Kognitive und smarte Robotik: Wie KI die Industrie verändert

Was ist kognitive Robotik – und worin unterscheidet sie sich von klassischer Industrierobotik?

Die Verbindung von Kognitionswissenschaften und Robotik besteht bereits seit einigen Jahrzehnten mit dem Ziel, robotische Systeme durch generalisierte Architekturen kognitiv zu befähigen (Vernon und Metta, 2007). Grundsätzlich zeichnet sich ein kognitiver Roboter durch sensorische Wahrnehmung, Wissensverarbeitung und selbständiges Schlussfolgern aus, um situationsabhängig angemessene Aktionen durchzuführen (Kopp und Steil, 2011, Sandini et al. 2024). Dies steht im Gegensatz zur konventionellen Industrierobotik, bei der klar strukturierte, sich wiederholende Schritte durchlaufen werden. Ein klassisches Beispiel ist das Punktschweißen in einer Automobil-Produktionslinie, bei dem die nahezu gleiche Bahn tausendfach abgefahren wird. 

Aufgrund der Durchbrüche im Bereich des maschinellen Lernens (ML, Machine Learning), einem datenorientierten Teilbereich der künstlichen Intelligenz (KI, Artificial Intelligence, AI), beschleunigt sich die Entwicklung intelligenter robotischer Systeme aktuell enorm. Insbesondere Embodied AI und Physical AI werden mit der Kognitionsbefähigung in Verbindung gebracht. Beide Begrifflichkeiten bezeichnen ein System, das KI-basierte Aktionen physikalisch (verkörpert) umsetzt. Die Definitionen variieren. Die kürzlich erschienene Einordnung der wissenschaftlichen Gesellschaft für Montage, Handhabung und Industrierobotik (MHI) ordnet Physical AI als Oberbegriff ein und Embodied AI als verkörperte KI, die durch einen sense-think-act-Zyklus geprägt ist (MHI, 2026). 

Der aktuelle Stand der Technik kann durch intelligente Robotiksysteme beschrieben werden, die KI und in ersten Ansätzen Embodied und Physical AI nutzen, um flexible Verfahrensabläufe zu ermöglichen. Der Übergang zur vollständigen Kognition steht jedoch noch aus (Mukherjee et al., 2024, Vernon, 2025), könnte aber unter anderem durch die Entwicklung von Foundation Models und KI-Agenten weiter beschleunigt werden. Der Übergang muss durch nachvollziehbare KI-Modelle ermöglicht werden, die auf verschiedene Situationen robust reagieren können und dabei kein Sicherheitsrisiko für Mensch oder Prozess darstellen. 
 

Welche Arten smarter Roboter gibt es und in welchen Bereichen kommen sie zum Einsatz? 

Folgen wir der Definition, dass smarte Roboter auf sich verändernde, nicht direkt vorhersehbare, Bedingungen eingehen können, so kann jedes robotische System durch geeignete Anpassungen smarte Bestandteile enthalten, sofern Hard- und Software das zulassen. Beispielsweise kann das Nachrüsten von Tiefenbildkameras genutzt werden, um bei Pick und Place Aufgaben Objekte an beliebigen Positionen zu erkennen und zu greifen.

Unabhängig davon gibt es Roboter, bei denen intelligente Attribute besonders vorteilhaft sein können. Passende Beispiele sind hier kollaborative und humanoide Roboter. So müssen kollaborative Roboter (Cobots) eine sichere Interaktion mit dem Menschen gewährleisten (vgl. EN ISO 10218), die insbesondere in der direkten Zusammenarbeit durch adaptive Anpassungsfähigkeit unterstützt werden kann. Humanoide Roboter benötigen auf Grund der komplexen Bewegungsabläufe in Kombination mit unvorhersehbaren Ereignissen (bspw. Hindernisse) eine hohe Anforderung an intelligentes Verhalten, sofern diese autonom betrieben werden. 

