CE-Kennzeichnung nach EU-Maschinenverordnung
Veranstaltungsnummer: 02SE046
- Anforderungen der Maschinenrichtlinie (MRL) bzw. Maschinenverordnung in deinem Unternehmen mit geringem Aufwand umsetzen
- Erläuterung der rechtlichen Hintergründe der CE-Kennzeichnung
- Überblick über die gesetzlichen Anforderungen an eine Maschine/Anlage
Ziel dieses Seminars ist es, dir einen Überblick darüber zu geben, welche Anforderungen Richtlinien, Verordnungen und Normen an die Konstruktion stellen, wie Normen als wertvolle Nachschlagewerke genutzt werden können und wie du die gesetzlichen Anforderungen möglichst rasch, effizient und unbürokratisch erfüllen kannst.
Den ersten Tag dieses Seminars widmen wir der praktischen Umsetzung der gesetzlichen Anforderungen in den täglichen Konstruktionsprozessen - ohne juristische Details! Praxis pur!
Am zweiten Tag erfährst du alles, was du für eine effiziente und pragmatische Durchführung des gesetzlich geforderten Konformitätsbewertungsverfahrens wissen musst.
Anhand mehrerer Übungen und Beispiele lernst du die praktische Vorgehensweise, wie du relevante Gefährdungen im Konstruktionsprozess pragmatisch identifizierst, die damit verbundenen Risiken einschätzt und daraus die geeigneten (und wirtschaftlich vertretbaren) Lösungen zur Risikominderung auswählst und dokumentierst.
Top-Themen
- Anforderungen der Maschinenrichtlinie (MRL) bzw. Maschinenverordnung in deinem Unternehmen mit geringem Aufwand umsetzen
- Erläuterung der rechtlichen Hintergründe der CE-Kennzeichnung
- Überblick über die gesetzlichen Anforderungen an eine Maschine/Anlage
- Stellenwert der relevanten (Sicherheits-)Normen einschätzen und die Normen richtig anwenden
- Den eigenen CE-Prozess definieren und Verantwortlichkeiten im Unternehmen an die richtige Stelle setzen
- CE-Kennzeichnung, Konformitätsbewertung und Risikobeurteilung im Maschinen- und Anlagenbau effizient durchführen
Ablauf des Seminars "CE-Kennzeichnung im Maschinen- und Anlagenbau"
Erfahre im Seminar "CE-Kennzeichnung im Maschinen- und Anlagenbau" mehr zu folgenden Themen:
1. Tag 09:00 bis ca. 16:30 Uhr
2. Tag 08:30 bis ca. 16:00 Uhr
Konstruieren sicherer Maschinen - Risikobeurteilung in der Praxis
Einführung und Überblick
- Warum scheinbar gute Lösungen nicht immer die gesetzlichen Anforderungen erfüllen
- Gesetzlich geforderte Risikobeurteilung: WER muss WANN WAS machen?
- Zusammenarbeit zwischen Abteilungen: Maschinenbau,
Steuerungsbau, techn. Dokumentation,... - Sicherheit entsteht (meist) im Team: Wichtige Schnittstellen zu Sublieferanten und Kunden
- Was bedeutet „Integration der Sicherheit“?
- Welche Normen unterstützen bei der sicheren Konstruktion? Müssen diese angewandt werden?
- Vorsicht beim Delegieren von Konstruktionsarbeiten oder
Risikobeurteilungen an Dritte - Die Konstruktion muss sich am Gesetz orientieren, nicht (nur)
an den Kundenanforderungen
Systematische Risikobeurteilung nach EN ISO 12100
- Risikobeurteilung nach EN ISO 12100 - Wie die gesetzlichen Anforderungen möglichst effizient erfüllt werden
- Was bei der „vorhersehbaren Fehlanwendung“ alles beachtet werden muss - und was nicht
- Bild 1 aus EN ISO 12100 als perfekter Leitfaden durch die
Risikobeurteilung und Risikominderung - Zusammenhänge zwischen EN ISO 12100 und
- Steuerungen (EN ISO 13849-1)
- Cyber-Security
- Künstlicher Intelligenz
Technische und konstruktive Anforderungen
- Welche technischen Anforderungen sind gesetzlich gefordert
- Strategien zur „inhärent sicheren Konstruktion“
- Warum nicht trennende Schutzeinrichtungen (z.B. Lichtvorhänge) nicht immer geeignet sind, die erforderliche Risikominderung zu erreichen.
- Berechnungsbeispiel zu berührungslos wirkenden Schutzeinrichtungen (BWS).
- Worauf Sie bei der Auswahl von Schutzeinrichtungen (trennend oder nicht trennend) achten sollten.
- Wann Schutzeinrichtungen verriegelt sein müssen - wann
Zuhaltungen benötigt werden.
Effiziente CE-Kennzeichnung nach Maschinenrichtlinie bzw. Maschinenverordnung
Beantwortung grundsätzlicher Fragen:
- Effiziente Umsetzung der Anforderungen der Maschinenrichtlinie bzw. Maschinenverordnung
- Welche Gefahren bestehen im Falle der Nichteinhaltung der Maschinenrichtlinie bzw. Maschinenverordnung?
