Konferenz

Assistenzroboter in der Produktion 2016

Konferenz: Assistenzroboter in der Produktion 2016

Welche Sicherheitsanforderungen gilt es, bei kollaborierenden Robotersystemen zu beachten? Welche neuen und effektiven Lösungen existieren derzeit in der Mensch-Roboter-Kollaboration (MRK) Robotik? Wie können aktuelle Herausforderungen in der MRK gelöst werden? Die 3. Konferenz „Assistenzroboter in der Produktion“ gibt Antworten auf diese und weitere Fragen. Beispiele für das Vorgehen bei der Risikobeurteilung sowie das Bewerten von Schutzeinrichtungen stellen dabei einen engen Bezug zur Praxis her.

Chancen und Herausforderungen von Mensch-Roboter-Kollaborationen

Immer mehr Unternehmen setzen in der Produktion auf die Zusammenarbeit zwischen Mensch und Roboter. Gleichzeitig stellt die Mensch-Roboter-Kollaboration (MRK) Unternehmen nach wie vor vor große Herausforderungen. Insbesondere dort, wo Roboter ohne Schutzraum Einsatz finden, müssen hohe Sicherheitsanforderungen und rechtliche Vorgaben erfüllt werden.

Die 3. VDI-Konferenz „Assistenzroboter in der Produktion“ gibt Ihnen einen aktuellen Überblick über Möglichkeiten, Chancen und Grenzen der MRK in der industriellen Fertigung. Lernen Sie, welche Sicherheitsanforderungen und rechtlichen Rahmenbedingungen bei kollaborierenden Robotersystemen zu beachten sind und wie Sie hier die Sicherheit gewährleisten. Erfahren Sie zudem, welche neuen und bekannten Lösungen durch MRK-Systeme existieren und wie Sie aktuelle Herausforderungen in diesem Bereich lösen können.

    Ihre Vorteile

  • Erfahren Sie, wie der Stand der MRK-Systeme aussieht und wie diese in der Industrie Einsatz finden.
  • Tauschen Sie mit anderen Teilnehmern Erfahrungen zum Thema „Sichere Mensch-Roboter-Kollaboration“ aus.
  • Lernen Sie Lösungen aus der industriellen Praxis kennen.

Programmablauf der Konferenz

Programm als PDF zum Ausdrucken herunterladen

Dienstag, 13. Dezember 2016

09:15

Anmeldung

10:15

Begrüßung und Eröffnung durch die Konferenzleitung

  • Überblick über die Konferenz
  • Assistenzrobotik als Komponente in Industrie 4.0 Konzepten
  • Erwartungen und Perspektiven für den industriellen Einsatz

Prof. Dr.-Ing. Hans Wernher van de Venn, Institutsleitung, IMS
Institute of Mechatronic Systems, ZHAW Zürcher Hochschule für
Angewandte Wissenschaften, School of Engineering, Winterthur,
Schweiz

Wirtschaftliche MRK-Lösungen und neue Systeme

10:30

Sicher Hand in Hand mit Robotern der neuen Generation

  • Warum MRK in der Zukunft wichtig ist
  • MRK ohne Gefahr für die Menschen?
  • Technologien, um die MRK sicher zu machen
  • Gesetzliche und normative Anforderungen
  • Einsatzbeispiele an einer Reibschweißmaschine

Dr. Albrecht Hoene, Director Human Robot Collaboration,
KUKA Roboter GmbH, Augsburg

11:00

Smarter Einsatz kollaborativer Roboter in flexiblen
Anwendungsfeldern

  • Intelligente MRK: flexibel, sicher und vielfältig einsetzbar
  • Einfache und schnelle Applikationserstellung durch intuitive
    Ablauferstellung und standarisierte Applikationsmodule
  • Bedienerinterface als Schlüsselelement einer smarten MRK
  • Adaptive Mensch-Roboter-Systeme als Teil eines Industrie 4.0
    Konzeptes
  • Next to you: MRK am Beispiel des Cobot „Sawyer“

Dipl.-Ing. Carsten Busch, Geschäftsleitung, HAHN Robotics GmbH,
Reinheim

11:30

Mensch-Maschinen-Kooperation: Einsatzmöglichkeiten und
Wirtschaftlichkeitsaspekte in der Produktion