Auszugsweise lassen sich folgende Arten von smarten Robotern (+ ein zentrales Merkmal) aufführen:

  • Adaptive Industrierobotik (Vision in Kombination mit Bahnplanung)
  • Fahrerlose, mobile Systeme (Kollisionserkennung und -umfahrung)
  • Mensch-Roboter-Kollaboration (dynamische Anpassung an den Menschen)
  • Mobile Servicerobotik (kontextabhängige Entscheidungen durch Benutzer-Interaktion)
  • Humanoide Roboter (Interaktion mit einer sich verändernden Umwelt, Beispiel in Abbildung 1)

Abbildung 1: Aufnahme eines humanoiden Roboters am Lehrstuhl für Produktionssysteme (LPS) der Ruhr-Universität Bochum beim LPS-Robotik-Kongress 2026.

Wo werden smarte Roboter industriell eingesetzt?

Smarte Roboter werden für Aufgaben eingesetzt, die eine flexible Handhabung und Reaktion auf eine sich verändernde Umwelt verlangen. Typische Beispiele sind Pick und Place Aufgaben bei großer Produktvarianz in der Logistik und Produktion. Spannende Anwendungsfelder eröffnen sich darüber hinaus beispielsweise im Bereich des Recyclings, wo eine immense Bauteilvielfalt von Alt-/Rest-Bauteilen verarbeitet wird. Neben Aufgaben für flexible Handhabungen werden KI-Ansätze für Robotik-Anwendungen zur Prozessoptimierung verwendet, um adaptiv auf Prozesszustände reagieren zu können. 

Der Trend zeigt, dass smarte Roboter mehr und mehr Einzug in verschiedene Branchen halten und insbesondere durch ihre neuen Eigenschaften neue Aufgabenbereiche erschließen. Besonders spannend werden hier zukünftig Anwendungsfelder von Cobots sein, die eine direkte Schnittstelle zum Menschen aufweisen und nicht allein in einer Roboterzelle oder einem definierten Sicherheitsbereich agieren. Hier müssen smarte Roboter den Menschen direkt mit einbeziehen und menschliche Bewegungen und Absichten antizipieren, um einen sicheren Betrieb zu unterstützen. So werden sich interessante neue Bereiche im öffentlichen Raum ergeben: Beispielsweise wird an vielen Stellen der Einsatz von smarten Robotern in der Pflege geprüft. 
 

Welche Rolle spielt Machine Vision (maschinelles Sehen) für smarte Roboter?

Machine Vision stellt einen Kernaspekt der KI-Entwicklung für produktionstechnische Systeme dar. Insbesondere die KI-basierte Bildverarbeitung trägt wesentlich zum industriellen KI-Hype bei (MHI, 2026). 

Grundsätzlich ermöglicht die automatisierte Erfassung der Umwelt adaptive Reaktionen und Handlung und ist daher ein Kerncharakteristikum für die Entwicklung smarter Robotik (Pérez et al. 2016). Das betrifft sowohl KI-basierte Machine Vision als auch regelbasierte Ansätze. Sie ermöglicht darüber hinaus den sense-think-act-Zyklus für das physische Anwenden von KI-Modellen im Kontext der Physical und Embodied AI (MHI, 2026). 

Um ein Beispiel zu skizzieren: Zum Greifen von Laborgefäßen, die an undefinierten Stellen liegen, kann Machine Vision die Position der Gefäße durch Tiefenbildauswertungen derart schätzen, dass die Teile gegriffen und folglich bereitgestellt werden können. Zu diesem Zweck wird die 6D-Pose aus Punktwolken durch Transformer geschätzt. 

Bildquelle: Lehrstuhl für Produktionssysteme (LPS)

Abbildung 2: Adaptives Greifen von Laborgefäßen. Links ist der Greifer und die Tiefenbildkamera für die Vision dargestellt. In der Mitte findet sich die KI-Objekterkennung wieder. Rechts ist der Gesamtaufbau mit dem pneumatischen Greifer abgebildet.