- „CE-Kosten“-Ursachen und wie können diese reduziert werden?
- Wer unterschreibt unter welchen Voraussetzungen die Konformitätserklärung?
- Sinn der Installation eines für die CE-Kennzeichnung „Zuständigen“, z. B. eines CE-Beauftragten?
- Wer ist in der Regel verantwortlich für Konstruktionsdetails und welche Pflichten bleiben in der Konstruktion?
- Wann lohnt sich der Einsatz externer Dienstleister, wofür können sie die Verantwortung übernehmen?
Schritt für Schritt zur CE-Kennzeichnung - Rechtssicher und systematisch
- „Grenzen der Maschine“ möglichst frühzeitig festlegen
- Einstufung des Produkts: Maschine, unvollständige Maschine, auswechselbare Ausrüstung,...
- Wann wird aus mehreren unabhängigen Maschinen eine
„Gesamtheit von Maschinen“? - Welche Richtlinien müssen zusätzlich beachtet werden?
- Harmonisierte Normen: Was bedeutet „Konformitätsvermutung“?
- Technische Unterlagen zusammenstellen: Inhalt, sprachliche Anforderungen, Bedeutung bei Beanstandungen von Behörden und Gerichten
- Formalen Anforderungen (Sprache, Form, ...) der Betriebs-
anleitung und Montageanleitung beachten
Zusammenarbeit verschiedener Fachabteilungen oder Sublieferanten
- Prüfpflichten bei der Beschaffung von Maschinen und Komponenten
- Was Verkaufsprospekte mit Produkthaftung zu tun haben.
- Umbau von Maschinen: Wann liegt eine wesentliche Veränderung vor?
- Schnittstellen zwischen den beteiligten Abteilungen oder
Unternehmen (v. a. im Industrieanlagenbau)
Zielgruppe
Das Seminar "CE-Kennzeichnung im Maschinen- und Anlagenbau" richtet sich an:
- Konstrukteur*innen und Planer*innen aus den Bereichen des Maschinen- und Anlagenbaus
- Verantwortliche für die sicherheitstechnische Konzeption von Maschinen
- Verantwortliche für den Umbau von Maschinen und Anlagen
- Führungskräfte mit Verantwortung für das sichere Erfüllen rechtlicher Vorgaben im Unternehmen
Deine Referenten für das Seminar "CE-Kennzeichnung im Maschinen- und Anlagenbau":
Andreas Hensel ist Teamleiter CE-Consulting und Fachreferent CE-Kennzeichnung und Safexpert. Er bringt zudem Erfahrung als Safexpert-Administrator und als CE-Koordinator im Bereich Maschinenbau sowie Mitarbeit im ISO-Normenausschuss Bereich Holzbearbeitungsmaschinen (EN 19085) ein. Er hat eine Ausbildung zum Elektrotechniker und bringt mehr als 20 Jahre Erfahrung als Elektrokonstrukteur und Entwickler Steuerungstechnik im Bereich Sondermaschinenbau mit. Er ist zudem zertifizierter Experte Funktionale Sicherheit (TÜV-Nord) sowie CE-Koordinator.
Hendrik Stupin ist Fachreferent CE-Kennzeichnung und Safexpert, ausgebildeter technischer Redakteur (tekom-zertifiziert) und geprüfter CE-Koordinator. Er hat über 11 Jahre Erfahrung in der technischen Kommunikation und als CE-Koordinator im Bereich Maschinen- und Anlagenbau, spezialisiert auf “Engineered to Order (ETO)”-Produkte. In der Tätigkeit als CE-Koordinator verantwortlich für die Ausarbeitung und Einhaltung des Konformitätsbewertungsprozesses und Erstellung von Risikobeurteilungen nach EN ISO 12100. Durch die Tätigkeit bei einem Zulieferer der Pharmaindustrie indirekt mit Cybersicherheit und OT-Security der Anlagen konfrontiert.
Wolfgang Reich ist Fachreferent CE-Kennzeichnung und Safexpert. Er hat über 20 Jahre Erfahrung im Bereich CE-Kennzeichnung, Maschinensicherheit, Umbau von Maschinen, Elektrotechnik und Explosionsschutz. 10 Jahre davon bei TÜV Austria und Intertek Deutschland GmbH. Langjährige Erfahrungen im Bereich Risikoanalysen, Erstellen von technischen Dokumentationen und elektrischen Anlagen. Zusätzlich umfassende Erfahrungen im Konformitätsbewertungsverfahren nach Maschinenrichtlinie 2006/42/EG, Niederspannungsrichtlinie 2014/35/EU und Funkanlagenrichtlinie 2014/53/EU, wodurch die komplexen regulatorischen Anforderungen und Nachweispflichten des Cyber Resilience Act (EU) 2024/2748 fundiert verstanden und in der Praxis angewendet werden können.
Die Seminare werden abwechselnd durch eine der genannten Personen durchgeführt.