Konferenz

2. VDI-Konferenz Schadensmechanismen an Lagern

Ihre Vorteile

  • Diskutieren Sie mit Experten über Schmierstoffe und Additive und deren physikalische und chemische Wechselwirkungen in Wälz- und Gleitlagern.
  • Erfahren Sie mehr über die Entstehung von White Etching Cracks (WEC) und spezielle Gegenmaßnahmen.
  • Tauschen Sie sich mit Experten der Branche über Wälzlagerschäden, wie bspw. Graufleckenbildung, Schlupfschäden oder Wälzermüdung aus.
Schadensmechanismen an Lagern - Konferenz

Wälzlager sind wichtige Bauteile von Maschinen, da sie deren Wirkungsgrad und damit die Effizienz erheblich beeinflussen. Entsprechend belastungsfähig, zuverlässig und langlebig müssen sie sein. Die Konferenz „Schadensmechanismen an Lagern“ thematisiert unter anderem, wie sich unterschiedliche Schäden an Wälzlagern auswirken und welche Gegenmaßnahmen wirksam sind. Die Fachkonferenz bietet Ihnen eine optimale Plattform, um sich über Schadensmechanismen an Wälzlagern zu informieren und auszutauschen.

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Programmablauf der Konferenz

Dienstag, 19. Juli

08:30

Anmeldung

09:30

Begrüßung und Eröffnung durch den Konferenzleiter

Univ.-Prof. Dr.-Ing. G. Jacobs, Institutsleiter, Institut für Maschinenelemente
und Maschinengestaltung, RWTH Aachen

09:45

Materialprozesse in Wälzlagern

  • Wälzermüdung nach DIN ISO 289
  • Prozesse an Oberflächen und im Material
  • Ungewöhnliche Prozesse
  • Numerische Beschreibung

Dr. Walter Holweger, Senior Key Expert Grundlagen Tribologie, Kompetenzzentrum
Oberflächentechnik, Schaeffler Technologies AG & Co. KG, Herzogenaurach

10:15

FE8 mal anders – Vorstellung eines Verfahrens zur
Ermittlung von Verschleißgrenzen an Borden von Kegelrollenlagern

  • Übersicht Standardtestverfahren
  • Erweiterter Bedarf Prüfszenarien
  • Lösungsansatz
  • Anwendungsbeispiel

Dipl.-Ing. Nadine Nagler, Vorentwicklung Pumpen und Motoren, Tribologie,
Dipl.-Ing. Kai Bauckhage, Vorentwicklung Pumpen und Motoren, Tribologie,
Bosch Rexroth AG, Elchingen

10:45

Wälzlagerauslegung: Physikalisch basierte Erweiterung
derzeitiger Lebensdauerberechnungsmethoden

  • Stand der Technik: aktuelle Auslegungsmethoden
  • Defizite und Beschränkungen der aktuellen Methoden
  • Entwicklung einer physikalisch basierten Lebensdauerberechnungsmethode
  • Ansatz zur Berechnung des Rolling Contact Fatigue

Dipl.-Ing. Paul Sauvage M.Sc., Research Scientist, Institut für
Maschinenelemente und Maschinengestaltung, Aachen

11:15

Gebrauchsdauer von Kugeldrehverbindungen in
Blattlageranwendungen

  • Vorzeitige Ausfallursachen bei Blattlagern
  • Erfahrung mit auffälligen Lagerungen im Betrieb
  • Möglichkeiten und Grenzen des Weiterbetriebes
  • Ausblick: Individual Pitch Control, Gebrauchsdauerende durch Verschleiß
    oder Ermüdung?

Dipl.-Ing. Wolfgang Losert, Geschäftsleitung und Technischer Vertrieb, Dipl.-
Ing. Marc Reichhart, Entwicklung und Technische Berechnung, eolotec GmbH

11:45

Mittagspause

13:30

Verschwendete Ressourcen der Wälzlageranwendungen
mangels ausreichender Wälzlagerdiagnose und -überwachung

  • Historie und Stand der Technik der Körperschallanalyse an Wälzlagern
    nach VDI 3832
  • Beispiele der Körperschallanalyse für Wälzlagerfehler und -schäden an
    WEA, an Industriemaschinen und am Modell
  • Mängel der Praxisanwendungen durch fehlende Kenntnisse, Erfahrungen
    und Arbeitsstrukturen in der Wälzlagerdiagnose
  • Ausblick und Anforderungen zur notwendigen Weiterentwicklung der
    Diagnose und -überwachung