Historisch wurden Bilder oder optische Messungen durch regel- und merkmalbasierte Ansätze ausgewertet. Klassisch sind hierbei Pixel-Verteilungen und Helligkeitsverläufe. KI-basierte Computer Vision Ansätze erlauben neben artverwandten Aufgaben (Klassifikation, Kantendetektion) auch die semantische Einordnung. Handelt es sich bei der detektierten Kante lediglich um ein visuelles Artefakt oder um ein Merkmal eines relevanten Objekts? Diese Fragen können zunehmend durch KI-basierte Computer Vision Ansätze direkt adressiert werden. 

Der Erfolg dieser Ansätze hängt jedoch stark von der spezifischen Datengrundlage ab, die zum Trainieren der KI-Modelle genutzt wird. In industriellen Anwendungen werden generalisierende Vision-Modelle häufig durch Domänenanpassung an spezifische Aufgaben und Produktionsumgebungen angepasst. Aktuelle Forschung von Vision Modellen strebt an, neben der Objekterkennung auch semantische Interpretationen zu integrieren und übergeordnet zu agieren. So können beispielsweise Sprachmodelle mit visuellen Eingaben, sogenannte Vision-Language Models (VLMs), gekoppelt werden, um Informationen zu extrahieren und direkt nutzbar zu machen (bspw. SpatialVLM, Chen et al., 2024). Semantische Interpretationen mit geschlussfolgerten Aktionen können zukünftig einen interessanten Übergang zur kognitiven Robotik darstellen (z. B. VLAs Vision-Language-Action Models).
 

Welche Herausforderungen und Grenzen bestehen bei KI-basierten Robotersystemen?

Herausforderungen bestehen auf der Software-, der KI-Hardware- und der KI-Modellebene. Die Abwägung dieser für spezifische Robotikanwendungen ist daher unerlässlich, um das Potenzial von KI-Implementierungen bestmöglich auszunutzen. 

So kann beispielsweise die Hardware nicht genug Rechenkapazität aufweisen, um die KI-Modelle in Echtzeit auszuführen. Darüber hinaus muss die erfolgreiche Einbindung in die Software über geeignete Schnittstellen gewährleistet sein. Das kann teilweise durch externe Software und Containerisierung von Anwendungen gelöst werden. Weiterführend sind physische Trainingsdaten häufig ein Problem: Die Generierung dieser ist zeit- und ressourcenintensiv, während das Training mit Simulationsdaten eine Simulations-zu Realitätsdiskrepanz (Sim2Real gap) aufweisen kann. Zudem bringen KI-Modelle durch die Modellierungsnatur weitere Herausforderungen mit, wie die Generalisierung auf ungesehene Zustände. 

So zeigen KI-Lösungen häufig Grenzen in der Generalisierung. Das ergibt sich in der Regel aus den Trainingsdaten für die KI-Modelle, die nur bestimmte Szenarien in der Qualität und Quantität abdecken können. Eine Exploration über diese Grenzen hinaus ist mit starken Unsicherheiten verbunden. Ein Beispiel aus der Praxis: Kann ich sicherstellen, dass bei einer anderen Beleuchtung (bspw. durch direkte Sonneneinstrahlung) die KI-basierte Posenbestimmung gleich gut funktioniert, wie bei den Bedingungen, bei denen ich das KI-Modell trainiert habe? Daher ist für eine erfolgreiche Implementierung derzeit die Notwendigkeit gegeben, Einsatzszenarien ausreichend in den Trainingsdaten zu repräsentieren. 
 

Warum sind Robustheit und Sicherheit bei KI-gesteuerten Robotern entscheidend?

Ein weiterer wichtiger Punkt ergibt sich aus dem Übergang von Analytical AI (bspw. Exploration, Optimierung) zur Embodied und/oder Physical AI (MHI, 2026). Wenn Roboter-Aktionen durch KI-Modelle bestimmt werden, beispielsweise durch Foundation Models, ist die Robustheit und Erfolgsquote von zentraler Bedeutung. Wenn die Erfolgsquote zu gering ist, ist eine wirtschaftliche Umsetzung nicht möglich. Hier gibt es bereits erste Ansätze zur Erweiterung der Datensätze und einer damit erhofften Verbesserung der Performanz von Foundation Models durch die großskalige Aufnahme realer Prozessdaten.

