Konferenz

Rückbau kerntechnischer Anlagen

  • Diskutieren Sie mit führenden Experten technischen, rechtlichen und organisatorischen Aspekten beim Rückbau kerntechnischer Anlagen.
  • Hören Sie den mit Spannung erwarteten Vortrag von Wolfram König, dem Präsidenten des Bundesamtes für kerntechnische Entsorgungssicherheit (BfE).
  • Tauschen Sie sich zu bereits erfolgreich durchgeführten Rückbauprojekten aus.
  • Knüpfen Sie wertvolle neue Kontakte und pflegen Sie Ihr berufliches Netzwerk.
     
Rückbau kerntechnischer Anlagen – VDI-Konferenz

Diskutieren Sie auf der VDI-Konferenz „Rückbau kerntechnischer Anlagen“ mit Experten aus Wissenschaft, Industrie und Behörden, wie Sie komplexe Rückbauprojekte erfolgreich planen und durchführen. Die Konferenz zeigt u. a. Chancen zur Standardisierung im Genehmigungsprozess auf und stellt die aktuellen Stände bei der Endlagersuche vor. Einen breiten Raum nimmt der Erfahrungsaustausch zu bereits durchgeführten Rückbauprojekten ein, der Ihnen wertvolle Orientierungshilfen für eigene Projekte gibt.

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Rückbau der EnBW-Kernkraftwerke
Autor : Jörg Michels, Geschäftsführung, EnBW Kernkraft GmbH

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Technische, rechtliche und organisatorische Herausforderungen meistern

Kaum eine andere Aufgabe ist so anspruchsvoll wie der Rückbau kerntechnischer Anlagen. Über einen Zeitraum von mehr als 10 Jahren arbeiten die unterschiedlichsten Berufsgruppen und Gewerke in den Rückbauprojekten zusammen. Außerdem müssen eine Vielzahl an gesetzlichen Vorgaben eingehalten und komplexe Genehmigungsverfahren durchlaufen werden. Wie Sie diese Herausforderungen meistern und gleichzeitig die Kosten im Griff behalten, erfahren Sie auf der VDI-Konferenz „Rückbau kerntechnischer Anlagen“.

Auf der Konferenz lernen Sie u. a., wie Sie Rückbauprojekte erfolgreich organisieren und Gefahren für Umwelt und Personal sicher beherrschen. Weitere Themen sind der Abbau von Hemmnissen bei der Übergabe deponierfähiger Abfälle, die Endlagersuche sowie die noch erforderlichen Arbeiten an der Schachtanlage Asse und dem Endlagerschacht Konrad.

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Programmablauf der Konferenz

04. Juli 2018

08:30

Registrierung

09:30

Begrüßung und Eröffnung

Prof. Dr.-Ing. Sascha Gentes, Karlsruher Institut für Technologie (KIT)

Endlagerung radioaktive Abfälle - Standortsuche, Bedingungen, Aufgabenstellungen

09:40

Zwischen- und Endlagerung radioaktiver Abfälle als gesellschaftliche und technische Herausforderung

  • Die Historie der nuklearen Entsorgung
  • Aktuelle Entwicklungen in der Zwischen- und Endlagerung radioaktiver Abfälle
  • Die Standortsuche für ein Endlager für hochradioaktive Abfälle und die Beteiligung der Öffentlichkeit

Dipl.-Ing. Wolfram König, Präsident, Bundesamtes für kerntechnische Entsorgungssicherheit (BfE), Berlin

10:20

Endlager Konrad - aktueller Stand der Vorbereitungen

  • Grundelemente des Endlagerkonzeptes
  • Anlagentechnik des Teilprojektes Schächte
  • Geotechnik des Teilprojektes Grube
  • Herausforderungen und Lösungsansätze

Dr. Thomas Lautsch, Geschäftsführer, Bundesgesellschaft für Endlagerung mbH, Peine

