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Schadensanalyse an Elastomerbauteilen

Schadensanalyse an Elastomerbauteilen

Im Forum „Schadensanalyse an Elastomerbauteilen“ lernen Sie die neuesten Analysemethoden kennen sowie Schadensursachen bei Elastomerbauteilen zu erkennen und abzustellen. Der Grundlagen-Teil der Weiterbildung vermittelt Ihnen ein Verständnis für diese besondere Art von Bauteilen.

Die Grundlagen der Elastomeranalytik

Bei Bauteilen aus Elastomer ist die Schadensanalyse häufig besonders kompliziert. Grund ist die komplexe Vernetzung von Materialeigenschaften, Verarbeitung, Gestaltung und Einsatzbedingungen. Das stellt die Analytiker vor große Herausforderungen. Zudem sind die Methoden zur Untersuchung und Präparation von Elastomerbauteilen nicht mit denen metallischer Bauteile zu vergleichen. Es sind daher bei der Beurteilung derartiger Schäden besondere Kenntnisse notwendig. Diese erlernen Sie im Seminar „Schadensanalyse an Elastomerbauteilen“.

Nach dem Seminar können Sie dank Ihres neu gewonnenen Wissens:

  • Elastomerbauteile anhand von mechanischen, mikroskopischen, spektroskopischen und thermischen Untersuchungen analysieren
  • erkennen, welche rechtliche und versicherungstechnische Problematik Sie bei möglichen Schadensfällen erwarten könnte
  • die Schadensanalytik ganz systematisch angehen
  • die Schadensbilder bei Dichtungen korrekt erkennen und deuten
  • Verbindungen aus Metall und Gummi auf die optimale Weise prüfen

Was Sie im Seminar konkret lernen

Das 2-tägige Seminar „Schadensanalyse an Elastomerbauteilen“ bietet Ihnen folgendes Programm im Detail:

Programm als PDF zum Ausdrucken herunterladen

Programmablauf

1. Tag, 9:00 bis 19:30 Uhr

1. Begrüßung und Einleitung

Dr.-Ing. Kurt Marchetti, Bereichsleiter Werkstoff- und Schadensanalyse, Freudenberg Forschungsdienste KG, Weinheim

2. Was ist beim Werkstoff Gummi anders?

  • Elastomere als Polymerwerkstoffe
  • Unterschiede zu Thermoplasten und Elastomeren
  • Chemie der Vernetzungen
  • Charakteristische Rezeptzusammensetzungen
  • Was man falsch machen kann bei Qualitätskenngrößen

Dr. Ruth Bieringer, Leitung Elastomere, Freudenberg Forschungsdienste KG, Weinheim

3. Das Alterungsverhalten von Gummi

  • Begriffsdefinitionen Einfluss von Verarbeitung und Temperatur
  • Leistungsgrenzen der Medien und mechanische Beanspruchung
  • Elastomere relevante Prüfungen
  • Schutzmöglichkeiten

Dr. rer. nat. Ernst Osen, Leitung Werkstoffentwicklung Global, Freudenberg Sealing Technologies GmbH & Co. KG, Weinheim

4. Rechtliche und versicherungstechnische Aspekte bei Schadensfällen

  • Gewährleistung und Garantie
  • Grundlegende Betrachtungen zur Produkthaftung
  • Qualitätsmanagement, Qualitätssicherungsvereinbarung, Qualitätszielvereinbarung
  • Risikomanagement
  • Versicherungstechnische Aspekte
  • Traceability und Dokumentation
  • Präventive Maßnahmen und Krisenmanagement

Prof. Dr.-Ing. Wolfgang Guth, Hochschule Esslingen

5. Spezielle Prüfanforderungen bei Gummi

  • Typische Gummiprüfverfahren (Härte, Zugversuch, Druckverformungsrest)
  • Beispiele für Fertigteilprüfungen
  • Erarbeitung versagensrelevanter Schadensmechanismen

Dipl.-Ing. (FH) Rainer Kreiselmaier, Abteilungsleiter Physikalische Prüfungen, Freudenberg Forschungsdienste KG, Weinheim

