Seminar

Brandschutz in prozess- und verfahrenstechnischen Anlagen

Brandschutz in prozess- und verfahrenstechnischen Anlagen

Sie erfahren im Seminar „Brandschutz in prozess- und verfahrenstechnischen Anlagen“, welche rechtlichen Anforderungen zu Brandschutz, Gefahrenabwehr und Anlagensicherheit relevant sind. Sie erfahren zudem, welche Kriterien bei der Anlagensicherheit zu beachten sind. Mittels Übungen an 2 Beispielanlagen können Sie das erworbene Wissen in die Praxis umsetzen. Unter anderem erstellen Sie in einer Übung eine Gefährdungsbeurteilung. Das Seminar ist anerkannt nach § 9 der 5. BImSchV für Störfallbeauftragte.

Grundlagen des Brandschutzes, der Anlagensicherheit und Gefahrenabwehr

Zu Beginn der Weiterbildung zeigt Ihnen der Seminarleiter die grundlegenden Anforderungen zum Brandschutz, zur Anlagensicherheit und zur Gefahrenabwehr auf die sich aus den gesetzlichen Bestimmungen ergeben. Sie lernen zudem die wichtigsten Definitionen und Bestimmungen sowie deren Relevanz kennen.
Sie erfahren im Seminar, was Sie beachten müssen, wenn Sie Gebäude, Anlagen und Verfahren brandschutztechnisch sicher gestalten möchten. Sie lernen zudem:

  • welche Kriterien und Maßnahmen Sie bei der Anlagensicherheit für Prozesse und Verfahren in Ihrem Unternehmen berücksichtigen müssen
  • wie Sie eine mögliche Brandgefährdung für Mitarbeiter, Nachbarn, Umwelt und Sachwerte ermitteln und beurteilen
  • mit welchen baulichen und technischen Maßnahmen Sie der Gefahr der Brandentstehung und -ausbreitung entgegenwirken
  • wie Sie mithilfe der erstellten Maßnahmenpläne ein Brandschutzkonzept erstellen
  • worauf Sie bei der Gefahrenabwehrplanung und deren Umsetzung achten sollten

Zahlreiche Beispiele und Übungen an 2 Beispielanlagen helfen Ihnen, das theoretisch erworbene Wissen praktisch zu vertiefen.

Diese Inhalte erwarten Sie im Seminar

Der Programmablauf des 2-tägigen Seminars „Brandschutz in prozess- und verfahrenstechnischen Anlagen“ bietet Ihnen folgende Themen:

Programm als PDF zum Ausdrucken herunterladen

Programmablauf

1. Tag 10:00 bis gegen 17:30 Uhr

Grundlagen Brandschutz


1. Rechtliche Rahmenbedingungen
Gliederung des Bauordnungsrechts und deren Bedeutung für den Brandschutz
In wie weit ist das Arbeitsrecht für den Brandschutz heranzuziehen?
Weitere Rechtsgebiete, die für den Brandschutz relevant sind:
Störfallrecht
Arbeitsstättenrecht
Gefahrstoffrecht
Dr. Joachim Seuster, Brandschutz/Explosionsschutz, DEKRA EXAM GmbH, Bochum

2. Grundlagen des Brandschutzes
Notwendige chemische und physikalische Grundlagen des Brandschutzes
Relevante Mechanismen und Einflussfaktoren der Brandentstehung
und der Brandausbreitung
Welche Mechanismen liegen der Brandbekämpfung zugrunde?
Dr. Joachim Seuster

3. Grundlagen der Anlagensicherheit
Schutzziele der Anlagensicherheit im Vergleich zu anderen Schutzzielen
Grundsätze für Prozessgestaltung sowie für Planung und Errichtung von Anlagen
Was ist grundsätzlich wichtig für den sicheren Betrieb von verfahrenstechnischen Anlagen?
Die Bedeutung des Sicherheitsmanagementsystems
Dr. Jürgen Licharz, Anlagensicherheit/Explosionsschutz, DEKRA
EXAM GmbH, Bochum

4. Praktische Beispiele zur Erläuterung und Diskussion
Welche rechtlichen Rahmenbedingungen sind für die beiden Beispielobjekte zu beachten?
Welche Punkte sind hinsichtlich Brandentstehung und -weiterleitung für die Beispielobjekte zu beachten?
Wie kann man verfahrenstechnische Anlagen hinsichtlich des Brandschutzes bewerten?
Dr. Jürgen Licharz / Dr. Joachim Seuster


Brandschutz in Verfahrenstechnischen Anlagen


5. Aspekte der Anlagensicherheit
Besonders relevante Stoffeigenschaften für den Brandschutz
Umsetzung der Grundsätze bei der Gestaltung von Anlage und Prozess sowie Prozessführung
Anwendung der Maßnahmen zur Verhinderung und Begrenzung von Betriebsstörungen
Auswirkung der Maßnahmen auf den Brandschutz
Dr. Jürgen Licharz

6. Aspekte des vorbeugenden Brandschutzes
Baulicher Brandschutz
Anlagentechnischer Brandschutz
Organisatorischer Brandschutz
Abwehrender Brandschutz
Dr. Joachim Seuster

7. Integrierter Brand- und Explosionsschutz
Unterschiede in den Anforderungen
Vorteile der Entwicklung integrierter Konzepte
Beispiele für integrierten Brand- und Explosionsschutz
Dr. Joachim Seuster

