Konferenz

4. VDI-Konferenz Anlagensicherheit

Ihre Vorteile

  • Diskutieren Sie mit Anlagenbetreibern, Behördenvertretern und Beratern aktuelle gesetzliche Entwicklungen, wie die Neuigkeiten im Störfallrecht 2017.
  • Profitieren Sie von Erfahrungsberichten von Anlagenbetreibern und erfahren Sie, wie Konkurrenz und Marktbegleiter mit dem Thema Anlagensicherheit umgehen.
  • Erweitern Sie Ihr berufliches Netzwerk und tauschen Sie sich aus.
Anlagensicherheit VDI-Konferenz

Bereits zum 4. Mal treffen sich auf der Konferenz „Anlagensicherheit“ 2017 die Experten der Branche. Wie gewohnt informiert die Veranstaltung über die aktuelle Gesetzeslage sowie neue Vorschriften. Lernen Sie zudem die neuesten technischen Lösungen kennen und erfahren Sie anhand von Erfahrungsberichten, was im Ernstfall zu tun ist.

Programm als PDF zum Ausdrucken herunterladen

Programmablauf der Konferenz

Mittwoch, 17. Mai 2017

09:30 Uhr

Begrüßung

Prof. Dr. Christian Jochum, stellvertretender Vorsitzender der Kommission für Anlagensicherheit (KAS), Bad Soden

Neue Regelungen und Vorschriften sowie ihre Anwendung

09:40

Neuigkeiten im Störfallrecht

  • Nationale Umsetzung der Seveso-III-Richtlinie
  • Erarbeitung einer TA Abstand
  • Aktuelle internationale Aktivitäten

Dipl.-Ing. Oliver Ludwig, Referent, Referat für Anlagensicherheit (IG I 4), Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit, Bonn

10:20

Umsetzung der Seveso-III-Richtlinie am Beispiel von Carbid

  • Carbid unterliegt nunmehr der Seveso-III-Richtlinie
  • Anpassung Seveso-III an GHS-System/CLP-Verordnung
  • Europäische Richtlinie und landesspezifische Umsetzung an Produktionsstandorten der AlzChem-Gruppe in Deutschland und Schweden

Dr. Hans-Hermann Niemeyer, Leiter Anlagensicherheit, AlzChem AG, Trostberg

11:00

Kaffeepause mit Möglichkeit zum Erfahrungsaustausch

11:30

Umsetzung TRAS 320 – Praxiserprobung an Beispielen

  • Anwendung der TRAS 320 bei Anlagen nach StörfallV
  • (Umgebungsbedingte) Gefahrenquelle Wind und Schnee
  • Nachrechnung von Bestandsanlagen hinsichtlich der Standsicherheit im Sinne der TRAS 320
  • Maßnahmen zur Erhöhung der Anlagensicherheit

Dr.-Ing. Matthias Andres, Gesellschafter-Geschäftsführer, KRÄTZIG &
PARTNER Ingenieurgesellschaft für Bautechnik mbH, Bochum

12:10

Das Problem mit den Abständen – Erfahrungen aus der Sicht eines
Bundeslandes

  • Anwendung von KAS 18 und Anforderungen an Gutachten
  • Erfahrungen aus der Prüfung von Gutachten
  • Zusammenarbeit mit Bau(planungs)Behörden
  • Umsetzung der Ergebnisse aus Gutachten
  • Ausblick auf TA Abstand

Dipl.-Ing. (TH) Peter Gamer, Referatsleiter, Sächsisches Landesamt
für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie (LfULG), Dresden

12:50

Gemeinsames Mittagessen

Faktor Mensch

13:50

Führung und Mitarbeiterpersönlichkeit

  • Der Ingenieur als Führungskraft
  • Führungskräfte im „Spannungsfeld“
  • Persönlichkeit und Charakter: Modelle
  • Praktische Umsetzung

Dipl.-Psych. Peter C. Zimmermann, Institutsleiter, iskom – Institut für
Schulung, Kommunikation, Organisations- und Managementberatung,
Neuss

14:30

Psychische Belastungen: Auswirkungen auf Sicherheit und Gesundheit

  • Psychische Belastungen haben eine zunehmende Bedeutung
  • Stressoren und Fehlbelastungen führen zu gesundheitlichen Risiken
  • Zusammenhänge zwischen unsicherem Verhalten und Unfallrisiken