6. Schadensanalyse mit der Rasterelektronenmikroskopie und EDX-Analyse

  • Grundlagen Präparation der Proben
  • Bruchbilder Schadensbeispiele

Dr.-Ing. Kurt Marchetti

7. Gummianalytik mit Spektroskopie und Chromatographie

  • Nachweis von Mischungsverwechslungen mit TDA
  • gaschromatographischer Beleg von thermischen und oxidativen Schädigungen
  • Identifizierung von Fremdstoffen mit IR-Spektroskopie

Dr. Ute Ridder, Projektleitung Abteilung Schadensanalyse, Freudenberg Forschungsdienste KG, Weinheim

8. Führung durch die Labors

9. Schadensaufklärung mittels Thermoanalyse

  • TGA, DSC
  • Identitätsvergleiche von Rezepten
  • Charakterisierung von Polymeren und Elastomeren

Prof. Dr. Ulrich Giese, Institutsleiter, Deutsches Institut für Kautschuktechnologie e.V., Hannover

Im Anschluss an die Vorträge gegen 19:30 Uhr:
Gemeinsames Abendessen

2. Tag, 8:30 Uhr bis gegen 16:30 Uhr

10. Von der numerischen Schadensanalyse zur Lebensdauervorhersage – Konzepte, Umsetzung, Entwicklungen

  • Identifikation kritischer Prozesse/Betriebslasten/Geometrien – Stand heute
  • bekannte Grundlagen für die Lebensdauervorhersage
  • daraus abgeleitete Vorgehensweise
  • offene Fragen

Prof. Dr. Ing.- Christian Ziegler, Hochschule Offenburg, Fakultät für Maschinenbau und Verfahrenstechnik; Prof. Dr. Steffen Bohrmann, Fakultät für Maschinenbau, Hochschule Mannheim

11. Aus Schaden klug werden – Vorgehensweise in der Schadensanalyse

  • Vorstellung eines Leitfadens zur Durchführung von Schadensanalysen
  • Schadensbeispiele
  • Schadenskataster

Dr.-Ing. Kurt Marchetti

12. Schadensbilder bei Dichtungen

  • Dichtung als Teil des Dichtsystems
  • falsche Montage und Unverträglichkeit mit dem Medium
  • Schadenskategorien bei Frühausfällen, bei „normaler“ Funktion und bei Lebensende
  • symptomatische Schadensbilder für mechanisch erzeugten Verschleiß
  • Checkliste für die Suche nach der Schadensursache

Erich Prem, Produktentwickler, Freudenberg Simmeringe GmbH & Co. KG, Weinheim

13. Vorstellung durchgeführter Schadensanalysen ausgewählter
Elastomerbauteile

14. Schadensanalyse an Gummi-Metall-Bauteilen

  • Substrate für Elastomer-Verbundteile
  • Anforderungen an Bindemittel
  • Auftrag auf das Substrat
  • Prüfung der Haftung
  • Bindefehler und ihre Ursachen

Dr. Michael Ballhorn, Senior Scientist Gummi-Metall Bindung Abteilung Schadensanalyse, Freudenberg Forschungsdienste KG, Weinheim

15. Schlusswort

Dr.-Ing. Kurt Marchetti

Wer von der Weiterbildung profitiert

Dieses Forum richtet sich insbesondere an Ingenieure und Techniker unterschiedlicher Branchen, die sich ein grundlegendes Verständnis der Schadensmechanismen bei Elastomerbauteilen aneignen wollen. Das Seminar spricht auch all jene an, die die Herangehensweisen für eine systematische Ursachenanalyse kennenlernen wollen.

Ihr Forumsleiter Dr.-Ing. Kurt Marchetti

Dr.-Ing. Kurt Marchetti studierte Maschinenbauwesen an der Universität Kaiserslautern, an der er auch in der Fachrichtung Maschinenwesen promovierte. Kurt Marchetti ist als Gastwissenschaftler an der Friedrich-Schiller-Universität Jena am Otto-Schott-Institut für Glaschemie tätig. Seit Mai 1998 ist er Mitarbeiter der Freudenberg New Technologies und leitet dort den Bereich Werkstoff- und Schadensanalyse.

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