Seminar

Dual Use Automobil: Defence Einführung in die Verteidigungs-Industrie für

Veranstaltungsnummer: 01SE202

Mit Teilnahmebescheinigung

  • Grundverständnis Automotive vs. Defence
  • Markt, Akteure und Beschaffung im Defence-Umfeld
  • Normen, Standards und Nachweisführung
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Kommende Termine:

16. – 17. September 2026
Online

Verfügbar

01. – 02. Dezember 2026
Frankfurt am Main

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Ziel des Seminars ist es, den Teilnehmenden ein fundiertes Verständnis für die Besonderheiten der Verteidigungsindustrie und die zentralen Unterschiede zum Automotive-Sektor zu vermitteln. Die Weiterbildung gibt einen praxisnahen Überblick über Marktstrukturen, Akteure, Beschaffungsprozesse, relevante Normen und Standards sowie technische und organisatorische Anforderungen in Defence-Projekten. Darüber hinaus werden Chancen und Grenzen des Technologietransfers aus dem Automotive-Bereich aufgezeigt und die Teilnehmenden für wichtige Themen wie Systems Engineering, Projektmanagement, Safety und Security, Exportkontrolle, Geheimschutz, Preisrecht und Compliance sensibilisiert. So erhalten sie eine kompakte Grundlage, um Defence-Projekte strategisch, technisch und organisatorisch besser einzuordnen und den Einstieg in dieses anspruchsvolle Umfeld fundiert vorzubereiten.

Die Verteidigungsindustrie gewinnt für Unternehmen aus dem Automotive-Umfeld zunehmend an Bedeutung – sei es durch neue Marktchancen, Dual-Use-Technologien oder die steigende Nachfrage nach industrieller Entwicklungs- und Fertigungskompetenz. Gleichzeitig unterscheidet sich das Defence-Umfeld in vielen Punkten grundlegend von klassischen Automotive-Strukturen: von Beschaffungsprozessen über Normen und Nachweisführung bis hin zu Projektlaufzeiten, Regulatorik und Compliance-Anforderungen. In dieser Weiterbildung erfahren die Teilnehmenden durch praxisnahe Ansätze, inwiefern sich die Verteidigungs- und Automobilindustrie unterscheiden und wie sie Ihren wechsel in die neue Branche problemlos meistern können.

Top-Themen

  • Grundverständnis Automotive vs. Defence
  • Markt, Akteure und Beschaffung im Defence-Umfeld
  • Normen, Standards und Nachweisführung
  • Systems Engineering und Entwicklungsprozesse
  • Technologietransfer zwischen Automotive und Defence
  • Projektmanagement, Regulatorik und Compliance

Die Seminar-Inhalte

1. Tag 10:00 bis 18:00 Uhr

2. Tag 08:30 bis 16:00 Uhr

Einführung: Automotive vs. Defence – was ist wirklich anders?

  • Einleitung & Begriffsbestimmung
  • Historische Betrachtung
  • Allgemeine gesetzliche Grundlagen

Markt & Akteure der Verteidigungsindustrie

  • Beschaffungsprozesse:
  • Öffentliche Auftraggeber (BAAINBw etc.)
  • Ausschreibungen & Vergabeprozesse
  • Beschaffung durch die Industrie
  • Übersicht OEMs (z. B. Rheinmetall, Airbus Defence, KNDS)
  • Aktuelle Trends:
  • Bemannte, unbemannte und autonome Systeme
  • Dual-Use-Technologien
  • Digitalisierung / Software-defined Defence / Multi Domain Operations
  • Typische Rollen & Projekte in Defence
  • FFF & PBN vs. Design-to-Market

Normen & Standards im Defence-Umfeld

  • Vergleich:
  • Automotive: IATF 16949
  • Defence/Aerospace: AQAP, EN 9100
  • NATO-Standards (STANAG)
  • Internationale und nationale militärische Standards
  • Dokumentationsanforderungen
  • Traceability & Nachweisführung

Systems Engineering & Entwicklungsprozesse

  • Produktentstehungsprozess (PEP)
  • V-Modell (häufig Pflicht im Defence)
  • Requirements Engineering: Lastenheft -> Pflichtenheft ->
    Verifikation
  • Konfigurationsmanagement & Obsoleszenzmanagement
  • Unterschiede in:
  • Produktlebenszyklen (Defence: Jahrzehnte vs. Automotive: wenige Jahre)
  • Stückzahlen (Low volume vs. Mass production)
  • Anforderungen an Robustheit & Einsatzbedingungen
  • Interoperabilität
  • Familienfähigkeit
  • Validierung & Nachweisführung
  • Feststellung der Einsatzreife & Versorgbarkeit

