Auslaufmodell Verbrennungsmotor

Auf dem 4. Internationalen Motorenkongress am 21. und 22. Februar 2017 in Baden-Baden diskutieren Experten über den Verbrennungsmotor für Pkw und Nutzfahrzeuge im internationalen Umfeld.

(Düsseldorf, 07.12.2016) Die Frage, wie sich die individuelle Mobilität weiter entwickelt, ist nicht durch die Antriebsart allein zu beantworten. Spannend ist die Grundfrage, mit wie viel Verbrennungsmotor diese zukünftig sein wird. Hat der Verbrennungsmotor ausgedient? Welche Rolle spielen Kraftstoffe auf dem Weg zu einer nachhaltigen Mobilität? An welchen Stellschrauben lässt sich der Motor noch weiter optimieren? Darüber diskutieren Motorenexperten der Pkw- und Nutzfahrzeugentwicklungaus dem In- und Ausland am 21. und 22. Februar 2017 in Baden-Baden auf dem 4. Internationalen Motorenkongress. Wissenschaftlicher Leiter ist Dr. Johannes Liebl, Herausgeber von ATZ | MTZ | ATZelektronik.

Verbrennungsmotoren 2050 - Kraftstoffe als Schlüssel auf dem Weg in eine CO₂-neutrale Zukunft?

Eine gesicherte Mobilität versprechen nicht nur Elektromotoren, die durch regenerativ erzeugten Strom nahezu CO₂-neutral betrieben werden können. Das Potenzial eines Verbrenners, dem synthetischer Kraftstoff auf Wasserstoffbasis zugeführt wird, ist ebenfalls noch längst nicht ausgereizt. Entscheidend bleibt es, nach Lösungen zu suchen, die die hohe Energiedichte flüssiger Kraftstoffe im Otto- und Dieselmotor einsatzfähig hält, ihn emissionsärmer und effizienter macht.

Der 4. Internationale Motorenkongress präsentiert über 60 Fachbeiträge zu aktuellen motorentechnischen Fragen rund um Pkw- und Nutzfahrzeuganwendungen. Das Programm beleuchtet den Verbrennungsmotor als Gesamtsystem im Zusammenspiel mit Kraftstoffen. Dr. Michael Winkler von Hyundai und Dr. Manfred Schuckert von Daimler Trucks widmen sich den Herausforderungen durch die Abgas- bzw. Emissionsgesetzgebung. Lars Mönch vom Umweltbundesamt erläutert, wie eine regenerative Energieversorgung des Verkehrs zukünftig aussehen wird. Sie ist auf dem Weg in eine CO₂-neutrale Mobilität essenziell. Experten von Audi, AVL, BMW, FEV, Ford, Opel, Porsche, Renault, Bosch, Volkswagen und anderen setzen sich mit verschiedenen Strategien zur Optimierung von Ladungswechsel und Verbrennung, Abgasnachbehandlung, NVH, Mechanik und Wärmemanagement auseinander. Experten von Volvo, Shell, Tecosol und Climeworks etwa diskutieren, welchen Beitrag neue und alternative Kraftstoffe heute und in Zukunft leisten. Sind grüner Wasserstoff und nachgelagerte Syntheseprodukte als strombasierte Kraftstoffe für den Transportsektor geeignet? Prof. Dr. Robert Schlögl, Direktor des Fritz-Haber-Instituts der Max-Planck-Gesellschaft fragt sich, wie nachhaltige monomolekulare Kraftstoffe für Diesel- und Ottomotoren genutzt werden können. Prof. Dr. Jens Hadler von APL beleuchtet, welche Eigenschaften tailormade Kraftstoffe haben müssen. Fachliche Leitung des Kraftstoffe-Programms ist Wolfgang Maus, langjähriger Geschäftsführer von Emitec.

Verbrennungsmotoren in elektrifizierten Antrieben und 48 Volt - ist das die Lösung?

Der Internationale Motorenkongress richtet seinen Blick in die Zukunft. Nicht nur das Thema neue und alternative Kraftstoffe stehen im Mittelpunkt des Programms. Eine wichtige Frage, wie Verbrennungsmotoren in elektrifizierten Antrieben zukünftig aussehen werden, treibt die Motorenentwickler um. Beispielsweise stellt Jens Kötz, Leiter Elektrik / Elektronik Vernetzung / Energiesysteme von Audi aktuelle Varianten des 48V Energienetzes vor und erläutert, welche Anforderungen und Herausforderungen an die 2. Generation gestellt werden. Dr. Richard Pothin,von Renault zeigt, wie die Franzosen sich elektrifizierte Antriebe zukünftig vorstellen. Auch AVL, FEV und IAV präsentieren ihre Lösungen für den Otto- und Dieselmotor im elektrifizierten Antriebsstrang. Dr. Andreas Schamel von Ford zeigt auf, wie sich unter dem Einfluss einer zukünftigen Elektrifizierung der Antrieb insgesamt immer stärker differenziert und welche Hausaufgaben Fahrzeughersteller zu machen haben. Im Nutzfahrzeug-Programm, das parallel zum Pkw-Programm stattfindet, diskutieren Experten ebenfalls über die Zukunft der Elektrifizierung. Prof. Dr. Christian Beidl, Leiter des Lehrstuhls Verbrennungskraftmaschinen an der TU Darmstadt, hat die Konferenzleitung inne.

Globale Mobilität und Nachhaltigkeit - mit wie viel Verbrennungsmotor?

Die Podiumsdiskussion führt traditionell im Kongressprogramm die Experten der Pkw- und Nutzfahrzeugmotorenentwicklung am ersten Tag wieder zusammen. Dieses Mal diskutieren Prof. Dr. Peter Gutzmer von Schaeffler, Wolfgang Maus, langjähriger Chef von Emitec, Prof. Dr. Stefan Pischinger von der FEV, Dr. Andreas Schamel von Ford und ein Vertreter von Iveco.

Die Frage, in wieweit der Verbrennungsmotor die zukünftige Mobilität beeinflussen wird, beschäftigt alle Motorenentwickler. Welche Chancen hat aktuell der in Verruf geratene Diesel noch? Ist er tatsächlich so schlecht oder steckt hier vielmehr Politik dahinter? Fakt ist: die Probleme des Diesels sind gelöst. Spannend wird es, welche Stellschrauben noch am Ottomotor dringend zu verändern sind. Ist der Partikelfilter die Lösung? Was ist mit elektrifizieren Antrieben? Welchen Beitrag leisten Kraftstoffe für die Mobilität von morgen?

Der Internationale Motorenkongress in Baden-Baden lädt jedes Jahr Experten aus der ganzen Welt ein, über die Zukunft des Verbrennungsmotors zu diskutieren. Simultanübersetzung wird angeboten. Eine Fachausstellung ergänzt das vierzügige Kongressprogramm.

Anmeldung und Programm unter www.motorenkongress.de oder über das VDI Wissensforum Kundenzentrum, Postfach 10 11 39, 40002 Düsseldorf, E-Mail: wissensforumvdide, Telefon: +49211 6214-201, Telefax: -15

Thomas Frohn
Tel: +49 0211 6214-641
Frohnvdide

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