Konferenz

Rückbau kerntechnischer Anlagen

Ihre Vorteile

  • Diskutieren Sie mit führenden Experten technische und organisatorische Lösungsansätze für den Rückbau kerntechnischer Anlagen.
  • Profitieren Sie von den Erfahrungen zu bereits erfolgten Rückbauprojekten.
  • Nutzen Sie die Konferenz, um neue Kontakte zu knüpfen und Ihr Netzwerk zu erweitern.
Rückbau kerntechnischer Anlagen – VDI-Konferenz

Erfahren Sie auf der VDI-Konferenz „Rückbau kerntechnischer Anlagen“, wie Sie die organisatorisch und technisch anspruchsvolle Aufgabe eines Rückbaus erfolgreich meistern. Themen der Konferenz sind u. a. die komplexen gesetzlichen Vorgaben und Genehmigungsprozesse, die Entsorgung anfallender Reststoffe und Abfälle sowie die Einbindung von Mitarbeitern. Beispiele bereits durchgeführter Rückbauprojekte zeigen, welche Strategien sich in der Praxis bewährt haben.

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Programmablauf der Konferenz

Dienstag 4. Juli 2017

09:30

Begrüßung und Eröffnung durch den Konferenzleiter

Prof. Dr.-Ing. Sascha Gentes, Karlsruher Institut für Technologie (KIT)

Relevante rechtliche Aspekte zu Stilllegung, Rückbau und Lagerung

09:40

Bund-Länder Leitfaden zur Stilllegung

  • Zusammenstellung der relevanten Aspekte für Genehmigung und Aufsicht von Stilllegungsprojekten
  • Gemeinsames Verständnis von Bund und Ländern
  • Harmonisierung von Auffassungen und Vorgehensweisen
  • Anwendung des Regelwerks auf die Stilllegung

Dr. Bernd Rehs, Fachgebietsleiter, Bundesamt für kerntechnische Entsorgungssicherheit, Salzgitter

10:20

Atomrechtliches Genehmigungsverfahren zum Abbau von Kernkraftwerken

  • Ausgangssituation in Deutschland
  • Rechtliche Rahmenbedingungen
  • Ablauf eines Genehmigungsverfahrens

Dr. Manfred Loistl, Leiter Referat Entsorgung und Stilllegung, Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft BadenWürttemberg, Stuttgart

Herausforderungen bei Planung und Projektabwicklung im Rückbau

11:00

Kaffeepause

11:30

Planung und Durchführung Stilllegung/Abbau industrieller Kernkraftwerke

  • Komplexität und Andersartigkeit des Rückbauprozesses im Vergleich zum Leistungsbetrieb
  • Anforderungen an Planer, Durchführende, Management, Gesellschafter und Politik
  • Rückbauthesen
  • Hauptanforderungen an die einzelnen Rückbauetappen

Dipl.-Ing. Holger Wolfgang Schmidt, Geschäftsführer, Swiss Decommissioning AG, Olten, Schweiz

12:10

Rückbauplanung von WWER am Beispiel eines Pilot-Rückbauprojekts in Armenien

  • Erstellung von notwendigen Dokumenten als Grundlage für den Rückbau
  • Durchführung von internationalen Rückbauprojekten
  • Know-How Transfer im Rahmen von EU Förderprogrammen

Dipl.-Ing. Pascal Brüggemann, Senior Engineer Mechanical-/Civil Engineering & Plant Design, NUKEM Technologies Engineering GmbH, Alzenau

12:50

Mittagspause

Erfahrungen aus der Stilllegung und dem Rückbau

14:00

Abfluss des Demontagematerials – Eine Schlüsselfunktion beim Rückbau von Kernkraftwerken

  • Wohin mit dem Abbruchmaterial nach der Freigabe?
  • Optimierung der Prozesskette von der Demotage bis zur Entsorgung
  • Anforderungen aus und an die Rückbaugenehmigung
  • Organisation der Entsorgung im Rückbau von Kernkraftwerken

Dr. rer. nat. Georg Bacmeister, Selbstständiger Ingenieur, Kernkraftwerk Brunsbüttel GmbH & Co. oHG, Brunsbüttel

14:40

Erfahrungen aus dem Rückbau kerntechnischer Anlagen hinsichtlich der Entsorgung freigegebener Reststoffe

  • Charakterisierung der Rückbauprojekte
  • Rückbau-Strategie unter Berücksichtigung von Strahlen- und Umweltschutz
  • Beispiele: Von der Erkundung bis zur Entsorgung
  • Entsorgung unter Berücksichtigung von Schadstoffleitparametern

