Zuverlässigkeitsmethoden für Entwicklung und Serie
Veranstaltungsnummer: 02SE073
- Mit Lebensdaueruntersuchungen die Zuverlässigkeit eines Produktes richtig absichern
- Festlegung des mindestens erforderlichen Versuchsumfangs
- Maßnahmen zur Erreichung möglichst effizienter und kurzer Versuchsdurchführungen
Ein systematisches Vorgehen und entsprechende Lebensdaueruntersuchungen sind Zuverlässigkeitsmethoden, die ein umfassendes Erkennen potenzieller Schwachstellen, eine Bewertung hinsichtlich der möglichen Ausfallrisiken und die Entwicklung von Maßnahmen zur Zuverlässigkeitssteigerung ermöglichen.
Das Seminar "Zuverlässigkeitsmethoden für Entwicklung und Serie" enthält alle wichtigen Grundlagen, die Ausrichtung ist aber vor allem praxisnah und anwendungsorientiert.
- Du lernst die Methoden zur Ermittlung und Bewertung von Zuverlässigkeitsdaten kennen und zu interpretieren. Spezielle Methoden für unvollständige Daten und die Auslegung in der Entwicklungsphase sind ein Schwerpunkt.
- Du lernst, wie rechnerunterstützte Auswertungen durchgeführt werden.
- Das Erlernte wird durch Übungen in Gruppenarbeit vertieft. Beispiele aus der Praxis zeigen Problematiken auf, die nicht im „Schulbuch“ stehen.
- Diese Weiterbildung hilft, richtige Analysen durchzuführen, diese entsprechend zu interpretieren und bessere Entscheidungen zu treffen. Z.B. könnte die Fragestellung nach dem Rückruf eines Produktes beim Kunden auf eine statistisch gesicherte Basis gestellt werden.
- Nutze die Möglichkeit, eigene Probleme einzubringen, die als Fallbeispiel behandelt werden.
Top-Themen
- Mit Lebensdaueruntersuchungen die Zuverlässigkeit eines Produktes richtig absichern
- Festlegung des mindestens erforderlichen Versuchsumfangs
- Maßnahmen zur Erreichung möglichst effizienter und kurzer Versuchsdurchführungen
- Produkte mit Zuverlässigkeitsmethoden so robust entwickeln, dass Ausfälle erst gar nicht auftreten
- Interpretation deiner Lebensdauertests im Verhältnis zur realen Nutzung beim Kunden
Ablauf des Seminars "Zuverlässigkeitsmethoden für Entwicklung und Serie"
Erfahre im Seminar "Zuverlässigkeitsmethoden für Entwicklung und Serie" mehr zu folgenden Themen:
1. Tag 09:00 bis ca. 17:00 Uhr
2. Tag 09:00 bis ca. 16:30 Uhr
Grundlagen, Begriffe und Interpretation
- Einleitung und Begriffe der Zuverlässigkeitsmethoden
- Ursprung der Weibull-Verteilung
- Weibull-Netz
- Verteilung und Dichtefunktion
- Datenaufbereitung
- Probleme in der Praxis
- Mögliche Situationen
- Allgemeine Fälle
- Instandgesetzte Teile
- Unvollständige Daten
- Bestimmung der Weibull-Parameter
- Interpretation der Parameter
- Sonderfälle und weitere Verteilungen
- Vertrauensbereiche
- Weitere Kenngrößen, u.a.
- Ausfallrate
- Erwartungswert
- B10
Spezielle Methoden
Übung: Vergleich von Verteilungen am Beispiel von Poti-Ausfällen- Prüfung auf Mischverteilung
- Interpretation Systemzuverlässigkeit
- Entwicklung robuster Komponenten
- Ausblick in die DoE anhand eines Beispiels aus der Fahrzeug-
technik
Entwicklung & Serienqualität
Übung: Berücksichtigung noch nicht ausgefallener Teile „Sudden- Death“ am Fallbeispiel Lastwechselausfälle- Tests mit normaler Belastung
- Mindestzuverlässigkeit für
- Prüfungen mit Ausfällen
- Prüfungen ohne Ausfälle
- Anzahl Prüflinge
- Dauer
- Szenarien
- Beispiel unerwartete Ausfälle
- Kombination mit Weibull
- Raffungstests
- Arrhenius-, Coffin-Manson-Modell (Temperaturabhängigkeit)
- Prognose für noch nicht eingetretene Ausfälle
- Teileauswertung
- Pareto
- Feldanalysen mit „Schichtlinien“
- Kombination mit Weibull
Zusammenfassung
- Zusammenfassung der Methoden und der möglichen Fälle
- Übersicht der Verfahren und wo sie anwendbar sind
Seminarmethoden
Die gezeigten Grundlagen können mit eigenem Laptop im Kurs nachvollzogen werden. Mögliche statistischen Software-Tools sind in diesem Bereich z.B. Minitab, Weibull++, etc. Gezeigt werden die Beispiele anhand der Software Visual-XSel. Falls Teilnehmende keine Software zur Verfügung haben, oder es optional möchten, können diese Visual-XSel unverbindlich zum Kurs downloaden (www.crgraph.de) und erhalten eine kostenlose Freischaltung für 3 Monate. Unterschiede der Software-Tools und deren Ergebnisse aus den Beispielen können im Kurs diskutiert werden.
Zielgruppe
Das Seminar "Zuverlässigkeitsmethoden für Entwicklung und Serie" richtet sich an:
- Fach- und Führungskräfte aus Forschung und Entwicklung, die Bauteile und Systeme bereits von der Konzeption bis hin zur Serienreife entwickeln
- Qualitäts-Ingenieur*innen aus der Entwicklung und Produktion, die die laufende Serie überwachen
Dein Referent für das Seminar "Zuverlässigkeitsmethoden für Entwicklung und Serie":
Dipl.-Ing. (FH) Curt-Ullrich Ronniger, CRGRAPH
Herr Ronniger studierte Maschinenbau und ging 1985 als Versuchsingenieur zu BMW nach München. Dort leitete er sogenannte Simultaneous Engineering Teams. 2000 wechselte er in das Qualitätsmanagement als Gruppenleiter. Danach war er in der zentralen Unternehmensqualität bei BMW für die Methoden-Standards und -Ausbildungen, sowie für Six Sigma zuständig. Seit 2021 ist er selbstständig und Geschäftsführer von CRGRAPH.