Seminar

Erstellung von Gefährdungsbeurteilungen nach 42. BImSchV

mit Teilnahmebescheinigung

Rückkühlwerke mit Dampf

Die 42. BImSchV – Verordnung über Verdunstungskühlanlagen, Kühltürme und Nassabscheider verlangt vom Betreiber, dass vor der Inbetriebnahme oder der Wieder-Inbetriebnahme eine Gefährdungsbeurteilung unter Beteiligung einer hygienisch fachkundigen Person erstellt wird. Durch unterschiedliche Verfahrenstechniken und Betriebsweisen ist die Beurteilung dieser wasserführenden Systeme hinsichtlich des Vermehrungs- und Freisetzungpotentials gesundheitsgefährdender Bakterien, wie z.B. Legionellen sehr anspruchsvoll.

In diesem Seminar lernen Sie die methodischen Grundlagen durch die Sie eine verordnungskonforme Gefährdungsbeurteilung nach §3(4) der 42. BImSchV unter Berücksichtigung der VDI-Richtlinienreihen 2047, 3679 sowie der formalen Vorgaben z.B. aus ArbSchG und BetrSichV erstellen können. Neben Grundlagen für den hygienegerechten Betrieb von wasserführenden Anlagen mit potentieller Aerosolfreisetzung werden auch häufig anzutreffende wasserinduzierte und hygienische Problemstellungen, als Rüstzeug für Ihre eigenen Begehungen, besprochen. Im Praxisteil können Sie gerne Ihre Erfahrungen und (anonymisierte) Fallbeispiele mitbringen und somit zu einer regen Diskussionen beitragen.

Top Themen

  • Rechtliches Basiswissen für den Erbringer von Gefährdungsbeurteilungen
  • Aufbau, Inhalt und Umfang einer richtlinien- und verordnungskonformen Gefährdungsbeurteilung
  • Anlagenbegehung: Aufnahme und Beurteilung von Verfahrenstechnik und Betriebsweise
  • Identifikation und Beurteilung der möglichen Gefährdungen
  • Risikomatrix – Möglichkeiten und Grenzen der Einstufung biologischer Gefährdungen
  • Durchführung von Maßnahmen und Wirksamkeitsprüfung

Erfahren Sie in dem Seminar zur Gefährdungsbeurteilung nach 42. BImSchV für Verdunstungskühlanlagen und Nassabscheider mehr zu folgenden Themen:

Die Veranstaltung behandelt im Einzelnen folgende Themen :

Programm als PDF herunterladen

1 Tag: 09:30 bis 17:00 Uhr, 2 Tag: 09:00 bis 16:00 Uhr

Rechtliche Grundlagen zur Gefährdungsbeurteilung
(Referent: RA Hartmut Hardt)

Rechtliche Grundlagen

  • Wer ist Betreiber?
  • Was bedeutet Betreiberverantwortung?
  • Was unterscheidet die anerkannten Regeln der Technik vom Stand der Technik und von der besten verfügbaren Technik?

Inhalte der 42. BImSchV

  • Von der Planung zum Errichten
  • Vom Betreiben bis zur Dokumentation

Sorgfaltsansprüche und Haftungstatbestände im Licht der Rechtsprechung zum Umweltrecht

  • Wer haftet wann und woraus?
  • Zivil-, öffentlich-rechtliche und strafrechtliche Konsequenzen
  • Arbeitsschutz und Verkehrssicherungspflichten
Technische Grundlagen zur Gefährdungsbeurteilung
(Referent: Dipl.- Ing. (FH) Otto Theobald)

Grundlagen zur Erstellung einer Gefährdungsbeurteilung

  • Allgemeine Anforderungen an eine sach- und anwendungsbezogene Gefährdungsbeurteilung
  • Relevante Gesetze, Verordnungen und Richtlinien (42. BImSchV, VDI 2047/3670, ArbSchG, BetrSichV, GefStoffV, BioStoffV, TRBA 400, DGUV-Vorschriften)
  • Spezifische Anforderungen an Aufbau, Inhalt und Umfang einer validen Gefährdungsbeurteilung nach 42. BImSchV und VDI 2047-2(3) bzw. VDI 3679

Die Anlagenbegehung im Rahmen der Gefährdungsbeurteilung

  • Inaugenscheinnahme und Techniken der Informationsbeschaffung am Begehungstag
  • Art des Betreiberinterviews
  • Anforderungen an den Aufstellort
  • Beurteilung der Verfahrenstechnik und der Betriebsweise
  • Anlagenschema und Wirklichkeit
  • Zusatzwasser und physikalisch chemische Zusatzwasseraufbereitung
  • Anforderungen an das Nutzwasser, hydraulische Dynamik und statistische Verweilzeit
  • Beurteilung von Ablagerungen, Biofilmen und Sedimenten

