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Weiterbildungen zur Verteidigungsbereitschaft

Weiterbildungen zur Verteidigungsbereitschaft

Wie gelingt dem Mittelstand die wehrtechnische Compliance?

Das BwBBG 2026 und der OPLAN DEU verpflichten zivile Zulieferunternehmen zur industriellen Skalierung ihrer Prozesse. Da zivile Standards nicht eins zu eins übertragbar sind, fordert die Sicherheits- und Verteidigungsindustrie (SVI) spezifische Qualifikationen. Das VDI Wissensforum vermittelt Ingenieur*innen das rechtliche und qualitative Fachwissen, um bestehende Dual-Use-Technologien rechtssicher einzubringen. Qualifiziere dich gezielt, um deine behördliche Zulassungsfähigkeit zu sichern und echte Defence Readiness aufzubauen.


Deine Vorteile 

  • Du verstehst BwPBBG, Sondervermögen, NIS2UmsuCG und KRITIS-Dachgesetz als ein zusammenhängendes Compliance-System.
  • Du erkennst, wann ITAR- oder EAR-Pflichten durch US-Komponenten in deiner Lieferkette ausgelöst werden.
  • Du erfährst, wie ISO 9001, ISO 27001 und AQAP-Standards für die Zusammenarbeit mit BAAINBw zusammenwirken.
  • Du kennst deine Pflichten nach §§ 30, 32 und 38 BSIG auch als nicht direkt KRITIS-verpflichteter Zulieferer.
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Regulatorische Compliance und industrielle Skalierung in der Wehrtechnik

Der erfolgreiche Eintritt in den Defence-Sektor erfordert im Jahr 2026 eine gezielte Härtung ziviler Unternehmensstrukturen. Da zivile Standards nicht eins zu eins auf militärische Kontrollregime übertragbar sind, scheitert der Markteintritt oft an fehlendem Fachwissen. Zulieferunternehmen müssen wehrtechnische Compliance-Vorgaben lückenlos erfüllen, um dauerhaft in der Lieferkette der Sicherheits- und Verteidigungsindustrie (SVI) zugelassen zu werden. Das VDI Wissensforum vermittelt das notwendige ingenieurnahe Fachwissen für diesen strategischen Transferprozess. 


Regulatorische Compliance im Defence-Sektor meistern

Unternehmen sichern sich den dauerhaften Marktzugang durch die strikte Integration nationaler und internationaler Rüstungsrechte. Eine zentrale Hürde ist die fehlerfreie Abwicklung von Ausschreibungsverfahren des Bundesamtes für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr (BAAINBw). Hierbei müssen Zulieferunternehmen im Rügeverfahren Fristen exakt einhalten und Bieterfragen präzise formulieren. 

Im operativen Alltag greifen zudem die strengen Vorgaben des Kriegswaffenkontrollgesetzes (KrWaffKontrG), des Außenwirtschaftsgesetzes (AWG) und der Außenwirtschaftsverordnung (AWV). Beim Einsatz von US-Komponenten müssen Betriebe zusätzlich das US-amerikanische ITAR- und EAR-Regime inklusive des See-Through-Prinzips beherrschen. Der personelle und organisatorische Geheimschutz verlangt darüber hinaus den rechtssicheren Umgang mit Verschlusssachen (VS-NfD). 


Qualitätsmanagement nach NATO-Standards und öffentlichem Preisrecht

Die Zertifizierung eines wehrtechnischen Managementsystems erfordert ein präzises Delta-Mapping zur klassischen ISO 9001. Zulieferunternehmen müssen ihre bestehenden Qualitätsstrukturen zu einem Integrierten Managementsystem (IMS) erweitern, um den vertraglich bindenden NATO-Qualitätssicherungsanforderungen nach AQAP 2110 und AQAP 2130 zu entsprechen. Diese Standards bilden die zwingende Voraussetzung für die staatliche Güteprüfung. 

