Lärm steckt oft in jedem technischen Produkt, wird jedoch meist zu spät erkannt. Gerade Ingenieur*innen wissen: Je weiter ein Projekt fortschreitet, desto schwieriger und teurer wird die nachträgliche Lärmreduzierung. Die größten Einflussmöglichkeiten, um ein Produkt auf geringe Lärmemissionen hin zu optimieren, bestehen daher in der frühen Projektphase, wenn das Konzept und das Design noch anpassbar sind. In späten Projektphasen kann oft nur noch Schadensbegrenzung betrieben werden. Der Kern der technischen Akustik setzt damit in den frühen Projektphasen an, um Aufwand und Kosten für die Lärmminderung gering zu halten.
Lärm entsteht in Maschinen und Produkten nach einem klaren Muster, das in drei Stufen unterteilt werden kann.
1. Lärmanregung
Hier liegt der Ursprung des Lärms, zum Beispiel durch:
- dynamische Zahnkräfte in Zahnrad-Verzahnungen
- Arbeitsvorgänge von Pumpen
- elektrische Wechselkräfte in Elektromotoren oder
- Stoß- und Schlagvorgänge.
Diese Anregungsmechanismen hängen oft direkt mit der eigentlichen Funktion des Produktes zusammen. Beispielsweise ist es Sinn und Zweck eines Zahnradgetriebes, Drehbewegungen und Drehmomente zu übertragen, was unweigerlich zu einer akustischen Anregung in Form von dynamischen Zahnkräften im Zahneingriff führt.



