Lehrgang

Fachingenieur*in Additive Fertigungsverfahren VDI - Modul 3: Konstruktion für additive Fertigungsverfahren

Veranstaltungsnummer: 02LE033

  • Möglichkeiten, Methoden und Grenzen für die Konstruktion
  • Umgang mit Abweichungen
  • Topologieoptimierung
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Kommende Termine:

01. – 02. September 2022
Paderborn

Verfügbar

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Hinweis

Dieses Modul kann nur im Rahmen des Zertifikatslehrgangs "Fachingenieur*in Additive Fertigung VDI" gebucht werden.

Vor- und Nachteile additiver Fertigung für die Konstruktion

Im Rahmen des Zertifikatslehrgangs „Fachingenieur*in Additive Fertigungsverfahren VDI“ lernen Sie in 4 Pflicht- und 3 Wahlpflichtmodulen die unterschiedlichen Facetten des Additive Manufacturing kennen. Nach Besuch aller Module sowie dem Bestehen der Abschlussprüfung erhalten Sie das anerkannte Zertifikat „Fachingenieur*in Additive Fertigungsverfahren VDI“.

Erfahren Sie im 3. Pflichtmodul des Lehrgangs mehr über:

  • Vor- und Nachteile additiver Fertigung für die Konstruktion
  • gestalterische Möglichkeiten und Grenzen
  • Gestaltungsprinzipien für additive Fertigungsverfahren
  • Methoden, mit denen Sie Konstruktionsregeln entwickeln können
  • Programme für die Optimierung der Topologie


Ihre Ansprechpartnerin

Ana Michels
​ +49 211 62 14-123
 lehrgang@vdi.de

Top-Themen

  • Möglichkeiten, Methoden und Grenzen für die Konstruktion
  • Umgang mit Abweichungen
  • Topologieoptimierung
  • Kostengünstige Konstruktion
  • Inkl. Laborbesichtigung und Übungen

Programm

Grundlagen der additiven Fertigung

  • Terminologie
  • Prozesskette
  • Fertigungsverfahren
  • Bauteilschichten
  • Stützstrukturen

Vor- und Nachteile der additiven Fertigung für die Konstruktion

  • Gestalterische, werkstofftechnische und wirtschaftliche Freiheit
  • Geometrische Restriktionen

Grundlagen des Konstruierens

  • Konstruktionsmethodik
  • Konstruktive Gestaltung
  • Grundregeln der Gestaltung
  • Gestaltungsprinzipien, Gestaltungsrichtlinien

Konzipieren für additive Fertigungsverfahren

  • Aufstellen von Funktionen und Funktionsstrukturen
  • Finden von Wirkprinzipien zum Lösen von Funktionen

Übung: Aufstellen von Funktionsstrukturen und Lösen dieser mittels Wirkprinzipien

Entwerfen für additive Fertigungsverfahren

  • Methode zum Entwickeln von Konstruktionsregeln
  • Gestaltungsprinzipien für additive Fertigungsverfahren
  • Konstruktionsregeln: Fertigungs-, Bearbeitungs-, Montage-, Kostengerecht

Praxisbeispiele, Demonstration anhand realer Bauteile und Übung: Vertiefen der erlernten Konstruktionshinweise und -regeln

Abweichungen und Toleranzen

  • Grundlagen von Maß-, Form- und Lagetoleranzen
  • Abweichungen von additiv gefertigten Bauteile
  • Toleranzen für additiv gefertigte Bauteile

Übung: Abweichungskompensierende Gestaltung

Topologie Optimierung

  • Grundlagen der FE Methode
  • Grundlagen der Topologie-Optimierung
  • Mehrstufige Strukturoptimierung

CAD-Rückführung von Ergebnissen der Topologieoptimierung

  • Voxelbasierte Geometrieglättung und Rückführung
  • STL-basierte Ergebnisbearbeitung

Manuelle Konstruktion von hochkomplexen Strukturen für AM

  • Grundlagen der 3D-Modellierung
  • Darstellungsschemata
  • Modellierungsprozesse
  • Speicherbedarf