  • Entwicklung der Mensch-Maschinen-Kooperationen
  • Einsatzmöglichkeiten der Mensch-Maschinen-Kooperationen in
    der Produktion
  • Mensch-Roboter-Kooperation als der Teil eines Industrie 4.0
    Konzeptes
  • Wirtschaftlicher Nutzen und Veränderungsbedarfe
  • Fallbeispiel: künftige Anwendungen der Mensch-Maschinen-
    Kooperation in der Montage eines Automobils

Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Horst Wildemann, Leiter des
Forschungsinstituts für Unternehmensführung, Produktion
und Logistik, TU München und des TCW Transfer-Centrum für
Produktions-Logistik und Technologie-Management, München

12:00

Mittagspause mit Besuch der Fachausstellung

Sicherheit und Sicherheitssysteme

13:30

Kollaborierende Robotersysteme – Sicherheitsanforderungen

  • Anforderungen nach EN ISO 10218-1, EN ISO 10218-2 und
    ISO TS 15066
  • Steuerungsanforderungen: Kategorie und Performance Level
  • Forschungsergebnisse und biomechanische Grenzwerte
  • Zertifizierung von kollaborierenden Robotersystemen
  • Worauf zukünftige Anwender achten sollten
  • Mögliche Etablierung eines neuen Geschäftsmodells
    „Dienstleister“
  • Hinweise an die Benutzer

Dr.-Ing. Matthias Umbreit, Leiter Stabstelle M+A,
Fertigungsautomatisierung/-gestaltung, Berufsgenossenschaft Holz
und Metall, Mainz

14:00

Messen von Kollisionskraft und -druck: Einflussfaktoren
und Auswirkungen

  • Kraftmesssysteme für kollaborierende Roboter
  • Biofidele Grenzwerte erfordern biomechanisches Messen;
    Realisieren eines biomechanischen Messsystems
  • Biomechanische Faktoren und deren Einfluss auf das
    Messergebnis
  • Auswertung und Analyse einer Kraft-Druckmessung
  • Planung einer Applikation: Nutzen von Messreihen
  • Energetische Kollisionsbetrachtung als Alternative zur
    Kraftmessung

Dr. Daniel Meixner, Research & Development, GTE
Industrieelektronik GmbH, Viersen

15:00

Kaffeepause mit Besuch der Fachausstellung

15:30

Praxisbeispiele für assistierende Roboter in der
industriellen Produktion

  • Rechtliche Rahmenbedingungen: Normung, Vorgehen bei der
    CE-Zeichenvergabe
  • Technische Details des Funktionspakets „SafeInteraction“:
    Sensorhaut zur schutzzaunlosen Interaktion mit dem Roboter
  • Anwendungsbeispiele aus dem Bereich der Automobilproduktion
  • Handgeführte Roboter
    • Technische Details des „SafeGuiding“
    • Anwendungsbeispiele aus dem Bereich der Giessereitechnik
      und der Montage

Dr.-Ing. Peter Heiligensetzer, Geschäftsführer, MRK-SYSTEME
GmbH, Augsburg

16:00

Human Centered Robotics – einfache Programmierung,
Assistenz und Sicherheit

  • Der 3. Arm als Unterstützer in industriellen Montageaufgaben
  • Kollisionsversuche am DLR: Grundstein für Sicherheit in MRK
    Anwendungen
  • Problemstellung Endeffektor: Funktion vs. Sicherheit
  • Kollisionsversuche mit dem DLR Sicherheitsmodul
  • Ausblick robotische Assistenz: vom Arm zum humanoiden
    Service-Roboter

Dr. Hannes Höppner, Projektleiter, Dipl.-Ing. Roman Weitschat,
Projektleiter, Institut für Robotik und Mechatronik, Deutsches
Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR), Weßling

Cloudbasierte Systeme und IT-Sicherheit

16:30

Mensch-Roboter-Kollaboration und Online-Programmierung
in der Cloud

  • FRANKA EMIKA – ein professioneller MRK-Roboter
  • Cloudbasierte Online-Roboterprogrammierung
  • Roboter-Apps: Modularität, Widerverwendbarkeit, Erweiterbarkeit
    und Lernfähigkeit
  • Programmierung von sicherer MRK

Prof. Dr.-Ing Sami Haddadin, CEO, KBee AG, München; Direktor,
Institut für Regelungstechnik LUH, Hannover

17:00

Gezielte Spionageattacken auf Industriesysteme:
Angriffsmethodik und Verteidigungsstrategien

