Konferenz

7. VDI-Fachkonferenz Klärschlammbehandlung

Ihre Vorteile

  • Diskutieren Sie mit Vertretern von Behörden über die Novellierung der Klärschlamm- und Düngemittelverordnung.
  • Tauschen Sie sich mit Anlagenplaner über die Möglichkeiten kleiner, dezentraler thermischen Behandlungsanlagen und deren Vor- bzw. Nachteilen aus.
  • Hören Sie Erfahrungsberichte von Anlagenbetreibern über Möglichkeiten zum Phosphor-Recycling.
Klärschlammbehandlung – Fachkonferenz 2016

Die VDI-Fachkonferenz „Klärschlammbehandlung“ wird fachlich von Herrn Prof. Dr. Ing. Reiner Numrich, Universität Paderborn geleitet. Neben gesetzlichen Neuerungen werden technische Lösungen für die mechanische oder thermische Behandlung von Klärschlämmen vorgestellt. Ein weiteres wichtiges Thema ist die Gewinnung und Nutzung von Wertstoffen, im Besonderen der wertvollen Ressource Phosphor, aus Schlammwasser, entwässertem Klärschlamm oder Klärschlammaschen.

Programm als PDF zum Ausdrucken herunterladen

Programmablauf der Konferenz

Mittwoch, 16. November

09:15

Begrüßung

Prof. Dr.-Ing. Reiner Numrich, Universität Paderborn

Strategien zur Klärschlammbehandlung und neue rechtliche Entwicklungen

09:30

Klärschlammbehandlungsstrategie der Münchner Stadtentwässerung

  • Ist-Stand der Klärschlammbehandlung
  • Handlungszwänge für eine Anpassung der Klärschlammbehandlung
  • Untersuchte Zukunftsstrategien
  • Ergebnisse

Tobias Knödlseder M.Sc., Sachgebietsleiter Gesamtentwässerungsplanung Klärschlamm, Abt. Zentrale Aufgaben, GEP Klärschlamm, Dipl.-Ing. (FH) Michael Ostertag, Sachgebietsleiter Technik Klärwerk I Münchner Stadtentwässerung, Landeshauptstadt München

10:10

Novelle der Klärschlammverordnung

  • Erweiterung des Anwendungsbereiches auf den Landschaftsbau
  • Regelungen für eine Gütesicherung
  • Ende der bodenbezogenen Klärschlammverwertung nach Übergangszeit
  • Einführung einer Phosphorrückgewinnungspflicht

Dipl.-Ing. Hans-Walter Schneichel, Referent Kreislaufwirtschaft, Stoffstrommanagement, Produktionsintegrierter Umweltschutz, Effizienznetz, Ministerium für Umwelt, Energie, Ernährung und Forsten Rheinland-Pfalz, Mainz

10:50

Kaffeepause mit Besuch der begleitenden Fachausstellung

Energierückgewinnung bei der Abwasserbehandlung

11:20

Plus-Energie-Kläranlage mit Phosphorrückgewinnung (am Beispiel der Kläranlage Lingen)

  • Intensivierung der anaeroben Stabilisierung von Überschussschlamm durch thermische Desintegration mit LysoTherm®-Verfahren
  • Erhöhung der Produktion von Faulgas um 50 % und Steigerung der Stromerzeugung im BHKW
  • Getrennte Faulung von Primär- und Überschussschlamm erlaubt erhöhte P-Rückgewinnung über MAP-Fällung aus Schlammstrom
  • Deutliche Senkung sowohl der Betriebs- als auch Entsorgungskosten

Dr. Elke Sellering, Managerin Produktvertrieb Abwasser, ELIQUO STULZ GmbH, Attenhausen

12:00

Wärmerückgewinnung am Druckbelüftungssystem

  • Möglichkeiten der Wärmerückgewinnung
  • Praxisbeispiel Kläranlage Filderstadt-Bonladen
  • Verfügbare Wärmemengen
  • Mögliche Kostenersparnisse
  • Zukünftige Verwendungsmöglichkeiten der Wärmemenge

Dipl.-Ing. Markus Leidinger, Application Manager Wastewater Treatment Plants, Region EMEA, Aerzener Maschinenfabrik GmbH, Aerzen