Dir. u. Prof. Dr. phil. Lars Adolph, Wissenschaftlicher Leiter, Produkte
und Arbeitssysteme, Bundesanstalt für Arbeitsschutz und
Arbeitsmedizin (BAuA), Dortmund

15:10

Social Engineering – der Faktor Mensch als beliebtes Ziel für kriminelle Handlungen

  • Social Engineering – was verbirgt sich dahinter?
  • In welchen Deliktsbereich ist Social Engineering zuzuordnen?
  • Beispiele von Social Engineering Fällen aus der Praxis
  • Gibt es geeignete Schutzmaßnahmen?

Dipl.-Verww. (FH) Wolfgang Ehses, Leiter Konzernsicherheit, LANXESS Deutschland GmbH, Köln

15:50

Kaffeepause mit Möglichkeit zum Erfahrungsaustausch

Sichere Technik

16:20

Risikomanagement für Chemieanlagen mit HAZOP und LOPA

  • Integration der Risikobewertung in die HAZOP/PAAG-Studie
  • Festlegung von Risikokriterien: Warum und Wie?
  • Die Probleme mit der Risikomatrix: Wer Wind säht, wird Sturm ernten!
  • Layer of Protection Analysis (LOPA): Nach IEC 51511-3 oder CCPS?
  • SIL-Einstufung und Risikominderung: Was ist machbar?

Dr. Jürgen Hofmann, Principal Consultant, Risk Management
Advisory, DNV GL Oil&Gas Germany, Hamburg

17:00

Anwendung von PLT-Schutzeinrichtungen aus Behördensicht

  • Verbreitete Methoden zur Festlegung des Safety Integrity Level (SIL) im Überlick
  • Typische Probleme der SIL-Festlegung in der Praxis
  • Praxisbeispiel zur Absicherung eines Rührbehälters

Dipl.-Ing. (FH) Helmut Wolfanger, Abteilung Arbeitsschutz und Umwelt, Regierungspräsidium Darmstadt

17:40

Ende des ersten Veranstaltungstages

18:00

Get-together

Zum Ausklang des ersten Veranstaltungstages lädt Sie das VDI
Wissensforum zu einem Get-together ein. Nutzen Sie die entspannte
Atmosphäre, um Ihr Netzwerk zu erweitern und mit anderen Teilnehmern
und Referenten vertiefende Gespräche zu führen.

Donnerstag, 18. Mai 2017

Sichere Technik

09:00

Beherrschung der Alterung von Anlagen

  • „Generationswechsel“ bei Prozessleitsystemen analog/digital zu
    digital/vernetzt
  • Erfassung und Bewertung der klassisch „mechanischen“ Komponenten
    von Anlagen
  • Einfluss und Wechselwirkungen von/mit Instandhaltungsstrategien
  • Bewährung in der Praxis

Dipl.-Ing. Rainer Semmler, Experte Prozess Sicherheit, Sachverständiger,
TÜV SÜD Chemie Service GmbH, Frankfurt

09:40

Erfahrungsbasierte Brandschutzkonzepte

  • Nutzen verfügbarer Erkenntnisquellen zu Ereignissen
  • Der Einfluss der rechtlichen Vorgaben
  • Brandschutz im Rahmen der allgemeinen Anlagen- und Prozesssicherheit
  • Auslösende Szenarien als Basis von Brandschutzkonzepten

Dipl.-Ing. (FH) Rudolf Kappelmaier, Freiberuflicher Sicherheits- und Complianceberater, CMK – Compliance Management Kappelmaier, Perach

10:20

Sicherheitsanforderungen an Rohrleitungen

  • Überblick über das Regelwerk, Akteure, Schutzziele
  • Technische Anforderungen
  • Planung, Betrieb und Instandhaltung
  • Prüfungen und Verantwortlichkeiten

Prof. Dr.-Ing. Heinrich Wilming, Engineering Consultant, IBW Consulting UG, Borken

11:00

Kaffeepause mit Möglichkeit zum Erfahrungsaustausch

Unfälle: Prävention und Folgen

11:30

Messung von Schadstoffen im Ereignisfall – Sondereinsatz Umweltfeuerwehr des Landes NRW

  • Aufbau und Organisation
  • Einbindung in die Behördentätigkeit
  • Geräteausstattung
  • Einsatzabläufe, Beispiele

