Seminar

Prozessautomatisierung: Dosieren von Feststoffen

Veranstaltungsnummer: 05SE042

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  • Feststoffdosierung: Unterschied zwischen volumetrischen, kontinuierlichen, diskontinuierlichen und gravimetrischen Dosierungen von…
  • Auswirkungen von Schüttguteigenschaftenvon Feststoffen auf das Dosierverhalten
  • Evaluation der geeignetsten Methode zur Messung von Schüttgut­massenströme für Ihre Anwendung
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Dieses Seminar zur Feststoffdosierung vermittelt Ihnen fundierte Kenntnisse, Hintergründe und praktische Tipps, die Ihnen eine selbständige Lösung von Problemen aus dem Bereich der Dosiertechnik erlauben.

 

In der modernen Verfahrenstechnik nimmt das kontinuierliche Wägen und Dosieren eine wichtige Funktion ein. Es beschreibt verschiedene Operationen im Rahmen von verfahrenstechnischen Prozessen, bei denen Schüttgutströme in ihrer Bewegung erfasst und beeinflusst werden. Die Dosierung steht damit im Zentrum von Schüttgut-Handling, Messen und Regeln. Um den Anforderungen der verschiedenen Anwendungen zu erfüllen, stehen verschiedene Wäge- und Dosierverfahren zur Verfügung. Eine besondere Herausforderung in industriellen Prozessen ist die einfache und damit kostengünstige Installation und Bedienung. Die Integration der Wäge- und Dosiersysteme in den Prozess der Gesamtanlage ist dafür eine wesentliche Voraussetzung.

 

Die optimale Lösung von Dosieraufgaben erfordert damit die Koordination von Belangen der Verfahrenstechnik, der Mess- und Regelungstechnik sowie des Maschinen- und Gerätebaues. Es sind nicht nur eine Vielzahl physikalischer und technischer Einfluss­größen zur Auffindung der geeigneten technischen Konzeption zu beachten, sondern es muss auch die wirtschaftlichste Investitions­entscheidung getroffen werden.

Top-Themen

  • Feststoffdosierung: Unterschied zwischen volumetrischen, kontinuierlichen, diskontinuierlichen und gravimetrischen Dosierungen von Feststoffkomponenten
  • Auswirkungen von Schüttguteigenschaftenvon Feststoffen auf das Dosierverhalten
  • Evaluation der geeignetsten Methode zur Messung von Schüttgut­massenströme für Ihre Anwendung
  • Wiegen und Dosieren von Kleinstmengen
  • Beurteilung und Bewertung von Dosierfahren bezüglich ihrer Eignung bei gegebenen Anwendungsbedingungen
  • Auslegung von Dosieranweisungen

Ablauf des Seminars "Dosieren von Feststoffkomponenten zur Prozessautomatisierung"

Erfahren Sie im Seminar mehr zu folgenden Themen rund um die Feststoffdosierung:

Grundlagen des Dosierens

  • Dosierverfahren im Überblick
  • Dosieren mit und ohne Messung
  • Definition der Dosiergenauigkeit: Ermittlung, Bewertung, ­Vereinbarungen, Kontrolle

Einfluss der Schüttguteigenschaften auf das Dosierverhalten

  • Daten und Checklisten für Dosierprobleme
  • Optimierung der Ausgasung
  • Brückenbildung: Entstehung und Vermeidung
  • Fluidisierungsmethoden
  • Auslegungsstrategien: So kommen Sie für Ihre individuelle Fragestellung zum optimalen Ergebnis

Volumetrische Dosiergeräte für Schüttgüter

  • Bauformen und Komponenten
  • Einflussgrößen und Kennlinien
  • Ermittlung und Bedeutung des Stellbereichs
  • Dosiergenauigkeit
  • Methoden zur Steuerung des Materialflusses
  • Optimierung der Wiederbefüllung
  • Einstellung des Förderstroms
  • Einfluss der Rührerwirkung

Messen von Schüttgutmassenströmen

  • Messprinzipien
  • Dichte- und Geschwindigkeitsmessung
  • Bandwaage
  • Radiometrische Messung
  • Förderstärkenbereiche

