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SIL in der Prozessindustrie

Im Technikforum „SIL in der Prozessindustrie“ erfahren Sie, wie Sie die Funktionssicherheit Ihrer sicherheitsrelevanten Prozesse gerichtsfest gewährleisten. Dies schließt alle Phasen des Lifecycles ein: von der Planung und Konstruktion bis hin zu Betrieb und Wartung. Nach dem Forum können Sie Risiken fachgerecht identifizieren und beurteilen sowie geeignete Schutzmaßnahmen im richtigen Umfang und der richtigen Reihenfolge entwickeln.

SIL in der Prozessindustrie

In diesem Technikforum erfahren Sie, wie Sie die Funktions­sicherheit Ihrer sicherheitsrelevanten Prozesse während des gesamten Lifecycles bewerkstelligen und gerichtsfest umsetzen. 100-prozentige Sicherheit gibt es allerdings nicht – darüber sind wir uns alle einig. Deshalb fängt es mit der korrekten SIL-Bewertung als Grundlage zur Realisierung an. Die Umsetzung in der Prozessindustrie muss die geforderte SIL-Qualität liefern – und diese wiederum muss nachgewiesen werden.

Ihnen werden nach einem Einblick in die Situation und Anfor­derungen an die Anlagenbetreiber praxisgerechte Vorgehens­weisen für die Realisierung sowie der qualita­tiven und quantita­tiven Nachweisführung von Sicherheitsfunktionen nähergebracht. Im nächsten Schritt berichten Anlagenbetreiber über Betrieb, Wartung und Prüfung der Schutzeinrichtungen. Abgerundet wird die Thematik durch die Sichtweisen von ZÜS und Behörde im Bereich Dokumentation und Nachweisführung.

Wir bieten Ihnen mit dieser Weiterbildung die Möglichkeit, zusammen mit Experten von Betreibern, Herstellern, Prüfern und Behörden diesem Sicherheitsdenken nachzugehen. Es werden Ihnen Prinzipien, Anregungen und Aspekte aus der Praxis vorgestellt und Sie haben die Möglichkeit, die Fragen aus Ihrem Arbeitsumfeld mit den Vortragenden zu klären.

Top Themen

  • SIL: Rechtliche Aspekte bei der Umsetzung des Sicherheitsgedankens in der Prozessindustrie
  • Anregungen zur zweckmäßigen Realisierung von Sicherheitsfunktionen
  • Gerichtsfeste Dokumentationen und Nachweise erstellen
  • Der Lifecycle als übergreifender Sicherheitsgedanke
  • Umsetzung des Sicherheitsmanagementsystems als betriebliche Praxis im Lifecycle
  • Durchführung einer sachgerechten Identifizierung und Beurteilung von möglichen Risiken

Ablauf des Forums "SIL in der Prozessindustrie"

Erfahren Sie im Seminar "SIL in der Prozessindustrie" mehr zu folgenden Themen:

Programm als PDF herunterladen

Programmablauf

1. Rechtliche Rahmenbedingungen

  • Störfallverordnung (12. BImSchG)
  • Betriebssicherheitsverordnung (BetrSichV)
  • Wasserhaushaltsgesetz (WHG)
  • Maschinenrichtlinie
  • Produkthaftung

Dipl.-Ing. (FH) Reemt Westphal, Team Manager Training Team, HIMA Paul Hildebrandt GmbH, Brühl

2. Berücksichtigung nichtelektronischer Komponenten bei Sicherheitsfunktionen

  • Ausfallrate nichtelektrischer Komponenten
  • Einfluss der Betriebsart auf das Ausfallverhalten
  • Beschreibung der Ausfallrate mit Hilfe der Weibull-Verteilung
  • Bedeutung und Anwendung des B10(d)-Werts
  • PFD/PFH-Berechnung von nichtelektrischen Komponenten

Dr. Andreas Hildebrandt, Leiter Schulung/Gremienarbeit, ­Prozessautomation, Pepperl+Fuchs GmbH, Mannheim

3. Betrieb, Wartung und Prüfung

  • Einfluss des Betriebes auf die Sicherheit
  • Wartung und Änderung von Einrichtungen
  • Anforderungen an den Prüfer
  • Prüfintervalle und Prüfumfang
  • Dokumentation und Auswertung

B.P.S. (P.Eng.) Michael Tewes, Technische Anlagen­sicherheit, Site Services, Evonik Industries AG, Marl

4. Gerätequalifikation aufgrund „früherer Verwendung“ – ­Stördatenstatistik

  • Systematische und zufällige Fehler
  • Stichprobenprüfung/Konfidenzniveau
  • Namur-Empfehlungen NE 93, NE 130
  • Generische Ausfallraten, Datenbanken
  • Stördatenerfassung und Auswertung

Dr. Andreas Hildebrandt

5. PLT-Schutzeinrichtungen und SIL aus ­Behördensicht

  • Anforderungen der Störfallverordnung
  • Funktionale Sicherheit in Normen und Regelwerk
  • Schutzkonzept nach VDI/VDE 2180
  • Darstellung im Sicherheitsbericht

Dipl.-Ing. Josef Kuboth, Dezernat Anlagensicherheit, Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW, Essen

