Seminar

Auslegung von Schraubprozessen

Veranstaltungsnummer: 02SE436

Mit Teilnahmebescheinigung

  • Auslegung für den Lastfall Montage nach der VDI2230-1
  • Darstellung der grundlegenden Montageverfahren und deren Einfluss auf die Streuung der Montagevorspannkraft
  • Bewertung des werkzeugspezifischen Einflusses auf die Streuung der Montagevorspannkraft
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Kommende Termine:

12. – 13. November 2024
München
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13. – 14. März 2025
Online
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03. – 04. November 2025
Filderstadt
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Das Seminar befasst sich vertiefend mit der Schnittstelle zwischen Auslegung und dem Montageprozess. Hierzu wird das Basiswissen für die Definition des Montageprozesses nach der Richtline VDI2230 - 1 kompakt zusammengefasst. Darauf aufbauend werden die Grundlagen der Montage gemäß der Richtlinie VDI2230 – 3 und darüber hinaus betrachtet. In umfangreichen Praxisbeispielen wird das Thema verdeutlicht.

Trotz oder gerade wegen der Vielfalt der Anwendungen ist neben der Auslegung auch die Montage von Schraubenverbindungen herausfordernd. Die Bewertung der unterschiedlichen Montageverfahren in Bezug auf die erreichbaren Vorspannkräfte ist für eine sichere Schraubenverbindung entscheidend. Zudem müssen die technische Dokumentation und die gesetzlichen Vorgaben berücksichtigt werden. Es gilt daher: Montageprozesse verstehen, bewerten und analysieren zu können. Die Teilnehmenden erlernen die Auslegung für den Lastfall ‚Montage‘ und die grundlegenden Montageverfahren und deren Einfluss auf die Streuung der Montagevorspannkraft. Grundwissen zur Schraubfallanalyse, Prozessfähigkeitsuntersuchung und technische Dokumentation wird vermittelt.

Sie lernen im Seminar:

  • die Auslegung für den Lastfall Montage nach der VDI2230-1
    durchzuführen,
  • die Streuung der Montagevorspannkraft für die grundlegenden Montageverfahren zu ermitteln,
  • auf Grundlage von experimentellen Daten den Anziehfaktor zu ermitteln,
  • die technische Dokumentation von Schraubfällen durchzuführen und welchen Einfluss normative Vorgaben haben,
  • wie eine Schraubfallanalyse und Prozessfähigkeitsuntersuchung durchzuführen ist.

Top-Themen

  • Auslegung für den Lastfall Montage nach der VDI2230-1
  • Darstellung der grundlegenden Montageverfahren und deren Einfluss auf die Streuung der Montagevorspannkraft
  • Bewertung des werkzeugspezifischen Einflusses auf die Streuung der Montagevorspannkraft
  • Grundwissen zu den Themen Schraubfallanalyse, Prozessfähigkeitsuntersuchung und technischer Dokumentation
  • Praktische Beispiele zur Schraubmontage, Schraubfallanalyse und Ermittlung des Anziehfaktors im Workshop

Ablauf des Seminars "Auslegung von Schraubprozessen"

Erfahren Sie im Seminar "Auslegung von Schraubprozessen" mehr zu folgenden Themen:

1. Tag 09:00 bis 17:30 Uhr

2. Tag 08:30 bis 15:00 Uhr

Grundlagen der Berechnung von Schraubenverbindungen nach der VDI2230-1

  • Konstruktion von Schrauben: Schraubenwerkstoffe, Herstellungsverfahren, Konstruktionsprinzip
  • Tragverhalten von Schrauben und Schraubenverbindungen
  • Rechenschritte nach VDI2230-1: Ermittlung der Klemmkraft,
    Dimensionierung der Schraube, Festlegen der Montageparameter

Grundlagen der Montage nach VDI 2230-1 bzw. 3

  • Montagebeanspruchung: Kombinierte Beanspruchung und Einfluss der Reibung
  • Erreichbare Montagevorspannkräfte in Abhängigkeit der Montageverfahren
  • Streuung der Montagevorspannkraft
  • Montageverfahren allg. (drehmomentgesteuert, streckgrenz-
    gesteuert, drehmoment- drehwinkelgesteuert)
  • Wiederholmontage

