Seminar

Rauchfreihaltung und Entrauchung von Flucht- und Rettungswegen

Rauchfreihaltung und Entrauchung von Rettungswegen

Lernen Sie im Seminar „Rauchfreihaltung und Entrauchung von Flucht- und Rettungswegen“ die wichtigsten baurechtlichen Vorgaben für verschiedene Gebäude und Räume kennen. Erfahren Sie, welche Anforderungen an Flucht- und Rettungswege in unterschiedlichen Gebäudetypen gestellt werden. Nach dem Seminar verstehen Sie die Entrauchungsprinzipien von Flucht- und Rettungswegen und können diese mit Bemessungsverfahren ermitteln.

Entrauchungsprinzipien und -methoden kennen und einsetzen lernen

Im Falle eines Brandes stellt der toxische Brandrauch meist die größte Gefahr für Menschen dar. Die Rauchfreihaltung und Entrauchung von Flucht- und Rettungswegen ist daher elementar für eine erfolgreiche Flucht oder Rettung sowie den Löschangriff.

In diesem Seminar erfahren Sie, wie Sie kleine und größere Räume, Flure, Treppenhäuser, Sicherheitstreppenhäuser und Tiefgaragen bei einem Feuer raucharm oder rauchfrei halten. Sie lernen dazu die wesentlichen Entrauchungsprinzipien sowie anlagentechnische Maßnahmen wie Sprinkleranlagen oder Rauchschutzdruckanlagen kennen.

Nach dem Seminar:

  • kennen Sie die zentralen baurechtlichen Vorgaben für verschiedene Gebäudearten
  • verstehen Sie die Entrauchungsprinzipien von Flucht- und Rettungswegen
  • können Sie die Projektierungsregeln für Rauchabzugsanlagen berücksichtigen
  • können Sie Anforderungen an Sicherheitstreppenhäuser einhalten
  • können Sie Flucht und Rettungszeiten festlegen
  • kennen Sie verschiedene Maßnahmen zur Rauchfreihaltung (Sprinkler, Lüftungsanlagen etc.) und können negative Wechselwirkungen verhindern

Welche Inhalte erwarten Sie im Seminar?

Folgende Themen deckt das Seminar ab:

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Programmablauf

10:00 Uhr - ca. 17:00 Uhr

Baurechtliche Vorgaben
Landesbauordnung, Hochhausrichtlinie und andere Sonderbauverordnungen mit Anforderungen an Treppenräume,
Sicherheitstreppenräume, Flure, Keller etc.
Spezielle Sonderbauten (Industriehallen, Verkaufsund Versammlungsstätten)


Entrauchungsprinzipien
Wie können Schutzziele durch technische Maßnahmen erreicht werden:
– Der Rauch wird verdünnt (z.B. Wohn- und Verwaltungsgebäude)
– Schichtung von Rauch (z.B. Verkaufsstätten)
– Der Raum wird rauchfrei gehalten (z.B. bei Sicherheitstreppenräumen in
   Hochhäusern durch Druck-Differenz-Systeme)
– Sonderfall: Strömungen an Kanten (z.B. offene Bereiche, großen Hallen und
   Eingangsbereiche – hier muss verhindert werden, dass der Rauch in die
   verschiedenen Bereiche überströmt)


Flucht- und Verrauchungszeiten
Verfahren zur Bestimmung von Fluchtzeiten in Abhängigkeit von Parametern wie Breite der Türen, Länge der Wege, Alarmierungszeit etc.
Daten über die Verrauchungszeit – wie schnell verrauchen Räume, die nicht entraucht werden
Ab wann müssen Maßnahmen zur Entrauchung ergriffen werden


Bemessungsverfahren
DIN 18232-2 natürliche Entrauchung
– Raucharme Schichten
– Rauchabschnitte
– Zuluftnachströmung
DIN 18232-5 maschinelle Entrauchung
– Unterirdische Geschosse
– Einzel- oder Zentralventilator
– Energieversorgung

2. Tag 09:00 Uhr – 16:00 Uhr

Wechselwirkungen zwischen Rauch-/Wärmeabzugsanlage und Sprinkler
Behindern sich die Systeme gegenseitig oder ergänzen sie sich sogar?
Auslösetemperaturen und -zeiten
Gegenseitige Beeinflussung