12:40

Gemeinsames Mittagessen

13:40

Reduzierung der Klärschlammentsorgungskosten durch Mehrfachnutzung von (Eigen-) Wärme auf der Abwasserbehandlungsanlage

  • Wärmebilanz heutiger und zukünftiger Klärschlamm-Entsorgungskonzepte
  • Verdampfungstrocknung von Klärschlamm (Prozess, Apparat, Produkt) in einer Wirbelschicht
  • Thermodruckhydrolyse von Klärschlamm mittels Brüden der Verdampfungstrocknung
  • Reduzierung der Entsorgungskosten durch Prozessverbund von Klärschlamm-Trocknung und Klärschlamm-Hydrolyse
  • Erste Ergebnisse aus Versuchen von Thermodruckhydrolyse mittels Abdampf aus der Verdampfungstrocknung

Dr.-Ing. Jochen Gaßmann, Entwicklungsingenieur, Research and Development Department, BMA Braunschweigische Maschinenbauanstalt AG, Braunschweig

14:20

Niedertemperatur-ORC-Verfahren zur Abwärmenutzung

  • Abwärmequellen auf einer Kläranlage und ihr Nutzungspotenzial
  • Aufbau, Betrieb und Wartung einer ORC-Anlage
  • Optimales Wärmekonzept zur Einbindung einer ORC-Anlage in eine Kläranlage
  • Kosten und Nutzen

Dr.-Ing. Manfred Tomalla, Inhaber, IGT – Ingenieurgesellschaft; Dr.-Ing. Manfred Tomalla mbH. Kreuztal

Thermische Verwertung: Mono- und Mitverbrennung von Klärschlamm

15:00

Klärschlammverwertung mit dem Thermo-katalytischen Reforming

  • Thermisches Konversionsverfahren zur Erzeugung von Öl, Gas und Karbonisat aus Klärschlamm
  • Nutzung von Öl und Gas zur Strom- und Wärmebereitstellung direkt auf der Kläranlage
  • Verwendung des Karbonisats zur Bereitstellung der Prozessenergie
  • Rückgewinnung von Phosphor aus mineralischem Rückstand

Dipl.-Wi.-Ing. Fabian Stenzel, Abteilungsleiter Biologische Verfahrenstechnik, Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik UMSICHT, Institutsteil Sulzbach-Rosenberg

15:40

Kaffeepause mit Besuch der begleitenden Fachausstellung

16:10

Dezentrale thermische Klärschlammbehandlung:
Praxisbeispiele für mittlere Kläranlagengrößen

  • Stoffliche und energetische Klärschlammverwertung im PYREG-Verfahren
  • Kläranlage Linz-Unkel: Zwischenbilanz nach 12-monatigem Betrieb einer PYREG-Anlage
  • Planung, Bau und Inbetriebnahme weiterer PYREG-Anlagen zur Klärschlammverwertung in Deutschland

Dipl. Ing. Helmut Gerber, Geschäftsführender Gesellschafter, PYREG GmbH, Dörth, Dagmar Stirba, Fachbereichsleiterin und Werkleiterin „Abwasser“, Verbandsgemeinde Linz

16:50

Monoverbrennung von Klärschlamm – Einbindung in den Bestand eines Restmüllheizkraftwerkes

  • Synergien Monoverbrennung von Klärschlamm mit dem Restmüllheizkraftwerk
  • Technisches Konzept
  • Energienutzung und Kosten
  • Phosphorrückgewinnung

Dr.-Ing. Hans-Dieter Huber, Mitglied der Geschäftsleitung, TBF + Partner AG, Zweigniederlassung Böblingen, Wolf Eisenmann, Geschäftsführer, Zweckverband RBB, Restmüllheizkraftwerk Böblingen

17:30

Dezentrale Monoverwertung von kommunalem Klärschlamm durch Pyrolyse

  • Verfahrensbeschreibung
  • Darstellung der Energiebilanz
  • Erste Betriebsergebnisse und geplante Weiterentwicklung
  • Zusammenfassung und Ausblick

Daokun Dai M.Sc., Lehrstuhl für Fluidverfahrenstechnik, Fakultät für Maschinenbau, Universität Paderborn

Im Anschluss an den ersten Veranstaltungstag laden wir Sie herzlich zu einem Abendimbiss ein. Nutzen Sie die Zeit, um Erfahrungen und Kontakte auszutauschen sowie die gewonnenen Erkenntnisse zu diskutieren.