6. Kriterien für die Auswahl von Geräten

  • Welche Geräte gibt es am Markt?
  • Auswahlverfahren unter Berücksichtigung von Sicherheit, Schnittstellen und Wirtschaftlichkeit
  • Standardgerätelisten
  • Typicals (Standardloops)
  • Redundanzgrade

B.P.S. (P.Eng.) Michael Tewes

7. Sicherheitsmanagement – Erfahrungsbericht über die Umsetzung eines Managementsystems der Funktionalen Sicherheit

  • Aufbau des Functional Safety Management (FSM)
  • Integration in die Sicherheitsphilosophie des Unternehmens
  • Schnittstellen zum Explosions-, Brand- und Arbeitsschutz, QM (ISO 9001)
  • Erfolgsfaktoren für das Sicherheitsmanagement – technische und menschliche Aspekte
  • Sicherheit, Verfügbarkeit und Wirtschaftlichkeit – die Suche nach dem Optimum

Dipl.-Ing. Christoph Theilen, Sachverständiger, TÜV SÜD Industrie Service GmbH, Regensburg

8. Aspekte der Inbetriebnahme

  • Wo beginnt die Inbetriebnahme?
  • Factory Acceptance Test (FAT)/Site Acceptance Test (SAT)
  • Durchführung der Inbetriebnahme
  • Dokumentation

Dipl.-Ing. (FH) Reemt Westphal

9. Umsetzung der Nachweisführung PFD

  • Standardvorgehensweise Loop nachweisen: Sensor/Feldgerät/Aktor
  • Definition, Bewertung und Abgrenzung von ­Schutzeinrichtungen
  • Nachweisführung qualitativ/quantitativ (Dokumente, ­Rechnertool)
  • Einbindung der Nachweisführung im Alltag – Vorstellung eines Leitfadens für die Praxis

Dipl.-Ing. (FH) Reemt Westphal

10. Stellschrauben im Nachweis

  • Verlängerung der Prüfintervalle
  • Zusätzliche Diagnose (z.B. Partial Stroke Test) zur ­Verbesserung des PFD-Wertes
  • Gefahren des „Schön-Rechnens“
  • Verwendung von Redundanzen

Dipl.-Ing. (FH) Reemt Westphal

11. Risikoreduzierung durch SIL-Einstufung – Grundlagen und Anwendung

  • Schutzsysteme in der Verfahrenstechnik
  • Projektabwicklung ( SIL-Assessment)
  • Grenzen der SIL-Betrachtung
  • Sicherheitsmanagement
  • Sensorik – Signalverarbeitung – Aktorik
  • Modularer Ansatz
  • Gerichtsfeste Umsetzung

Dipl.-Ing. Christoph Theilen

12. Basisbetrachtungen zur Dokumentation von PLT ­Schutzeinrichtungen – Empfehlungen aus Sicht einer ­Überwachungsorganisation

  • Wie belastbar sind Zertifikate?
  • Welche Bereiche muss eine Dokumentation umfassen? – Das 3-Säulen-Modell
  • Wie kann im Schadensfall das Einhalten der Regeln und ­Richtlinien nachgewiesen werden?

Dipl.-Ing. Christoph Theilen

Zielgruppe

Das Forum "SIL in der Prozessindustrie" richtet sich an:

  • Betreiber von verfahrenstechnischen Anlagen
  • Betriebs- und Projektingenieure aus den Bereichen Planung, Inbetriebnahme und Instandhaltung
  • Sicherheitsbeauftragte sowie Fachkräfte für Arbeitssicherheit, die ihre Kenntnisse auf diesem Gebiet vertiefen wollen
  • Betriebsleiter, die für Betrieb und Instandhaltung verantwortlich sind
  • Anlagenplaner und -errichter
  • Geräte- und Komponentenhersteller

Wenn Sie mehr zu quantitativen und qualitativen Analysemethoden zur Sicherheitsbewertung von technischen Anlagen erfahren möchten, empfehlen wir Ihnen auch das 2-tägige Seminar "Methoden der Sicherheitsanalyse für verfahrenstechnische Anlagen".

Ihr Referent für das Forum "SIL in der Prozessindustrie":

Dipl.-Ing. (FH) Reemt Westphal, Team Manager Training Team, HIMA Paul Hildebrandt GmbH, Brühl

Dipl.-Ing. (FH) Reemt Westphal ist seit rund 20 Jahren in der Sicherheitstechnik tätig. Neben den praktischen Erfahrungen bei Planung, Inbetriebnahme, Betrieb und Wartung von Steuerungssystemen hat er in den letzten Jahren u.a. an der Neufassung der VDI/VDE 2180 als Umsetzung der DIN EN 61511 mitgearbeitet. Er ist seit 2000 als Leiter des Schulungsteams der Firma HIMA Paul Hildebrandt GmbH tätig mit einem Schwerpunkt im Bereich der Schulungen zur Funktionalen Sicherheit.

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Veranstaltungsnummer : 05FO008

SIL in der Prozessindustrie

Düsseldorf,

Hotel Nikko*

Immermannstr. 41,
40210 Düsseldorf
+49 211/834-0 zur Webseite

verfügbar

1.490,– € zzgl. 19% UmSt.

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