmen agieren. Dies beinhaltet, dass Dinge ausprobiert werden, auch wenn noch nicht alles hundertprozentig bis ins letzte Detail geplant ist. Mutiges Vorgehen ist ein Kernprinzip einer innovativen Arbeitsatmosphäre. Durch gezielte Eingriffe im Arbeitsumfeld, können die Beschäftigten inspiriert werden „einfach mal zu machen.“

Top Nudge

Eine wirksame Möglichkeit besteht darin, weniger Zeit im Sitzen zu verbringen und mehr im Stehen zu arbeiten. Dahinter stecken Erkenntnisse renommierter Forscher der Harvard Universität. Standing is a power pose: Menschen haben klarere Gedanken, wenn sie bei der Arbeit stehen. Unbewusst passiert dies oft. Werden wichtige Gespräche geführt, so stehen die meisten dabei und oftmals laufen sie auch im Raum hin und her. Untersuchungen haben gezeigt, dass davon auch die Zusammenarbeit stark profitieren kann. Besprechungen an Stehtischen sind 25-mal produktiver als jene im Sitzen.

Vielfältige Sichtweisen

Relevanz

Zahlreiche Studien belegen wie vorteilhaft ein vielfältiges Team für die Entwicklung kreativer Lösungen ist. Wirklich neuartige Produkte und Services entstehen, wenn vielfältige Sichtweisen, Erfahrungen und Kompetenzen in ihren Erfindungsprozess einfließen. Daher sind Diversity-Bemühungen sehr förderlich für Innovation. Eine vielfältige Belegschaft in den Dimensionen Geschlecht, Internationalität, Generation und Fähigkeiten ist wichtig für den Unternehmenserfolg. Ein gemischtes Team entwickelt in der Regel kreativere Lösungen als eine homogene Gruppe. Daher streben viele Unternehmen mehr Diversität in den eigenen Reihen an. Natürlich muss die Zusammenarbeit diversifizierter Teams auch funktionieren. Auch verläuft ein Meeting mit den gleichen Teilnehmern an verschiedenen Orten sehr unterschiedlich. Die Zusammenarbeit und Ergebnisse sind von scheinbar nebensächlichen Dingen stark beeinflusst. Je größer die Raumhöhe, desto strategischer sind die Gedanken. Ebenso beeinflusst das, was man durch das Fenster sieht, stark das, was im Raum passiert. Nicht ohne Grund sprießen in Berlin gerade die Labs der deutschen Unternehmen aus der Erde. Die Dynamik der Hauptstadt fördert eine vielfältige Sichtweise. Die Nähe zu diesem inspirierenden Umfeld versuchen viele Großunternehmen nun zu nutzen, um ihre Innovationskraft zu stärken. Doch Unternehmen können auch deutlich einfacher eine anregende Umgebung schaffen. Ein Standortwechsel ist dafür meist nicht notwendig.

Top Nudge

Durch gezielte Veränderungen der Einrichtung von Besprechungsräumen kann Kreativität gezielt gefördert werden. Menschen erfassen ihre Umwelt permanent mit allen Sinnen. Was wir wahrnehmen, bestimmt stark unser Verhalten. Gerüche und Emotionen sind im Gehirn besonders eng verknüpft. Was Menschen riechen, hat großen Einfluss auf ihr Verhalten. Zur Verbesserung der Arbeitsatmosphäre bieten Düfte also großes Potenzial. Bei den meisten Menschen wirkt beispielsweise Lavendelduft stressreduzierend. Wer entspannter ist, der ist weniger anfällig für unpassende Instinkte und offener für vielfältige Sichten auf ein Thema. Der Duft in einem Raum kann somit dazu beitragen, dass die Innovationskraft von Teams zunimmt. In vielen Bereichen außerhalb des Büros wird von den Vorteilen eines gezielten Duftes schon seit Jahrzehnten profitiert. Konsumenten werden dadurch beispielsweise in Geschäften zum Kauf inspiriert und das Wohlbefinden in Hotels und Flugzeugen wird so gesteigert.

Geistige Regeneration

Relevanz

Innovation ist geistige Höchstleistung. Wie die Muskeln, kann auch das Gehirn nicht ständig Hochleistung bringen. Regelmäßig sind Ruhepausen notwendig, denn je höher die geistige Leistung ist, desto schneller ermüdet das Gehirn. Besonders bei der Durchführung von geistig anspruchsvollen Aufgaben steigern kurze Pausen die Produktivität. Dabei erhöhen Pausen nicht nur die Fähigkeit zu konzentriertem Arbeiten, sondern ermöglichen auch eine Reflexion des eigenen (möglicherweise falschen) Ansatzes zur Lösung des bearbeiteten Problems. Nach etwa 30 Minuten konzentrierter Denkarbeit, beginnt das Gehirn zu ermüden. Unsere Analysen zeigen, dass die sogenannte Mental Fatigue vor allem eine Gefahr für effektive Besprechungen darstellt.

Top Nudge

Es empfiehlt sich daher jede 45 Minuten eine Denkpause einzulegen. In Besprechungen ist dies besonders wichtig. Genudged werden kann dies, indem für Meetings eine Dauer von 45 Minuten anstatt 60 Minuten angestrebt wird. Bei längeren Besprechungen sollte jede 45 Minuten eine kurze Pause gemacht werden. Dabei reichen fünf Minuten, um die kognitive Fähigkeit wieder zu verbessern. Die Vorteile sind eine höhere Entscheidungsqualität und Besprechungseffektivität.

Autoren

Dr. Wolfgang Freibichler
Partner
wolfgang.freibichler@porsche.de
+49 711 911-1 21 16

Dirk Pfitzer
Senior Partner
dirk.pfitzer@porsche.de
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Manuel Schmucker
Associate Partner
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