Donnerstag, 17. November

Thermische Verwertung: Mono- und Mitverbrennung von Klärschlamm

09:00

Erfolgreiche Inbetriebnahme und erste Betriebserfahrungen der KSV Zürich

  • Ablauf der Inbetriebnahme
  • Probleme und deren Lösung
  • Erfahrungen nach einem Jahr Betrieb
  • Schweitzer Besonderheiten
  • Garantierte und erreichte Werte

Dipl.-Ing. Ralf Decker, Vice President, Thermal Processing, Outotec GmbH & Co. KG, Oberursel

09:40

Dezentrale thermische Klärschlammbehandlung am Praxisbeispiel Rügen

  • Konsequenzen aus neuen gesetzliche Rahmenbedingungen
  • Struktur der Schlammerzeugung
  • Bestehende thermische Behandlungskapazitäten
  • Vorstellung Realisierung dezentrale Mono-Klärschlammverbrennung der ZWAR auf Rügen

Dipl.-Ing. Jörn Franck M.Sc., B.Sc., Dr. Born – Dr. Ermel GmbH, Achim

10:20

Langer Weg (10 Jahre) bis zur eigenen Monoverbrennungsanlage (35.000 t TM/a)

  • Gründung einer Gesellschaft
  • Planung mit externem Ingenieurbüro und Auswahl eines Verfahrens
  • Beschreibung der Erfahrungen auf dem langen Weg der Genehmigung und mit Bürgerinitiativen
  • Ausschreibung und Bau

Dipl.-Ing. (FH) Herbert Hochgürtel, Abteilungsleitung Abwasserreinigung und techn. Netzeinrichtungen, Wirtschaftsbetrieb Mainz

11:00

Kaffeepause mit Besuch der begleitenden Fachausstellung

Rückgewinnung von Phosphor aus Klärschlamm und Klärschlammaschen

11:30

Kreislaufführung von Phosphor – aktuelle DBU-Projekte und Fördermöglichkeiten

  • Vorstellung ausgewählter laufender Projekte
  • Informationen zu Fördermöglichkeiten
  • Zeitschiene zur Förderung von Projekten der Kreislaufführung von Phosphor

Dr. Maximilian Hempel, Leiter Projektgruppe Ressourceneffizienz, Deutsche Bundesstiftung Umwelt, Osnabrück

12:10

AirPrex®-Struvitgewinnung (MAP) aus Faulschlamm

  • Darstellung der bestehenden großtechnischen Phosphor-Recyclingtechnologien (national und international)
  • Beschreibung der angewendeten großtechnischen Verfahren inklusive der Einbindung auf der Kläranlage, der erforderlichen bzw. zu schaffenden Infrastruktur
  • Bewertung der wirtschaftlichen Aspekte des Phosphor-Recyclings unter Berücksichtigung der Berechnungs- bzw. Verfahrensgrenzen sowie dem Medium aus welchem die Rückgewinnung erfolgt

Rudolf Bogner, Geschäftsführer, CEO, CNP-Technology Water and Biosolids GmbH, Hamburg

12:50

Gemeinsames Mittagessen

13:50

Phosphorrückgewinnung aus Klärschlammaschen – der Zürcher Weg

  • Ausgangslage, Rahmenbedingungen im Kanton Zürich, der Schweiz
  • Phosphor-Mining: Strategie und Umsetzung
  • Stand der Abklärungen zur Phosphorrückgewinnung aus Klärschlammasche
  • Situation in der Schweiz, Ausblick und Fazit

Dr. Dipl. Ing. ETH Leo Simon Morf, Teilbereichsverantwortlicher thermische Abfallverwertung, Abt. Abfallwirtschaft und Betriebe, AWEL Amt für Abfall, Wasser, Energie und Luft, Zürich, Schweiz