Dr. rer. nat. Reinhard Knappik, Fachbereichsleiter Rückbau und Entsorgung, Dr. Petra Steinbach, Markus Steinhardt, VKTA - Strahlenschutz, Analytik & Entsorgung Rossendorf e.V., Dresden

15:20

Kaffeepause

Abbruchmaterial freigeben - Verfahrensänderungen und Herausforderungen

15:50

Herausforderungen der Gebäude- und Geländefreigabe beim Abbau von kerntechnischen Anlagen

  • Verfahrensrechtliche Randbedingungen
  • Rückwirkungen auf die Abbauplanung
  • Erfahrungen aus der praktischen Durchführungen

Dr. Matthias Hillberg, Abteilung Stilllegung und Entsorgung, Dr. Till Riemann, TÜV NORD EnSysy GmbH & Co. KG, Hamburg

16:30

Neue Potentiale der Freigabe

  • Potential der mathematischen Berechnung für die Freigabe gemäß §29 StrSchV
  • Mathematische Kalibrierung von Messgütern
  • Optimierung der Unsicherheiten (DIN ISO 11929)
  • Mathematische Berechnung des Nulleffekts und des Nulleffektabzugs

Dr. rer. nat. Tim Thomas, Nuclear Engineering, Dr. Olaf Kittel, Safetec Entsorgungs- und Sicherheittechnik GmbH, Heidelberg; Axel Drawe, Helmholtz Zentrum Geesthacht

17:10

Freigabe nach § 29 StrlSchV – aktuelle Änderungen und zukünftige Herausforderungen

  • Nationale Änderungen des Strahlenschutzrechts durch die Umsetzung der EU-Strahlenschutz-Grundnormen
  • Rechtliche Auswirkungen auf die Freigabe gemäß § 29 StrlSchV
  • Änderungen auf allen Ebenen des gesamten Freigabeverfahrens
  • Welche Herausforderungen bestehen durch die Anpassungen der Freigabeverfahren?

Dr. Stefan Thierfeldt, Bereichsleiter Kerntechnik, Strahlenschutz und Stilllegung, Dr. Olaf Nitzsche, Dr. Stefan Wörlen, Brenk Systemplanung GmbH, Aachen

17:50

Ende des ersten Konferenztages und anschließendes Get-together

Zum Ausklang des ersten Veranstaltungstages lädt Sie das VDI Wissensforum zu einem Get-together ein. Nutzen Sie die entspannte Atmosphäre, um Ihr Netzwerk zu erweitern und mit anderen Teilnehmern und Referenten vertiefende Gespräche zu führen.

Mittwoch, 5. Juli 2017

09:00

Begrüßung

Prof. Dr.-Ing. Sascha Gentes

Wichtige Bausteine für effektive Projektabwicklung

09:10

Radiologische Anlagencharakterisierung im Kraftwerk Biblis

  • Ausgangsbedingungen für den Standort Biblis
  • Aktueller Stand der Anlagencharakterisierung
  • Herausforderungen für die nächsten Schritte
  • Anforderungen für die Dokumentation

Dipl.-Ing. Patrick Sittinger, Ingenieur Strahlenschutz, RWE Power AG Kernkraftwerk Biblis, Biblis

09:50

Störfallanalysen im Rahmen von Rückbau- und Entsorgungsprojekten

  • Regulatorische Grundlagen und Randbedingungen
  • Klassen von zu untersuchenden Ereignissen
  • Quelltermabschätzung

Dr. rer. nat. Torsten Thumstädter, Sachverständiger, TÜV SÜD Energietechnik GmbH Baden-Württemberg, Mannheim

10:30

Kaffeepause

11:00

Brandschutz im Rückbau: Anforderungen, Dokumentation und praktische Umsetzung

  • Grundsätze der brandschutztechnischen Anforderungen im Rückbau
  • Bestehende Dokumentationsanforderungen für das Genehmigungsverfahren
  • Beispiele praktischer Umsetzung

Dipl.-Ing. Heidi Burow-Strathoff, Engineering Services, G+H Isolierung GmbH, Bochum

11:40

KONRAD Transportlogistikkonzept für die Öffentliche Hand (ÖH)

  • Aufteilung des Einlagerungsvolumens von 303.000m³ im Endlager Konrad
  • Randbedingungen aus Planfeststellungsbeschluss und Transportstudie
  • Fragen zur Logistik
  • Koordination zum Abruf der Abfallgebinde
  • Vorstellung des Logistikkonzepts

