Seminar

Betriebsfestigkeit: Methoden, Verfahren und Anwendung

Veranstaltungsnummer: 02SE700

Mit Teilnahmebescheinigung

  • Wichtige Einflussgrößen auf die Betriebsfestigkeit
  • Unentbehrliche Hilfsmittel: Wöhlerversuch und Wöhlerlinien
  • Repräsentatives Lastkollektiv und Schadensakkumulation
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Proaktive virtuelle Entwicklung ist aus dem heutigen Produktentstehungsprozess nicht mehr wegzudenken. Mit der simulatorischen Betriebsfestigkeitsberechnung haben Sie eine Methode an der Hand, in der frühen Phase der Entwicklung kostengünstig und in hoher Variantenanzahl Produkte wirtschaftlich zu dimensionieren. Gleichzeitig können reale Produktversuche und damit Time to Market und Kosten reduziert sowie die Produktqualität erhöht werden.

 

Das Seminar vermittelt Ihnen eine Einführung in die Betriebsfestigkeitsberechnung und deren Methoden. Sie bekommen einen Überblick über die Strukturierungen zur Ermüdungsfestigkeit, über die wichtigsten Einflussgrößen und welche Auswirkungen sie auf die Betriebsfestigkeit eines Bauteils haben. Mithilfe unseres erfahrenen Trainers lernen Sie, Wöhlerlinien als Basis der Ermüdungsfestigkeit rechnerisch abzuschätzen, mithilfe der Schadensakkumulation den Einfluss des Lastkollektivs zu beurteilen und FE-Ergebnisse richtig zu bewerten. Anhand von Praxisbeispielen erfahren Sie außerdem mehr über die Auslegung und Optimierung hinstlich der Leichtbauweise.

Nach dem Seminar sind Sie in der Lage, die Betriebsfestigkeit mit einem geschulten Expertenwissen optimal in den Entwicklungsprozess zu implementieren.

Top-Themen

  • Wichtige Einflussgrößen auf die Betriebsfestigkeit
  • Unentbehrliche Hilfsmittel: Wöhlerversuch und Wöhlerlinien
  • Repräsentatives Lastkollektiv und Schadensakkumulation
  • Rechnerische Verfahren der Betriebsfestigkeit
  • Grundsätzliche Lebensdauervorhersage

Ablauf des Seminars "Betriebsfestigkeit: Methoden, Verfahren und Anwendung"

Erfahren Sie in dem Seminar "Betriebsfestigkeit: Methoden, Verfahren und Anwendung" mehr zu den folgenden Themen:

Einführung in die Betriebsfestigkeit

  • Einbindung der Betriebsfestigkeit in den Entwicklungs- und Produktentstehungsprozess
  • Problem des Ermüdungsschadens
  • Phänomen der Materialermüdung
  • Strukturierungen zur Ermüdungsfestigkeit
Anwendungsbeispiel: Darstellung eines Betriebsfestigkeitsprozesses

Veränderliche Beanspruchungen: Schwingfestigkeit

  • Begriffe und Bezeichnungen
  • Wöhlerversuch und Wöhlerlinie
  • Zeit- und Dauerfestigkeit
  • Low and High Cycle Fatigue
  • Dehnungs-Wöhler-Linie
  • Belastungsart Kriechen
  •  Weitere Einflussgrößen zur Schwingfestigkeit (Werkstoff, Eigenspannung, Beanspruchungsmehrachsigkeit, Korrosion etc.)
Gruppenübung: Modellbildung eines Federdoms im
Fahrzeug

Nicht zu unterschätzen: Kerbwirkung

  • Bedeutung der Kerbwirkung
  • Erfassung der Kerbbeanspruchung
  • Spannungsgradienten-, Spannungsmittelungs- und Spannungsabstandsansatz
  • Abhängigkeiten der Kerbwirkung

Der Bereich der Zeitfestigkeit

  • Beanspruchungs-Zeit-Funktion
  • Ermittlung repräsentativer Lastkollektive
  • Betriebsfestigkeitsversuch und Lebensdauerlinie
  • Schadensakkumulation und Schädigungsparameter
  • Kerbmechanischer Ansatz
  • Lebensdauervorhersage
  • Rechnerischer Festigkeitsnachweis
Anwendungsbeispiel: Effiziente Aufbereitung benötigter Materialdaten (u. a. Lastdaten)

Rechnerische Verfahren der Betriebsfestigkeit

  • Berechnung der auftretenden und ertragbaren Spannungen
  • Lebensdauerberechnung anhand der Nennspannungen
  • Lebensdauerberechnung anhand der Kerbgrundbeanspruchung
  • Lebensdauerberechnung anhand des Rissfortschritts
  • Berechnen der Sicherheitszahl und Ausfallwahrscheinlichkeit
Gruppenübung: Schädigungsbewertung eines Federdoms - elatischer/plastischer, linearer/nichtlinearer AnsatzAnwendungsbeispiel: Anwendung der Verfahren anhand eines Fahrzeugbauteils (Achsschenkel, Querlenker)

Regelwerke und Software zum Ermüdungsfestigkeitsnachweis

  • FKM-Richtlinie 183
  • DIN 743
  • Weitere Regelwerke mit Bezug zur Betriebsfestigkeit
  • Betriebsfestigkeits-Software

Seminarmethoden

Sie erhalten einen theoretischen und praktischen Input durch den Trainer und erarbeiten das Thema zusätzlich mit praktischen Gruppen- und Projektarbeiten. Durch einen offenen Austausch von Erfahrungen und Diskussionen intensivieren Sie den nachhaltigen Erfolg der Veranstaltung.

Zielgruppe

Das Seminar „Betriebsfestigkeit: Methoden, Verfahren und Anwendung“ richtet sich an Ingenieure, Berechnungsingenieure und Konstrukteure aus den Tätigkeitsbereichen:

  • Projektierung
  • Konstruktion und Entwicklung (besonders die Konstruktion von Bauteilen für unregelmäßige mechanische oder thermische Belastungen)
  • Berechnung

Ihr Referent für das Seminar "Betriebsfestigkeit: Methoden, Verfahren und Anwendung":

Dipl.-Ing. Michael Bauer, Automotive Consult Bauer e.U., Hitzendorf

Aus der Praxis – für die Praxis:

Nach seiner Ausbildung an der HTL Steyr und seinem Studium an der TU Graz war Herr Dipl.-Ing. Bauer in einigen internationalen Konzernen wie z. B. bei AVL List oder Magna Steyr tätig. Seine Aufgabenfelder umfassten u. a. die EV- und Hybrid-Antriebsstrangentwicklung, Betriebsfestigkeit und Noise Vibration Harshness. 2018 gründete er sein eigenes Unternehmen „Automotive Consult Bauer“ und gibt hier seine langjährige Erfahrung in der Entwicklung von Gesamtfahrzeugkonzepten und -funktionen weiter. Außerdem verfügt Herr Dipl.-Ing. Bauer über diverse Ausbildungen mit dem Fokus auf Qualitätsmanagement, Steuern von Projekten und Prozessen, Systems Engineering oder Präsentationstechniken.