Durchführung einer Risikoanalyse

  • Identifikation von Gefährdungen bei wasserführenden Systemen, Schadensausmaß und Eintrittswahrscheinlichkeit
  • Anforderungen und Anwendung der BioStoffV
  • Risikobewertung der potentiellen Auswirkungen auf die
    hygienische Sicherheit und daraus abzuleitende Maßnahmen
  • Risikomatrix nach Nohl – Möglichkeiten und Grenzen der
    Einstufung biologischer Gefährdungen
  • Festlegung konkreter Maßnahmen
  • Abschätzung der Vermehrungswahrscheinlichkeit pathogener Mikroorganismen sowie deren Freisetzung über die Fortluft
Übung: Virtuelle Begehung einer Anlage
  • Jeder Teilnehmer erhält Unterlagen mit einem Begehungsbericht, bestehend aus Bildern, Texten, Prüfberichten, etc. Ziel ist die Identifikation von Gefährdungen und deren Einstufung in Form einer kurzen Risikobewertung. Im Anschluss erfolgt eine gemeinsame Besprechung der Ergebnisse.
  • Gern können Sie (anonymsierte) Fallbeispiele mitbringen.

Die Gefährdungsbeurteilung aus Sicht des Erbringers

  • Erstellungsaufwand und Kosten einer Gefährdungsbeurteilung
  • Beschränkung der Betrachtungen auf den Status Quo am Begehungstag

Die Gefährdungsbeurteilung aus Sicht des Betreibers

  • Die pragmatische Quintessenz für die praktische Umsetzung der Maßnahmen
  • Fortschreibung der Gefährdungsbeurteilung

Zielgruppe

Das Seminar zur Gefährdungsbeurteilung richtet sich an:

  • Betreiber von Liegenschaften aus Planung, TGA, Infrastrukturanlagen, Versorgung, Entsorgung, Umwelt, Arbeitsschutz, Gefahrstoffmanagement, Verfahrenstechnik, FM, Gebäudemanagement, Instandhaltung
  • Ingenieurbüros der TGA, Energie und Umwelt, Fachplaner Gebäudetechnik
  • Behördenvertreter von Gewerbeaufsichtsamt, Gesundheitsamt
  • Wasseraufbereitungsunternehmen
  • Hygieneinstitute und Analyselabore
  • Sachverständige, Berater und Prüfer

Ihre Referenten des Seminar "Erstellung von Gefährdungsbeurteilungen nach 42. BImSchV":

Dipl.-Ing. (FH) Otto Theobald, Geschäftsführer, Watch Industrial Waters GmbH, Fischach

Herr Theobald ist Ingenieur für physikalische Chemie und Umwelttechnologie. Langjährige Praxiserfahrung der Wasseraufbereitung sowie der biologischen Abwasserbehandlung verschaffte ihm das fachliche Wissen, um sich in der Dienstleistungsanalytik und im Consulting vor allem den wasserinduzierten Problemstellungen bei Industrie und Kommunen zuzuwenden, u.a.

als Sachverständiger in der Wasserwirtschaft beim Bayerischen Landesamt in den Bereichen Eigenüberwachung und Durchflussmessungen. Als Geschäftsführer der Watch Industrial Waters GmbH ist er als Sachverständiger nach §14 der 42. BImSchV aktiv. Er ist Leiter der Projektgruppe „Prozesswasser“ beim Deutschen Verband unabhängiger Prüflaboratorien.

Hartmut Hardt, Rechtsanwalt, Kanzlei RA Hardt, Essen

Hartmut Hardt ist Rechtsanwalt und seit über 25 Jahren als Strafverteidiger tätig. Danebn arbeitet er seit mehr als 12 Jahren als ordentliches Mitglied des VDI in den dortigen Richtlinienausschüssen und Gremien mit. Er hat an der Ausarbeitung der VDI Richtlinie 2047 Blatt 2 mitgewirkt hat. Herr Hardt ist ein erfahrener Referent und daneben insbesondere auch als Fachbuchautor sehr aktiv. Aktuell erarbeitet er mit einem Team aus Biologen und Ingenieuren ein Fachbuch zur Planung, zur Errichtung und zum Betrieb von Verdunstungskühlanlagen gemäß den Anforderungen der 42. BImSchV.

Seminarmethoden

Im Seminar gibt es einen Praxisteil, in dem Sie gerne Ihre Erfahrungen und (anonymisierte) Fallbeispiele mitbringen können und somit zu einer regen Diskussionen beitragen.

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Veranstaltungsnummer: 06SE141

Erstellung von Gefährdungsbeurteilungen nach 42. BImSchV

Freising bei München,

Mercure Hotel München Freising Airport*

Dr.-von-Daller-Str. 1-3,
85356 Freising
+49 8161/532-0 zur Webseite

verfügbar

Düsseldorf,

Novotel Düsseldorf City West*

Niederkasseler Lohweg 179,
40547 Düsseldorf
+49 211/52060-0 zur Webseite

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Frankfurt am Main,

Lindner Hotel & Sports Academy*

Otto-Fleck-Schneise 8,
60528 Frankfurt
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1.190,– € zzgl. 19% USt.

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