Eine weitere wichtige Implikation für KI-Anwendungen in der Robotik ist die Plausibilitätsprüfung von generierten Trajektorien oder Aktionen im Allgemeinen. Das kann simulativ umgesetzt werden, erfordert aber eine benutzerdefinierte Implementierung und ist teilweise mit größeren Rechenzeiten verbunden, die einer Echtzeitimplementierung im Weg stehen. Daher werden Plausibilitätsprüfungen im Vorhinein berechnet, oder sie verlangsamen den Produktionsprozess, was wiederum konträr zur Motivation zum Einsatz von KI steht. Darüber hinaus ist für den Einsatz von KI-Modellen in der Umgebung von Menschen mit Cobots die Sicherstellung der Sicherheit von zentraler Bedeutung und kann ein eindeutiges Ausschlusskriterium für bestimmte KI-Anwendungen darstellen. 
 

Wie sieht die Zukunft der smarten, KI-basierten Robotik aus?

Die Entwicklung smarter Robotik wird weiter schnell voranschreiten, insbesondere dann, wenn die Sichtbarkeit durch industrielle Verankerung und neu etablierte Applikationen steigt. Kurzfristig werden bestehende Vision Lösungen, wie klassische Bin Picking Aufgaben weiter optimiert, sodass die Einstiegshürde für Anwender weiter sinkt und eine breitere Nutzbarkeit erreicht wird. 

Weiterführend werden Fertigungs- und Handhabungsprozesse weiter durch KI optimiert werden. Hinsichtlich tiefergehender KI-Anwendungen, wie Konzepte der Physical und Embodied AI, werden mittelfristig weitere Entwicklungen für eine breite Anwendung notwendig sein. Dies betrifft insbesondere den Sim2Real Gap, wenn Policies durch Reinforcement Learning (agentenbasiertes ML mit Belohnungsfunktion) trainiert werden, oder langfristig die Kopplung von Wahrnehmung (Vision), Verarbeitung und darauf basierende Ableitungen für den Roboter (VLMs und VLAs). Dennoch können hier größere Disruptionen durch den starken Forschungsdruck in der Wissenschaft als auch Industrie erwartet werden. Diese werden maßgeblich von neuen roboterspezifischen Trainingsdaten abhängen, die die nötige Flexibilität und Adaptivität für gänzlich verschiedene Szenarien abbilden. 

Humanoide Robotik gewinnt ebenfalls weiter an Bedeutung und vor allem an Sichtbarkeit. Hier muss die Weiterentwicklung Hand in Hand mit den Anwendungsszenarien gehen, um eine wirtschaftliche Umsetzung zu ermöglichen. Das betrifft langfristig insbesondere Sicherheitsanforderungen, die stark variieren können und insbesondere die Mensch-Roboter-Kollaboration betreffen. Für eine Vielzahl von Anwendungen ist ebenfalls eine gewisse Autonomie notwendig: hier muss durch geeignete Maßnahmen sichergestellt werden, dass ein autonomer Einsatz ohne Teleoperation möglich ist. Hier kann und wird KI eine große Rolle einnehmen müssen: die Weiterentwicklung der großen Sprach-, Vision und Foundation Models unter lokaler Anwendung und strengen Restriktionen für sicherheitskritische Maßnahmen werden über den Erfolg dieser Ansätze entscheiden. Das wiederum muss dann langfristig durch neue Normungen eingebettet werden. 