Anwendung

  • Verfügbare Software
  • Beispiele aus Industrie und Forschung

Kostengünstige Konstruktion

  • Grundlagen der kostengünstigen Konstruktion
  • Anforderungen und Anforderungshandling
  • Einflüsse auf die Baugeschwindigkeit der additiven Fertigungsverfahren

Regeln für die kostengünstige Konstruktion in Additiven Fertigungsverfahren

  • Grundlegende Regeln für die kostengünstige Konstruktion
  • Diskussion der Regeln anhand konkreter Fallbeispiele

Inklusive Laborbesichtigung des Direct Manufacturing Research Center (DMRC)

Zielgruppe

Die Weiterbildung ist für sämtliche produzierende Unternehmen aller Branchen gedacht, besonders jedoch für den Maschinen- und Anlagenbau sowie Fahrzeug- und Zuliefererindustrie. Der Zertifikatslehrgang eignet sich dabei v. a. für die nachstehenden Berufsgruppen:

  • technische Fach- und Führungskräfte mit ersten oder keinen Erfahrungen im Bereich additive Fertigungsverfahren
  • Fertigungsleitung
  • Konstrukteur*innen
  • Ingenieur*innen und technische Führungskräfte, die eine aussagekräftige Zertifizierung erwerben möchten
  • Versuchsingenieur*innen
  • Entwicklungsingenieur*innen
  • Berechnungsingenieur*innen

Ihre Referenten

Dr.-Ing. Christian-Friedrich Lindemann hat an der Universität Paderborn Wirtschaftsingenieurwesen mit den Schwerpunkten strategisches Produktions- und Innovationsmanagement studiert. Er war wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für “Computeranwendung und Integration in Konstruktion und Planung“ und seit 2010 zudem am “Direct Manufacturing Research Center (DMRC)” an der Universität Paderborn tätig. Hier arbeitete er zunächst als „Research & Exploitation Manager“ und hat im Jahr 2017 die Geschäftsführung des Forschungsinstituts übernommen. Seine Forschungsschwerpunkte liegen im Themenfeld „kostengünstiges Konstruieren und Planen im Bereich der additiven Fertigungsverfahren“ worüber er auch seine Doktorarbeit verfasst hat. Übergeordnetes Ziel der Forschung ist die Industrialisierung der additiven Fertigungsverfahren voranzutreiben und tiefer in Unternehmen zu verankern.

Manuel Ott M. Sc. ist wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Paderborn (Lehrstuhl Computeranwendung und Integration in Konstruktion und Planung (CIK), Direct Manufacturing Research Center (DMRC) und am Paderborner Institut für Additive Fertigung (PIAF)). Gleichzeitig ist er als Application Engineering der simufact engineering GmbH tätig im Aufgaben Bereich des Generative Design (ehemals AMendate). Sein Forschungsschwerpunkt in der additiven Fertigung ist die automatisierte Topologieoptimierung in der Medizintechnik. Während seines Studiums war Herr Ott im Bereich der strategischen Produktionsplanung der additiven Fertigung, in der thermischen und mechanischen Kopplung von Topologieoptimierungen und der Anlagenentwicklung von SLM Anlagen (extern bei der DMG Mori AG) angesiedelt.

Tobias Lieneke M. Sc. ist wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Paderborn (Lehrstuhl für Konstruktions- und Antriebstechnik (KAt), Direct Manufacturing Research Center (DMRC) und am Paderborner Institut für Additive Fertigung (PIAF)). Sein Forschungsschwerpunkt in der Additiven Fertigung ist die Konstruktion. Im Rahmen seiner Forschung beschäftigt er sich mit Konstruktionsmethodik, Konstruktionsrichtlinien, Fertigungsgenauigkeit und mit hybriden Prozessketten mit Additiven Fertigungsverfahren. Im Bachelor sowie im Masterstudium hat Herr Lieneke Maschinenbau mit der Vertiefung Produktentwicklung studiert.