Wechselwirkungen zwischen Rauch-/Wärmeabzugsanlage und Lüftung
Eine im Brand durchlaufende Mischlüftungsanlage zerstört die Rauchschichtung!
Verhinderung von Luftschneisen
Abstellen von Zulufttreibstrahlen
Gegenseitige Beeinflussung


Projektierungsregeln und Anlagentechniken zum Entrauchungsmanagement
Einflüsse aus Raumgrößen, -höhen und -nutzungen (kleine Räume und große Räume, Treppenräume, Tiefgaragen und Hochregallager)
Zahlreiche Beispiele zur praktischen Anwendung


Entrauchungsmanagement für Flucht-und Rettungswege – Schutzziele, Lösungen und Beispiele
Die Einhaltung der Schutzziele (Selbstrettung und Fremdrettung von Personen, der Innenangriff der Feuerwehr sowie der Erhalt von Sachwerten) ist eine
wesentliche Aufgabe der Entrauchung.

Tiefgaragen (spezielle Anforderungen durch die niedrigen Raumhöhen)
– Verschiedene Lösungen für Ober- und unterirdische Garagen
– Zeitversetzte Inbetriebnahme (muss die Flucht ermöglichen) 

Rauchfreihaltung von Sicherheitstreppenräumen
– Schutzziele
– Physikalische Grundlagen der Druckbelüftung
– Bemessung und Projektierung nach MusterHochhR und DIN EN 12101-6
– Regelzeitanforderungen
– Türkräfte
– Beeinflussung der Druckverteilung durch Treppenraum-Druckverluste, 
   Zuluftführung und thermischen Auftrieb (Stack-Effekt)

Verschiedenen Maßnahmen zur Sicherstellung der Evakuierung in Fluren
– Spülung oder Rauchfreihaltung

Neben den eigentlichen Inhalten bietet die Veranstaltung ausreichend Platz für Ihre Fragen. Außerdem haben Sie die Möglichkeit, mit Experten anhand konkreter Beispiele die richtige Strategie zur Entrauchung zu diskutieren. Vor Ort erhalten alle Teilnehmer ein umfangreiches Handbuch mit allen Seminarinhalten.

Sie wollen Ihr Wissen im Brandschutz weiter vertiefen? Dann empfehlen wir Ihnen ergänzend folgende Veranstaltungen:

Wer sollte am Seminar teilnehmen?

Angesprochen sind:

  • Fachingenieure für Brandschutz und TGA
  • Führungskräfte aus dem technischen Bereich
  • Architekten und Bauleiter
  • Mitarbeiter im Facility Management
  • Mitarbeiter von Instandhaltungsdienstleistern und Anlagen-Errichtern
  • Architekten und Bauleiter von Prüfinstituten und Überwachungsbehörden

Ihr Seminarleiter Dipl.-Ing. Thomas Hegger – Experte für Rauchschutz

Als Leiter des Seminars „Rauchfreihaltung und Entrauchung von Flucht- und Rettungswegen“ kann Dipl.-Ing. Thomas Hegger auf seine jahrelange Erfahrung auf dem Gebiet Rauchschutz zurückgreifen. Er ist Geschäftsführer des Fachverbandes Tageslicht und Rauchschutz e. V. Zudem ist er Mitglied verschiedener Normungs- und Richtliniengremien, die sich mit Rauchfreihaltung und Rauchschutz beschäftigen. Unterstützt wird Thomas Hegger von Dipl.-Ing. Lutz Eichelberger.

Melden Sie sich für das Seminar an

Sie möchte durch das richtige Entrauchungsmanagement die korrekte Entrauchung und Rauchfreihaltung für Gebäude sicherstellen? Sie wollen sich mit Fachleuten über die besten Strategien zur Entrauchung austauschen? Dann buchen Sie das Seminar „Rauchfreihaltung und Entrauchung von Flucht- und Rettungswegen“.

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05.12 - 06.12.2016 Stuttgart verfügbar 1020 €
28.03 - 29.03.2017 Düsseldorf verfügbar 1020 €

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