Konferenz

Neues Störfallrecht - Nicht alles ist so klar wie es scheint

  • Erfahren Sie aus erster Hand von Vertretern des BMUB, LANUV NRW und „Die Störfallexperten“, was sich für Ihr Unternehmen durch das neue Störfallrecht ändert. 
  • Lernen Sie, welche Strategien sich in der Praxis beim Umgang mit Störfällen bewährt haben.
  • Erfahren sie alles Wissenswerte über das Problem der angemessenen Sicherheitsabstände.
  • Tauschen Sie sich mit anderen Fachleuten aus.
Neues Störfallrecht - Nicht alles ist so klar wie es scheint - VDI-Konferenz

Sie erfahren auf der VDI-Konferenz „Neues Störfallrecht - Nicht alles ist so klar wie es scheint“, welche Konsequenzen sich für Ihr Unternehmen aus der Umsetzung der europäischen Seveso-III-Richtlinie in deutsches Recht und der dazu bereits ergangenen Rechtsprechung ergeben. Sie lernen im Detail kennen, welche Rechtspflichten sich für Betriebe aus dem neuen Störfallrecht ergeben, besonders in Hinsicht auf Sicherheitsabstände und Störfallprävention. Außerdem erfahren Sie, wie Sie geeignete Strategien zum Umgang mit Störfällen entwickeln.

Das neue Störfallrecht - Neuregelung mit Klärungsbedarf

Die Umsetzung der sogenannten Seveso-III-Richtlinie der EU ist lange überfällig. Anfang 2017 soll das neue Recht verabschiedet werden. Daraus resultieren Änderungen im Bundes-Immissionsschutzgesetzt (BImSchG) und in der Störfallverordnung (12. BImSchV). Dies lässt Rechtsunsicherheiten auf verschiedenen Ebenen erwarten, weil der Gesetzgeber besonders strittige Fragen, z. B. hinsichtlich der angemessenen Sicherheitsabstände, zunächst nicht regeln wird.

Die VDI-Konferenz „Neues Störfallrecht - Nicht alles ist so klar wie es scheint“ bringt Sie auf den aktuellen Stand des Störfallrechts und schafft Transparenz und Klarheit. Die Veranstaltung wird u. a. vom Bundesamt für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB), dem Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz Nordrhein-Westfalen (LANUV NRW) und der Initiative „Die Störfallexperten“, unterstützt.

Das sind die Top-Themen der Konferenz „Neues Störfallrecht - Nicht alles ist so klar wie es scheint“

Die VDI-Konferenz „Neues Störfallrecht - Nicht alles ist so klar wie es scheint“ ist eine der ersten Veranstaltungen, die sich in diesem Umfang mit den Konsequenzen befasst, die sich aus der Umsetzung der Seveso-III-Richtlinie in deutsches Recht ergeben. Diskutiert werden u. a. die folgenden Themen:

  • Rechtspflichten für Störfallbetriebe nach neuem Störfallrecht
  • zusätzliche Betreiberpflichten zur Stoffeinstufung nach Seveso-III-Richtlinie
  • KAS-18-Leitfaden: Empfehlungen für Abstände zwischen Betriebsanlagen nach der Störfall-Verordnung
  • straf- und verwaltungsrechtliche Folgen eines Störfalls
  • Krisen- und Notfall-Management und Krisenprävention
  • Umgang mit Medien im Störfall

Programm als PDF herunterladen

Dienstag, 20. Juni 2017

09:00

Begrüßung durch den Konferenzleiter

Prof. Dr. Hans-Jürgen Müggenborg, Rechtsanwalt und Fachanwalt für Verwaltungsrecht, Kanzlei Prof. Müggenborg, Aachen

09:10

Die Rechtspflichten für Störfallbetriebe nach neuem Störfallrecht (BImSchG und 12. BImSchV)

  • Neue Definitionen im BlmSchG
  • Der neue Anhang in der Störfall-VO
  • Information der Öffentlichkeit
  • Problematik angemessener Sicherheitsabstand

Dr.-Ing. Norbert Wiese, Gutachter, Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW, Recklinghausen

10:15

Zusätzliche Betreiberpflichten durch neue Stoffeinstufungen nach Seveso-III-Richtlinie

  • Neue Betreiberpflichten durch Umstufung vieler gesundheitsschädlicher Stoffe
  • Durch Änderungen der Flammpunktgrenzen fallen mehr Stoffe/Gemische unter die Störfallverordnung
  • Neue Vorschriften bei der Lagerung von Gefahrstoffen

