Abdichtung von Verkehrsflächen auf Brückenbauwerken und in Parkhäusern
Veranstaltungsnummer: 07SE150
- Bauweisen bei Parkhäusern und Brücken
- Planung und Ausführung im Neubau und im Bestand
- ZTV-ING 6-1 bis 6-5, DIN 18532 - Europäische Normen - Stand der Überarbeitungen und neue Festlegungen
Du beschäftigst dich mit der Planung, Ausschreibung, Ausführung oder Überwachung von Abdichtungsmaßnahmen von befahrenen Flächen auf Brücken oder in Parkhäusern? In dieser Weiterbildung wirst du auf den aktuellen Stand der Regelwerke und der Entwicklungen neuer Bauweisen und Baustoffe gebracht.
Die erfahrenen Seminarleiter greifen die geänderten Festlegungen in den überarbeiteten ZTV-ING 6-1 (ehemals ZTV-ING 7-1) auf und erläutern dir die Hintergründe. Auch für die anderen in Überarbeitung befindlichen Abschnitte wird der Änderungsbedarf dargestellt, so dass du für die dort geregelten Bauweisen auf den aktuellen Stand der Technik gebracht wirst. Dazu zählen die Abdichtungen mit zwei Polymerbitumen-Schweißbahnen und einer Schutzschicht aus Walzasphalt, Flüssigkunststoff-Dichtungsschichten und Beläge auf Stahlbrücken. Du lernst die Unterschiede und Gemeinsamkeiten zwischen der ZTV-ING und der DIN 18532 kennen. Hinsichtlich der Versiegelungen und Kratzspachtelungen werden neue innovative Baustoffe vorgestellt, die kürzere Ausführungszeiten aber auch die Ausführung bei niedrigen Temperaturen ermöglichen.
Darüber hinaus lernst du Schäden und deren Ursachen kennen und erfährst, wie du diese vermeidest oder instandsetzt. Ebenfalls wird auf die Detailausbildung, insbesondere in den Randbereichen, eingegangen. Für die Abdichtungen und Belägen auf Brücken werden hierzu die Richtzeichnungen des BMDV herangezogen.
Top-Themen
- Bauweisen bei Parkhäusern und Brücken
- Planung und Ausführung im Neubau und im Bestand
- ZTV-ING 6-1 bis 6-5, DIN 18532 - Europäische Normen - Stand der Überarbeitungen und neue Festlegungen
- Neue Baustoffe für Grundierungen, Versiegelungen und Kratzspachtelungen
- Richtzeichnungen und Detailausbildungen
- Abdichtung von Stahlbrücken incl. RHD-Beläge
- Fahrbahnübergänge - Asphalt oder Polyurethan
- Neubau und Instandsetzung, Regelwerke
Ablauf des Seminars "Abdichtung von Verkehrsflächen auf Brückenbauwerken und in Parkhäusern"
Erfahre im Seminar "Abdichtung von Verkehrsflächen auf Brückenbauwerken und in Parkhäusern" mehr zu folgenden Themen:
1. Tag 09:30 bis 16:30 Uhr
2. Tag 09:00 bis 16:00Uhr
Regelwerke
- Aktueller Stand der ZTV-ING
- Aufbau und Anwendung der Abdichtungsnormen der
Reihe DIN 1853x - Abdichtung befahrener Parkflächen nach DIN 18532
- Europäische Produktnormen
- CE-Kennzeichnung: handelbar versus anwendbar
- Hinweise für neue, innovative Bauweisen
- Zustimmung im Einzelfall (ZiE)
Abdichtungen und Beläge auf Betonbrücken
- Betonvorbereitung und Behandlung
(Versiegelung, Kratzspachtelung) - Polymerbitumen-Schweißbahnen, Anforderungen und Einbau
- Einlagig mit Schutzschicht aus Gussasphalt
- Zweilagig mit Schutzschicht aus Walzasphalt
- Flüssigkunststoff-Dichtungsschichten
- Schutz- und Deckschichten
- Bindemittel für den temperaturabgesenkten Einbau
- Besondere Anforderungen
- Möglichkeiten des Gradientenausgleichs
- Schäden vermeiden, Schäden instandsetzen
- Besonderheiten bei der Ausschreibung und Ausführung
im Bestand
Abdichtung befahrener Flächen von Trog- und Tunnelbauwerken
- Besonderheiten bei der Ausschreibung und Ausführung
- Grundsätzliche Überlegungen zur Planung
Neue Baustoffe für schnelle Abdichtungen
