Gebäudebetrieb optimal: Intelligentes Asset-Management und maschinelles Lernen

(Düsseldorf, 14.05.2019) Über den Lebenszyklus betrachtet machen die Investitionskosten einer Immobilie nur rund 25 Prozent aus, denn der Großteil der Kosten entfällt auf die Nutzung. 'Ein optimierter Betrieb kann den Energieverbrauch um bis zu 40 Prozent reduzieren. Für die Wirtschaftlichkeit ist es deshalb wichtig, die Daten der technischen Anlagen fehlerfrei zusammenzuführen, zu strukturieren und schließlich die für den Betrieb relevanten Informationen zu extrahieren', erläutern Dr.-Ing. Johannes Fütterer, Geschäftsführer, und Dr. rer.nat Jan Henrik Ziegeldorf, Leiter IT, der aedifion GmbH. Ihr Unternehmen bietet solche technischen Werkzeuge für Bestandsgebäude an: Eine Internet of Things (IoT) Plattform und Applikationen für Gebäudeautomationssysteme, um Betriebsdaten möglichst kontinuierlich und automatisiert verarbeiten zu können. Denn Grundlage für Analyse, Interpretation und Optimierung der Nutzung ist die dauerhafte Verfügbarkeit der Betriebsdaten.

Abbildung 1: Anwendungsmöglichkeiten einer IoT-Plattform: Die Verknüpfung von Anlagedaten in einer einzigen, sicheren und leistungsfähigen Cloud erlaubt, ein oder mehrerer Gebäude optimal bewirtschaften zu können.


Anforderungen für ein sinnvolles Werkzeug sind unter anderem:

  • Datenlogger, die alle relevanten Daten unabhängig vom verwendeten Kommunikationsprotokoll des Gebäudeautomationssystems speichern und sie live über eine sichere Verbindung an den Server übertragen.
  • Schnittstellen, die die Integration der Betriebsdaten in andere Systeme erlauben. Ebenso den umgekehrten Vorgang, dass Daten von Drittanbietern in die eigenen Datenbanken aufgenommen werden können.
  • Intuitive Benutzeroberflächen, die den Betreibern erlauben, ihre gesamten Daten direkt in ihrem Browser zu verwalten und zu visualisieren. Dies stellt sicher, dass sich Aufgaben schnell und zielführend zuordnen lassen.

"Tools zur Optimierung, Steuerung und Regelung von Gebäudeautomationssystemen arbeiten zeitsparender und treffsicherer, wenn sie künstliche Intelligenz nutzen. Umso besser die BIM-Daten aus der Planung für den späteren Gebäudebetrieb aufbereitet sind, desto besser fällt die energetische Bilanz einer Immobilie über ihren Lebenszyklus aus und umso weniger muss umständlich oder per Hand bei den Daten nachgearbeitet werden", äußert Johannes Fütterer. Auf der 4. VDI-Fachkonferenz "BIM in der Gebäudetechnik - Von der Planung bis zum Betrieb" erfahren die Teilnehmer mehr dazu im Themenblock "Betrieb: Instandhaltung & energetische Optimierung der TGA mit BIM".


Referenten

Dr.-Ing. Johannes Fütterer, Geschäftsführer, aedifion GmbH, Aachen (links)
Dr. rer.nat Jan Henrik Ziegeldorf, Leiter IT, aedifion GmbH, Aachen (rechts)