  • Live-Hack: Angriff auf einen Prozessroboter der
    Halbleiterindustrie aus dem Internet
  • Zunehmende Vernetzung von Industrieanlagen („Industrie 4.0“,
    „Internet of Things“) als Einladung für Betriebsspionage und
    Kriminelle
  • Vernetzung als Schwachstelle: Angreifer dringen mit speziellen
    Techniken in Steuerungsnetzwerke ein und erlangen Zugang auf
    die vernetzten Fertigungsanlagen
  • Wie Angreifer vorgehen und welche Möglichkeiten der Industrie
    zur Verfügung stehen, um sich vor derartigen Angriffen zu
    schützen

Rafael Fedler, IT Attack Analyst, NSIDE ATTACK LOGIC GmbH,
München

17:30

Zusammenfassung des ersten Konferenztages

Prof. Dr.-Ing. Hans Wernher van de Venn

Ca. 18:00

Get-Together

Zum Ausklang des ersten Veranstaltungstages lädt Sie das VDI Wissensforum
zu einem Get-Together ein. Nutzen Sie die entspannte Atmosphäre, um Ihr
Netzwerk zu erweitern und mit anderen Teilnehmern und Referenten vertiefende
Gespräche zu führen.

Mittwoch, 14. Dezember 2016

Der Mensch als zentrale Größe im Kooperationsszenario

09:00

Kontextmanagement für Assistenzroboter

  • Typische Anwendungen des kollaborativen Roboters P-Rob®
  • Kontext als Basis für situatives Handeln
  • Menschen als zentrale Größe des Aktionsmanagements
  • Lernprozesse zur laufenden Verbesserung und Erweiterung der
    Leistung
  • Lösungsbeispiele unterstützt durch Algorithmen aus der Cloud

Dr. Hansruedi Früh, Gründer und Geschäftsführer, F&P Robotics AG,
Glattbrugg ZH, Schweiz

09:30

ReWalk Roboter Exoskelett: Hilfsmittel mit Parallelen zu
industriellen Anwendungen?

  • Mehr als nur Gehen: Wiederherstellung des aufrechten Gangs bei
    Paraplegikern
  • Roboter Exoskelett, Assistenzsystem
  • Aufrechter Gang, Gesundheitsvorteile, Behinderungsausgleich
  • Exoskelette zur persönlichen Nutzung
  • Parallelen zum Industrieeinsatz von Exoskeletten

Dipl.-Ing. Andreas Reinauer, Product Manager, Argo Medical
Technologies GmbH, Berlin

10:00

Mensch-Roboter-Kooperation beim Entlacken von Flugzeugen

  • Mensch-Roboter-Kooperation bei der Wartung von Verkehrs- und
    Frachtflugzeugen
  • Effizienzsteigerung und Umweltschonung
  • Neues Entlackungsverfahren mit biologisch abbaubaren Strahlmitteln
  • CFK-Tauglichkeit des Verfahrens in Verbindung mit der Robotik
  • Kooperationszenario beim Entlacken

Dr. Marcel Honegger, Leiter Robotik und Automation, ZHAW,
Winterthur, Simon Deligny, Industrial Development, Dr. Rebecca
Berge-Gras, R&D Engineer, beide Aerostructures Departement, Air
France Industries, Roissy-en-France, Frankreich

10:30

Kaffeepause mit Besuch der Fachausstellung

MRK-Lösungen im Automobilbau

11:00

MRK als ergonomische Unterstützung in der Produktion

  • Ausprägungen der Mensch-Roboter-Kooperation
  • Roboter als Produktionsassistent
  • Wandlungsfähigkeit in der Produktion durch Robot Farming
  • Praxisbeispiel aus der Produktion

Dipl.-Ing. Claudine Reisdörfer, Thorsten Reichling M.Sc.,
Technologiefabrik MBC Aufbauwerke, Daimler AG, Stuttgart

11:30

Mensch-Roboter-Kooperation in Produktion und Logistik:
Aktuelle Projekte und Forschungsschwerpunkte

  • Bandbreite möglicher MRK-Anwendungen in Produktion und
    Logistik
  • Ergonomische Aspekte
  • Hohe Traglasten und Industrieroboter in MRK-Szenarien
  • Aktuelle Beispiele aus dem Volkswagen Konzern
  • Forschungsthemen: Zweiarm-Manipulatoren in der zukünftigen
    Montage und neue Strategien zur Kollisionsvermeidung