11:00

Kaffeepause

11:30

Rückholung der radioaktiven Abfälle aus der Schachtanlage Asse II

  • Schachtanlage Asse II, Randbedingungen und gesetzlicher Auftrag
  • Vorgehensweise bei der Planung der Rückholung
  • Ermittlung von Planungsgrundlagen
  • Technische Konzepte

Dipl.-Ing. Dirk Laske, Leiter Rückholung, Bundesgesellschaft für Endlagerung mbH, Salzgitter

Genehmigungsverfahren für Stilllegung und Rückbau effektiv nutzen

12:10

Atomrechtliche Genehmigungsverfahren beim Übergang vom Leistungsbetrieb in den Rückbau

  • Genehmigungskonzepte für unterschiedliche Ausgangssituationen der Kernkraftwerke
  • Schwerpunkte nach atomrechtlichen Genehmigungsverfahren nach § 7 Abs. 3 AtG
  • Veränderungen der betrieblichen Regelungen und der aufsichtlichen Begleitung
  • Vorbereitungen auf den Übergang vom Leistungsbetrieb in den Rückbau

Dr.-Ing. Cord-Henrich Lefhalm, Leiter Regulierung/Genehmigungen Kernkraftwerke, RWE Nuclear GmbH, Essen, Frank Staude, Kernkraftwerk Gundremmingen GmbH, Gundremmingen

12:50

Mittagspause

14:00

Ablauf einer Genehmigung zur Stilllegung und zum Abbau eines Kernkraftwerks aus Sicht des Betreibers

  • Timeline / Meilensteine zur Erlangung einer Genehmigung
  • Beteiligte Personen / Organisationen / Institutionen im Prozess Genehmigung
  • Genehmigungsschritte und Genehmigungsumfang

Dipl.-Ing. Anke Küther, Genehmigung und Aufsicht, Dipl.-Ing. Joachim Schrickel, Dr.-Ing. Tino Angel Ortega Gomez, EnBW Kernkraft GmbH, Philippsburg

Entsorgung der verschiedenen Abfälle effizient planen

14:40

Ganzheitliche Entsorgungsplanung vom Rohabfall zum endlagerfähigen Gebinde

  • Auswirkungen der neuen Rahmenbedingungen in der nuklearen Entsorgung auf die Rückbauplanung
  • Bestandteile der ganzheitlichen Entsorgungsplanung
  • Ganzheitliche Entsorgungsplanung am Beispiel der optimierten Verpackungsplanung
  • Strategien für die Endlagerdokumentation für Alt- und Neuabfälle

Dr.-Ing. Anton Philipp Anthofer, Gruppenleiter Nukleare Dienstleistungen, VPC GmbH, Dresden

15:20

Kaffeepause

15:50

Entsorgung freigegebener mineralischer Baustoffe aus dem Rückbau von Kernkraftwerken

  • Einführung in die Grundlagen der Freigabe nach § 29 Strahlenschutzverordnung
  • Uneingeschränkte Freigabe von mineralischen Baustoffen aus diesem Rückbau
  • Freigabe von mineralischen Baustoffen aus diesem Rückbau zur Beseitigung auf Deponien

Dipl.-Ing. Nicole Barth, Referentin, Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg, Stuttgart

16:30

Schadstoffsanierung beim Rückbau kerntechnischer Anlagenbauteile im Restbetrieb

  • Vorstellung / Status der vorzustellenden kerntechnischen Anlage
  • Baustelleneinrichtung zur Schadstoffsanierung des Kraftwerks
  • Beispielhafte Schadstoffsanierungen in Teilbereichen des Kraftwerks
  • Erschwernisse und Besonderheiten bei den Schadstoffsanierungen

Dipl.-Ing. Dirk Gattorf, Selbständiger Ingenieur, DMG Ingenieurbüro, Dipl.-Ing. Dirk Gattorf, Künzell

