Sensation auf Internationalem Motorenkongress – Vereinbarung vor Publikum

(Düsseldorf/Baden-Baden, 02.03.2018) Gerichtsurteil zu Fahrverboten von Diesel-Pkw wurde Top-Thema des Internationalen Motorenkongresses in Baden-Baden. Unerwartete Wende: Handreichung der Verbrennungsmotoren-Community mit Deutscher Umwelthilfe vor Live-Publikum. Neue Vereinbarung zur Kooperation geschlossen.

„Städte können künftig Fahrverbote für Diesel-Pkw aussprechen“. Das Urteil des Bundesverwaltungsgerichtes kam mitten während des Internationalen Motorenkongresses in Baden-Baden.
Mit großer Spannung erwartete die Verbrennungsmotoren-Community Jürgen Resch von der Deutschen Umwelthilfe. Er hatte den Gang vors Leipziger Verwaltungsgericht angestoßen. Live zugeschaltet zu der Podiumsdiskussion zum Thema „Schaffen wir den Verbrennungsmotor ab!?“ vor rund 500 Teilnehmern erschien der Klage-Initiator. Völlig unerwartet: Statt Konfrontation kommt es künftig zu Kooperation. Vor Live-Publikum kam es zur Handreichung. Der Verkehrsexperte der CDU, MdB Carsten Müller als Vertreter der Politik und weitere Experten aus Wissenschaft sowie Automobilindustrie einigten sich mit der Deutschen Umwelthilfe auf eine kurzfristig aufzunehmende Zusammenarbeit.

Sensation auf Internationalem Motorenkongress – Vereinbarung vor Publikum

Gerichtsurteil zu Fahrverboten von Diesel-Pkw wurde Top-Thema des Internationalen Motorenkongresses in Baden-Baden. Unerwartete Wende: Handreichung der Verbrennungsmotoren-Community mit Deutscher Umwelthilfe vor Live-Publikum. Neue Vereinbarung zur Kooperation geschlossen.

Podiumsdiskussion Motorenkongress

Handreichung und neue Kooperation auf dem 5. Internationalen Motorenkongress am 27. und 28. Februar 2018 in Baden Baden. (Bild: VDI Wissensforum GmbH)

(Düsseldorf/Baden-Baden, 02.03.2018)

„Städte können künftig Fahrverbote für Diesel-Pkw aussprechen“. Das Urteil des Bundesverwaltungsgerichtes kam mitten während des Internationalen Motorenkongresses in Baden-Baden.
Mit großer Spannung erwartete die Verbrennungsmotoren-Community Jürgen Resch von der Deutschen Umwelthilfe. Er hatte den Gang vors Leipziger Verwaltungsgericht angestoßen. Live zugeschaltet zu der Podiumsdiskussion zum Thema „Schaffen wir den Verbrennungsmotor ab!?“ vor rund 500 Teilnehmern erschien der Klage-Initiator. Völlig unerwartet: Statt Konfrontation kommt es künftig zu Kooperation. Vor Live-Publikum kam es zur Handreichung. Der Verkehrsexperte der CDU, MdB Carsten Müller als Vertreter der Politik und weitere Experten aus Wissenschaft sowie Automobilindustrie einigten sich mit der Deutschen Umwelthilfe auf eine kurzfristig aufzunehmende Zusammenarbeit.

„Wir müssen eine bislang völlig entkoppelt stattfindende, ideologisch geprägte Diskussion versachlichen. Gesellschaft, Politik und Fachleute sprechen oft auf ganz verschiedenen Ebenen, aber nicht miteinander“, konstatiert Prof. Dr. Christian Beidl von der TU Darmstadt in dem sogenannten „WKM-Positionspapier“ der Wissenschaftlichen Gesellschaft für Kraftfahrzeug- und Motorentechnik e.V., das Grundlage der Diskussion war. Insbesondere die Wissenschaftler, Entwickler und Ingenieure bemängeln bei der bislang geführten Diskussion ungehört und mitunter sogar ausgeschlossen worden zu sein. „Ein Gerichtssaal ist der falsche Ort, eine Diskussion zu führen. Juristen sollten nicht darüber entscheiden, wie die Zukunft aussieht, sondern Wissenschaftler“, sagt Wolfgang Maus von der WM Engineering & Consulting GmbH. Die Forscher und Entwickler haben nämlich eine Lösung: synthetische Kraftstoffe.

