Seminar

Die mechanische Kunststoffprüfung sichert die Produktqualität

Mechanische Kunststoffprüfung als Qualitätssicherung

Im VDI-Seminar „Mechanische Kunststoffprüfung“ erfahren Sie in Theorie und Praxis alles über die Möglichkeiten der modernen Kunststoffprüfung und Kunststoffdiagnostik sowie zu deren wichtigsten Methoden. Sie lernen, Untersuchungen normgerecht durchzuführen und auszuwerten. Nach dem Seminar sind Sie in der Lage Fehler zu erkennen, die Ursachen zu beheben und so die Qualität Ihrer Produkte zu sichern.

Die richtige Werkstoffprüfung in der Kunststofftechnik

Die mechanische Kunststoffprüfung gilt in der Kunststofftechnik als wichtiges Instrument zur Qualitätssicherung. Die Sicherung der Qualität ist dabei zusammen mit der stetigen Weiterentwicklung von Produkten zentral für den Erfolg und das Bestehen eines Unternehmens.

In einer Mischung aus 5 Vorträgen und 6 Praktika vermittelt das Seminar „Mechanische Kunststoffprüfung“ die Grundlagen und Besonderheiten der Kunststoffprüfung und Kunststoffdiagnostik in Theorie und Praxis. Die Schwerpunkte liegen dabei auf:

  • der Durchführung und Auswertung normgerechter Versuche
  • der korrekten Anwendung instrumentierter Verfahren in der Kunststoffprüfung
  • den Konzepten der Bruchmechanik zur Zähigkeitsbewertung von thermoplastischen sowie Verbund-Kunststoffen

Nach dieser Weiterbildung sind Sie unter anderem in der Lage, Biegeversuche und registrierende Härtemessungen durchzuführen sowie eine Werkstoffprüfung normgerecht auszuwerten. Sie kennen die verschiedenen Arten der bruchmechanischen Zähigkeitsbewertung und können Sie anwenden. Zudem wissen Sie, wie Sie struktursensitive bruchmechanische Zähigkeitskennwerte zur Bewertung und Verbesserung von Werkstoffen verwenden können.

Diese Inhalte vermittelt Ihnen die Weiterbildung

Das 2-tägige Seminar „Mechanische Kunststoffprüfung“ vermittelt Ihnen folgende Inhalte im Detail:

Programm als PDF zum Ausdrucken herunterladen

Programmablauf

1. TAG 09:00 Uhr bis 18:00 Uhr

Vortrag 1. Biegeversuch an Kunststoffen

  • Grundlagen, Deformationsverhalten und Spannungs-Dehnungs-Verteilung im Biegeversuch
  • Prüftechnische Einflüsse im Biegeversuch
  • Entnahme von Prüfkörpern aus dem Bauteil
  • Kenngrößen des Biegeversuches

Prof. Dr.-Ing. Christian Bierögel, Prüflabor Mechanische Prüfungen von Kunststoffen und Zerstörungsfreie Prüfung

Vortrag 2. Härteprüfung an Kunststoffen

  • Übersicht über genormte Härteprüfungen, Vor- und Nachteile
  • Zusammenhang zwischen Härte und Streckspannung
  • Theorie der registrierenden Härtemessung und der Eindruckbruchmechanik

Dr.-Ing. Ralf Lach, Labor für Kunststoffdiagnostik und Bruchmechanik

Vortrag 3. Konventionelle und bruchmechanische Zähigkeitscharakterisierung von Kunststoffen

  • Grundlagen, Konzepte und Entwicklungstendenzen bei der Anwendung der Bruchmechanik in der Kunststoffprüfung 
  • Messtechnische Voraussetzungen und Anwendungsbeispiele
  • Nutzung struktursensitiver bruchmechanischer Kennwerte zur Beschreibung des Rissinitiierungs- und -ausbreitungsverhaltens

Prof. Dr. Beate Langer, Labor für Kunststoffdiagnostik und Bruchmechanik

Praktikum 1: Biegeversuch an Kunststoffen

  • Messtechnik des Biegeversuches und grundlegende Anforderungen
  • Normgerechte Ermittlung von Kennwerten an Kunststoffen
  • Einfluss der Prüfbedingungen auf die Messergebnisse

Dipl.-Ing. Heidrun Müller, Prüflabor Mechanische Prüfung von Kunststoffen

Praktikum 2: Registrierende Makro- und Mikrohärtemessung an Kunststoffen

  • Anwendung der Härtemessung in der Kunststoffprüfung
  • Genormte Härteprüfungen
  • Darstellung von Rand-, Geometrie- und Verarbeitungseinflüssen
  • Anwendung der registrierenden Härtemessung in der Kunststoffprüfung

Dr.-Ing. Andrea Monami, Prüflabor Mechanische Prüfung von Kunststoffen

Praktikum 3a: Zähigkeitscharakterisierung im Kerbschlagbiegeversuch in Charpy-, Dynstat- und Izod-Anordnung

  • Messtechnische Erfordernisse und Prüfkörpergeometrie
  • Besonderheiten in der Charpy-, Dynstat- und Izod-Anordnung
  • Bewertung des Zähigkeitsverhaltens von Kunststoffen

Dr.-Ing. Marcus Schoßig, Labor Künstliche Bewitterung und Alterung

Zum Ausklang des ersten Seminartages lädt Sie das VDI Wissensforum zu einem Get-Together ein. Nutzen Sie die entspannte Atmosphäre, um Ihr Netzwerk zu erweitern und mit anderen Teilnehmern und Referenten vertiefende Gespräche zu führen.