8. Praktische Beispiele zur Erläuterung, Übung und Diskussion
Wie kann man durch prozesstechnische Maßnahmen den Brandschutz an den Beispielobjekten verbessern?
Welche Maßnahmen des vorbeugenden Brandschutzes sind umzusetzen und welche können zusätzlich getroffen werden?
Wie beeinflussen sich Brand- und Explosionsschutz bei den Beispielobjekten?
Dr. Jürgen Licharz / Dr. Joachim Seuster


2. Tag 09:00 bis gegen 16:00 Uhr


9. Brandschutzkonzept
Ziele und Inhalte eines Brandschutzkonzeptes
Voraussetzungen zur Notwendigkeit von Brandschutzkonzepten in Anlagen
Umgang mit Brandschutzkonzepten in der Praxis
Dr. Joachim Seuster

10. Gefährdungsbeurteilung
Welche Informationen benötige ich für eine Gefährdungsbeurteilung
Wie ermittle ich die Höhe der Brandgefährdung?
Welche Schutzmaßnahmen sind zu treffen?
Wie dokumentiere ich die Gefährdungsbeurteilung und überprüfe die Maßnahmen?
Dr. Joachim Seuster

11. Kontinuierliche Überprüfung
Notwendige Punkte bei der Durchführung von Brandschauen
Ereignisuntersuchungen und ihre Konsequenzen
Durchführung von Begehungen und Audits
Dokumentation der Begehungen
Wie gehe ich mit den Findings aus den Überprüfungen um?
Dr. Joachim Seuster

12. Praktische Beispiele zur Erläuterung, Übung und Diskussion
Entwicklung der Eckpunkte einer brandschutztechnischen Konzeption an den Beispielanlagen.
Welche Maßnahmen zur kontinuierlichen Überprüfung der Beispielanlagen sind vorgeschrieben, welche sind zusätzlich sinnvoll?
Dr. Joachim Seuster



Gefahrenabwehr und Notfallplanung


13. Gesetzliche Grundlagen
Überblick über die relevanten Rechtsbereiche
Welche gesetzlichen Anforderungen müssen erfüllt werden?
Welche weiteren Grundlagen, z. B. Normen, sind von Bedeutung?
Dipl.-Ing. Andreas Kalker, Leiter Werkfeuerwehr DuPont Performance
Coatings GmbH, Wuppertal

14. Aufbau betrieblicher Alarm- und Gefahrenabwehrplan (BAGAP)
Welche Ziele sollen mit einem BAGAP erreicht werden?
Strukturierung eines BAGAP
Welche Informationen sind für den BAGAP relevant?
Dipl.-Ing. Andreas Kalker

15. Organisation des Notfallmanagements
Aufbau eines Notfallmanagement
Notwendigkeit von welchen personellen und technischen Ressourcen
Wie werden externe Stellen, z. B. Behörden und Presse, eingebunden?
Dipl.-Ing. Andreas Kalker

16. Aufbau von Notfallübungen
Geeignete Szenarien für die Notfallübung
Vorbereitung einer Notfallübung
Was ist bei der Durchführung und Nachbereitung zu beachten?
Dipl.-Ing. Andreas Kalker

17. Übung zur Gefahrenabwehr und Notfallplanung
Welche Informationen über die Beispielanlagen sind für den BAGAP relevant?
Welche Szenarien an den Beispielprozessen sind für eine Notfallübung geeignet?
Erarbeiten der Eckdaten einer Notfallübung
Dipl.-Ing. Andreas Kalker

Zum Abschluss erhalten Sie ein VDI-Teilnehmerzertifikat. Zudem bekommen Sie ein umfangreiches Handbuch zu den Inhalten des Seminars.

Für wen die Brandschutz-Weiterbildung besonders geeignet ist

Von den Inhalten des Seminars profitieren vor allem:

  • Naturwissenschaftler
  • Ingenieure
  • Techniker
  • Betriebsingenieure
  • Sicherheitsfachkräfte
  • Störfallbeauftragte der chemischen und pharmazeutischen Industrie sowie der Lebensmittel- und Mineralölindustrie
  • Fachleute von Werkfeuerwehren, Ingenieurbüros und Überwachungsbehörden

Dr.-Ing. Joachim Seuster ist Experte für Brandschutz

Dr.-Ing. Joachim Seuster verfügt über umfangreiche Erfahrung im Brandschutz und der Anlagensicherheit. Er war u.a. bei der DEKRA exam GmbH tätig. Aktuell arbeitet Herr Seuster bei der BASF Coatings GmbH, wo er im Bereich Responsible Care RBU Coordination tätig ist.

Melden Sie für die Weiterbildung an

Sie wollen die wichtigsten Grundsätze für die brandschutztechnisch sichere Gestaltung von Gebäuden und Anlagen kennenlernen? Sie möchten wissen, wie Sie die Methoden der Gefährdungsbeurteilung anwenden? Dann ist das Seminar „Brandschutz in prozess- und verfahrenstechnischen Anlagen“ genau das Richtige für Sie. Melden Sie sich gleich hier an.
 

 

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30.11 - 01.12.2016 Frankfurt am Main verfügbar 1440 €
05.04 - 06.04.2017 Stuttgart verfügbar 1490 €
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