Dipl.-Ing. Lutz Karbstein, Koordinationsstelle Konrad, EWN Entsorgungswerk für Nuklearanagen GmbH, Karlsruhe

Entwicklungen und Techniken der Materialbehandlung

12:20

Automatische Zerlegung von Reaktordruckbehälter-Einbauten mittels Unterwasser-Robotertechnik - AZURo

  • Herausforderungen und Vorteile des Robotereinsatzes unter Wasser
  • Flexible Roboteranwendung für das (teil-) automatisierte Handhaben, Zerlegen und Vermessen von Reaktordruckbehälter-Einbauten unter Wasser
  • Zerlegen und verpacken der Einbauten des Reaktordruckbehälters aus radiologischen Gründen unter Wasser
  • Einsatzmöglichkeiten dieser Robotertechnik

Dipl.-Ing. Thomas Eichhorn, Leiter Back End Germany, Dipl.-Ing. Gunnar Heinzler, AREVA GmbH, Erlangen

13:00

Mittagspause

14:10

Konzepte zur Entschichtung von schadstoffbelasteten Altanstrichen auf Altmetall

  • Aktuelle Situation
  • Mögliche Anwendungen zur Entschichtung eines Sicherheitsbehälters
  • Erläuterung des RPR Induktionsverfahrens
  • Erläuterung des Magnetcrawlers

Stephan Bergander, Geschäftsführer, Tiefenbach Oberflächentechnik GmbH, Duisburg

14:50

Magnet-Separation von Korngemischen zur Abfallminimierung beim WASS Verfahren

  • Rückbau kerntechnischer Anlagen
  • Sekundärabfallbehandlung
  • Reduzierung des radioaktiven Abfalls
  • Aufbau und Funktion der Separationsanlage
  • Steigerung der wirtschaftlichen Attraktivität des WASS-Verfahrens

Dipl.-Phys. Carla-Olivia Krauß, wissenschaftliche Mitarbeiterin, Prof. Dr.-Ing. Sascha Gentes, Dipl.-Ing. Alexander Heneka, Karlsruher Institut für Technologie, Karlsruhe

15:30

Abschlussdiskussion und Zusammenfassung durch den Konferenzleiter

15:40

Ende der Veranstaltung

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Herausforderungen hinsichtlich Technik, Organisation & Recht

Der Rückbau kerntechnischer Anlagen ist sowohl unter technischen, organisatorischen als auch rechtlichen Aspekten eine große Herausforderung. Schließlich müssen alle Gefahren für Personal und Umwelt sicher beherrscht sowie komplexe gesetzliche Vorgaben eingehalten werden. Gleichzeitig sollen die Kosten nicht aus dem Ruder laufen. Wie dieser Spagat gelingt, erfahren Sie auf der VDI-Konferenz „Rückbau kerntechnischer Anlagen“ von renommierten Experten.

Sie lernen auf der Konferenz, welche Rolle das Change-Management spielt, wenn Mitarbeiter aus dem Leistungsbetrieb in Stilllegungs- und Rückbauprojekte eingebunden werden. Außerdem erfahren Sie, wie Sie Hemmnisse bei der Übergabe deponierfähiger, „freigemessener“ Abfälle abbauen und wie Sie mit Gefahrstoffen wie Asbest und PCB umgehen. Die Konferenz vermittelt Ihnen das notwendige Rüstzeug, um Stilllegungs- und Rückbauprojekte erfolgreich zu steuern und zu managen.

Wer sollte an der VDI-Konferenz teilnehmen?

Die VDI-Konferenz „Rückbau kerntechnischer Anlagen“ richtet sich an Fach- und Führungskräfte mit dem Aufgabengebiet Rückbau. Insbesondere angesprochen sind Mitarbeiter von:

  • Anlagenbetreibern 
  • Beratungs-, Planungs- und Ingenieurbüros
  • Forschungs- und Überwachungsinstitutionen

Abendveranstaltung inklusive

Am Abend des 1. Konferenztags lädt Sie das VDI Wissensforum zu einem Get-together ein. Hier können Sie in ungezwungener Atmosphäre mit Kollegen und Referenten die gewonnenen Erkenntnisse diskutieren, neue Kontakte knüpfen und Ihr Netzwerk ausbauen.

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Sie möchten wissen, welche technischen, organisatorischen und rechtlichen Aspekte Sie beim Rückbau kerntechnische Anlagen berücksichtigen müssen? Und von konkreten Beispielen aus der Praxis lernen? Dann melden Sie sich jetzt zu dieser Konferenz an.

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