Seminar

Korrosion unter extremen Bedingungen verstehen und vorbeugen

Korrosion unter extremen Bedingungen - Seminar

In dem Seminar „Korrosion unter extremen Bedingungen“ erfahren Sie mehr zu den Korrosionsursachen und -formen unter aggressiven Umgebungsbedingungen. Dazu gehören nasse und trockene Korrosion unter hohen Temperaturen sowie Korrosion durch Heißgase. Lernen Sie, Korrosion bei extremen Einsatzbedingungen zu verstehen und mögliche Gegenmaßnahmen zu ergreifen. Erfahren alles Wichtige über den bei Korrosionsprozessen entstehenden Wasserstoff und sein potenzielles Schadensrisiko. Jeder Teilnehmer erhält zum Abschluss eine VDI-Teilnahmebescheinigung.

Schutz vor Korrosion bei aggressive Umgebungsbedingungen

Um Korrosion zu vermeiden und bereits in der Entwicklungsphase mögliche Lösungen für bestimmte Bauteile zu testen, benötigen Sie zuverlässige Messmethoden. Diese sowie geeignete Werkstoffe und Schutzmaßnahmen durch Beschichtungen, Überzüge oder hochstabile Diffusionsschichten vermittelt Ihnen das Seminar praxisnah.

Erweitern Sie Ihre Kenntnisse und erfahren Sie in diesem Seminar mehr zu:

  • den Mechanismen und Ursachen von Korrosion unter aggressiven Umgebungsverhältnissen
  • der Messung des Korrosionsverhaltens durch elektrochemische Methoden
  • dem Nutzen elektrochemischer Messmethoden bei der Auswahl von Werkstoffen und Oberflächen
  • dem Korrosionsverhalten bestimmter Werkstoffe sowie entsprechendem Oberflächenschutz für extreme korrosive Bedingungen
  • den Möglichkeiten des Oberflächenschutzes von Werkstoffen
  • Verfahren, um Korrosionsschutzsysteme zu applizieren und welche Grenzen diese haben

Die Themen des Seminars in der Zusammenfassung

Das 2-tägige Seminar „Korrosion unter extremen Bedingungen“ beinhaltet folgende Themen:

Programm als PDF zum Ausdrucken herunterladen

Programmablauf

1. TAG 09:00 bis ca. 18:00 Uhr
2. TAG 08:30 bis ca. 16:30 Uhr

Grundlagen der Korrosion

  • Elektrochemische Korrosion: Der Prozess an der nassen
    Oberfläche
  • Trockene Korrosion: Angriff aus der Gasphase
    • Oxidation: Sauerstoff macht Zunder
    • Aufkohlung/„metal dusting“: Kohlenstoff als Übeltäter
    • Aufstickung: Stickstoff ist nicht immer inert
    • Sulfidierung: Korrosion kann man auch riechen
  • Heißgaskorrosion: Auch Salzschmelzen sind aggressiv
  • Wasserstoff: Klein aber oho
  • Die chemischen Abläufe der Korrosion: Ein Ausflug in die
    Welt der chemischen Redoxreaktionen


Morphologie – Das Gesicht der Korrosion

  • Nasskorrosion: Die Batterie, die die Korrosion in Gang hält
    und das Schadensbild formt
  • Trockene Korrosion: Es geht auch ohne Feuchtigkeit
  • Heißgaskorrosion durch tiefschmelzende
    Sulfatsalzanhaftungen z. B. auf Turbinenschaufeln oder
    Petrochemie-Anlagenteilen
  • Wasserstoffi nduzierte Schadensbilder:
    Wasserstoffblasenbildung und Wasserstoffsprödbruch (der
    Wasserstoff dafür muss nicht aus der Herstellung kommen,
    sondern kann auch erst durch Korrosionsprozesse im Betrieb
    in den Werkstoff gelangen)


Elektrochemie und Werkstoffverträglichkeit

  • Methoden der Elektrochemie: Den elementaren
    Korrosionsprozessen auf der Spur
  • Ruhepotentiale und praktische Spannungsreihe: Ein erster
    Anhaltspunkt
  • Stromdichte-Potentialkurven: Keine ganz leichte Kost für
    den Anfänger, ein wertvolles Werkzeug für den Experten
  • Einsatz dieses Tools auch bei untypischen Korrosionsmedien:
    • Reiniger
    • Inhibitoren (Prüfung der Wirksamkeit)
    • Kraftstoffen
  • Ausblick zu weiteren Möglichkeiten der Elektrochemie:
    Elektrochemische Impendanzspektroskopie (EIS)
    • Ist die Schicht dicht und stabil?
    • Übergangs- oder Kontaktwiderstände messen