17:10

Von der Freimessung bis zur „grünen Wiese“ - ein Überblick

  • Rechtlicher Rahmen: §29 StrlSchV, DIN-Normen und deren Auswirkungen auf die gelebte Praxis, Handlungsanleitungen zur Deponierung
  • Freigabewerte und Freigabepfade (uneingeschränkt, eingeschränkt)
  • Beispiel: Technische Durchführung „Von der DABN bis zur Freigabe“
  • Interessierte Öffentlichkeit, Deponien, unerwartete Probleme

Dr. rer. nat. Thomas Wunderlich, Abteilungsleiter Strahlenschutz, Dr. rer. nat. Thomas Wilhelm, Dr. rer. nat. André Milz, TÜV SÜD Energietechnik GmbH Baden-Württemberg, Filderstadt-Bernhausen

17:50

Ende des ersten Veranstaltungstages

ab 19:00

Get-together

Zum Ausklang des ersten Veranstaltungstages lädt Sie das VDI Wissensforum zu einem Get-together ein. Nutzen Sie die entspannte Atmosphäre, um Ihr Netzwerk zu erweitern und mit anderen Teilnehmern und Referenten vertiefende Gespräche zu führen.

05. Juli 2018

Erfahrungen aus dem Rückbau wirkungsvoll einbringen

09:00

Rückbau von über 20 Leistungsreaktoren in Deutschland - eine hervorragende Basis für die Vielzahl paralleler Projekte im nächsten Jahrzehnt

  • Rückblick auf die Rückbauerfahrungen
  • Status Quo und Herausforderungen
  • Steuerungsmodell zur Effizienzsteigerung
  • Grundsätze und Ziele für Rückbauflotte

Dipl.-Ing. Uwe Altmann, Leiter CoC Rückbau und Entsorgung, PreussenElektra GmbH, Hannover

09:40

Spezieller Überblick über aktuelle Projekte im Rückbau kerntechnischer Anlagen

  • Anlagentechnische Ausgangsbedingungen für den Rückbau dieser kerntechnischen Anlagen
  • Besonderheiten bei der Primärkreisdekontamination
  • Herausforderung: Zerlegung Reaktordruckbehälter
  • Schritte zur Erlangung der Gebäudefreigabe

Dr.-Ing. Carmen Isabella Krau, Rückbau und Consulting, Wolfgang Hube

10:20

Kaffeepause

Dienstleistungen des Rückbaus im Ausland erfolgreich anbieten

10:50

Aktivitäten internationaler Organisationen im Bereich Stilllegung

  • Überblick über Aktivitäten bei der IAEA in Wien und der OECD/NEA in Paris
  • Vertiefte Darstellung der Arbeiten der Working Party on Decommissioning and Dismantling (WPDD) der OECD/NEA

Dr. Bernd Rehs, Fachgebietsleiter, Bundesamtes für kerntechnische Entsorgungssicherheit (BfE), Salzgitter

11:30

Chancen deutscher Rückbau-Dienstleister im Ausland – Erfahrungen in Japan, Südkorea und der Schweiz

  • Rückbaudienstleistungen in Asien und im deutschsprachigen Ausland
  • Schwerpunkte für Dienstleistungsbedarf im Rückbau
  • Kulturelle, fachliche und organisatorische Anforderungen am Beispiel Japan, Südkorea und Schweiz

Dr. Jens-Uwe Schmollack, Fachgebietsleiter Kerntechnik und Strahlenschutz, TÜV Rheinland Industrie Service GmbH, Köln, Dipl.-Ing. Ulrich Karl Kappenberg, TÜV Rheinland Schweiz GmbH, Worblaufen (Schweiz)

12:10

Mittagspause

Technische Konzepte im Rückbau

13:20

Zerlegung und Verpackung von Reaktordruckbehälter-Einbauten

  • Europäische Erfahrungen beim Rückbau von Kernkraftwerken
  • Fernhantierbare Geräte und Verfahren zur Unterwasserzerlegung
  • Zulassung von technischen Einrichtungen bei unterschiedlichen Regelwerken, Anwendbarkeit internationaler Normen
  • Lösung der Probleme der Wasserreinhaltung zur Verbesserung der Sichtverhältnisse und Minimierung von Dosisbelastungen am Beckenflur

