Mit Engineering-KI schneller, günstiger und nachhaltiger 
zu robusten Produkten

Wie kann KI bei der Produktentwicklung unterstützen, wenn noch wenige Daten vorliegen? Mit einer Engineering-KI, die nur kleine Anlernstichproben benötigt (6-50 Bauteile), und einer Methode, die systematisch die Daten für eine valide Anlernstichprobe identifiziert, lassen sich Anlaufzeit und -kosten in der Produktentwicklung halbieren. 

Engineering-KI als Wettbewerbsvorteil bei der Entwicklung neuer Produkte 

Die Produktentwicklung steht zunehmend unter Druck: Kürzere Innovationszyklen, steigende Anforderungen an Qualität und Nachhaltigkeit, Kostendruck sowie Fachkräftemangel verlangen nach neuen Ansätzen. Künstliche Intelligenz kann hier helfen, wenn sie bereits auf Basis weniger tatsächlicher Daten funktioniert, da große Datenmengen in der Produktentwicklung meist noch nicht vorliegen.

Herausforderungen in der Produktentwicklung

Gerade in der frühen Entwicklungsphase von Maschinenbauprodukten ist die Datengrundlage begrenzt. Dennoch müssen kritische Qualitätsmerkmale abgesichert, Entwicklungszeiten verkürzt und Risiken beherrscht werden. Typische Herausforderungen:

  • Fehlende Transparenz über Einflussgrößen und Wirkzusammenhänge
  • Lange und kostenintensive Anläufe bis zur Serienreife
  • Hohe Risiken in Bezug auf Qualität und Lebensdauer
  • Hoher Ausschuss und Nacharbeit in frühen Fertigungsphasen

Klassische Ingenieurmethoden stoßen hier an ihre Grenzen, wenn die Zahl der möglichen Einflussfaktoren und Qualitätsanforderungen zu groß ist. Aber auch Machine Learning, wenn es auf Künstlichen Neuronalen Netzwerken fußt, ist oft nicht geeignet. Denn es benötigt zum Anlernen große Datenmengen („Big Data“) und birgt die Gefahr, dass Scheinkorrelationen entstehen, die das Ergebnis verfälschen. Es bedarf neuer Ansätze, die bereits mit kleinen, gezielt erhobenen Datenmengen präzise und belastbare Aussagen ermöglichen.

Engineering-KI: Produkt-Entwicklung auf Basis smarter Datennutzung

Das speziell für das Engineering entwickelte KI-System Analyser® kann bereits auf Basis kleiner Anlernstichproben Vorhersagemodelle erstellen und genaue Angaben zur Produktauslegung liefern, um Überraschungen zu vermeiden.

Mit einer gezielten Kombination aus der Engineering-KI und der Methode „Robust Design“ wird es möglich, bereits in frühen Phasen der Produktentwicklung valide Vorhersagemodelle aufzubauen, auch bei hunderten Qualitätsmerkmalen und einer vierstelligen Anzahl an Einflussfaktoren. Statt auf große (historische) Datenmengen angewiesen zu sein, genügen gezielte Anlernstichproben mit 10 bis 30 Datensätzen, um:

  • wesentliche Einflussgrößen systematisch zu identifizieren und zu priorisieren
  • komplexe Wirkzusammenhänge zwischen Parametern und Qualitätsmerkmalen aufzudecken
  • optimale Einstellungen („Best Settings“) für Produktmerkmale und Toleranzen zu bestimmen.

Die Besonderheit: Statt auf Big Data setzt das Engineering-KI-System mit einem international patentierten Algorithmus auf „Smart Data“ – also wenige Daten aus relevanten Anlernstichproben. Auf dieser Basis erstellt der Analyser® schon in der Entwicklung valide Vorhersagemodelle, sagt die Qualität und Zuverlässigkeit über Lebensdauer voraus und errechnet die Best Settings für die Parametrierung und Tolerierung der Produkte und Design-Merkmale (und später auch der Prozesse).