- Versiegelungen und Kratzspachtelungen aus PMMA (H PMMA)
- Vorteile bei der Ausführung
- Anwendungsgrenzen
- Versiegelungen aus Spezialpolyurethanen
- Abdichtungen nach dem Hinweisblatt H HANV
- Belagserneuerung an einem Wochenende
- Hohlraumreiches Asphalttraggerüst
- Verfüllbaustoff
- Ausführungsbeispiele↓
Abdichtung befahrener Parkflächen nach DIN 18532
- Planung, Ausschreibung und Ausführung von Abdichtungen, Schäden und Instandsetzung
- Bauweisen
- Eine Polymerbitumen-Schweißbahn in Verbindung mit
Gussasphalt - Zwei Polymerbitumen-Schweißbahnen in Verbindung mit einer Schutzschicht aus Walzasphalt
- Kombinationen aus Kunststoff- und Bitumenbahnen
- Abdichtungen aus Flüssigkunststoff
- Fehlermöglichkeiten und deren Vermeidung
Detailausbildungen und Sonderlösungen
- Richtzeichnungen nach den RiZ-ING
- Detailausbildungen und Sonderlösungen bei Parkflächen
- Rampen mit und ohne Beheizung
- Fugenprofile und Randfugenausbildung
Stahlbrücken
- Abdichtungssysteme und Beläge auf Stahlbrücken (ZTV-ING 6-4)
- Reaktionsharz-Dichtungssystem
- Bitumen-Dichtungssystem
- Polymerbitumen-Schweißbahnen
- Materialspezifische Besonderheiten
- Anforderungen an den Gussasphalt
- Reaktionsharzgebundene Dünnbeläge nach den ZTV-ING 6-5
Fahrbahnübergänge
- Geräuscharme Fahrbahnübergänge aus Asphalt
- Anwendungsbereiche
- Besonderheiten bei der Planung
- Ausführung und Schadensursachen
- Innovative, standfeste Fahrbahnübergänge aus Polyurea oder Polyurethan
- Vor- und Nachteile
- Materialspezifische Besonderheiten
- Konstruktionsdetails
Deckschichten auf Brücken und Nutzschichten auf Parkbauten
- Unterschiede in der Zusammensetzung des Gussasphalts
- Grundsätze für die Planung
- Unterschiede bei der Oberflächenbehandlung
- Fehlervermeidung
Zielgruppe
Mitarbeitende der Fachbereiche Brücken- und Verkehrsbau, Abdichtung und Parkbauten aus:
- Ingenieurbüros
- Bauunternehmen
- Bauämtern, Behörden und Prüfstellen
- Sachverständige
Deine Experten für das Seminar "Abdichtung von Verkehrsflächen auf Brückenbauwerken und in Parkhäusern"
Dipl.-Ing. Manfred Eilers, Experte Abdichtungen und Beläge auf Brücken, Bundesanstalt für Straßenwesen BASt, Bergisch Gladbach und Dipl.-Ing. Peter Rode, Sachverständigenbüro Rode, Siegburg
Dipl.-Ing Manfred Eilers ist seit 1983 bei der Bundesanstalt für Straßenwesen beschäftigt und seit 1993 in der Abteilung „Brücken- und Ingenieurbauwerke“ für die Abdichtungen und Beläge auf Beton- und Stahlbrücken zuständig. Herr Eilers leitet bei der Forschungsgesellschaft für Straßen- und Verkehrswesen (FGSV) den für die Regelung von Abdichtungen befahrener Flächen zuständigen Arbeitsausschuss AA 7.7 „Brückenbeläge“ und die Arbeitskreise AK 7.7.1 „Beläge auf Betonbrücken“ und AK 7.7.3 „Flüssigkunststoff-Dichtungsschichten“. Weiterhin ist er Mitglied im Lenkungsausschuss „Asphaltstraßen“.
Dipl.-Ing Peter Rode ist öffentlich bestellter und vereidigter Sachverständiger für Gußasphalt, Asphaltstraßenbau und Bauwerksabdichtung mit Asphalt und Bitumenbahnen bei der IHK Bonn/Rhein-Sieg. Herr Rode hat an der Technischen Universität Darmstadt Bauingenieurwesen, mit der Vertiefungsrichtung Verkehrswesen und Straßenbau studiert. Anschließend war er an der TU Berlin als Laborleiter tätig und hat in der Fachrichtung Straßenbau geforscht. Nach seiner mehrjährigen Tätigkeit als Bauleiter in einem Straßenbauunternehmen hat er 1995 seine Tätigkeit in der bga Beratungsstelle für Gußasphaltanwendung e.V. aufgenommen, dort ist er seit 1997 Geschäftsführer.