Messen und Dosieren von Schüttgutmassenströmen

  • Massenstrommessung durch Richtungsänderung
  • Prallplatte
  • Umlenkschnurre
  • Coriolis Massenstrommessgerät

Kontinuierliche gravimetrische Dosierung mit ­Dosierbandwaagen

  • Aufbau und Signalverarbeitung
  • Bandlaufüberwachung und Bandeinflusskompensation
  • Konstruktive Hinweise
  • Dosiergenauigkeit und Förderstärkenbereiche

Wägezellen und Wägesensoren

  • Auflösung und Empfindlichkeit
  • Genauigkeit
  • Eich- und Verkehrsfehlergrenzen

Diskontinuierliche gravimetrische Dosierung von Schüttgütern

  • Entscheidungskriterien für die Nutzung kontinuierlicher vs. diskontinuierlicher Wägeverfahren
  • Bauformen und Auslegungskriterien dosierender Waagen
  • Anlagen- und Anwendungsbeispiele

Kontinuierliche gravimetrische Dosierung mit ­Differentialdosierwaagen

  • Ausführung von Differentialdosierwaagen für Schüttgüter
  • Funktionsprinzip, Bauformen und Instrumentierung
  • Eigenschaften und Genauigkeit
  • Einfluss von Schwingungen
  • Methoden der Störunterdrückung
  • Explosionsschutz
  • Inertisierung

Dosierung kleiner Massenströme

  • Technische Lösungen und Randbedingungen

Einbindung der Differentialdosierwaage in die Anlage

  • Voraussetzungen für die optimale Nachfüllung
  • Verbesserung der Entstaubung
  • Berücksichtigung von Druckeinflüssen

Zielgruppe

Das Seminar "Dosieren von Feststoffkomponenten zur Prozessautomatisierung" richtet sich an Ingenieure, Chemiker, Techniker und Fachpersonal aus den ­Bereichen:

  • Verfahrenstechnik, Mess- und Regelungstechnik, Maschinen- und Gerätebau
  • Geräte- und Verfahrensentwicklung
  • Forschung und Versuch

Ihre Referenten für das Seminar "Dosieren von Feststoffkomponenten zur Prozessautomatisierung":

Dipl.-Ing. Harald Heinrici, Geschäftsführender Gesell­schafter, Schwedes + Schulze Schüttgut-, Wolfenbütte­l

Dipl.-Ing. Peter Groll, Leiter Forschung und Entwicklung, Schenck Process GmbH, Darmstadt

Herr Heinrici studierte Maschinenbau und Verfahrenstechnik an der Technischen Uni­versität Braunschweig. Nach seinem Diplomabschluss 1983 war er für Schenck Process GmbH, Darmstadt tätig und dort für die Mechanische Entwicklung im Bereich Wägen und Dosieren zuständig. Seit 2001 ist er Geschäftsführender Gesellschafter bei Schwedes + Schulze Schüttguttechnik GmbH, Wolfenbüttel, Ingenieurbüro mit Schüttgutlabor für Aufgaben­stellungen aus den Bereichen Schüttgut-, Silo- und Fördertechnik. Herr Heinrici ist Mitglied in Arbeitsgruppen und Normausschüssen für Schüttgut- und Fördertechnik sowie in Seminaren zum Dosieren und zur Schüttguttechnik.

Herr Groll studierte Maschinenbau und Regel­ungstechnik an der Technischen Univer­sität in Darmstadt. Mehr als 25 Jahre arbeitet er für die Schenck-Organisation u.a. in den Bereichen Entwicklung, Technischer Vertrieb, Produkt­management, Leitung des internationalen Geschäftsfeldes  Logistik. Von 2005 bis 2010 war er Leiter des internationalen Business Segments „Transport Automation“. Von 2010 bis 2015 hat er den Bereich Forschung und Entwicklung der Schenck Process Gruppe geleitet. Heute ist er als General Manager verantwortlich für die EMEA Region für die Business Unit Construction & Energie.