Kognitive und smarte Robotik wird sich vor allem dort weiterentwickeln, wo KI-basierte Wahrnehmung, adaptive Entscheidungsfindung und sichere physische Ausführung zuverlässig zusammenspielen. Für industrielle Anwendungen bleiben dabei insbesondere Datenbasis, Generalisierung, Echtzeitfähigkeit und Sicherheit entscheidend. Unternehmen sollten KI-basierte Robotikanwendungen deshalb schrittweise in klar abgegrenzten Einsatzszenarien erproben und technische Leistungsfähigkeit, Prozesssicherheit und Wirtschaftlichkeit gemeinsam bewerten.

FAQ – Häufige Fragen und Antworten

Was ist smarte Robotik, was ist kognitive Robotik und wie grenzen diese sich von konventioneller Robotik ab?

Robotische Systeme lassen sich als smart oder intelligent beschreiben, sobald sie auf sich verändernde, nicht direkt vorhersehbare Bedingungen eingehen können, während konventionelle Robotik für sich wiederholende Aufgaben, die regelbasiert umsetzbar sind, eingesetzt wird. Der Einzug von KI prägt diesen Bereich stark und wird als Enabler für die robotische Flexibilisierung angesehen. Kognitive Robotik hingegen beinhaltet noch weiterführende Eigenschaften wie Lernfähigkeit, selbständiges Schlussfolgern und situatives Handeln. Dieser Zustand ist industriell noch nicht vollständig erreicht – die Annäherung beschleunigt sich jedoch durch Foundation Models.

Welche Rolle spielt Machine Vision (maschinelles Sehen) für smarte Roboter?

Machine Vision ermöglicht smarten Robotern, ihre Umgebung zu erfassen und bildet damit eine Grundlage für adaptives Handeln. Neben regelbasierten Verfahren gewinnen KI-basierte Ansätze an Bedeutung, weil sie visuelle Merkmale semantisch einordnen können. In Verbindung mit Vision-Language Models und Vision-Language-Action Models kann Machine Vision die Entwicklung von Embodiedund Physical AI weiter vorantreiben.

Welche Herausforderungen und Grenzen bestehen bei KI-basierten Robotersystemen?

KI-basierte Robotersysteme sind stark von der Qualität und Breite ihrer Trainingsdaten abhängig. Zusätzliche Herausforderungen entstehen durch Sim2Real-Abweichungen, begrenzte Generalisierung, Echtzeitanforderungen und die Prozessbeherrschung bei direkt KI-gesteuerten Roboteraktionen. Für industrielle Anwendungen sind deshalb robuste Modelle, ausreichende Rechenleistung sowie verlässliche Sicherheits- und Plausibilitätsprüfungen entscheidend.

Wie sieht die Zukunft der smarten, KI-basierten Robotik aus?

Wie sieht die Zukunft der smarten, KI-basierten Robotik aus?

Die Zukunft der smarten, KI-basierten Robotik wird durch Fortschritte im maschinellen Lernen geprägt, insbesondere durch Vision-Language und Vision-Language-Action Models. Für eine breitere industrielle Nutzung müssen insbesondere Sim2Real-Gaps, Datenverfügbarkeit, Generalisierung und Sicherheitsanforderungen weiter adressiert werden. Neue Anwendungen sind besonders dort zu erwarten, wo flexible Robotik und Mensch-Roboter-Kollaboration zusammenkommen.

Über die Autoren:

Bildquelle: Lehrstuhl für Produktionssysteme (LPS)

Dr.-Ing. Michael Miro

ist Forschungsbereichsleiter für Advanced Automation & Robotics am Lehrstuhl für Produktionssysteme (LPS) der Ruhr-Universität Bochum (RUB). Seit seinem Masterabschluss in Maschinenbau an der TU Dortmund im Jahr 2018 forscht er zu roboterbasierten Automatisierungslösungen für die industrielle Montage und Fertigung. Den Transfer dieser Ansätze in die Praxis treibt er zudem als Geschäftsführer der Ausgründung dare2dev GmbH voran. Einen weiteren Forschungsschwerpunkt bildet die Anwendung von Robotik im Gesundheitswesen. Auf diesem Gebiet promovierte er 2024 mit einer Arbeit zur automatisierten Neurorehabilitation von Schlaganfallpatienten.

