Seminar

Schadensanalyse an Elastomerbauteilen

Veranstaltungsnummer: 03SE034

Mit Teilnahmebescheinigung

  • Elastomeranalyse mit mechanischen, mikroskopischen, spektroskopischen und thermischen Untersuchungsmethoden
  • Besonderheiten und Alterungsverhalten von elastomeren Werkstoffen
  • Rechtliche und versicherungstechnische Aspekte bei Schadensfällen
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Der komplexe Zusammenhang von Materialeigenschaften, Verarbeitung, Bauteilgestaltung und Einsatzbedingungen stellt an die Analyse von Schäden an Elastomerbauteilen besondere Herausforderungen. Es sind daher bei der Beurteilung derartiger Schäden besondere Kenntnisse notwendig. Unterschiedlichste Untersuchungsmethoden kommen dabei zum Einsatz.

Das Seminar vermittelt Grundlagenwissen, das für die Schadensanalyse an Elastomeren eine unabdingbare Voraussetzung darstellt. Weiterhin werden zahlreiche Schadensphänomene vorgestellt, die sowohl auf die Konstruktion bzw. Fertigung als auch auf die Belastung der Elastomerprodukte beim Einsatz zurückzuführen sind. Dem Teilnehmer wird erklärt, wie diese Phänomene auf ihre Relevanz hinsichtlich der Schadensursache zu bewerten sind. Weiterhin erlernen die Teilnehmer des Seminars eine systematische Vorgehensweise bei der Aufklärung von Schadensfällen und eine sinnvolle Auswahl der Prüfverfahren. Praktische Übungen an den Prüfgeräten vertiefen das Erlernte.

Top-Themen

  • Elastomeranalyse mit mechanischen, mikroskopischen, spektroskopischen und thermischen Untersuchungsmethoden
  • Besonderheiten und Alterungsverhalten von elastomeren Werkstoffen
  • Rechtliche und versicherungstechnische Aspekte bei Schadensfällen
  • Systematische Vorgehensweise bei der Schadensanalytik nach VDI 3822
  • Schadensbilder bei Dichtungen und Gummi/Metall-Verbindungen
  • ++ Praktische Übungen im Deutschen Institut für Kautschuktechnologie (DIK) e.V.

Erlernen Sie die Schadensanalytik an Elastomerbauteilen in Theorie und Praxis

Qualifizierte Referenten vermitteln Ihnen das notwendige Know-How

Einführung in die systematische Schadensanalyse

  • Vorstellung der VDI-Richtlinie 3822

Rechtliche und versicherungstechnische Aspekte bei Schadensfällen

  • Gewährleistung, Garantie und Produkthaftung
  • Qualitätsmanagement, Qualitätssicherungsvereinbarung, Qualitätsvereinbarung
  • Risikomanagement und versicherungstechnische Aspekte

 Was ist beim Werkstoff Gummi anders?

  • Elastomere als Polymerwerkstoffe
  • Unterschied Thermoplaste - Elastomere
  • Chemie der Vernetzung

Das Alterungsverhalten von Gummi

  • Leistungsgrenzen der Elastomere und relevante Prüfungen
  • Einfluss von Verarbeitung und Temperatur
  • Medien und mechanische Beanspruchung
  • Schutzmöglichkeiten

Schäden durch Mischungs- und Fertigungsfehler    

  • Mischungsherstellung und typische Fertigungsverfahren
  • Fehler bei der Mischungsherstellung und Produktfertigung
  • Dispersion, Fließfehler, Anvulkanisation, Lagentrennung

Schäden durch Fehler in der Konstruktion und durch mechanische Beanspruchung

  • Schäden infolge der Werkzeugkonstruktion (Auslegung)
  • Schäden infolge der Produktauslegung (Geometrieoptimierung)
  • Möglichkeit der Lebensdauervorhersage
Praktische Demonstration:
Analysemethoden / Mischungsherstellung
  • IR-Spektroskopie, Chromatographie, therm. Analyse (DSC, TGA)
  • Licht- und Rasterelektronenmikroskopie (REM)
  • Zugversuch, Härteprüfung, LNP-Messungen, dyn. Prüfungen
  • Mischungsherstellung

 Schäden durch mediale und klimatische Beanspruchung

  • Definition mediale und klimatische Beanspruchung
  • Physikalische und chemische Medieneinwirkung
  • Typische Schadensphänomene↓

 Schäden durch thermische Beanspruchung

  • Einfluss der Temperatur auf das Produktversagen
  • Schäden bei tiefen und hohen Temperaturen
  • Mechanismen: Degradation, Nachvernetzung, Extraktion

Physikalische Untersuchungsmethoden

  • Typische physikalische Prüfverfahren für Elastomere
  • Möglichkeiten der Computertomographie

Mikroskopische Untersuchungsmethoden

  • Schadensanalyse mit Lichtmikroskopie und REM
  • Besonderheiten bei der Probenpräparation, Schadensbeispiele

Analytische Untersuchungsmethoden in der Schadensanalyse an elastomeren Produkten

  • Typische Analysemethoden
  • Überblick, Grundlagen und Schadensbeispiele

Aus Schaden klug werden - Vorgehensweise bei der                    Schadensanalyse

  • Vorgehensweise bei der Durchführung von Schadens-
    analysen gemäß VDI Richtlinie 3822
  • Schadensbeispiele
 Praktikum Schadensanalyse:
Schadensfälle zum selber lösen
  • Diskussion komplexer Schadensfälle in kleinen Gruppen
  • Bedeutung der systematischen Vorgehensweise
  • Hinweise zum Einsatz von Analysemethoden

Schadensanalyse an Gummi-Metall Verbunden

  • Besonderheiten bei Gummi-Metall Verbunden
  • Analysemöglichkeiten, Bruchbilder und ihre Ursachen
 Vertiefende Praktische Demonstrationen
  • Wahl der geeigneten Analysemethoden
  • Tipps bei der Probenpräparation
  • Hinweise zur Durchführung der Analysen
  • Interpretation der Analyseergebnisse

 Schäden an Dichtungen

  • Dichtungstypen und deren Anwendung
  • Typische Schadensbilder und deren Ursachen

Seminarmethoden

In diesem Praxisseminar erhalten Sie grundlegende Informationen zu elastomeren Werkstoffen und werden mit umfangreichen Hinweisen auf relevante Schadensmechanismen bzw. Schadensursachen bei Elastomeren vertraut gemacht. Sie erhalten einen Überblick über die neuesten Analysemethoden, die Sie dann anschließend in praktischen Demonstrationen kennen lernen. Zur Vertiefung des Erlernten lösen Sie Schadensbeispiele in einem weiteren Praxisteil selbst.

Zielgruppe

  • Ingenieure, Techniker und Chemiker mit Bezug zur Elastomertechnik
  • Gutachter
  • Mitarbeiter der Qualitätssicherung
  • Neu- und Quereinsteiger in die Schadens- und Ursachenanalyse

Ihr Seminarleiter

Dr.-Ing. Kurt Marchetti, Leitung der Abteilung Failure Analysis , Freudenberg Technology Innovation SE & Co. KG, Weinheim

Herr Dr.-Ing. Marchetti studierte Maschinenbauwesen und promovierte zum Doktor-Ingenieur Fachrichtung Maschinenwesen an der Universität Kaiserslautern. Als Gastwissenschaftler war er an der Friedrich-Schiller-Universität Jena am Otto Schott Institut für Glaschemie. Seit 1998 ist er bei der Freudenberg Technology Innovation in Weinheim tätig und leitet dort die Abteilung Werkstoff- und Schadensanalyse.