Brückenmodernisierung – Erhalt vor Neubau

Bundesweit gibt es etwa 120.000 Brücken. Aus wirtschaftlicher Sicht, gilt bei sanierungsbedürftigen Brücken meist der Erhalt vor dem Neubau. Experten der VDI-Konferenz „Zukunftsprogramm Brückenmodernisierung“ präsentieren am 29. Und 30 November in Bonn, unter anderem Maßnahmen und Verfahren zur Instandsetzung von Brückenbauwerken.

 

Schwerpunkt der Konferenz „Zukunftsprogramm Brückenmodernisierung“ ist u.a. die Zustandsbewertung mittels komplexer Nachrechnungsmethoden. Außerdem werden Lösungsansätze für Verstärkungs- und Rückbauverfahren diskutiert. Teilnehmer der Konferenz erhalten einen Einblick in innovative Bauweisen für den Ersatz- und Neubau sowie in den Einsatz von Building Information Modeling (BIM). Zwei, inhaltlich abgestimmte Spezialtage zu den Themen Fußgängerbrücken sowie Interaktion Gleis/Brücke und Dynamik auf Brücken, runden das Themenspektrum der Konferenz ab. Insgesamt werden 20 Expertenvorträge erwartet. Prof. Dr.-Ing. Gero Marzahn (BMVI) eröffnet die Konferenz mit einem Vortrag zum Thema "Brückenmodernisierung – Stand der Umsetzung".

Ein intaktes Brückennetz ist substanziell für eine gut funktionierende Infrastruktur. Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt bezeichnet die Infrastruktur als das „zentrale Nervensystem unseres Landes“ und Brücken als „die sensibelsten Punkte“. So lässt er es auf der Homepage des BMVI verlauten. Für die Jahre 2015 – 2018 hat er nach Angaben des Bundesverkehrsministeriums die Gelder für sein Brückensanierungsprogramm auf insgesamt 1,5 Milliarden Euro aufgestockt.

Alle Brücken werden bundesweit vierteljährlich überprüft. Diese Prüfung dient primär der Verkehrssicherheit. Neben weiteren jährlichen Checks hinsichtlich der Funktionssicherheit, finden, im Dreijahresrhythmus, intensive Kontrollen von Tragfähigkeit, Standsicherheit und baulichem Zustand statt. Die hierbei gewonnen Daten werden anhand technischer Prüfmethoden und komplexer Nachrechnungen analysiert und ausgewertet. Die VDI-Konferenz „Zukunftsprogramm Brückenmodernisierung“ gibt einen umfassenden und praxisnahen Überblick  zum Thema Nachrechnungen bei Beton-, Stahl-, und Stahlverbundbrücken.

Die Top-Themen der VDI-Konferenz „Zukunftsprogramm Brückenmodernisierung“ sind:

  • Nachweiskonzepte komplexer Nachrechnungen  für Beton- und Stahlbrücken
  • Nachrechnung für Schwertransporte
  • Neue Instandhaltungsrichtlinie – Betonbauqualität
  • Rückbau, konventionell und durch Sprengen
  • Innovative Neubaumaßnahmen – PPP und BIM
  • Bauen unter Verkehr – Verkürzung der Bauzeiten

Neben dem Erhalt stehen Innovative Neubaumaßnahmen von Brücken im Fokus der Veranstaltung. BIM beschreibt die digitale Modellierung von Bauwerksdaten und wird für zukünftige Planungsabläufe eine entscheidende Rolle spielen. Anhand von Praxisbeispielen erhalten die Teilnehmer außerdem Einblicke in BIM Methoden im Brückenbau.

Am 28. November findet ein Spezialtag zum Thema „Entwurf und Planung von Fußgängerbrücken“ statt. Der Workshop bietet einen Überblick der Lösungsmöglichkeiten für die Konstruktion von Fußgängerbrücken. Fachredner des Spezialtages informieren außerdem über Besonderheiten die während der Umsetzung der Projekte zu beachten sind.

Am 1. Dezember 2017, dem Folgetag der Konferenz, findet der Spezialtag „Interaktion Gleis/Brücke und Dynamik auf Brücken“ statt. Der Workshop vermittelt Grundlagen zur Wechselbeziehung und Einflussnahme zwischen Gleis und Brücke und informiert über die daraus resultierenden Anforderungen bei Konstruktion und Bemessung.

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Martina Usala
Produkt Managerin Bau
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