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KI & Autonome Systeme in der Wehrtechnik

KI & Autonome Systeme in der Wehrtechnik

Wie transformierst du zivile KI-Modelle in robuste Defence-Anwendungen?

Als Entwickler*in oder Systemarchitekt*in transformierst du zivile KI-Modelle, indem du Algorithmen deterministisch modifizierst und auf resilienten Edge-Architekturen hardwarenah härtest. In unseren Weiterbildungen lernst du, softwaredefinierte Wehrtechnik für GNSS-denied Umgebungen so auszulegen, dass missionskritische Systeme autark operieren. Damit beschleunigst du die Entscheidungsfindung im OODA-Loop aktiv und sicherst die technologische Souveränität sowie ITAR-Freiheit ab dem Zeithorizont 2027+. 


Deine Vorteile 

  • Du modifizierst zivile KI-Architekturen deterministisch für die strengen Anforderungen des Defence-Sektors.
  • Du beherrschst die Hardware-Auslegung eingebetteter Systeme unter extremen thermischen Limits und dem 1-Watt-Energiebudget.
  • Du erlernst die satellitenunabhängige Navigation über physikalische Ersatzverfahren in GNSS-denied Umgebungen.
  • Du programmierst mathematisch verifizierbare Systemgrenzen mittels deterministischer Softwarekomponenten und Geofencing.
  • Du realisierst die europäische digitale Souveränität und ITAR-Freiheit durch den Einsatz offener RISC-V-Architekturen ab 2027+.
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Technologische Souveränität und Cyber-Resilienz für missionskritische Systeme

Die wehrtechnische Zeitenwende verlangt im Defence-Sektor eine fundamentale Transformation von klassischen Hardware-Plattformen hin zu softwaredefinierten Wehrtechniken. Um die militärische Entscheidungsfindung im OODA-Loop (Observe-Orient-Decide-Act) entscheidend zu beschleunigen, müssen moderne unbemannte Systeme (UxS) große, unstrukturierte Datenmengen in Echtzeit verarbeiten. Das VDI Wissensforum vermittelt dir die ingenieurstechnischen Kompetenzen, um zivile Spitzenforschung aus Branchen wie dem autonomen Fahren (Level 4/5 Autonomie) deterministisch zu modifizieren, radikal zu härten und auf resilienten Edge-Architekturen einsatzbereit zu machen. 


Embedded-Architekturen unter extremen SWaP-C-Restriktionen

Bei der Entwicklung feldtauglicher Systeme stößt du unweigerlich auf fundamentale Hardware-Flaschenhälse wie die Memory Wall. Die Verarbeitung hochkomplexer KI-Modelle darf die strengen SWaP-C-Restriktionen (Size, Weight, Power, and Cost) der Einsatzplattformen nicht durchbrechen. Du lernst in den Weiterbildungen, eingebettete Systeme unter extremen thermischen und energetischen Limits von unter 1 Watt Energiebudget auf Chiplevel-Ebene auszulegen. Durch den gezielten Einsatz von ASICs, FPGAs und dedizierten neuronalen Prozessoren (NPUs) realisierst du eine hocheffiziente Multi-Sensor-Datenfusion. Über Architekturen mit Zero-CPU-Overhead, direkten Speicherzugriff (DMA) und MIPI-CSI-Schnittstellen leitest du unstrukturierte Datenströme direkt am Hauptprozessor vorbei in den SRAM, um kritische Latenzen bei der prädiktiven Zielbekämpfung vollständig zu eliminieren. 


Autonome UxS-Navigation in GNSS-denied Umgebungen

Im modernen Einsatzraum ist eine permanente Verfügbarkeit von Satellitensignalen nicht mehr gewährleistet. Wenn Systeme durch feindliches Jamming oder Spoofing blockiert oder manipuliert werden, müssen unbemannte Einheiten vollständig autark operieren. Du erfährst, wie du MUM-T-Szenarien (Manned-Unmanned Teaming) und Schwarmintelligenz über herstellerunabhängige, modulare Ökosysteme wie AuterionOS und dedizierte Skynode-Hardware umsetzt. Der Fokus liegt auf der Implementierung robuster physikalischer Ersatzverfahren zur Positionsbestimmung. Durch die Verknüpfung von Inertialen Navigationssystemen (INS) mit hochentwickelter visueller Navigation (Visual Odometry) beherrschen deine autonomen Systeme die präzise Lokalisierung auch in GNSS-denied Umgebungen über alle Domänen hinweg. 


Deterministische HIL/SIL-Absicherung und agile Sourcing-Resilienz

Klassische Softwaretests versagen bei stochastischen KI-Modellen, da Phänomene wie Modell-Drift unter dynamischen Einsatzbedingungen die Validierung erschweren. Du lernst, virtuelle 3D-Simulationsumgebungen zur gezielten Generierung kritischer Edge-Cases für die softwarebasierte Absicherung (SIL) aufzubauen, bevor die reale Einbindung physischer Flight-Controller in Hardware-in-the-loop-Testumgebungen (HIL) erfolgt. Um die unberechenbare Natur von KI-Modellen zu beherrschen, integrierst du eine kontinuierliche Laufzeitüberwachung (Runtime Monitoring). Diese nicht-lernenden, deterministischen Softwarekomponenten dienen als mathematisch verifizierbarer Umschaltschutz und garantieren, dass Richtlinien wie Geofencing oder vordefinierte Einsatzregeln (Human-in/on/out-of-the-loop) niemals durchbrochen werden. Gleichzeitig bereitet dich die Weiterbildung strategisch auf den Ausschreibungshorizont 2027+ vor: Durch den Wechsel von proprietären, außereuropäischen, monolithischen ASICs hin zu offenen RISC-V-Befehlssatzarchitekturen (ISA) und modernem Chiplet-Packaging auf einem gemeinsamen Interposer sicherst du die vollständige ITAR-Freiheit, eliminierst verdeckte Backdoors und etablierst eine krisenfeste Lieferketten-Resilienz. 


