Materialhybride als Lösung für die Mobilität von morgen

Der Leichtbaukongress von VDI und dem Carbon Composites e.V. diskutiert am 13. und
14. Juni 2017 in Leipzig neueste Technologietrends, Materialkonzepte und Strategien für den Automobilbau.

Der Automobilmarkt ist in Bewegung. Leichtbau gilt dabei als Schlüssel für die zukünftige Mobilität. Materialhybridkonzepte rücken als Problemlöser in den Mittelpunkt der Forschung und Entwicklung. Wann sind diese mit Composites als funktionale wirtschaftliche Lösung sinnvoll? Welche Konzepte verfolgen Automobilhersteller in Deutschland, Europa und beispielsweise China? Wie verändert die E-Mobilität Leichtbaukonzepte? Über diese und zahlreiche weitere aktuelle Fragestellungen diskutieren Experten auf dem VDI-Leichtbaukongress am 13. und 14. Juni 2017 in Leipzig. Erstmals richten der Verein Deutscher Ingenieure (VDI) und das Technologienetzwerk Carbon Composites e.V. (CCeV) diesen gemeinsam als feste Partner aus. Kongressleiter ist Heinrich Timm, Vorstandsmitglied im CCeV und langjähriger Leiter des Audi Leichtbauzentums.

„Weniger ist mehr – dies gilt in allen Bereichen, wo Partner ergebnisorientiert Synergien realisieren. Die Effizienz wird gesteigert, Qualität verbessert und Ressourcen Wert schöpfender genutzt“, so Heinrich Timm. In diesem Sinne wurde der VDI-Leichtbaukongress 2017 als Gemeinschafts-veranstaltung ins Leben gerufen. Der Kongress soll praktische und strategische Impulse geben. Timm weiter: „Das geschieht in der Betrachtung des Leichtbaus im globalen Kontext unter Einbeziehung zukünftiger Mobilität und internationaler Regularien.“

Prof. Dr. Hubert Jäger von der TU Dresden thematisiert in seinem Eingangsvortrag die Frage, welche Bedeutung Leichtbau für die Mobilität von morgen hat. Werner Loscheider, Ministerialrat beim Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, stellt hierzu passend den Leichtbauatlas Deutschlands und Initiativen der deutschen Regierung vor. Hui Zhang, Managing Director von NIO NextEV aus München erläutert, wie Leichtbau in China verstanden wird und welche Treiber sowie Regularien dort bestimmend sind. Mit seinem Supersportwagen EP 9 und seinen 1.360 PS träumt das Start-Up-Unternehmen von einem Eintritt in eine saubere und bessere Welt. Prof. Dr. Markus Lienkamp von der TU München diskutiert vor diesem Hintergrund unter anderem das Dilemma von Leichtbau in E-Fahrzeugen im Hinblick auf „verfügbare schwere Batterien vs. klassische ´leichte´ Antriebe“.

Experten von Audi, BMW, Volkswagen, Porsche, Daimler und weitere präsentieren ihre aktuellen Konzepte und Strategien für Technologiehybride im Automobilbau. Prof. Dr. Horst Friedrich vom Deutschen Luft- und Raumfahrtzentrum in Stuttgart beleuchtet ergänzend die Mobilität auf dem Weg in die Zukunft. Prof. Dr. Axel Herrmann vom CFK Valley Stade informiert über die zukünftige Bedeutung und den Einsatz von faserverstärkten Kunststoffen.

Wie in den vergangenen sechs Leichtbaukongressen des VDI wird der Leichtbau ganzheitlich, Werkstoff und Bauteil übergreifend sowie strategisch diskutiert. Das Vortragsprogramm präsentiert nicht Einzelfragestellungen und Lösungen, sondern stellt die einzelnen Beiträge stets in einen gesamten Entwicklungskontext. Wie dieses in der Praxis gelingt, wird in 2017 durch den Leichtbau Award separat gewürdigt. Die Veranstaltungspartner zeichnen das beste bahnbrechende OEM-Konzept und / oder das beste vorbildliche Projekt in Umsetzung bei der Zusammenarbeit von Industrie und Wissenschaft aus. Am ersten Veranstaltungstag haben die Teilnehmer die Möglichkeit, an exklusiven Führungen durch die Produktion von Porsche und BMW in Leipzig teilzunehmen. Am Vortag bietet der VDI Workshops zu den Themen „Simulation im Leichtbau“ und „Metallschäume“ an.

Der Kongress wird fachlich von den VDI-Gesellschaften Fahrzeug- und Verkehrstechnik (FVT) und Materials Engineering (GME) getragen. Ein Expertengremium mit ausgewiesenen Fachleuten der Branche steht Pate für das Kongressprogramm.


Anmeldung und Programm unter www.vdi.de/leichtbau oder über das VDI Wissensforum Kundenzentrum, Postfach 10 11 39, 40002 Düsseldorf, E-Mail: wissensforumvdide, Telefon: +49 211 6214-201, Telefax: -154.


Über den Carbon Composites e.V.

Carbon Composites e.V. (CCeV) ist der größte deutschsprachige Verbund von Unternehmen und Forschungseinrichtungen und deckt die gesamte Wertschöpfungskette der Hochleistungs-Faserverbundwerkstoffe ab. CCeV vernetzt Forschung und Wirtschaft in Deutschland, Österreich und der Schweiz. CCeV versteht sich als Kompetenznetzwerk zur Förderung der Anwendung von Faserverbundwerkstoffen. Die Aktivitäten von CCeV sind auf die Produktgruppe „Marktfähige Hochleistungs-Faserverbundstrukturen“ ausgerichtet. Schwerpunkte liegen auf Faserverbund-strukturen mit Kunststoffmatrices, wie sie aus vielen Anwendungen auch einer breiteren Öffentlichkeit bekannt sind, sowie auf Faserverbundstrukturen mit Keramikmatrices mit ihren höheren Temperatur- und Verschleißbeständigkeiten. CCeV wurde 2007 gegründet und hat heute rund 300 Mitglieder.


Hinweis an die Redaktion:
Ihre fachliche Ansprechpartnerin für die Pressearbeit zu diesem Kongress:                                           Anne Bieler-Bultmann M.A.
Telefon: +49 211 6214-225, Telefax: +49 211 6214-97641, E-Mail: Bieler-Bultmannvdide.

Über die VDI Wissensforum GmbH

Die VDI Wissensforum GmbH mit Sitz in Düsseldorf ist seit mehr als 50 Jahren einer der führenden Weiterbildungsspezialisten für Ingenieure sowie für Fach- und Führungskräfte im technischen Umfeld. Die mehr als 1.300 Veranstaltungen im Jahr decken alle relevanten Branchen ab. Das Angebot reicht von Seminaren und Technikforen über modulare Lehrgänge mit abschließender Zertifizierung bis zu Fachtagungen und Kongressen. Dabei gewähren permanente Marktrecherche, ein großes Expertennetzwerk und das ausgeprägte Know-how des VDI (Verein Deutscher Ingenieure) die hohe Qualität der Veranstaltungen.