Einflüsse auf die Montage abseits der VDI 2230

  • Risikobeurteilung: Gesetzliche und normative Vorgaben sowie deren Umsetzung in der Schraubtechnik
  • Technische Dokumentation: von der Durchführung und Dokumentation von Schraubversuchen zur Festlegung von Montagevorgaben, über produktionsbegleitende Dokumentation bis hin zum Zerlegaudit
  • Konstruktionsrelevante Anforderungen: Montage- und prüfgerechte Konstruktion, Funktionsabsicherungen von nicht hoch vorgespannten Schraubverbindungen

Einfluss von Werkzeug und Montagestrategie auf die Montagevorspannkräfte

  • Überblick über spezielle Montageverfahren und -systeme
  • Darstellung der Spezifika ausgesuchter Montagesysteme
  • Hilfestellungen bei der Auswahl

Schraubfallanalytik und -verifizierung in der Theorie

  • Warum wird sie benötigt? Worauf ist grundsätzlich zu achten? Diskussion verschiedener Möglichkeiten mit Vorteilen und Limitationen
  • Möglichkeiten und Verfahren von Drehmoment-/Drehwinkelanalysen: Lösemomentverfahren, Mindestmomentprüfung, Back-to-mark-Verfahren
  • Prozessfähigkeitsuntersuchung: Zielsetzung, Anwendungsbereich, Abgrenzung zur attributiven Drehmomentprüfung, Methoden zur Auswertung

Workshop

  • Praktische Ermittlung des Anziehfaktors auf Basis von
    Messdaten
  • Betrachtung der Einflüsse von Montageverfahren, Schrauben und Beschichtungen
  • Aspekte der Wiederholmontage
  • Weiterdrehmomentermittlung und andere Drehmoment/Drehwinkel-Analyseverfahren

Seminarmethoden

- Durchführung von Schraubkurvenanalysen

- Praktische Ermittlung des Anziehfaktors auf Basis von Messdaten für unterschiedliche Montageverfahren, Schrauben und Beschichtungen

- Untersuchungen zu Aspekten der Wiederholmontage

Zielgruppe

Angesprochen sind Personen aus den Bereichen:

  • Entwicklung und Konstruktion
  • Berechnung und Simulation
  • Montagetechnik
  • Prozessanalyse und Qualitätswesen

Ihre Vortragenden für das Seminar "Auslegung von Schraubprozessen":

Seminarleiter ist Dipl. Wirt.-Ing. (FH) Markus Fischer, Schraubfachingenieur (DSV)®, Direktor Technical Compliance, SCS Concept Deutschland GmbH, Loiching

Herr Fischer ist Schraubfachingenieur (DSV)® und aktives Mitglied in mehreren Arbeitsgruppen innerhalb des Fachausschusses VDI-GMA-Fachausschusses 4.34 „Mess- und Prüfverfahren für die Schraubtechnik“ inklusive dem für die VDI 2230. Seit 2019 vertritt er den Fachausschuss in mehreren CEN und ISO-Normungsarbeitsgruppen im Fokusbereich Befestigungs- und Schraubtechnik. Darüber hinaus ist er Teil des Unterausschusses Schraubmontage im Deutschen Schraubenverband (DSV) und Dozent an der Universität Dresden zum Thema Maschinen- und Prozessfähigkeit im Rahmen des Aufbaustudiums zum Schraubfachingenieur/-techniker.

Unterstützt wird er durch:

Prof. Dr.-Ing. Norbert Schneider, Lehrgebiet Antriebstechnik, Maschinenelemente, Institut für Konstruktion und Produktentwicklung (IKuP), Fachbereich Maschinenbau und Kunststofftechnik, Hochschule Darmstadt

Professor Schneider promovierte 2014 im Bereich der Bauteilfestigkeit an der MPA/IfW der TU Darmstadt. Anschließend arbeitete er bis zu seiner Berufung im Jahr 2020 bei einem Antriebstechnikhersteller in der Getriebeentwicklung und betreute u. a. den Bereich Verbindungstechnik. Fokus seiner Lehr-, Arbeits- und Forschungstätigkeit an der Hochschule Darmstadt liegt vor allem auf den Gebieten der Antriebstechnik, Betriebsfestigkeit, Maschinenelemente und insbesondere der Verbindungstechnik. Seit 2020 ist er zudem Mitglied im VDI-Fachausschuss 2230 „Schraubenverbindungen“ und hat wesentlich zur Erstellung des Bl. 3 beigetragen.

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Veranstaltungsnummer: 02SE436

Auslegung von Schraubprozessen

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