Schlüsseltechnologien strategisch vorantreiben
Tagungsleiter Thomas Pfund, Schaeffler Automotive Buehl, wies in seinen einführenden Worten auf aktuelle Herausforderungen der Geopolitik, die hohe Marktvolatilität und den allgegenwärtigen Preisdruck hin: „Europas Wettbewerbsfähigkeit hängt davon ab, strategische Schlüsseltechnologien konsequent voranzutreiben, von Software Defined Vehicles und Applied AI bis zu Systemintegration, Kreislaufwirtschaft und einer stärkeren Zusammenarbeit zwischen Industrie und Wissenschaft.“
Trend zu Software Defined und AI Defined Vehicles
Unsicherheit wird zum Normalzustand, so brachte es Derek de Bono, Software Defined Vehicle Vice President bei Valeo, in seiner Keynote auf den Punkt. Er beschrieb sowohl die aktuellen Herausforderungen als auch die Chancen, die sich mit Software Defined und AI Defined Vehicles verbinden. Diese Technologien, so de Bono, verändern die Fahrzeugentwicklung grundlegend, Rechenleistung wird zum entscheidenden Schlüssel: „Mehr Daten, leistungsfähige Chips und moderne Speicherarchitekturen bilden die Grundlage für künftige Fahrzeugfunktionen wie agentische KI oder Robotaxis.“ Da die Hersteller zugleich mehrere Transformationen meistern müssen, entscheide in Zukunft insbesondere ein hohes Maß an Anpassungsfähigkeit über den Erfolg.
Chancen der Industrial AI nutzen
Zu mehr Agilität und Flexibilität können in der Fahrzeugentwicklung ganz wesentlich die Möglichkeiten der KI beitragen. Prof. Dr. Hans Uszkoreit, Scientific Director am Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI), machte deutlich: „Europas Chancen liegen nicht bei KI-Basismodellen, sondern in leistungsfähigen B2B-KI-Anwendungen.“ Hier sei die langfristig gewachsene Expertise um Engineering und Prozesse ein wesentlicher Vorteil der etablierten Industrien. „Foundation Models werden zum technologischen Fundament von Industrial AI“, so Prof. Dr. Uszkoreit.