Digitale Transformation: Chancen und Nutzen

IT Security wird als DAS große Hemmnis genannt, Industrie 4.0 und die Digitale Transformation, also den Wandel hin zu einer über alle Ebenen und in alle Lebens- und Arbeitsbereiche vernetzten Welt, Wirklichkeit werden zu lassen. Das zieht sich durch alle Branchen der produzierenden Industrie, betrifft alle Unternehmensgrößen. Die Digitale Transformation reicht von der Vernetzung der Maschinen im Shopfloor über die Vernetzung von Unternehmen über Standorte und Landesgrenzen hinweg bis zu der Vernetzung von Unternehmen mit den Produkten ihrer oder auch fremder Kunden über den gesamten Lebenszyklus des Produkts. Dabei liegen in der Digitalen Transformation die größten Chancen in Bezug auf Effizienzsteigerung, Innovationsgeschwindigkeit und der Gestaltung von Arbeitsplätzen. Nicht zuletzt bedeutet dieser Wandel die einzige Möglichkeit für Unternehmen zur Teilnahme an den neuen Internet- und Plattform-basierten Märkten. Ein Abwarten, der Trend möge vorbei gehen, ist also nicht zu empfehlen. Aufhalten kann den Wandel nur eine nicht funktionierende IT Sicherheit, sie ist das kritische Element.

Die Herausforderungen, denen wir mit IT-Security gegenüberstehen, heißen: es gibt keinen 100%-Schutz! Es gibt keinen dauerhaften Schutz! IT-Security muss also in den Alltag jedes Mitarbeiters in einem Unternehmen so integriert werden, dass sie ständig im Bewusstsein bleibt. Es gilt, die Grundwerte von Unternehmen zu erhalten: Verfügbarkeit sichern, Manipulationen, die in der Produktion oder auch im Automobil zu Safety-Problemen führen können, weitestgehend auszuschließen, Unternehmensgeheimnisse vor Hacker-Angriffen ebenso zu bewahren wie Daten von Privatpersonen zu schützen. Eine Menge an Herausforderungen, denen wir uns stellen müssen.

In der Produktion werden wir in Zukunft weit stärker vernetzt sein, als es heute bereits der Fall ist. Zudem bezieht sich diese Vernetzung nicht nur auf den Shopfloor, sie überwindet Hierarchieebenen in Unternehmen und verbindet Standorte weltweit. Neben proprietären Betriebssystemen in der Produktion finden Office-Systeme Einzug, die ganze „Fenster“ zur gezielten und ungerichteten Manipulation durch Schadsoftware oder exponentiell zunehmende Cyber-Kriminalität öffnen. Die Richtlinienreihe VDI/VDE 2182 beschreibt ein Vorgehensmodell, um weitest möglichen Schutz zu bieten: Ausgehend vom Schutzbedarf muss die  Informationssicherheitskultur erfasst, beschrieben und verstanden werden. Die Einstellungen der Mitarbeiter, ihr Wissensstand und Wissensbedarf ist ebenso wichtig wie technische Lösungen. Auf der 4. VDI-Fachkonferenz „Industrial IT Security 2016 - IT-Sicherheit in Produktions- und Automations-Systemen“, die am 28. und 29. Juni 2016 in Darmstadt stattfindet werden die zugehörigen technischen Lösungen, angefangen von der Absicherung unternehmensübergreifender Wertschöpfungsnetzwerke über Industrial Security als zentrale Komponente der Industrie 4.0 und Schutz vor Cyberangriffen, Spionage und Sabotage bis zur  sicheren Fernwartung und Monitoring vorgestellt. Die Spezialtage „Digitale Transformation: Auswirkungen auf Unternehmen und die Rolle des Chief Digital Officers“ und „IT-Sicherheit von industriellen Steuerungen: Grundlagen SCADA Security und ICS“ ermöglichen eine intensive Auseinandersetzung mit den verschiedenen Facetten der IT Security.

Wenn die Produkte, die die Industriehallen verlassen, mit Services verbunden werden und über das Internet nicht nur Fernwartung, sondern auch Remote-Services, Updates, Softwaretechnische Lösungen von Problemen bis hin zur Software-„Reparatur“ via Internet ermöglicht werden – quasi über Nacht Wichtel-gleich erfolgen – ergeben sich noch ganz neue Herausforderungen und Cyber-Angriffe erhalten eine ganz neue Qualität. Wie also umgehen mit Hacker-Attacken? Welche Sofort-Maßnahmen sind hilfreich? Wie identifiziere ich Schwachstellen und welcher Virenschutz ist effizient – das erfahren Sie im Seminar IT-Sicherheit in der Industrie - Erste-Hilfe-Kurs gegen Cyberbedrohungen.