David Czorny, M.Sc., Chemie-Ingenieur, Fachbereich 44: Sondereinsatz, Nachrichtenbereitschaftszentrale, hochtoxische Stoffe, Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW, Essen

12:10

Sicheres Scale-up – mehr als nur Kontrolle der Reaktionsleistung

  • Einflussgrößen für Maßstabsvergrößerungen
  • Anforderungen an sicherheitstechnische Kennzahlen
  • Fehlerquellen bei Maßstabsvergrößerungen
  • Systematische Herangehensweise

Dr. Eberhard Guntrum, Directeur Sécurité des Procédés, Hygiene Sécurité Environnement Groupe Sanofi – HSE Central, Sanofi-Aventis Deutschland GmbH, Frankfurt am Main

12:50

Gemeinsames Mittagessen

13:50

Schaden an einer chlorgasführenden Leitung

  • Chronologie des Ereignisses
  • Analyse zum Mechanismus
  • Ermittlung von Maßnahmen zur Verbesserung der Anlagensicherheit
  • Allgemeine Lehren aus dem Schadensfall

Dipl.-Umweltwiss Dipl.-Ing. Birgit Schmidt-Becker, Technische Dezernentin, Abteilung 5 – Umwelt und Arbeitsschutz, Bezirksregierung Köln

14:30

Wer muss für Erkundung und Sanierung schädlicher Bodenveränderungen und Altlasten bezahlen?

  • Gesetzliche Regelungen zum Bodenschutz
  • Verantwortlichkeit für die Schädigung des Bodens nach dem USchadG und dem BBodSchG
  • Das Verhältnis zwischen USchadG und BBodSchG

RA Prof. Dr. jur. Hans-Jürgen Müggenborg, Fachanwalt für Verwaltungsrecht, Kanzlei Prof. Müggenborg, Aachen

15:10

Abschlussdiskussion

Prof. Dr. Christian Jochum

15:20

Ende der Veranstaltung

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Wissens-Update zur Anlagensicherheit

Beim Umgang mit brennbaren, gefährlichen, ätzenden, umweltschädigenden oder explosiven Stoffen kann es jederzeit zu Unfällen, Bränden oder Explosionen kommen. Dies hat nicht zuletzt der BASF Unfall am 17. Oktober 2016 gezeigt und dafür gesorgt, dass die Sicherheit von chemischen Anlagen aktueller denn je ist. Im Zentrum der Anlagensicherheit stehen dabei die Fragen, wie können Risiken präventiv abgeschätzt und durch geeignete Maßnahmen vermieden werden?

Die Konferenz „Anlagensicherheit“ hilft Ihnen, Antworten auf diese Fragen zu finden und präsentiert Ihnen Best-Practice-Beispiele. Hören Sie u. a. Expertenvorträge zu folgenden Themen:

  • erste  Erfahrungen mit der neuen BetrSichV         
  • nationale Umsetzung der Seveso-III-Richtlinie
  • sichere Technik: Risikomanagement für Chemieanlage mit HAZOP und LOPA
  • Anwendung von PLT-Schutzeinrichtungen
  • Umgang mit Unfällen, Bränden oder Explosionen
  • sicheres Scale-up – Mehr als nur Kontrolle der Reaktionsleistung
  • Faktor Mensch: Psychische Belastungen bei Mitarbeitern als Risikofaktor

Wer sollte teilnehmen?

Die Konferenz „Anlagensicherheit“ richtet sich an:

  • Störfall- und Immissionsschutzbeauftragte
  • Mitarbeiter aus Produktion, Technik sowie den Abteilungen Anlagensicherheit, Chemikaliensicherheit, Umweltschutz und Arbeitsschutz der Branchen: Chemie- und Petrochemie, Pharma, Lebensmittel, Energieerzeugung, Stahlerzeugung, Oberflächenbehandlung
  • Sachverständige für Anlagensicherheit
  • Berater aus Ingenieurbüros für Anlagensicherheit
  • Behördenvertreter

Exklusives Get-together

Am 1. Abend der Konferenz laden wir Sie ein, die gewonnenen Erkenntnisse mit den Referenten und Teilnehmern zu diskutieren. Im Rahmen eines gemütlichen Get-togethers lassen wir den Tag gemeinsam ausklingen.

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