Die Experten auf dem Podium waren überzeugt, dass Verbrennungsmotoren mit synthetischen Kraftstoffen CO₂-neutral betrieben werden können. Diese wie z.B. PtL-Kraftstoffe (Power to Liquid), besitzen eine hohe Energiedichte, sind emissionsfrei und können wesentlich dazu beitragen, die heute gewohnte Langstrecken- und Leistungstauglichkeit von Fahrzeugen sicherzustellen. Darüber hinaus sei diese Lösung ökonomisch sinnvoll, denn sie gewährleiste Mobilität zu weitaus geringeren Gesamtkosten als beispielsweise die E-Mobilität, wie auf dem Kongress von Ingenieuren und Ökonomen berichtet wurde. Augenfälliger wird es, wenn scheinbare CO2-Vorteile der E-Mobilität aufgedeckt werden: denn das Batterie-Fahrzeug wird von der Steckdose (Tank) bis zum Rad bewertet, der Verbrennungsmotor von der Ölquelle bist zum Rad. Anders gesagt, die CO2-Emissionen der Stromerzeugung werden unterschlagen.

In synthetischen Kraftstoffen sieht auch Resch eine wichtige Alternative. Er gab jedoch zu bedenken, dass diese nach wie vor in der Entwicklung seien und damit zum heutigen Zeitpunkt noch keine Lösung. Dennoch müsse man hierfür den Blick schärfen. Genau das haben sich die Ingenieure und Entwickler auf die Fahnen geschrieben. Sie wollen künftig in die Diskussion mit Ihrem Expertenwissen einbezogen werden, denn hierin sehen sie einfach zu hebendes Problemlösungspotenzial. Es mache weder technisch noch ökonomisch Sinn, den Verbrennungsmotor vorschnell abzuschaffen. Das Potenzial sei bei weitem noch nicht ausgereizt.

„Politik und Gesellschaft neigen dazu ‚Entweder-oder-Entscheidungen‘ zu fällen;  in diesem Fall entweder Verbrenner oder Elektromotor. Und das ist gerade hier nicht besonders sinnvoll“, räumt Resch ein. Zugleich bat der zustimmende Bundestagsabgeordnete Carsten Müller die anwesenden Industrievertreter darum, der Politik verständlichere Informationen zur Verfügung zu stellen. Er versprach, dass die zukünftige Bundesregierung sich des Themas annehmen werde.

Deutlich formuliert es das von Beidl vorgetragene Positionspapier führender Wissenschaftler aus Deutschland, Österreich und der Schweiz in einem Statement: „Eine technologieoffene Weiterentwicklung von Antriebssystemen ist Voraussetzung für eine erfolgreiche Klimapolitik in einer prosperierenden Gesellschaft. Verbote bewirken das Gegenteil!“. Dr. Wolfgang Demmelbauer-Ebner von Volkswagen wie auch Rudolf Ellensohn von Liebherr Machines Bulle und Dr. Otmar Scharrer von MAHLE International schließen sich dem an und begrüßen die Offerten seitens Verbraucherschutz und der Politik.

Wolfgang Maus bringt es abschließend auf den Punkt: „Wir nehmen nun Jürgen Resch beim Wort und setzen uns an einen Tisch. Wir haben überzeugende physikalisch-technische Lösungen. Diese sollen gehört werden und müssen allen Menschen bekannt gemacht werden. Nur so kann die bislang vollkommen unsachliche und ideologisierte Diskussion in Politik und Gesellschaft beendet werden. Wir starten heute eine neue Diskussion, eine echte, sachlich fundierte – Verbote sind dann nämlich überflüssig“.

Fahrerlos in die Zukunft geht es auf der 5. Internationalen VDI-Konferenz „Automated Driving“ am 16. und 17. Mai in Düsseldorf

In naher Zukunft stellen selbstfahrende Autos eine der bedeutendsten Innovationen für die Automobilindustrie und den Fahrer dar. Vom Design der Fahrzeuge über neue Infrastrukturkonzepte bis hin zu einem veränderten Nutzungsverhalten und Mobilitätsverständnis stehen weitreichende Veränderungen bevor. In kontrolliertem Umfeld, wie im Bergbau oder in der Landwirtschaft, sind autonome Fahrzeuge bereits Realität. Bis zum vollständig autonom fahrenden Automobil im Straßenverkehr wird jedoch noch einige Zeit vergehen. Derzeit bestehen nach wie vor technische, infrastrukturelle und gesetzliche Hürden, die auf der „Automated Driving“ von führenden Köpfen der Automobilindustrie diskutiert werden.