Prof. Dr. Herbert Bender, Geschäftsführer, GCC Bender, Böhl-Iggelheim

11:15

Kaffeepause mit Möglichkeit zum Erfahrungsaustausch

11:45

Die Öffentlichkeitsbeteiligung nach der Seveso-III-Richtlinie und ihre Umsetzung in deutsches Recht

  • Zentrale Vorgaben der Seveso-III-Richtlinie und Grundkonzept des deutschen Umsetzungsgesetzes
  • Anpassung der Genehmigungsverfahren nach dem Bundes-Immissionsschutzgesetz
  • Neues störfallrechtliches Genehmigungsverfahren
  • Das Abstandsgebot der Seveso-III-Richtlinie

Dr. Susan Krohn, Referatsleiterin Immissionsschutzrecht, Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit, Bonn

12:30

TRAS 310 und TRAS 320 – Vorkehrungen und Maßnahmen wegen der Gefahrenquellen Niederschläge, Hochwasser, Wind, Schnee und Eislasten

  • Umgebungsbedingte Gefahrenquellen im Störfallrecht
  • Wetter als potentiell zunehmendes Risiko
  • Angemessene Maßnahmen zur Gefährdungsermittlung und Gefahrenabwehr
  • Berücksichtigung des Klimawandels

Prof. Dr. Christian Jochum, Freiberuflicher Sachverständiger, stellv. Vorsitzender der Kommission für Anlagensicherheit (KAS), Bad Soden

13:30

Gemeinsames Mittagessen

14:30

Lernen aus Ereignissen – eigenen und fremden

  • Grundsätzliche Ereignisabläufe als Hilfsmittel zur Strukturierung
  • Datenbanken als Erkenntnisquellen
  • Auswertung eingetretener Ereignisse
  • Erkenntnisse und Konsequenzen aus eigenen Erfahrungen

Dipl.-Ing (FH) Rudolf Kappelmaier, Freiberuflicher Berater, CMK – Compliance und Management Kappelmaier, Perach

15:30

Nutzung von Flächen innerhalb angemessener Sicherheitsabstände nach Art. 13 Seveso-III-Richtlinie

  • Angemessener Abstand, Achtungsabstand, Sicherheitsabstand
  • Verletzlichkeit von Schutzobjekten
  • Europäische Ansätze und Strategien der Flächennutzung

Dr. Hans-Joachim Uth, Sachverständiger für Chemische Anlagensicherheit, Berlin

16:30

Kaffeepause mit Möglichkeit zum Erfahrungsaustausch

17:00

Transparenz schafft Vertrauen: Ein Fallbeispiel aus NRW

  • Vertrauensverlust kann eine der gravierendsten Störfallfolgen sein
  • Vertrauenskrisen werden durch Ereignisse verschärft, schwelen aber meist schon lange
  • Wer ist (noch) glaubwürdig?
  • Absolute Offenheit als Basis für neues Vertrauen

Prof. Dr. Christian Jochum, Freiberuflicher Sachverständiger, stellv. Vorsitzender der Kommission für Anlagensicherheit (KAS), Bad Soden

18:00

Straf- und verwaltungsrechtliche Folgen eines Störfalls, dargestellt an einem konkreten Beispiel aus Sachsen

  • Anforderungen an den Betrieb der Anlagen, insbesondere nach dem Immissionsschutzrecht, und die Folgen eine Störfalls
  • Umweltstraf- und -ordnungswidrigkeitenrechtliche Risiken für den Betreiber und seine Mitarbeiter
  • Tipps zum richtigen Verhalten gegenüber Behörden, Kripo und Staatsanwaltschaft

Prof. Dr. Hans-Jürgen Müggenborg, Rechtsanwalt und Fachanwalt für Verwaltungsrecht, Kanzlei Prof. Müggenborg, Aachen

19:00

Ende des ersten Konferenztages

19:15

Get-together

Zum Ausklang des ersten Veranstaltungstages lädt Sie das VDI Wissensforum zu einem Get-together ein. Nutzen Sie die entspannte Atmosphäre, um Ihr Netzwerk zu erweitern und mit anderen Teilnehmern und Referenten vertiefende Gespräche zu führen.