In acht Schritten systematisch von der Anforderung zum Best Setting
Venn-Diagramm, das die Schnittmenge von Engineering und KI als "Hybride KI" darstellt.

Bildquelle: Contech Software & Engineering GmbH.


Das methodische Vorgehen ist strukturiert in acht Schritten. Fachkräfte übernehmen Schritt 1 - 3 und Schritt 8, die Engineering-KI erledigt Schritt 4-7.

1. Messbare Anforderungen: Qualitätsmerkmale werden in stetige, ordinale Datentypen oder Kurven überführt, um valide Analysen zu ermöglichen.
2. Messortfestlegung: Auswahl der nötigen und effizientesten Prüfstellen.
3. Einflussgrößen-Priorisierung: Die möglichen Einflussfaktoren werden gesammelt und anhand verschiedener Kriterien (wie der Risikozahl aus der Design-FMEA) und der technischen Bedeutung systematisch priorisiert.
4. Gezielte Datenerhebung: Nun wird eine valide Anlernstichprobe erhoben.
5. Modellerstellung: Aufbau von Vorhersagemodellen zur Prognose von Qualitäts- und Zuverlässigkeitskennwerten.
6. Zusammenhangsanalyse: Aufdeckung bisher unbekannter Wirkmechanismen zwischen Einflussgrößen und Zielgrößen.
7. Bestimmung optimaler Einstellungen: Berechnung von Best Settings, also konkreter Werte für Nominale und SOLL-Werte für eine robuste Auslegung.
8. Validierung: Absicherung der berechneten Einstellungen durch ein Bestätigungslos.

Dieses Vorgehen ermöglicht es, fundierte Aussagen über die optimale Auslegung von Produktmerkmalen bereits in der frühen Entwicklung zu treffen – lange bevor klassische Prozessdaten vorliegen.

Konkrete Effekte durch den Einsatz von KI in der Produktentwicklung

Durch den systematischen Einsatz der Engineering-KI lassen sich messbare Verbesserungen in der Produktentwicklung und späteren Produktion erzielen:

  • Gewährleistungsrisiken signifikant reduzieren
  • Anlaufzeit bei neuen Produkten halbieren
  • bis zu 60% Anlaufkosten bis zum Start of Production (SOP) sparen
  • Ausschuss um bis zu 50 Prozent senken innerhalb von drei bis sechs Monaten.

Die Methode Robust Design und das Engineering-KI System Analyser® haben sich in über 300 Industrie-Projekten und verschiedenen Forschungsprojekten bewährt. Für die Einsparungen von bis zu 60 Prozent an Material, Energie und Ressourcen, die sich damit erreichen lassen, wurde der Bayerische Ressourceneffizienzpreis 2021 verliehen.

VDI-Seminar: Engineering-KI selbst anwenden in Produktentwicklung und Produktion

Wenn Sie die Methode und das Engineering-KI-System selbst anwenden wollen, melden Sie sich zum VDI-Seminar: Einsatz von KI in der Produktentwicklung und Produktion an. Sie lernen anhand von realen Fallbeispielen und in Live-Übungen, wie sie systematisch mit Methode und Engineering-KI zu robusten Produkten und stabilen Prozessen kommen. 

Info und Anmeldung

Entdecke auch unsere Seminare in den Bereichen „Qualitätsmanagement, 
Entwicklung und Konstruktion“:

Über den Autor:

Dipl.-Ing. (FH) Frank Thurner, Geschäftsführer der Contech Software & Engineering GmbH und mts Consulting & Engineering GmbH

Frank Thurner unterstützt Industrieunternehmen seit 2006 dabei, methodisch und nachhaltig robuste Produkte und stabile Prozesse zu implementieren. Grundlage für den Erfolg ist die Kombination aus der Methode Robust Design und dem Engineering-KI-System Analyser®. Frank Thurner ist Lean Six Sigma Master Black Belt.

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