Die Technik ist bereits soweit: Machine Learning ist eines der wichtigsten Buzz-Words und meint Wissensgenerierung aus Erfahrung. So kann das Auto das Fahrverhalten von Menschen abspeichern, darin Muster erkennen und diese nachahmen. Auf diese Weise ist es möglich Fahrzeugen durch Simulation und Testfahrten richtiges Fahrverhalten ‚anzutrainieren‘. Bei dieser Art des maschinellen Lernens werden sogenannte neuronale Netze geschaffen, die dem Aufbau des menschlichen Gehirns gleichen. Diese nehmen Umweltinformationen auf und können so Verbindungen zwischen Fahrauftrag und Umgebung herstellen.

Auf dem Weg zum autonomen Fahren bestehen jedoch nicht bloß technische und infrastrukturelle Hindernisse. Auch rechtliche und gesellschaftliche Herausforderungen sind bisher ungelöst. Noch immer erkennen die Computersysteme nicht jede Verkehrssituation zuverlässig. Problematisch bleiben ethische Aspekte: Wie reagiert das Fahrzeug, wenn ein Unfall unvermeidbar ist? Wägt es die Leben der Insassen gegeneinander auf? Zwar steigt laut einer Umfrage von TÜV Rheinland die soziale Akzeptanz des autonomen Fahrens, jedoch zeigen sich die Teilnehmer skeptisch bezüglich der Rechtslage und Sicherheit. Diesen Kernpunkten widmet sich die internationale Konferenz „Automated Driving“.

Vorträge auf der Konferenz halten u.a. folgende Experten:

  • Dr. Reinhard Stolle, Vice President Methodology Agile Development, Artificial Intelligence, BMW
  • Erik Coelingh, Technology Advisor & Vice-President, Zenuity
  • Henry Bzeih, Managing Director, Connected & Mobility, KIA MOTORS AMERICA
  • Erez Dagan, Senior VP Advanced Development & Strategy, Mobileye

Die Top-Themen der Veranstaltung sind:

  • Künstliche Intelligenz und Machine Learning in fahrerlosen Automobilen
  • Die Zukunft der städtischen Mobilität und autonome Fahrzeuge
  • Automatisiertes und autonomes Fahren aus OEM-Sicht
  • Sensor-, Mapping- und Informationstechnologien
  • Internationale Richtlinien und Versicherungsrecht

Zudem wird es eine interaktive World Café Session sowie einen Live Hack von Dr. Yao Lu von Trillium Secure, Inc. geben.

Veranstaltungsteilnehmer profitieren von den parallel stattfindenden VDI-Konferenzen „IT Security for Vehicles“ und „Safety Systems“, die sie ohne zusätzliche Kosten besuchen können:
Die 4. Internationale Konferenz „IT Security for Vehicles“ befasst sich mit Sicherheitsfragen, die im Zuge von Automatisierung und Vernetzung aufkommen. Wenn das Auto mit der Umwelt und anderen Verkehrsteilnehmern vernetzt ist, gilt es Lösungen zum Schutz vor Hackerangriffen zu finden. So wird es Live-Hacks geben, um Sicherheitslücken aufzuzeigen und die Herangehensweise von Hackern zu verstehen.
Auf der 3. Internationalen Konferenz „Safety Systems“ stehen die aktuellen Herausforderungen von aktiver wie passiver Sicherheit im Mittelpunkt. Das meint beispielsweise Fahrassistenzsysteme, die Unfälle präventiv verhindern oder auch verbesserte Innenraumkonzepte, die den Fahrer im Falle eines Unfalls besser schützen.

Alle Veranstaltungen finden in englischer Sprache statt.

Mehr zu den Trends und Entwicklungen rund um das vernetzte und automatisierte Auto erfahren Besucher der „CONCAR-EXPO 2018“, Europas größter Fachmesse im Bereich Connected Car und Automated Driving, vom 27 - 28. Juni in Berlin.


Anmeldung und Programm unter www.vdi-international.com/automateddriving sowie über das VDI Wissensforum Kundenzentrum, Postfach 10 11 39, 40002 Düsseldorf, E-Mail: wissensforumvdide, Telefon: +49 211 6214-201, Telefax: -154.


Ihre Ansprechpartnerin im VDI Wissensforum:
Katharina Neumann
Produktmanagerin International Business
Telefon: +49 211 6214-621
Telefax: +49 211 62 14-97-621
E-Mail: neumann_kavdide

Über die VDI Wissensforum GmbH

Wir sind seit 1957 Partner in der Weiterbildung für Ingenieure und technische Fach- und Führungskräfte. In jährlich mehr als 2.150 Kongressen, Tagungen, Technikforen, Lehrgängen und Seminaren decken wir nahezu jede technische Disziplin ab. Der Bereich Soft Skills und Management rundet unser Portfolio ab. Mehr als 37.000 Teilnehmer bilden sich mit Hilfe unseres Angebots jedes Jahr aus und weiter.