Bildquelle: Lehrstuhl für Produktionssysteme (LPS)

Prof. Dr.-Ing. Bernd Kuhlenkötter

ist Leiter des Lehrstuhls für Produktionssysteme (LPS) der Ruhr-Universität Bochum. Vor seiner Tätigkeit am LPS war er u.a. Entwicklungsleiter bei der ABB Automation GmbH im Bereich Robotics. Zudem ist Prof. Kuhlenkötter Direktor des Forschungszentrums für das Engineering Smarter Produkt-Service Systeme (ZESS). Darüber hinaus ist er Mitglied verschiedener Gremien und Verbände, so zum Beispiel Mitglied des Senatsausschusses für die Sonderforschungsbereiche der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) als auch Mitglied der wissenschaftlichen Gesellschaft für Montage, Handhabung und Industrierobotik – MHI e.V., die er 2012 gründete.

Bildquelle: Lehrstuhl für Produktionssysteme (LPS)

M.Sc Johannes Seitz

ist leitender Wissenschaftler für KI am Lehrstuhl für Produktionssysteme (LPS) der Ruhr-Universität Bochum. Er studierte Maschinenbau an der Ruhr-Universität Bochum (B. Sc.) und der Universität Duisburg-Essen (M. Sc.). Aufbauend auf seiner Tätigkeit beim Fraunhofer IWM zur Lebensdauervorhersage von Wälzlagern beschäftigte er sich am LPS als wissenschaftlicher Mitarbeiter mit Qualitätsvorhersagen und KI-gestützter Prozessoptimierung in der Produktion. Herr Seitz koordiniert die KI-Forschung am LPS für verschiedene Bereiche und Anwendungen.

Quellen

Chen, B., Xu, Z., Kirmani, S., Ichter, B., Sadigh, D., Guibas, L., Xia, F. (2024): SpatialVLM: Endowing Vision-Language Models with Spatial Reasoning Capabilities . In: Proceedings of the IEEE/CVF Conference on Computer Vision and Pattern Recognition (CVPR), S. 14455-14465

Mehr anzeigen

Kopp, S., Steil, J.J. (2011) Special corner on “cognitive robotics”. Cogn Process 12, S. 317–318 (2011). DOI: 10.1007/s10339-011-0415-y

Mukherjee, A., Divya, A.B., Sivvani, M., Pal, S. (2024): Cognitive intelligence in industrial robots and manufacturing. Computers & Industrial Engineering 191. DOI: 10.1016/j.cie.2024.110106

Pérez, L.; Rodríguez, Í.; Rodríguez, N.; Usamentiaga, R.; García, D.F (2016): Robot Guidance Using Machine Vision Techniques in Industrial Environments: A Comparative Review. Sensors 2016. DOI: 10.3390/s16030335

Sandini, G., Sciutti, A., and Morasso, P. (2024): Artificial cognition vs. artificial intelligence for next-generation autonomous robotic agents. Front. Comput. Neurosci 18. DOI: 10.3389/fncom.2024.1349408

Schilp, J., Dröder, K., Ihlenfeldt, S., Tracht, K. (Hrsg.) (2026): Enabling Embodied AI in Industry: kann künstliche Intelligenz der Turbo für die deutsche Produktion sein? 
Dortmund: Wissenschaftliche Gesellschaft für Montage, Handhabung und Industrierobotik (MHI e.V.), 2026. DOI: 10.24355/dbbs.084-202604271513-0

Vernon, D. (2025): The Future of Research in Cognitive Robotics: Foundation Models or Developmental Cognitive Models? Advanced Robotics Research 2025. DOI: 10.1002/adrr.202500066

Vernon, D., Metta, G., Sandini, G (2007): A Survey of Artificial Cognitive Systems: Implications for the Autonomous Development of Mental Capabilities in Computational Agents. In: IEEE Transactions on Evolutionary Computation 11, S. 151-180, DOI: 10.1109/TEVC.2006.890274

Zurück zum Anfang der Seite springen