Korrosionsverhalten wichtiger Werkstoffgruppen

  • Aluminium: Im Allgemeinen gutmütig, aber mit Hang zur
    Heimtücke, vor allem dann, wenn es viel zu tragen hat
  • Titan: Ein korrosionsfester Fast-Alleskönner mit einem
    Namen, der Programm ist
  • Nichtrostende Stähle inklusive Schweißen und Löten:
    Und sie rosten doch!
  • Cu-Basis: Fast schon ein Edelmetall, leider mit Schwächen
  • Ni-Basis und Co-Basis: Die Superalloys unter den Metallen
  • Stellite: Wenn es hart auf hart geht


Korrosionsschutz

  • Beschichtungen bzw. Überzüge:
    • Schwerer Korrosionsschutz auf Polymerbasis:
      Viel hilft viel
    • Emaile: Korrosionsschutz aus Großmutters Kochtopf
    • Metallische Überzüge aus Elektrolyten abgeschieden, wie z.B. chemische Abscheidung (Ni hoch P): Interessante Möglichkeiten, bedürfen aber einer gezielten Auswahl
    • Thermische Spritzschichten: Wenn es ein bisschen mehr sein darf
    • Sonderverfahren CVD ohne Diffusion: Metallische CVDSchichten gibt es auch als Reinmetalle ohne Diffusion
    • Diffusionsschichten über Pack-, Gasphase- oder
      Slurry-Verfahren: Die Spezialisten für viele Hochtemperaturanwendungen oder sehr aggressive Umgebungsbedingungen – wenn es sonst eng wird.
  • Inhibition: Wie lassen sich Korrosionsreaktionen chemisch
    unterdrücken
  • Kathodischer Schutz bei Off-Shore Anwendungendischer Schutz bei Off-Shore Anwendungen

Es werden keine speziellen Vorkenntnisse vorausgesetzt, die über das Schulwissen in der Chemie hinausgehen. Als Teilnehmer erhalten Sie eine ausführliche Dokumentation des Seminars in Form eines Handbuchs.

Wenn Sie Ihre Kenntnisse über Korrosion vertiefen möchten, empfehlen wir nachfolgende, themenverwandte Veranstaltungen des VDI-Wissensforums:

Für wen eignet sich das Seminar „Korrosion unter extremen Bedingungen“?

Das Seminar richtet sich an Führungskräfte sowie Mitarbeiter u. a. aus Metallverarbeitung, Energietechnik, Neue Energien, Petrochemie und Luftfahrt – insbesondere aus den Fachbereichen:

  • Entwicklung und Konstruktion
  • Wartung und Instandhaltung
  • Produktion und Produktionsplanung
  • Qualitätsmanagement

Ihre Seminarleiter – Experten für Oberflächentechnik und Korrosionsschutz

Die Gesamtleitung des Seminars teilen sich Prof. Dr. Christoph Strobl von der Technischen Hochschule Ingolstadt und Dr. Simon Oberhauser von der InnCoa GmbH, Neustadt/Donau.

Prof. Dr. Christoph Strobl lehrt Werkstoff und Oberflächentechnik an der Technischen Hochschule Ingolstadt. Er war zuvor viele Jahre in der Automobilindustrie in den Bereichen Korrosionsschutz, Verfahrenstechnik und Lackierereiplanung tätig. Heute berät er Unternehmen zu den Themen Oberflächentechnik und Korrosionsschutz.

Dr. Simon Oberhauser ist Geschäftsführer der InnCoa GmbH in Neustadt/Donau. Er promovierte auf dem Gebiet aluminiumhaltige Diffusionsschichten. In seinen Tätigkeitsbereich fällt die Begutachtung von Korrosionsschadenfällen. Zudem bietet Dr. Oberhauser fachliche Unterstützung bei der Entwicklung von Lösungen und Prüfverfahren im Bereich Oberflächentechnik und Korrosionsschutz.

Buchen Sie das 2-tägige Seminar „Korrosion unter extremen Bedingungen“

Sie möchten mehr über die Korrosionsmechanismen und Korrosionsauslöser bei extremen Umgebungsbedingungen und mögliche Abhilfemaßnahmen erfahren? Dann melden Sie sich jetzt zur Seminarteilnahme an.

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10.11 - 11.11.2016 Köln verfügbar 1590 €
02.03 - 03.03.2017 Stuttgart verfügbar 1590 €
19.06 - 20.06.2017 Frankfurt am Main verfügbar 1590 €

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