Parallel dazu erzwingt die staatliche Preisprüfung eine grundlegende Umstellung der betrieblichen Buchhaltung. Nach den Vorgaben der Verordnung über die Preise bei öffentlichen Aufträgen (VO PR 30/53) müssen Unternehmen Markt- und Selbstkostenpreise strikt trennen. Eine fehlerfreie Kalkulation minimiert Haftungsrisiken und sichert die Zulassungsfähigkeit im Beschaffungsprozess. 


Wehrtechnisches Systems Engineering und industrielle Skalierung

Die industrielle Skalierung im Defence-Bereich übersetzt zivile High-Tech-Lösungen in massenproduzierbare und einsatzreife Militärsysteme. Im Projektbezogenen Beschaffungs- und Nutzungsverfahren (PBN) steuern Projektleiter*innen die gesamte Entwicklung über das wehrtechnische V-Modell und ein lückenloses Requirements Engineering. Aufgrund langer Produktlebenszyklen von mehreren Jahrzehnten ist ein proaktives Konfigurations- und Obsoleszenzmanagement erforderlich, um die Versorgung von Systemen langfristig zu planen. 

Der technologische Transfer aus zivilen Branchen verlangt zudem eine physische Härtung der Komponenten. Sensorik oder autonome KI müssen extremen Vibrationen, Temperaturbereichen und der elektromagnetischen Verträglichkeit (EMV) standhalten. Die Zusammenarbeit mit Hauptauftragnehmern (OEMs) erfolgt in klar regulierten Tier-Strukturen unter strikter Vertraulichkeit. 


Zukunftstechnologien und technologische Resilienz in der Produktion

Moderne Verteidigungssysteme basieren zunehmend auf softwarezentrierten Architekturen und modularer Hardware. Das Konzept des Software-Defined Defence (SDD) ermöglicht die schnelle Integration digitaler Innovationen. Über den Modular Open Systems Approach (MOSA) binden Zulieferunternehmen zivile Software agil in militärische Plattformen ein. 

Finanzielle Planungssicherheit für den Aufbau dieser wehrtechnischen Fertigungskapazitäten bieten die staatlichen Budgets. Die Aufträge werden maßgeblich über den regulären Wehretat sowie das Sondervermögen Bundeswehr finanziert und gesteuert.


Rechtliche Meilensteine und normative Standards deiner Qualifizierung

Rüstungs- und Außenwirtschaftsrecht

Du lernst die rechtssichere Anwendung von KrWaffKontrG, AWG, AWV sowie ITAR und EAR in unserem spezialisierten Compliance-Grundlagenkurs. 

Qualitätsmanagement und Güteprüfung 

Das zwingende Delta-Mapping zwischen der ISO 9001 und den NATO-Standards AQAP 2110 sowie AQAP 2130 ist Kernbestandteil unserer Qualitätsmanagement-Seminare. 

Beschleunigtes Vergaberecht 

Wie du Ausschreibungsverfahren des BAAINBw unter dem neuen BwBBG 2026 rechtssicher abwickelst, erfährst du im Intensivtraining für Rüstungsvergabe. 

Öffentliches Preisrecht 

Die exakte kalkulatorische Trennung von Markt- und Selbstkostenpreisen nach VO PR 30/53 erarbeitest du dir im Praxis-Workshop für Defence-Finanzen. 

Nationale Resilienz und Geheimschutz

Unsere Sicherheits-Schulungen bereiten dich auf personelle Überprüfungen nach SÜG, den Umgang mit VS-NfD sowie die Anforderungen des NIS2UmsuCG vor. 

Informationssicherheit in der Supply Chain 

Die Implementierung von Cyber-Schutz nach ISO 27001 und TISAX zur Sabotageabwehr wird in den Defence-IT-Kursen praxisnah vermittelt. 