2. TAG 09:00 Uhr bis 16:30 Uhr

Vortrag 4. Zugversuch und Ermittlung elastischer Konstanten an Kunststoffen

  • Theoretische und experimentelle Voraussetzungen des Zugversuches
  • Normgerechte Ermittlung von Kennwerten und Bewertung des Deformationsverhaltens
  • Kopplung mit der Laserextensometrie
  • Messtechnische Probleme und Einfluss der Prüfbedingungen
  • Einfluss der Regelparameter bei geregelten Versuchen auf das Prüfergebnis

Prof. Dr.-Ing. Christian Bierögel, Prüflabor Mechanische Prüfungen von Kunststoffen und Zerstörungsfreie Prüfung

Vortrag 5. Folien- und Elastomerprüfung

  • Überblick über anwendbare Prüfverfahren zur Bewertung der mechanischen Eigenschaften von Folien und Elastomeren
  • Besondere Anforderungen bei der Prüfung
  • Bewertung der Aussagefähigkeit der ermittelten Kenngrößen anhand von Anwendungsbeispielen

Dr.-Ing. Katrin Reincke, Labor für Elastomer- und Folienprüfung

Praktikum 3b: Instrumentierter Kerbschlagbiegeversuch an Kunststoffen zur Charakterisierung des Risswiderstandsverhaltens

  • Anforderungen an die Messtechnik und die Prüfkörper
  • Einfluss der Prüfbedingungen und Kerbgeometrie auf das Prüfergebnis
  • Interpretation von Schlagkraft-Durchbiegungs-Diagrammen

Prof. Dr.-Ing. Ines Kotter, Labor für Schadensanalyse und Bauteilbewertung

Praktikum 4: Konventioneller und geregelter Zugversuch an Kunststoffen

  • Analoge und inkrementale Messtechnik im Zugversuch
  • Normgerechte Ermittlung von Kennwerten, messtechnische und interpretative Probleme
  • Kraft- und dehnungsgeregelte Zugversuche und Interpretation der Ergebnisse an Kunststoffen

Prof. Dr.-Ing. Christian Bierögel, Prüflabor Mechanische Prüfungen von Kunststoffen und Zerstörungsfreie Prüfung

Praktikum 5: Instrumentierter Kerbschlagzugversuch/Instrumentierter Durchstoßversuch

  • Vorstellung der Prüftechnik und Diskussion der Prüfvoraussetzungen
  • Diskussion experimenteller Problemstellungen wie z.B. Einfluss der Prüfkörperdicke
  • Grundlagen zur Auswertung der registrierten Kraft-Verformungs-Diagramme
  • Präsentation und Diskussion von ausgewählten Ergebnissen

Dr.-Ing. Katrin Reincke, Labor für Elastomer- und Folienprüfung

 

Am Ende des 1. Seminartags gibt es ein Get-Together, bei dem Sie in entspannter Atmosphäre Ihr Netzwerk erweitern können.

An wen richtet sich das Seminar „Mechanische Kunststoffprüfung“

Die Weiterbildung richtet sich an Mitarbeiter in der Kunststoff- und Materialprüfung sowie der Kunststoffindustrie, insbesondere an:

  • Techniker
  • Ingenieure
  • Chemiker
  • Physiker
  • Forschungs- und Entwicklungsingenieure

Ihre Seminarleiterin Prof. Dr.-Ing. Beate Langer

Prof. Dr.-Ing. Beate Langer hat an der Technischen Hochschule Leuna-Merseburg Polymerwerkstofftechnik studiert und 1997 an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg promoviert. Sie ist Professorin für Kunststofftechnik/Polymerwerkstoffe an der Hochschule Merseburg sowie geschäftsführende Direktorin des Kunststoff-Kompetenzzentrums in derselben Stadt.

Melden Sie sich jetzt zur Weiterbildung an

Sie möchten die Möglichkeiten der modernen Kunststoffdiagnostik und ihre Prüfverfahren kennenlernen? Sie wollen die Qualität Ihrer Produkte mithilfe der mechanischen Kunststoffprüfung sichern? Sie wollen erfahren wie Sie Untersuchungen durchführen und auswerten? Dann melden Sie sich jetzt zur Weiterbildung „Mechanische Kunststoffprüfung“ an.

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21.03 - 22.03.2017 Merseburg verfügbar 1540 €

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