Fähigkeiten & Funktionale Forderungen

  • Vergleich:
  • ISO 26262 (Automotive)
  • MIL-Standards / Defence-spezifische Ansätze
  • Cybersecurity:
  • Kritische Infrastrukturen
  • Abwehr von Cyberangriffen
  • Safety vs. Security

Technologie-Transfer: Automotive -> Defence

  • Was ist direkt übertragbar?
  • Sensorik, Software, KI, autonomes Fahren
  • Was muss angepasst werden?
  • Robustheit (EMV, Temperatur, Vibration)
  • Redundanz
  • Typische Use Cases:
  • Unbemannte Systeme
  • Fahrerassistenz in militärischer Navigation
  • E-Mobilität in militärischen Anwendungen

Regulatorik & Compliance

  • Exportkontrolle:
  • Dual-Use-Verordnung, Außenwirtschaftsgesetz, Kriegswaffenkontrollgesetz
  • Endverbleibserklärung und Demilitarisierung
  • ITAR / EAR (USA)
  • Geheimschutz in der Wirtschaft:
  • Stufen des Geheimschutzes
  • Wer ist betroffen und welche Notwendigkeiten ergeben sich?
  • Öffentliches Preisrecht nach VO PR 30/53
  • Marktpreise vs. Selbstkostenpreise
  • Preisprüfung & Dokumentation
  • Compliance:
  • Anti-Korruption, politische Sensibilität

Projektmanagement im Defence-Umfeld

  • Projektmanagement des Auftraggebers
  • Projektmanagement des Auftragnehmers
  • Projektlaufzeiten & Meilensteine
  • Meilenstein-getriebene Verträge
  • Stakeholder:
  • Militär, Behörden, Industrie
  • Risiko- und Vertragsmanagement

Zielgruppe

  • Einführung: Automotive vs. Defence – was ist wirklich anders?
  • Einleitung & Begriffsbestimmung
  • Historische Betrachtung
  • Allgemeine gesetzliche Grundlagen
  • Markt & Akteure der Verteidigungsindustrie
  • Beschaffungsprozesse:
  • Öffentliche Auftraggeber (BAAINBw etc.)
  • Ausschreibungen & Vergabeprozesse
  • Beschaffung durch die Industrie
  • Übersicht OEMs (z. B. Rheinmetall, Airbus Defence, KNDS)
  • Aktuelle Trends:
  • Bemannte, unbemannte und autonome Systeme
  • Dual-Use-Technologien
  • Digitalisierung / Software-defined Defence / Multi Domain Operations
  • Typische Rollen & Projekte in Defence
  • FFF & PBN vs. Design-to-Market
  • Normen & Standards im Defence-Umfeld
  • Vergleich:
  • Automotive: IATF 16949
  • Defence/Aerospace: AQAP, EN 9100
  • NATO-Standards (STANAG)
  • Internationale und nationale militärische Standards
  • Dokumentationsanforderungen
  • Traceability & Nachweisführung
  • Systems Engineering & Entwicklungsprozesse
  • Produktentstehungsprozess (PEP)
  • V-Modell (häufig Pflicht im Defence)
  • Requirements Engineering: Lastenheft Pflichtenheft Verifikation
  • Konfigurationsmanagement & Obsoleszenzmanagement
  • Unterschiede in:
  • Produktlebenszyklen (Defence: Jahrzehnte vs. Automotive: wenige Jahre)
  • Stückzahlen (Low volume vs. Mass production)
  • Anforderungen an Robustheit & Einsatzbedingungen
  • Interoperabilität
  • Familienfähigkeit
  • Validierung & Nachweisführung
  • Feststellung der Einsatzreife & Versorgbarkeit
  • Fähigkeiten & Funktionale Forderungen
  • Vergleich:
  • ISO 26262 (Automotive)
  • MIL-Standards / Defence-spezifische Ansätze
  • Cybersecurity:
  • Kritische Infrastrukturen
  • Abwehr von Cyberangriffen
  • Safety vs. Security
  • Technologie-Transfer: Automotive Defence
  • Was ist direkt übertragbar?
  • Sensorik, Software, KI, autonomes Fahren
  • Was muss angepasst werden?
  • Robustheit (EMV, Temperatur, Vibration)
  • Redundanz
  • Typische Use Cases:
  • Unbemannte Systeme

Ihr Seminarleiter

Götz WItzel

Senior Advisor, WIMCOM GmbH

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