Zielgruppen der Weiterbildungen zur Verteidigungsbereitschaft

  • Ingenieur*innen und Konstrukteur*innen
    Du erfährst, wie du zivile High-Tech-Komponenten durch gezielte Härtung gegen EMV, extreme Vibrationen und Temperaturbereiche für die militärische Einsatzrealität modifizierst.
  • Projektleiter*innen und technische Führungskräfte
    Du lernst die Steuerung komplexer Entwicklungszyklen über das wehrtechnische V-Modell sowie das proaktive Konfigurations- und Obsoleszenzmanagement für jahrzehntelange Produktlebenszyklen.
  • Qualitätsmanagement-Beauftragte
    Du meisterst das exakte Delta-Mapping zwischen der ISO 9001 und den NATO-Sicherheitsanforderungen nach AQAP 2110 sowie 2130, um dein Unternehmen fehlerfrei durch die staatliche Güteprüfung zu führen.
  • Compliance-Officer und Einkäufer*innen
    Du durchdringst die rechtlichen Hürden des BwBBG 2026, des KrWaffKontrG sowie der ITAR/EAR-Regime und sicherst die behördliche Zulassungsfähigkeit im Beschaffungsprozess des BAAINBw. 

FAQs

Warum sind spezialisierte Weiterbildungen zur Verteidigungsbereitschaft für Rüstungszulieferer notwendig?

Nur wer KrWaffKontrG, Geheimschutz und NATO-Standards (AQAP) beherrscht, bleibt im Beschaffungsprozess (BAAINBw) zulassungsfähig. Unsere Zertifikate weisen diese Qualifikation rechtssicher nach. Die Weiterbildungen bieten eine direkte Verknüpfung von technischem Fachwissen mit dem realen Marktzugang. 

Welche Voraussetzungen müssen zivile Zulieferunternehmen erfüllen, um an wehrtechnischen Ausschreibungen des BAAINBw teilzunehmen?

Zivile Unternehmen müssen nachweisen, dass sie die wehrtechnische Compliance und die geforderten Sicherheitsstandards lückenlos beherrschen. Neben der zivilen ISO 9001 sind dafür spezifische NATO-Qualitätsanforderungen sowie der Nachweis einer robusten Cybersecurity in der Supply Chain zwingend erforderlich. Zudem müssen Fristen im Rügeverfahren exakt eingehalten und Bieterfragen rechtssicher formuliert werden. Unsere Schulungen bereiten dich und deine Mitarbeiter*innen gezielt auf diese behördlichen Kriterien im Beschaffungsprozess vor. 

Wie unterscheidet sich die NATO-Zertifizierung nach AQAP von einem klassischen Qualitätsmanagement nach ISO 9001?

Die Standards AQAP 2110 und AQAP 2130 beinhalten vertraglich bindende Zusatzanforderungen der NATO, die weit über die zivile ISO 9001 hinausgehen. Sie verlangen unter anderem eine lückenlose Rückverfolgbarkeit, ein wehrtechnisches Systems Engineering nach dem V-Modell sowie die Vorbereitung auf die staatliche Güteprüfung. Ohne dieses Delta-Mapping ist eine Zulassung als Unterauftragnehmer in wehrtechnischen Tier-Strukturen ausgeschlossen. In den VDI-Seminaren lernst du, wie du deine bestehenden Qualitätsstrukturen rechtssicher zu einem Integrierten Managementsystem erweiterst. 

Ab wann benötigt mein Unternehmen eine Sicherheitsüberprüfung nach dem SÜG und wie wird der Geheimschutz im Betrieb umgesetzt?

 Eine personelle Sicherheitsüberprüfung nach dem Sicherheitsüberprüfungsgesetz (SÜG) wird zwingend erforderlich, sobald Mitarbeiter*innen Zugang zu Verschlusssachen (VS-NfD) erhalten oder in sicherheitsempfindlichen Bereichen arbeiten. Organisatorisch müssen Betriebe hierfür physische und digitale Zugriffskonzepte implementieren, um Sabotage und Spionage effektiv abzuwehren. Diese Pflichten gelten im Rahmen des OPLAN DEU und des KRITIS-Schutzes oft auch für nicht direkt verpflichtete Zulieferunternehmen. Unsere Weiterbildungen vermitteln dir die rechtskonforme Umsetzung des Geheimschutzes im eigenen Betrieb. 

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