Dr. Bernhard Wiechers, Produktmanager Rückbau, Hans-Ulrich Vogt, Westinghouse Electric Germany GmbH, Mannheim

14:00

Planung eines Betonbearbeitungs- und Bereitstellungzentrums zur Konditionierung von Betonblöcken der Kontrollbereichsgebäude

  • Rückbau kerntechnischer Einrichtungen
  • Freimessung an stehenden Gebäuden
  • Entsorgung radioaktiven Abfalls
  • Betonbearbeitungs- und Bereitstellungszentrum

Dipl.-Ing. Ralf Borchardt, Leiter Projektmanagement, Dipl.-Ing. Karsten Beier, EWN-Entsorgungswerk für Nuklearanlagen GmbH, Rubenow

14:40

Mechanischer Abtrag kontaminierter Oberflächen

  • Abgrenzung staubarme System – emissionsarme Verfahren bei Tätigkeiten mit Schadstoffen
  • Abrasives Abtragen mittels Schleifen oder Fräsen von Oberflächen und effektive Gestaltung der Abscheidung und Absaugung der gefährlichen Stäube
  • Einsatzmöglichkeiten vom Schleifen oder Fräsen
  • Möglichkeiten der Fußboden-, Wand- und Deckenbearbeitung
  • Anforderung an die Schutzmaßnahmen bei diesen Arbeiten
  • Anwendungsgrenzen

Dipl.-Wirt.-Ing. Jens Lupmann, Leiter Schulungscenter, ASUP GmbH, Seevetal

15:20

Abschlussdiskussion

15:30

Ende der Veranstaltung

Für wen ist diese VDI-Konferenz gedacht?

Die VDI-Konferenz „Rückbau kerntechnischer Anlagen“ richtet sich an Fach- und Führungskräfte, die an der Planung, Durchführung oder der Genehmigung von Rückbauprojekten beteiligt sind. Angesprochen sind u.a.:

  • Anlagenbetreibern
  • Beratungs-, Planungs- und Ingenieurbüros
  • Abbruchunternehmen
  • Forschungs- und Überwachungsinstitutionen

Abendveranstaltung plus optionaler Spezialtag

Das VDI Wissensforum lädt Sie am Abend des ersten Veranstaltungstages zu einem Get-together ein. Hier haben Sie die Gelegenheit, sich mit Kollegen und Referenten auszutauschen, neue Kontakte zu knüpfen und Ihr berufliches Netzwerk gezielt zu erweitern.

Allen, die ihr Wissen im Bereich Umweltrecht ausbauen möchten, empfehlen wir den Spezialtag „Verwaltungsrechtliche Randbedingungen beim Rückbau kerntechnischer Anlagen“. Wenn Sie Spezialtag und Konferenz zusammen buchen, profitieren Sie vom vergünstigten Kombipreis.

Sichern Sie sich Ihren Konferenzplatz

Sie möchten wissen, wie Sie komplexe Rückbauprojekte erfolgreich durchführen? Sie wollen anhand konkreter Praxisbeispiele erfahren, wie Sie dabei die Kosten im Griff behalten? Dann buchen Sie jetzt die VDI-Konferenz „Rückbau kerntechnischer Anlagen“.
 

Veranstaltungsnummer : 06KO071

Rückbau kerntechnischer Anlagen

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+49(0)2116214-201
+49(0)2116214-154
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Teilnehmerstimmen

Oliver Fath,
Kerntechnische Entsorgung Karlsruhe GmbH

Sehr interessante Gespräche; Einblick in Innovationen.

Axel Grüßner,
E.ON Kernkraft GmbH

Die Themenauswahl hat mir besonders gut gefallen. Die Zeiten wurden gut eingehalten, d. h. längere, nicht so interessante Diskussionen werden gut begrenzt. Es wurde gut referiert.

Aussteller

  • ASUP GmbH
  • Krantz GmbH
  • VPC GmbH