Technische Spezifikationen, Normen und Validierungs-Standards

Für die Zulassung und Validierung cyber-resilienter, autonomer Systeme im Defence-Bereich bilden standardisierte Engineering-Prozesse und anerkannte Normen das fundamentale Fundament: 

ISO 26262 / ISO 21448 (SOTIF)

Funktionale Sicherheit und Beherrschung von Leistungsbeschränkungen, übertragen aus der zivilen automobilen Sensorfusion auf wehrtechnische Systemarchitekturen.

DO-178C

Strengste Zertifizierungsstandards aus der Luftfahrt als methodische Basis für die Absicherung softwaredefinierter Payloads.

STANAG-Konformität

Einhaltung standardisierter NATO-Vorgaben zur Gewährleistung der vollständigen Interoperabilität in multinationalen Multi-Domain Operations.

Energiebudget

Technische Obergrenze für die Auslegung ultra-resilienter Edge-KI-Komponenten auf Modulebene.

Adversarial Attack Testing

Spezifische Prüfverfahren gegen aktive, böswillige Manipulationsversuche von KI-Modell-Signaturen im operativen Feld.


Zielgruppen

Die VDI-Veranstaltungen im Bereich Defence-KI und autonome Systeme richten sich an Fach- und Führungskräfte, die zivile Hochtechnologie in gehärtete, einsatzbereite und normenkonforme Verteidigungssysteme überführen wollen. 

  • Entwicklerinnen und R&D-Ingenieurinnen: Du profitierst von praxisnahen Methoden zur robusteren KI-Modellgestaltung, um unstrukturierte Datenströme direkt am Sensor latenzfrei zu verarbeiten und physikalische Ersatzverfahren für GNSS-denied Umgebungen fehlerfrei zu implementieren.
  • Software-Architektinnen und Systemintegratorinnen: Du lernst, wie du modulare Softwarearchitekturen, herstellerunabhängige Betriebssysteme wie AuterionOS und offene RISC-V-Plattformen nahtlos in bestehende Teilsysteme integrierst, um die vollständige Interoperabilität nach NATO-Standards zu garantieren.
  • Beschafferinnen, Referatsleiterinnen und Behördenvertreter*innen: Du erhältst eine fundierte strategische Entscheidungsgrundlage sowie präzise Checklisten für zukunftssichere Lastenhefte und Ausschreibungen, um ITAR-Freiheit und europäische Souveränitätsvorgaben ab dem Zeithorizont 2027+ verlässlich einzufordern.
  • Zulieferer und Produktionsleiter*innen der Verteidigungstechnik: Du erfährst, wie du innovative Lösungen und KI-Pipelines aus dem zivilen Sektor flexibel automatisierst, das Risiko von Modell-Drift in der Serienfertigung beherrschst und den harten Qualifikationssprung in etablierte militärische Lieferketten meisterst.  

FAQs

Wie wird die Ausfallsicherheit von KI-Modellen ohne Cloud-Anbindung garantiert?

Du lernst, unstrukturierte Datenströme über Zero-CPU-Overhead-Architekturen und direkten Speicherzugriff latenzfrei auf Edge-Ebene zu verarbeiten. Durch die Integration von deterministischen, nicht-lernenden Softwarekomponenten überwachst du das System zur Laufzeit. Diese mathematisch verifizierbare Absicherung fängt potenzielle Modell-Drifts sofort ab und erzwingt die Einhaltung deiner Systemgrenzen. 

Wie unterscheidet sich die wehrtechnische KI-Entwicklung von zivilen Anwendungen?

Zivile KI-Architekturen aus dem autonomen Fahren bilden zwar die technologische Basis, müssen für den Defence-Bereich jedoch radikal gehärtet werden. Du modifizierst die Algorithmen so, dass sie unter extremen thermischen Limits und einem Energiebudget von unter 1 Watt stabil operieren. Zudem integrierst du Schutzmechanismen gegen gezielte Adversarial Attacks, Jamming und Spoofing. 

Wie navigieren unbemannte Systeme bei einem vollständigen GNSS-Ausfall?

Wenn Satellitensignale durch elektromagnetische Störungen blockiert sind, steuerst du autonome Systeme über physikalische Ersatzverfahren. In den Weiterbildungen erfährst du, wie du Inertiale Navigationssysteme (INS) mit hochentwickelter visueller Navigation (Visual Odometry) verknüpfst. Dadurch realisieren deine Systeme eine präzise, autarke Lokalisierung über alle Einsatzdomänen hinweg. 

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