14:00

Gewinnung von elementarem Phosphor aus Klärschlammasche und carbonisierten Klärschlammprodukten

  • Erzeugung von elementarem weißen Phosphor aus Klärschlammasche, Klärschlammkoks und getrocknetem Klärschlamm
  • Hochtemperatur-Reduktion auf induktiv beheiztem Festbett
  • Möglichkeiten des Einsatzes von Industrieabfällen als Additiv
  • Eignung der Nebenprodukte als Sekundärrohstoffe
  • Wirtschaftlichkeitsbetrachtung

Dipl.-Ing. Umweltschutztechnik Matthias Rapf, Arbeitsbereich Ressourcenmanagement und industrielle Kreislaufwirtschaft, Institut für Siedlungswasserbau, Wassergüte- und Abfallwirtschaft, Universität Stuttgart

15:10

Pilotprojekt Klärschlammschmelzvergasung Nürnberg (KRN-Mephrec): Erste Ergebnisse

  • Stand der Projektentwicklung zur metallurgischen Verarbeitung des Klärschlamms
  • Erste Erfahrungen mit dem Verfahren, erste Ergebnisse der Produkte
  • Erste Schlussfolgerungen und Prognosen über die Zukunft des Verfahrens

Dipl. Ing. Burkard Hagspiel, Werkleiter, Stadtentwässerung und Umweltanalytik Nürnberg

15:50

Abschlussdiskussion

Prof. Dr.-Ing. Reiner Numrich, Universität Paderborn

16:00

Ende der Veranstaltung

Programmablauf einblenden

Recht und Verfahrenstechnik zur Klärschlammbehandlung

Durch die Novellierung der Klärschlammverordnung wird sich für große Anlagen langfristig die thermische Verwertung von Klärschlamm in Verbrennungsanlagen als bevorzugtes Verfahren durchsetzen. Das Recycling von Phosphor wird Pflicht werden. Auf der 7. VDI-Konferenz Klärschlammbehandlung werden neben neuen rechtlichen Entwicklungen, technische Neuerungen zur Entwässerung und Trocknung von Klärschlamm vorgestellt, sowie Erfahrungen mit Klärschlamm-Mono-bzw. Mitverbrennung und Projektergebnisse zum P-Recycling.

Die Besichtigung der Klärschlammverbrennungsanlage am 15. November 2016 ist ausgebucht.

An wen wendet sich die Konferenz?

Die 7. VDI-Fachkonferenz „Klärschlammbehandlung“  vom 16. – 17. November 2016 in München richtet sich an:

  • Technische Geschäftsführer, Technische Leiter, Betriebsleiter von Kläranlagen, Kraftwerken und Verbrennungsanlagen, die Klärschlamm mit verbrennen (z.B. Zement-, Papier-, Chemieindustrie etc.)
  • Planungsingenieure von technischen Ingenieurbüros
  • Mitarbeiter von Umwelt-/Tiefbauämtern
  • Hersteller von Gesamtanlagen und Anlagenkomponenten
  • Mitarbeiter von Genehmigungsbehörden

Spezialtag Trocknung von Klärschlamm

Auch in 2016 können Sie sich am Vortrag der Konferenz (15. November 2016) auf dem VDI-Spezialtag „Trocknung von Klärschlamm“ einen Überblick über die am Markt befindlichen Trocknungsarten verschaffen. Lernen Sie Kriterien zur richtigen Auswahl von Trocknern kennen. Weiterhin werden Berechnungen zur Energieeffizienz sowie Beispiele zur Kosten-/Nutzenanalyse und zur Wirtschaftlichkeit von Trocknern vorgestellt.

Die Veranstaltungen können einzeln oder in Kombination, dann zum reduzierten Preis, gebucht werden.

Get-Together im Bayrischen Brauhaus

Am ersten Abend laden wir Sie ein, die gewonnen Erkenntnisse mit den anderen Teilnehmern und Referenten zu diskutieren. Nutzen Sie die Fachkonferenz zum Austausch mit Experten von Anlagenbetreibern, Planern, Ingenieurbüros, Behörden und Wissenschaftlern.