Lean Construction als Schlüssel zur effizienten Prozessoptimierung

Mit Lean Construction steht Ihnen ein systematisches Verfahren zur Verfügung, mit dessen Hilfe Sie Realisierungsprojekte im Hinblick auf Qualität, Kosten und Terminen angehen können. So sparen Sie wertvolle Ressourcen. Lean Construction stellt dabei einen integralen Ansatz dar, der Bauablaufprozesse durch mehr Kommunikation optimiert und Aufgaben visualisiert. Kontrolle und Verfolgung der Aufgabenerledigung bewirken einen gezielten Projekterfolg.


Worauf es bei Lean Construction ankommt

Für ein erfolgreiches Projektmanagement mit Lean Construction:

  • Kommunikation: Die nahe Kooperation von Bauherr, Planungsbeteiligten, ausführenden Firmen und Objektüberwachung zu einem frühen Zeitpunkt des Projekts.
  • Analyse: Bereiche mit gleichartiger Bauabfolge dienen als Grundlage einer prozessoptimierten Bauablaufanalyse.
  • Struktur: Die Analyse dient dann als Fundament für eine strukturierte Termin- und Taktplanung. Alle identifizierten Anforderungen und Besonderheiten fließen in Planung, Ausschreibung und Bau mit ein.
  • Kontrolle: Ein digitalisiertes Prozess- und Taktmodell ermöglicht das Nachhalten von Fortschritt und Bauqualität in Echtzeit. Realität und Virtualität lassen sich so optimal abgleichen.

Kontrolle über das BIM-Modell


Lean Construction richtig umsetzen

Vier Schritte prägen das analytisch strukturierte Vorgehen der Lean Construction:

Links: Bereichsorientierte Prozessanalyse
Rechts: Erarbeitung der Prozessabläufe

Prozessanalyse

Ein Projektteam aus Planung, Ausschreibung und Objektüberwachung identifiziert zunächst gleiche Bauabläufe und bestimmt für diese Bau- und Gewerkeabfolgen. Darauf aufbauend kann nun ein möglichst effizienter Bauablauf festgestellt und mögliche Taktungen eingearbeitet werden. Das sichert einen möglichst effizienten und störungsfreien Ablauf.


Prozessterminplan

Durch die Analyse prozessnaher Abhängigkeiten zwischen den unterschiedlichen Bereichen und die grafische Darstellung derselben in einem Prozessterminplan erreicht die Lean Construction die konkrete Terminplanung. Das Projektteam schätzt dabei die Bauzeit auf der Basis der vertraglichen Abkommen und der ersten Annahmen ein.

Im Anschluss synchronisiert das Team die Prozesse aller Einzelbereiche über eine angenommene zeitliche Mitte des Bauablaufs. Die Prozessschritte gehen nun in konkrete Fristen über. Das BIM-Modell dient parallel zur Prüfung und Optimierung der Prozessabläufe. Das Ergebnis ist ein prozessorientierter Terminplan, bei dem alle Einzelbereiche bestmöglich aufeinander abgestimmt sind.

Links: Überschneidungen in einem Taktplan
Rechts: Beispiel eines prozessorientierten Taktplans

Taktplanung

Das nächste Ziel besteht darin, Zeitpuffer in einem bereichsorientierten Taktplan zu schaffen. Dazu unterteilt das Projektteam die Bereiche in kleinere Abschnitte, sodass jeweils 1-2 Firmen in einem dieser festgesetzten Zeiträume arbeiten können.

Nach jedem Arbeitsschritt durch ein Unternehmen reinigen diese ihren Bereich und übergeben diesen bei der täglichen Cockpitbesprechung. Durch das BIM-Modell lassen sich die so ermittelten Taktbereiche nun praktisch visualisieren.

Strukturierte Kartenwand

Bauablaufkontrolle

Anhand von Karten lässt sich dieser prozessorientierte Taktplan jetzt als strukturierte Kartenwand im Baustellenbüro vor Ort aufstellen. Auf ihr können alle Projektbeteiligten den Taktplan in einer vierwöchigen Vorschau ablesen. Die jeweils folgende vierte Arbeitswoche diskutieren die Leiter wöchentlich und strukturieren diese jeweils ggf. neu.

Durch diese Kartenwand können alle beteiligten Firmen täglich die Erfüllung des Bau-Solls prüfen und Abweichungen ggf. schnell gegensteuern. Die Abbildung des gesamten Prozesses durch digitale Tools macht das komplette Bauverfahren permanent für alle Stakeholder nachvollziehbar.

Autor

HENN ist ein international tätiges Architekturbüro mit Standorten in München, Berlin sowie Peking und kann auf mehr als 70 Jahre Erfahrung in den Bereichen Arbeitswelt und Kultur, Lehre und Forschung sowie Produktion und Masterplanning zurückgreifen.

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