Dr.-Ing. Thomas Krüger, Technologieentwicklung Roboter,
Volkswagen AG, Wolfsburg

12:00

MRK in der Smart Factory – Praxisbeispiele aus der
Automobilproduktion

  • Mensch-Roboter-Kooperation in der Praxis
  • Erfolgsfaktoren bei der Umsetzung von MRK-Anlagen
  • Herausforderungen bei kraft- und leistungsbegrenzten Systemen
  • Schlüsseltechnologien für MRK

MBA, M.-Eng., Dipl.-Ing. (FH) Johann Hegel, Leiter Technologieentwicklung
Fertigungsassistenzsysteme, AUDI AG, Ingolstadt

12:30

Mittagspause mit Besuch der Fachausstellung

Weitere Anwender- und Erfahrungsberichte

14:00

Agile Produktion in der zukünftigen Flugzeugfertigung:
Roboter, Unterstützungssysteme und Digitalisierung

  • Flexible und wandlungsfähige industrielle Systeme im
    Flugzeugbau
  • Neue Klasse von technischen Automatisierungs- und
    Unterstützungssystemen
  • Mobile, modular und intelligente Automatisierungskonzepte für
    komplexe Fertigungsprozesse im Flugzugbau
  • Neue industrielle Technologien für beschränkte Zugänglichkeiten
    und erschwerten ergonomischen Bedingungen manueller
    Arbeitsschritte
  • Lückenschluss zwischen vollautomatischen und vollmanuellen
    Operationen, ohne Beschränkung auf reine MRK

Dr. Ingo Krohne, Innovation & Development, Manufacturing
Technologies R&D Engineer, Airbus Operations GmbH, Hamburg

14:30

Stolpersteine auf dem Weg zur Mensch-Roboter-
Kollaboration

  • Beispiele erster Kundenapplikationen
  • Sprachbarriere – Was versteht der Kunde unter Kollaboration?
  • Wie sind Kundenwunsch, Sicherheit und Wirtschaftlichkeit
    vereinbar?
  • Die Euphorie der eigenen Mitarbeiter – gefährliches Halbwissen
  • Unsere nächsten Schritte

Dipl.-Ing (FH) Volker Sieber, Leiter Entwicklung, Schnaithmann
Maschinenbau GmbH, Remshalden

15:00

Zusammenfassung der Konferenz und Schlusswort

Prof. Dr.-Ing. Hans Wernher van de Venn

Ca. 15:15

Ende der Konferenz

An wen wendet sich die Konferenz?

Die Konferenz ist für die folgenden Personengruppen besonders interessant:

  • Projektverantwortliche und Entscheidungsträger, die für die Implementierung von Automatisierungslösungen verantwortlich sind
  • Systemintegratoren sowie Hersteller von Industrierobotern und Roboterkomponenten
  • Ingenieure sowie Fach- und Führungskräfte der Bereiche Robotik, Automatisierung, Montageautomation, Prozessautomation, Innovation und Technologie

Begleitende Spezialtage

Die Konferenz wird inhaltlich durch die Spezialtage „Mensch, Roboter & Sicherheit“ und "Technologien der künstlichen Intelligenz im industriellen Umfeld", die am Tag vor der Konferenz stattfinden, ergänzt. Buchen Sie die Konferenz zusammen mit einem Spezialtag und profitieren Sie vom vergünstigten Kombipreis.

Melden Sie sich an

Zeitlich parallel zu dieser Veranstaltung findet im Nachbarsaal die VDI-Zukunftskonferenz „Humanoide Roboter 2016“ statt. Teilnehmer der VDI-Konferenz „Assistenzroboter in der Produktion“ können die Vorträge beider Veranstaltungen vor Ort ohne Mehrkosten besuchen.

Veranstaltung buchen
13.12 - 14.12.2016 Aschheim bei München verfügbar 1290 €

In der Veranstaltungsstätte haben wir ein begrenztes Zimmerkontingent für Sie reserviert.

Zusammen buchen und Vorteilspreis sichern!
  • 3. VDI-Fachkonferenz Assistenzroboter in der Produktion 2016
    (Preis gilt bei Buchung mind. einer Zusatzveranstaltung)
  • 1190 €statt 1290 €
Am Tag davor
  • Mensch, Roboter & Sicherheit
    Spezialtag am 12.12.2016 in Aschheim bei München Details
  • 840 €statt 890 €
  • Künstliche Intelligenz: Chancen und Risiken im industriellen Umfeld
    Spezialtag am 12.12.2016 in Aschheim bei München Details
  • 840 €statt 890 €
Ihre Ersparnis: Gesamtpreis: 1290

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