Dieter Franke, Geschäftsführer und Gesellschafter, Vibration Plus UG
(haftungsbeschränkt), Dresden

14:00

Schlupfuntersuchungen bei vorgespannten
Kegelrollenlagern

  • Verhalten innerhalb und außerhalb der Lastzone bei unterschiedlichen
    Betriebsbedingungen
  • Vorstellung eines Prüfstands zur experimentellen Untersuchung von
    Kegelrollenlagern
  • Beschreibung der Vorgehensweise zur Identifikation schlupffördernder
    Einflüsse wie z.B. Vorspannung, Last, Drehzahl, Verkippung, Schränkung
  • Aufbereitung von Messergebnissen

M.Sc. Thorsten Fingerle, Entwicklung Industriegetriebe, Geschäftsfeld
Industriegetriebe, ZF Industrieantriebe Witten GmbH, Witten

14:30

Digitale Services zur Schadensdetektion und
Restlaufzeitberechnung von Wälzlagern

  • Verfahren und Meßtechnik zur Zustandsbestimmung
  • Cloudbasierte Mikroservices als Basis für Diagnose und
    Instandhaltungsplanung
  • Automatische Wälzlagerschadensdiagnose
  • Restlaufzeitberechnung auf Basis Lh und Betriebszustandskollektive

Dr.-Ing. Hans-Willi Keßler, Leiter Entwicklung Service Produkte Schaeffler
Technologies, FAG Industrial Services GmbH, Herzogenrath

15:00

Kaffeepause

15:30

Wälzlagerschäden und Schadensdiagnose, Beispiele aus der
Praxis

  • Schadensursachen
  • „Einfache“ und „komplexe“ Wälzlagerungen
  • Auswahl geeigneter Diagnosetechniken
  • Hilfen für eine automatische Wälzlagerdiagnose

Dr.-Ing. Bruno van den Heuvel, Vdh Van Den Heuvel, Ingenieurtechnische
Diagnose und Beratung für Maschinen- und Anlagentechnik, Aachen

16:00

Einfluss von Grenzschichten auf Schäden in Wälzlagern

  • Notwendigkeit von Grenzschichten in Wälzlagern
  • Grenzschichtbildung in Abhängigkeit der Lagerbeanspruchung und
    Lagerkinematik
  • Einfluss von Grenzschichten auf Wälzlagerschäden und deren
    Beeinflussung (adhäsiv-abrasiver Verschleiß, Graufleckigkeit, ggf.
    schädlicher Wälzlagerschlupf)
  • Berücksichtigung bei der Lagerauslegung und Schmierstoffauswahl

Dipl.-Ing. Sven Berninger, wissenschaftlicher Mitarbeiter, Dip.-Ing.
Gero Burghardt, Oberingenieur, IME – Institut für Maschinenelemente und
Maschinengestaltung RWTH Aachen, Aachen

16:30-18:00

Institutsbesichtigung

Sie sind herzlich eingeladen, sich im Rahmen der Institutsbesichtigung am
IME Test Center einen Einblick in laufende Forschungsprojekte zu Wälz- und
Gleitlagern sowie zu Prüf- und Laboreinrichtungen zu verschaffen.

18:15

Get-Together

Zum Ausklang des ersten Veranstaltungstages lädt Sie das VDI Wissensforum
zu einem Get-Together im Novotel Aachen City ein. Nutzen Sie die entspannte
Atmosphäre, um Ihr Netzwerk zu erweitern und mit anderen Teilnehmern und
Referenten vertiefende Gespräche zu führen.

Mittwoch, 20. Juli

08:45

WEC-Bildung in Wälzlagern

  • Was sind WECs? Wie grenzen sie sich von anderen Ermüdungsschäden ab?
    Wie ist das Ausfallbild?
  • Einflüsse/Betriebsfestigkeitsverhalten: Welche Einflüsse gibt es auf die WECBildung?
    Wie sehen typische Weibullverteilungen und Wöhlerlinien aus
  • WEC-Zusatzbeanspruchung/Prüfkonzept. Welche Zusatzbeanspruchungen,
    WEC-Trigger gibt es?
  • Schmierstoff- und Werkstoffeinflüsse
  • Wirkzusammenhänge „Root Cause“: Wie ist der Stand der Erkenntnisse
    zum Schadensablauf?

