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Ab in die Cloud – aber sicher!

Mal eben aus dem Café oder Zug arbeiten und dabei trotzdem sicher auf geschäftliche Daten zugreifen? Die IT-Leistung des Unternehmens in kurzer Zeit je nach Bedarf nach oben oder unten skalieren? Oder auch den Administrationsaufwand für die IT reduzieren? Das geht alles durch die Cloud. Im privaten Bereich ist die Cloud längst in der Mitte der Gesellschaft angekommen. Fotos werden zum Sichern in die Cloud kopiert, Daten mit anderen Personen über die Cloud geteilt. Dank der hohen Geschwindigkeit der Internetanbindungen funktioniert dies auch mit sehr großen Datenmengen – stationär oder mobil.

Im geschäftlichen Umfeld hält die Cloud vermehrt Einzug in die Firmen. Unternehmen nutzen sie, um schnell und effizient eine Infrastruktur aufzubauen, die keine internen Ressourcen verbraucht und auch keine langfristigen Investitionen notwendig macht. Was genau verbirgt sich hinter der Cloud und welche Vorteile bringt sie für Unternehmen mit sich?

Gründe für die Cloud

Unter Cloud oder auch Cloud Computing versteht man die Ausführung von Programmen, die nicht auf dem lokalen Rechner installiert sind, sondern auf einem anderen Rechner, der aus der Ferne aufgerufen wird. Technischer formuliert: Cloud Computing umschreibt den Ansatz, IT-Infrastrukturen wie Rechenkapazität, Datenspeicher oder auch fertige Software über ein Netzwerk zur Verfügung zu stellen, ohne dass diese auf dem lokalen Rechner installiert sein müssen. Dabei umfasst die Spannweite der angebotenen Dienstleistungen das gesamte Spektrum der Informationstechnik und beinhaltet neben Infrastruktur auch Plattformen und Software.

Ein Vorteil der Cloud ist die Zunahme an Flexibilität und Geschwindigkeit. Produkte können beispielsweise schneller auf den Markt gebracht werden – die so genannte Time-To-Market wird also verkürzt. „Die Time-To-Market kann durch den Einsatz von Cloud-Anwendungen verkürzt werden, da der IT- und Infrastruktur-Aufwand stark reduziert wird und Prozesse standardisiert beziehungsweise automatisiert ablaufen“, so Volker Hielscher, Principal Architect and Development bei diconium und einer der Mitgestalter des Technical Online Course (TOC) „Cloud Computing – Die Einführung im Unternehmen erfolgreich gestalten“ des VDI Wissensforums. „So können nicht nur Betriebsaufwände und -kosten optimiert, sondern auch Ressourcen freigesetzt werden.“ Eine Standardisierung der IT führt zudem dazu, dass der „Wildwuchs“ von Software eingedämmt wird. Somit haben verschiedene Abteilungen wie Entwicklung, Produktion und Vertrieb nicht drei Programme für einen ähnlichen Vorgang, sondern greifen über die Cloud alle auf eines zu.     

Cloud-Dienste: Rechenpower und Speicher

Einer der herausstechenden Gründe für die Cloud ist die Einbindung innovativer Cloud-Dienste. Diese gibt es für die verschiedensten Bereiche: von Rechenpower und Speicher über das Internet der Dinge bis hin zu Machine Learning. Um Rechenpower nicht nur durch lokale Hardware bereitzustellen, kann in der Cloud virtuelle Hardware genutzt werden. Hiermit werden bildlich gesprochen neue „Rechner“ in der Cloud gestartet. „Auf virtueller Hardware können Betriebssysteme und Software in gleicher Weise wie auf physikalischer Hardware betrieben werden. So können Nutzer unterschiedliche Betriebssysteme gleichzeitig auf der gleichen physischen Maschine betreiben. Dadurch werden die Ressourcen des physischen Rechners wie der Prozessor besser ausgenutzt“, erklärt Felix Leber IT Consultant, diconium und ebenfalls Autor des TOCs „Cloud Computing – Die Einführung im Unternehmen erfolgreich gestalten“. Auch Cloud-Speicher ist ein zentraler Bestandteil von Cloud-Computing und Services. Big-Data-Analysen, das Internet der Dinge, Datenbanken und Sicherungs- und Archivanwendungen benötigen alle eine Datenspeicherarchitektur. Cloud-Speicher ist meist zuverlässiger, skalierbarer und sicherer als herkömmliche, vor Ort gehostete Speichersysteme.

Das Internet der Dinge und Machine Learning

Ein weiterer Bereich der Cloud-Dienste umfasst das Internet der Dinge (oder auch Internet of Things, IoT). Dies bezeichnet vernetzte Alltagsgegenstände, die Daten senden und empfangen können – beispielsweise eine Smartwatch. Bei der Verwendung von IoT-Geräten müssen oft viele Daten gesammelt, verarbeitet, gespeichert und analysiert werden, um daraus Erkenntnisse und Aktionen ableiten zu können. Die großen Datenmengen können über Analyse-Services weiterverarbeitet werden. So gibt es zum Beispiel eventgesteuerte Ereignisse: Hier wird eine Aktion ausgelöst, sobald ein bestimmtes Ereignis von den Sensoren und Anwendungen der IoT-Geräte gemessen wird. Diese Daten können auch mittels automatisierter Verfahren des maschinellen Lernens (Machine Learning) analysiert werden.

Machine Learning deckt dabei unterschiedlichste Disziplinen ab. Dazu gehört, wie bereits erwähnt, die Analyse von Daten, aber auch Sprach- und Bilderkennung, Entscheidungshilfen, Vorhersagen und Übersetzung. Dafür benötigen Nutzer keine Kenntnisse zu Machine Learning. Durch die Verwendung der Services der Cloudanbieter können solche Anwendungen und Workflows ganz einfach eingesetzt werden.

Diese Beispiele sind nur ein kleiner Teil dessen, was heutzutage mit und in der Cloud möglich ist. Für viele Unternehmen lohnt sich demnach der Schritt in die Cloud. Einen ersten vereinfachten Einstieg bietet unter anderem der TOC „Cloud Computing – Die Einführung im Unternehmen erfolgreich gestalten“.

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