In diesem Seminar lernst du, moderne Methoden der Kunststoff- und Bauteilsimulation sicher anzuwenden. Du verstehst darüber hinaus die Besonderheiten polymerer Werkstoffe, kannst Material- und Prozessdaten korrekt bewerten und erfährst, wie digitale Werkzeuge die Entwicklungsprozesse massiv beschleunigen.
Du erfährst, wie sich das reale Verhalten von Kunststoffbauteilen in der Simulation zuverlässig abbilden lässt. Du erhältst ein fundiertes Verständnis dafür, wie Werkstoffeigenschaften, Spritzgussprozess und strukturelle Belastungen zusammenwirken und wie diese Effekte in modernen Simulationsmethoden berücksichtigt werden. Das Seminar zeigt dir praxisnah, wie geeignete Materialmodelle ausgewählt, Werkstoffdaten sinnvoll genutzt und Prozess- sowie Struktursimulation miteinander gekoppelt werden. Dadurch können typische Probleme wie Verzug, anisotrope Bauteileigenschaften oder zeitabhängige Materialeffekte bereits in der Entwicklungsphase erkannt und bewertet werden.
Du gewinnst damit die Fähigkeit, Simulationsergebnisse sicher zu interpretieren, Bauteile realitätsnäher auszulegen und Entwicklungsprozesse effizienter zu gestalten. Ziel ist es, die virtuelle Bauteilauslegung so einzusetzen, dass Entwicklungszeiten verkürzt, Prototypenschleifen reduziert und die Bauteilzuverlässigkeit erhöht werden. Nach dem Seminar bist du in der Lage, realistische FEM-Analysen durchzuführen, Prozess–Struktur–Zusammenhänge zu bewerten und Simulationsergebnisse kritisch zu hinterfragen. Zudem erhältst Hilfsmittel wie Checklisten und Praxisbeispiele, die dich auch nach dem Seminar im Alltag unterstützen.