Seminar

Reverse Engineering

Veranstaltungsnummer: 02SE414

Mit Teilnahmebescheinigung

  • Konstruktionsdaten für jedes erdenkliche Bauteil rekonstruieren
  • Prozess des mechanischen Reverse Engineering auf Basis von 3D-Scans
  • Überlick über die verschiedenen Herangehensweisen von Reverse Engineering
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Ziel des Seminars ist es, ein tiefgehendes Verständnis über Reverse Engineering auf Basis von dreidimensional erfassten Oberflächendaten des realen Bauteils zu erzeugen. Es wird immer wichtiger, die digitalen Abdrücke von Bauteilen
lückenlos vorhanden zu haben. Beim Reverse Engineering wird die Konstruktion eines Produktes anhand eines produzierten Bauteils analysiert oder reproduziert. Das Hauptziel besteht dabei in der Erstellung eines 3D-Modells, das die Funktionalität des Originals wiedergibt.

Dies erweist sich als sehr vorteilhaft, wenn der Aufbau z.B. von einem Prototyp erfasst werden soll oder Produkte von Mitbewerbern beurteilt werden. Falls das reale Bauteile Fehler aufweist, kann der digitale Abdruck softwaretechnisch verbessert werden,
damit es fehlerfrei produziert werden kann. Beim Reverse
Engineering müssen unbedingt die Formen des Produktes (insbesondere der Freiformen) präzise und effizient erfasst und die
Informationen aus der resultierenden Abtastung extrahiert werden, um das Modell oder Teile des Modells zu reproduzieren (Erfassung bestimmter Merkmale der Konstruktion).

Nach dem Seminar sind Sie in der Lage zu beurteilen, welche
Vorhaben mithilfe der Kombination von Reverse Engineering mithilfe von kontaktlos erfassten 3D-Bauteil-Daten zu realisieren sind, bzw. welche erst dadurch möglich werden.

Top-Themen

  • Konstruktionsdaten für jedes erdenkliche Bauteil rekonstruieren
  • Prozess des mechanischen Reverse Engineering auf Basis von 3D-Scans
  • Überlick über die verschiedenen Herangehensweisen von Reverse Engineering
  • 3D-Scans auch als Hilfe um Werkzeuge zu korrigieren
  • Rückführungsprozess vom 3D-Scan hin zum CAD
  • Mit Reverse Engineering komplexe Freiformflächen mathematisch beschreiben

Erfolgreiche Nachkonstruktion durch 3D-Modelle

In unserem Seminar Reverse Engineering erfahren Sie alle notwendigen Grundlagen für das erfolgreiche 3D-Scannen und die Erstellung vollständiger 3D-Modelle.

Im Detail beschäftigt sich unser Seminar mit folgenden Themen:

1. Tag   10:00 bis ca. 18:00 Uhr

2. Tag   08:30 bis ca. 16:30 Uhr

Allgemeine Produktanalyse

  • Konstruktionsmethodische Grundlagen der Produktbeschreibung
  • Funktions-Analyse
  • Wirkprinzip-Analyse
  • Konstruktive Schwachstellenanalyse

Was bedeutet Reverse Engineering (RE)?

  • Allgemeine Erklärung
  • Vom Bauteil hin zur technischen Zeichnung
  • Darf man das? Klärung der rechtlichen Situation
  • Entwicklung von der Kombination manueller Bauteilvermessung und händischer technischer Zeichnung hin zur Kombination 3D Scanner und RE-Software
  • Typische Einsatzmöglichkeiten (User Stories)
  • Designbereich
  • Ersatzteile, Bauteile ohne technische Zeichnung
  • Werkzeugkorrektur
  • Vorteile für verschiedene Industriefelder

Prozessschritte in einer Reverse-Engineering-Software

  • Vom Polygonnetz zum rückgeführten CAD-Model
  • Typische Datenformate
  • Datenformaten für den Import der Polygonnetze
  • Export-Formate des rückgeführten CAD-Modells in andere Softwareprodukte
  • Datenfusion
  • Vereinen gescannter Polygonnetze, taktil aufgenommener Daten und manuell gemessener Bauteilmaße
  • Auf Basis der gesamten Daten ein CAD-Model zurückführen
  • Muss immer in Geometrieelemente überführen werden?
    Konstruktionstechnische Möglichkeiten mit Polygonnetzen
  • Herstellerübersicht der Softwarelösungen

3D Scanner zur Erfassung von Geometriedaten

  • Technologische Entwicklung und Scanner-Typen
  • Laserscanner
  • Streifenlichtsensoren
  • Time of Flight
  • Photogrammetrie
  • taktile Messtechnik
  • Wie laufen die verschiedenen Scanprozesse ab und wie lange dauern diese?
  • Tracking - Referenzpunkte
  • texturbasiert, strukturbasiert, kamerabasiert oder laserbasiert

Guideline für die Scannerauswahl

  • Kleine bis große Bauteile
  • Filigrane bis grobe Bauteile: Kameraauflösung?
  • Materialabhängige Herausforderungen
  • Glänzende Materialien
  • Transparente Materialien
  • Behandlungen mit mattierendem Spray
  • Welche Scannergenauigkeit in Abhängigkeit der Bauteil-
    toleranzen?
  • Umgebungsbedingungen
  • Einsatzmöglichkeiten und User Stories

Post Processing - Prozessschritte: Von der Punktewolke hin zum 3D Polygonnetz

  • Was ist zu tun, wenn bestimmten Bauteile einer Bauteilgruppe optisch nicht erreichbar sind?
  • Softwaretechnische Zusammenführung der Bestandteile
  • Baugruppenerfassung mit Computertomographen
  • Data Processing
  • Polygonnetz nachträglich bearbeiten, z.B. Löcher füllen,
    Oberfläche glätten
  • Entfernen von Elementen im Polygonnetz
  • Wie können einzelne Scans zusammengesetzt werden?
  • Matchen über geklebte Punkte
  • 3-D Struktur, z.B. über Bauteilfarbe
  • Herstellerübersicht
  • Zukunftstrends

Zielgruppe

Angesprochen sind bei diesem Seminar zum Thema Nachkonstruktion/Reverse Engineering Führungskräfte und Mitarbeiter aus den Bereichen:

  • Konstruktion,
  • Entwicklung,
  • Produktion,
  • Qualitätswesen und
  • Innovationsmanagement

Unser Experte für Reverse Engineering und 3D-Scans

David Hüls M. Sc. ist als Product Manager im Bereich 3D Scanning bei ZEISS tätig. Als Technical Lead Europa verantwortet er zudem die Schulungen des technischen Vertriebes auf die vielfältigen industriellen 3D-Scanner und die zugehörigen Softwareprodukte aus den Bereichen Inspektion und Reverse Engineering. Er leitet auch Produktvorführungen und legt die Systemkonfigurationen entsprechend der verschiedenen Applikationen aus.