Dr.-Ing. Jörg Loos, Senior Key Expert Tribology, System Solutions & Strategy,
System- & Application Engineering, Schaeffler Technologies AG & Co. KG,
Herzogenaurach

09:15

White Structure Flaking in Wälzlagern

  • Klassifizierung von Oberflächenschäden (Flaking) in Lagern
  • Entstehung unter der Oberfläche, Entstehung auf der Oberfläche und
    White Structure Flaking
  • Lagerschäden in Windkraftanlagen
  • Tests um die Lagerfehler zu reproduzieren
  • White Structure Flaking und Axialrisse
  • Einflussfaktoren von White Structure Flaking

Dipl.-Ing. (FH) Ralf Petersen, Engineering Manager European Technology
Centre, NSK Deutschland GmbH, Ratingen, Dr. Hideyuki Uyama, Manager
Tribology Laboratory, Hiroki Yamada, Research Engineer Materials Tribology
Laboratory; R&D Centre; NSK, Fujisawa

09:45

Entstehung von White Etching Cracks (WEC) in Wälzkontakten

  • Makroskopisches und mikroskopisches Erscheinungsbild von WEC
  • Betriebseinflüsse auf die Entstehung von WEC
  • Mögliche Entstehungsmechanismen von WEC

Dipl.-Ing F. Gutiérrez Guzman, Wissenschaftlicher Mitarbeiter, Dipl.-Ing.
M. Oezel, Wissenschaftlicher Mitarbeiter, Dipl.-Ing., M.Sc., G. Burghardt,
Oberingenieur, Prof. Dr.-Ing. G. Jacobs, Institutsleiter, IME – Institut für
Maschinengestaltung und Maschinenelemente, RWTH Aachen University, Aachen

10:15

Kaffeepause

10:45

Hydrodynamische Gleitlager unter Mischreibungsbedingungen
und deren Anwendung in langsam laufenden Planetenrädern

  • Herausforderungen des Einsatzes von Gleitlagern in der Mischreibung
  • Untersuchungen zum Verhalten von Gleitlagern unter
    Mischreibungsbedingungen
  • Einfluss von Partikeln auf den Betrieb des Gleitlagers
  • Anwendung von Gleitlagern in langsam laufenden Planetenrädern

Dr.-Ing. Michael Plogmann, Advanced Bearing Analysis, Dipl.-Ing. Patrick
Marsollek, Validation, Schaeffler Technologies AG & Co. KG, Herzogenaurach

11:15

Einsatzgrenzen von Gleitlagern: Verschleiß und Ermüdung

  • Betrachtung des Übergangs von Flüssigkeits- zu Mischreibung:
    Wie kritisch sind die Prognosen der DIN?
  • Mischreibung: Führt Verschleiß immer zu Lagerschäden?
  • Flüssigkeitsreibung: Sind Gleitlager unter dynamischen Lasten dauerfest?
  • Materialeinfluss auf die Einsatzgrenzen

M.Sc. Christopher Sous, Wissenschaftlicher Mitarbeiter, Prof. Dr.-Ing.
G. Jacobs, Institutsleiter, Dipl.-Ing., M.Sc., G. Burghardt, Oberingenieur, IME
– Institut für Maschinengestaltung und Maschinenelemente, RWTH Aachen
University, Aachen

11:45

Mittagspause

13:00

Wechselwirkung von Additiven mit Metalloberflächen
(alternative Vorstellungen)

  • Reibwert-Temperatur-Diagramm
  • Mögliche Wechselwirkung von Additiven
  • Reaktionsschichten (falls diese entstehen) und deren Konsequenzen
  • Adsorptionstheorie

Prof. Dr.-Ing. Joachim Schulz, FUCHS WISURA GmbH, Bremen

13:30

Schmierstoffeinfluss auf Reaktionsschichtbildung und
dessen Auswirkungen auf den 100Cr6 Wälzlagerwerkstoff

