Pressemitteilung 25.10.2013

Erfolgreicher Branchentreff: Elektronik im Fahrzeug

Elektromobilität, Moderne Assistenzsysteme, Lichttechnik und Software – bei dem internationalen Kongress „Elektronik im Fahrzeug“ sprachen führende Fachleute über vielfältige Bereiche der Elektronik.

Der diesjährige internationale Kongress „Elektronik im Fahrzeug“ am 16. und 17. Oktober 2013 in Baden-Baden bot ein ansprechendes Kongressprogramm in vier parallelen Sektionen und rund 70 Vorträgen. Hochkarätige Referenten sprachen unter anderem über Elektromobilität, moderne Assistenzsysteme, Herausforderungen in der Lichttechnik sowie Bordnetze und Software. Die Veranstaltung eröffnete Dr. Wolfgang Runge im voll besetzen Auditorium. Runge übergab in diesem Jahr die Kongressleitung an Uwe Michael, Leiter Elektrik/Elektronik bei Porsche. „Trotz 20 Jahren als Mitglied im Beirat und 10 Jahren als Vorsitzender ist Wehmut nicht dabei“, erklärt Runge. „Denn man soll übergeben, wenn die Leute noch fragen, warum man schon aufhört. Außerdem wird Herr Michael das richtig gut machen.“

Der Nachwuchspreis für die besten Vorträge von Jungingenieuren „Auto-Electronic Excellence – Baden-Baden 2013“ hat der VDI auch in diesem Jahr verliehen. Der erste Platz ging an Lorenz Makeschin von BMW für seinen Vortrag „Das Cloud-Fahrzeug: Vernetzung als Game Changer für die Automobilindustrie“. Den zweiten Platz belegte Dr. Linn Hackenberg von Volkswagen mit ihrer Präsentation „Licht oder Sound? Evaluation von diffusen Modalitäten zur Fahrerunterstützung während des teilautomatisierten Fahrens“ und den dritten Platz erhielt Thomas Streubel von Opel für seinen Vortrag „Generische Umfeldmodellierung – Autonome Fahrzeugsteuerung durch eine Risikokarte“.

Ein Höhepunkt der Elektronik war die erstmals stattfindende „Elektronik Aktuell“. Am Ende des zweiten Kongresstages fassten Vertreter der OEMs und TierOnes in wenigen Minuten die Schwerpunktthemen des Kongresses zusammen und stellten die zentralen Ergebnisse vor. Die einzelnen Beiträge sind ab Ende Oktober auf www.elektronik-im-fahrzeug.de zu sehen.

Auf dem Kongress führte unter anderem Dr. Carsten Wilks von Hella in die Sektion „Herausforderungen der Lichttechnik“ mit seinem Vortrag ein. Er berichtete über Fahrerassistenzsysteme im Wandel innovativer Lichttechnologien. „In den letzten beiden Jahrzehnten haben bei der Entwicklung von Fahrzeuglampen unter anderen zwei Aspekte eine entscheidende Rolle gespielt: die Einführung von LED als Lichtquelle und die ADB-Regelung“, erklärte Wilks. Nach 20 Jahren der Halogenlampen gab es in den 90ern die HID-Lampe. Und nach wieder 20 Jahren ermöglichen die Entwicklungen in der LED-Technologie, diese als Fahrzeuglampe zu nutzen. Von der erstmaligen Einführung bis jetzt basierten die Anforderung an LED-Produkte weder auf ökologischen noch auf ökonomischen Aspekten, sondern mehr auf der Nachfrage eines individuellen Designs und der Freiheit von Instandhaltung. Die Einführung der neuen ADB-Regelung in 2011 hat komplexe Fahrzeuglampen hervorgebracht, die eine signifikant größere Funktionalität mit mechatronischen Elementen und zusätzlichen optischen Systemen hat. „Bei dem Transfer von bestehenden HID-Konzepten mit der LED-Technologie, liegt aktuell die Aufmerksamkeit auf LED-Arrays“, so Wilks. Eine der wichtigen Herausforderungen sei es, das verschiedene Domänen interagieren und gut zusammen arbeiten müssen, wenn adäquate Lösungen für Fahrzeuglampen gefunden werden. „Fokussiert sich eine Lösung nur auf eine Domäne, ist es für das Gesamtsystem nur ein Kompromiss oder ein Nachteilig“, erklärte Wilks.

Am zweiten Kongresstag befasste sich ein Vortragsstrang mit der Software HTML5. Rolf Hartmann von Porsche hielt dazu den Einführungsvortrag und sprach über einen effizienten Ansatz zur Zusammenführung der mobilen Erlebniswelt mit dem Automobil. „Die Automobilindustrie steht einer deutlichen Änderung der Kundengewohnheiten gegenüber“, betonte Hartmann. Das Kundenerlebnis sei von Smartphones und Tablets mit mobilen Onlinediensten geprägt. Um den Kundenwünschen gerecht zu werden, müssten zukünftige Infotainment Systeme im Fahrzeug mehr als nur eine Datenverbindung zum Internet besitzen.  „Die HTML5 Technologie kann einen wirksamen Lösungsbeitrag zur Zusammenführung der mobilen Erlebniswelt im Automobil leisten“, sagte Hartmann. Es stellen sich die folgenden Fragen: Mobile Applikationen sind ein grundlegendes Merkmal im Leben von Menschen, wie setzen wir diesen Bedarf im Fahrzeug um? Wie betten wir das Auto in das Internet ein? Die HTML5 basierte Lösung eröffnet OEMs einen Weg, um die steigenden Forderungen der Kunden für Fahrzeugfunktionalität zu bewältigen. „HTML5 kann eine vielversprechende Lösung für OEMs sein, um sich auf eine effiziente und schnelle Integration von Applikationen und Services zu fokussieren ohne zu Lasten von ständig zunehmenden Kosten“, fasste Hartmann zusammen.

Im kommenden Jahr findet wieder die Tagung „Baden-Baden Spezial“ am 23. und 24. September 2014 statt. Informationen gibt es unter www.elektronik-im-fahrzeug.de.   

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