Mittwoch, 21. Juni 2017

09:00

Begrüßung durch den Konferenzleiter

Erstes Fazit und Ausblick auf den 2. Konferenztag

09:15

Der angemessene Abstand zwischen Störfallbetrieb und schutzwürdiger Nutzung nach der Rechtsprechung des EuGH und des BVerwG

  • Vom Achtungsabstand zum angemessenen Sicherheitsabstand
  • Fehlende Konkretisierungen und KAS 18
  • Unterschreitung der Sicherheitsabstände wegen sozio-ökonomischer Gründe

Prof. Dr. Hans-Jürgen Müggenborg, Rechtsanwalt und Fachanwalt für Verwaltungsrecht, Kanzlei Prof. Müggenborg, Aachen

10:15

Der angemessene Abstand nach KAS-18 und die zu seiner Bestimmung verwandten Kriterien

  • Wie werden Achtungsabstände und angemessene Abstände unter Berücksichtigung der verschiedenen Leitfäden, KAS 18 u.a., ermittelt?
  • Welchen Einfluss hat die Auswahl und Festlegung der verschiedenen Kriterien und Rahmenbedingungen auf die Ergebnisse der Berechnung von KAS 18 Szenarien?
  • Wie ist die Vorgehensweise in der Praxis der Berechnung von KAS 18 Szenarien?
  • Wie kann der angemessene Abstand bei der Bauleitplanung berücksichtigt werden?

Dr. Jürgen Herrmann, Geschäftsführer, Prof. Dr.-Ing. Ulrich Hauptmanns, Professor für Anlagensicherheit, hjH Consulting GmbH, Duisburg

11:15

Kaffeepause mit Möglichkeit zum Erfahrungsaustausch

11:45

Quantitative Risikoanalyse: Die Zukunft auch in Deutschland?

  • Traditionelle (deterministische) Vorgehensweise bei der Bewertung von Gefahren in Deutschland
  • Quantitative Risikobewertung nach Anhang II der StörfallVerordnung?
  • Risikokriterien in anderen europäischen Ländern
  • Der Fall Ticona
  • Stärken und Schwächen der Quantitativen Risikoanalyse

Dr. Jürgen Hofmann, Selbständiger Berater, JHConsult, Wöllstadt

12:45

Gemeinsames Mittagessen

13:45

Stadtplanung unter dem Einfluss der Seveso-II(I)-Richtlinie

  • Ausgangslage, allgemein und in Leverkusen
  • Ermittlung der angemessenen Abstände
  • Entwicklung einer Lösungsstrategie (Konzept)
  • Konsequenzen für „alle Beteiligten“

Serena Sikorski, Stadtplanerin, Fachbereich Stadtplanung, Stadt Leverkusen

14:45

Krisen- und Notfallmanagement: Prävention und Kommunikation als zentrale Elemente erfolgreicher Ereignisbewältigung

  • Voraussetzungen für erfolgreiche Krisenbewältigung
  • Krisenmanagement: Grundlagen und Zielrichtung
  • Krisen- und Notfallmanagement konkret
  • Interne und externe Kommunikation in der Krisenbewältigung

Dipl.-Psych. Peter Zimmermann, Institutsleiter, iskom – Institut für Schulung, Kommunikation, Organisations- und Managementberatung, Neuss

15:30

Abschlussdiskussion

15:45

Ende der Konferenz

Wer sollte die Konferenz besuchen?

Die VDI-Konferenz „Neues Störfallrecht - Nicht alles ist so klar wie es scheint“ richtet sich in erster Linie an die Störfall- und Immissionsschutzbeauftragten in den Unternehmen. Angesprochen sind auch andere am Umweltrecht Interessierte und reine Baurechtler, die sich aufgrund der Neuregelungen mit dem Störfallrecht befassen müssen. Zur Zielgruppe gehören:

  • Betreiber von BImSchG-Anlagen und Mitarbeiter aus Produktion, Technik und den Abteilungen Anlagensicherheit, Umweltschutz und Arbeitsschutz aus folgenden Branchen:
    • Chemie und Petrochemie
    • Pharma
    • Lebensmittelindustrie
    • Energieerzeugung
    • Entsorgung und Recycling
    • Stahlerzeugung
    • Oberflächenbehandlung
    • Lagerhaltung, Be- und Entladung
    • Chemie- und Industrieparks
    • Automobil
    • Maschinenbau
    • Kunststoffherstellung und -verarbeitung
  • Vertreter von Genehmigungs- und Überwachungsbehörden
  • Planungsingenieure und Berater

Abendveranstaltung inklusive

Das VDI Wissensforum lädt Sie am Abend des ersten Konferenztages zum Get-together in gemütlicher Atmosphäre ein. Knüpfen Sie hier Kontakte zu führenden Störfallexperten und erweitern Sie Ihr Netzwerk.

Jetzt Konferenzplatz sichern

Sie müssen als Störfall- oder Immissionsschutzbeauftragter wissen, welche Änderungen im Störfallrecht auf Ihr Unternehmen zukommen? Sie wollen von führenden Experten erfahren, wie Sie mit den Konsequenzen umgehen? Dann sichern Sie sich einen Platz auf der Konferenz „Neues Störfallrecht - Nicht alles ist so klar wie es scheint“.

Veranstaltungsnummer: 06KO051

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