  • Grundlagen zur Reaktionsschichtbildung (innere und äußere
    Grenzschichtbildung)
  • Einfluss der Schmierstoffadditivierung und Grundöl mittels
    transmissionselektronenmikroskopischen Untersuchungen
  • Änderung der mikromechanischen Eigenschaften durch
    Grenzschichtbildung an Hand von instrumentelle Eindringprüfung zur
    Bestimmung plastisch-elastischer Materialkenngrößen
  • Möglicher Einfluss auf die Lagerlebensdauer

Dr. rer. nat. Manuela Reichelt, Expertin für motorische Wälz- und
Gleitlagerungen, Group Research & Sustainability, Daimler AG, Ulm

14:00

Verschleißschutzschichten aus der Schmierung

  • Stribeck-Kurve – Wann wirken welche Additive?
  • Wirkungsmechanismen von Reibwertverbesserern, Verschleißschutz- &
    Hochdruck-Additiven
  • Analytische Charakterisierungsverfahren – Verschleißschutzschichten an
    realen Bauteiloberflächen
  • Beispiel aus dem Alltag

Dr. Adam Orendorz, Gruppenleiter Material- & Oberflächenanalytik,
Dr. J. Mühlemeier, Dr. M. Schweigkofler, Dr.-Ing. M. Kuhn, K. Heidenreich
Klüber Lubrication München SE & Co. KG

14:30

Verschleißminimierende Grenzschichtbildung und
Grenzschichtwachstum in Wälzlagern

  • Verschleißschutz im Wälzlager
  • Einfluss der Betriebsbedingungen auf die Bildung von Grenzschichten
  • Grenzschichtwachstum in der Mischreibung
  • Chemische Interaktionen zwischen Schmierstoff und Werkstoffoberfläche

Dipl.-Ing. Andreas Stratmann, Wissenschaftlicher Mitarbeiter, Dipl.-Ing.,
M.Sc., G. Burghardt, Oberingenieur, Prof. Dr.-Ing. G. Jacobs, Institutsleiter,
IME – Institut für Maschinengestaltung und Maschinenelemente, RWTH
Aachen University, Aachen

15:00

Zusammenfassung der Konferenz und Schlusswort durch
Univ.-Prof. Dr.-Ing. G. Jacobs

15:15

Ende der Konferenz

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Ihre Vorteile:

  • Diskutieren Sie mit Experten über Schmierstoffe und Additive und deren physikalische und chemische Wechselwirkungen in Wälz- und Gleitlagern.
  • Erfahren Sie mehr über die Entstehung von White Etching Cracks (WEC) und spezielle Gegenmaßnahmen.
  • Tauschen Sie sich mit Experten der Branche über Wälzlagerschäden, wie bspw. Graufleckenbildung, Schlupfschäden oder Wälzermüdung aus.

Top-Themen der Konferenz “Schadensmechanismen an Lagern”

Die Konferenz wird von Professor Jacobs geleitet. Folgende Themen werden u. a. diskutiert:

  • Entstehung von White Etching Cracks (WEC) in Wälzkontakten
  • Vorstellung eines Verfahrens zur Ermittlung von Verschleißgrenzen an Borden von Kegelrollenlagern
  • Schlupfuntersuchungen bei vorgespannten Kegelrollenlagern
  • Verschleißminimierende Grenzschichtbildung und Grenzschichtwachstum in Wälzlagern
  • Verschleißschutzschichten aus der Schmierung

Zielgruppe der Konferenz

Die Konferenz richtet sich an:

  • Entwickler, Konstrukteure und Techniker 
  • Anwendungstechniker, Versuchsingenieure sowie an Experten aus dem Bereich der Schadensanalyse
  • Lagerhersteller und Anwender sowie an Prüflabore und Gutachter

Get-Together zum Erfahrungsaustausch

Am ersten Abend der Konferenz „Schadensmechanismen an Lagern” laden wir Sie ein, die gewonnen Erkenntnisse mit den Referenten und Teilnehmern zu diskutieren. Das Get-Together wird im Novotel Aachen City stattfinden. Freuen Sie sich auf eine Auswahl an leckeren Speisen und Getränken.
Melden Sie sich jetzt für die Konferenz „Schadensmechanismen an Lagern“ an und profitieren Sie bis zum 08.04.2016 von unserem Frühbucherrabatt.