Gestörter Bauablauf - Crashkurs
Veranstaltungsnummer: 07SE125
- Strategien zur Vermeidung von Bauablaufstörungen
- Frühzeitige Erkennung von Bauzeitverzögerungen
- Durchsetzung von strittigen Forderungen
Bauablaufstörungen sowie die daraus resultierenden Bauzeitverzögerungen sind vielfältig und haben erheblichen
Einfluss auf die Wirtschaftlichkeit und den Erfolg von Baumaßnahmen. Gleichwohl werden den Auftragnehmern durch eine konkrete, bauablaufbezogene Dokumentation der einzelnen Störeinflüsse u. a. nach Dauer und Umfang hohe rechtliche Hürden zu Anspruchsdarlegung und -durchsetzung auferlegt, die nicht selten zu Streitigkeiten vor Gericht führen.
In diesem VDI Seminar werden dir die Ursachen sowie die terminlichen und monetären Auswirkungen von Bauablaufstörungen vermittelt. Dir wird anhand vieler Praxisbeispiele erläutert, wie du Ansprüche bei Leistungsmodifikationen, Behinderungen und sonstigen Störungen des Bauablaufs durchsetzen oder erfolgreich abwehren kannst. Lerne in diesem Seminar unter der Beachtung baurechtlicher Grundlagen und baubetrieblicher Voraussetzungen, wie du zukünftig deine Bauprojekte erfolgreicher abwickeln und darüber hinaus die Auswirkungen von Bauablaufstörungen durch kooperatives und vorausschauendes Handeln vermeiden kannst.
Top-Themen
- Strategien zur Vermeidung von Bauablaufstörungen
- Frühzeitige Erkennung von Bauzeitverzögerungen
- Durchsetzung von strittigen Forderungen
- Abwehr unzureichend aufbereiteter Bauablaufstörungen
- Terminliche und finanzielle Auswirkungen verhindern
- Differenzierung nach BGB und VOB
Ablauf des Seminars "Gestörter Bauablauf"
Erfahre in diesem Seminar mehr zu Bauablaufstörungen:
1. Tag 09:30 bis 17:30 Uhr
2. Tag 08:30 bis 15:30Uhr
Ursachen und Konsequenzen eines gestörten Bauablaufs
- Auftraggeberseitige Störungen
- Auftragnehmerseitige Störungen
- Übergeordnete Störungen
Anspruchsgrundlagen und baubetriebliche Nachweise gemäß BGB und VOB/B
- Vergütungsansprüche
- Entschädigungsansprüche
- Schadensersatzansprüche
Formale Anforderungen an die Nachweisführung vor dem
Hintergrund der aktuellen Rechtsprechung vor und nach
Störungseintritt
- Prüf- und Hinweispflicht als Enthaftungstatbestand
- Pflicht zur Schadensminderung
- Dokumentation von Leistungsbereitschaft und
Leistungsfähigkeit - Anforderung an die Dokumentation eines gestörten Bauablaufs
- Tauglichkeit einer Behinderungsanzeige
- Zeitpunkt der Behinderungsanmeldung
- Offenkundigkeit von Behinderungsereignissen
- Notwendigkeit der Abmeldung von Behinderungen
- Möglichkeiten der Dokumentation eines gestörten Bauablaufs
Rechtssichere Vorgehensweise zur terminlichen Bewertung von gestörten Bauabläufen
- Antizipation von Bauablaufstörungen durch systematische Vertragsanalyse
- Analyse von Vorgangsabhängigkeiten und
Anordnungsbeziehungen - Methoden der Visualisierung des Bauablaufs
- Beurteilungsparameter „Kritischer Weg“ von
Bauablaufstörungen - Anspruch auf Nutzung von Reserve- und Pufferzeiten
- Störungsanalyse zur terminlichen Auswertung der
Terminplanfortschreibung↓
Nachweisunterschiede und Anspruchsaufbereitung je
Anspruchsgrundlage
- Relevanz der Kalkulationsgrundlage
- Differenzierungsnotwendigkeit von ersparten und nicht
ersparten Kosten - Abgrenzung eines anderweitigen Erwerbs
- Nachweis und Bewertung von Produktivitätsverlusten
- Bewertung von Beschleunigungsmaßnahmen
- Berechnungsbeispiele zur monetären Bewertung von
Vergütungsansprüchen - Bewertungsschema von Nachtragsleistungen
- Berechnungsbeispiel zur monetären Bewertung eines
Entschädigungsanspruches - Erstattung von Sachverständigen- / Gutachterkosten
Möglichkeiten zur Reduzierung der Auswirkungen von
Bauablaufstörungen
- Kooperatives Terminmanagement
- Proaktives Terminmanagement
- Möglichkeiten der Terminsteuerung
- Planung der Planung
- Schaffung von Dokumentationsvoraussetzungen
- Optimierter Einsatz von Bautagesberichten
- Weitere Musterbeispiele aus der baubetrieblichen Praxis
Zielgruppe
- Ingenieur*innen der Bauoberleitung und Objektüberwachung, Projekt- und Bauleitende, Fachplanende und Sonderfachleute, Projektsteuernde aus Ingenieur- und Architekturbüros
- Ingenieur*innen in der Arbeitsvorbereitung, Kalkulation und dem Vertragsmanagement, Projekt- und Bauleitende aus Bauunternehmen
- Bauingenieur*innen bei öffentlichen, gewerblichen und privaten Bauherr*innen
Dein Experte für das Seminar Crashkurs Gestörter Bauablauf:
Dr.-Ing. Martin Lücke, Geschäftsbereichsleitung, Ingenieurbüro für Bauberatung, Univ.-Prof. Dr.-Ing. Mike Gralla GmbH, Düsseldorf
Dr.-Ing. Martin Lücke ist Geschäftsbereichsleiter im Ingenieurbüro „Univ.-Prof. Dr.-Ing. Mike Gralla GmbH“, und berät dort seit 2010 Auftraggeber und Auftragnehmer in den Kernbereichen des Vertrags- und Nachtragsmanagements sowie in der baubegleitenden Projektabwicklung. Als Gutachter ist er hier zudem schwerpunktmäßig in den Bausparten des Hoch-, Tief-, Ingenieur- sowie Anlagen- und Straßenbaus tätig und vorwiegend mit der Bewertung und Ausarbeitung von gestörten Bau- und Planungsabläufen, Nachtragsforderungen aus Leistungsmodifikationen sowie der Abrechnung gekündigter Bauverträge befasst.
Weiterhin ist er als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl Baubetrieb und Bauprozessmanagement an der TU Dortmund tätig. Sein Forschungsschwerpunkt liegt bei der Prozessanalyse der Ausschreibungs-, Vergabe- und Kalkulationspraxis hinsichtlich der Preisfindung von Bauleistungen. Zudem ist er als Lehrbeauftragter an unterschiedlichen institutionellen Einrichtungen tätig und Autor zahlreicher Veröffentlichungen zu baubetrieblichen, bauwirtschaftlichen und baurechtlichen Themen.