Einführung in die Verteidigungswirtschaft
Veranstaltungsnummer: 02SE450
- Rüstungsprojekte erfolgreich umsetzen
- Beschaffungsstrategien und Vergabepraxis kennenlernen
- Wehretat und Sondervermögen – Wie finanziert die Bundeswehr
Rüstungsprojekte?
Das Seminar vermittelt einen umfassenden Überblick über das Geschäft mit der Bundeswehr sowie über die wehrtechnische Industrie. Im Fokus stehen die branchenspezifischen Anforderungen, Rahmenbedingungen und Entwicklungsperspektiven. Es unterstützt Unternehmen dabei, sich im Defence-Umfeld zu orientieren und eigene Potenziale für die Verteidigungswirtschaft zu identifizieren. Darüber hinaus werden praxisnahe Ansätze aufgezeigt, um die Geschäftsentwicklung in diesem neuen Markt strategisch zu planen und den Vertrieb entsprechend auszurichten
Aktuell werden viele Rüstungsprojekte für die kommenden Jahre geplant, definiert und zur parlamentarischen Entscheidung vorgelegt. Es bietet sich damit die Gelegenheit, rechtzeitig an diesen Großvorhaben beteiligt zu werden. Wichtig ist dabei, Kenntnisse über die jeweilig zuständigen Beschaffungsorganisationen, über die Hauptauftragnehmer der wehrtechnischen Industrie und die beteiligten Unterauftragnehmer zu gewinnen und sich bei den geplanten Vorhaben als Unternehmen zu positionieren. Vorrangiges Ziel ist ein aktives Marketing für die eigenen Produkte und Dienstleistungen im Hinblick auf die Streitkräfte, sowohl national als auch international.
Top-Themen
- Rüstungsprojekte erfolgreich umsetzen
- Beschaffungsstrategien und Vergabepraxis kennenlernen
- Wehretat und Sondervermögen – Wie finanziert die Bundeswehr
Rüstungsprojekte? - Ausschreibungsportale und Bekanntmachungen richtig lesen
- USP des eigenen Unternehmens identifizieren und nutzen
VDI-Seminar: "Einführung in die Verteidigungswirtschaft"
1. Tag 10:00 bis 18:00 Uhr
2. Tag 08:30 bis 16:00 Uhr
Auftraggeber Bundeswehr – Wie beschafft die Bundeswehr?
- Beschaffungsstrategie der Bundeswehr
- Beschaffungsorganisation Bundeswehr – Ein Überblick
- Bundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr (BAAINBw)
- Bundesamt für Infrastruktur, Umweltschutz und Dienstleistungen der Bundeswehr (BAIUDBw)
- Bundeseigene Gesellschaften (HIL GmbH, BwBM, BWI,
BwFPS etc.) - Überblick über Vergabeverfahrensarten
Wie die Bundeswehr Rüstungsprojekte realisiert
- Projektbezogene Beschaffung und Nutzung (PBN)
- Das „neue“ Basisverfahren im PBN
- Wie und wo können sich Unternehmen im Produktlebenszyklus engagieren?
- Forschung & Technologie
- After Sales Service – Industrieunterstützung während der
Nutzungsphase
Die Sondervermögen der Bundeswehr / Erhöhung des Wehretats
- Gesetz zur Finanzierung der Bundeswehr und zur Errichtung eines „Sondervermögens Bundeswehr“
- Ausrüstungsvorhaben des Sondervermögens – Kurz vorgestellt
- Was bedeutet das für die Industrie?
So schreibt die Bundeswehr aus – der Umgang mit Vergaben der Bundeswehr
- Ausschreibungsportale, die man kennen sollte
- Wie findet man die passenden Ausschreibungen - und warum manchmal auch nicht?
- Veröffentlichungen richtig lesen und auswerten (bid / no bid)
- Die Zeit bis zum Ausschreibungsbeginn sinnvoll nutzen
Die richtige Rolle als Auftragnehmer der Bundeswehr finden
- Hauptauftragnehmer / Unterauftragnehmer / Lieferant
- Das eigene Produkt- und Leistungsportfolio in die
Beschaffungsbedarfe einordnen - Neueinsteiger sollten ihren USP kennen
- Positionierung des Unternehmens in der wehrtechnischen Industrie
- Eignungsleihe kann ein guter Einstieg sein
Anforderungen an Auftragnehmer der Bundeswehr
- Bekenntnis zur Bundeswehr
- Persönliche Lage
- Wirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit
- Technische und berufliche Leistungsfähigkeit
- Qualitätsmanagement der Bundeswehr
Produkte für den Zielkunden Bundeswehr
- Vom industriellen Portfolio zur militärischen Lösung
- Rollendefinition / strategische Positionierung
- Land Luft See – Zielvorstellungen erfolgreich beschreiben
- Jede Firma hat ihren USP – Aktiv formulieren und erfolgreich nutzen
Zusammenfassung und Best Practice Beispiele
- Geschäftserweiterung in die Wehrtechnik (Transformation)
- Formelle / Informelle Einstiegshürden
- Identifikation mit dem Kunden Bundeswehr / mit der
wehrtechnischen Industrie - Hauptauftragnehmer oder Unterauftragnehmer?
- Notwendigkeit der eigenen Positionierung
- Strukturierte nachhaltige Erschließung des Marktsegmentes
- Persönliche Erfahrungen
Zielgruppe
- Unternehmen, die in die Verteidigungsindustrie einsteigen
möchten - Inhaber*innen / Geschäftsführer*innen / Vorstände
- Vertrieb & Business Development
- Entwicklungs- und Produktionsleitende
- Unternehmen aus Automobilindustrie, Bauindustrie und
Maschinenbau, die Umsatzpotentiale im militärischen Umfeld suchen, sowohl mit Produkten / Komponenten als auch Dienstleistungen - Mitarbeitende, die neu in die Verteidigungsindustrie wechseln
- Unternehmen mit Dual Use-Produkten, d.h. zivil wie militärisch einsetzbar
Die Experten für den Markteinstieg
Heinrich Niermann, Senior Advisor, WIMCOM GmbH, Höhr-Grenzhausen
Ulrich Krompaß, Prokurist, WIMCOM GmbH, Höhr-Grenzhausen
Ulrich Krompaß war als Logistikoffizier in einem Fernmeldeverband für die Versorgung zuständig. Anschließend wechselte er in die Industrie und betreute logistische Unterstützungsleistungen für Land- und IT-Systeme der Bundeswehr. Er verantwortete das Business Development Bundeswehr und war selbst als Industrieberater im BMVg und im Bereich der Ämterebene Bundeswehr über 10 Jahre tätig. 2014 gründete er mit Dr. Matthias Witt die WIMCOM und berät seither Unternehmen beim Einstieg als Lieferant für Bundeswehr, wehrtechnische Industrie und NATO.
Herr Niermann war Kampftruppenoffizier (Leopard 2) bei der Bundeswehr und übernahm anschließend Führungsfunktionen im Procurement bei SKF sowie Daimler Trucks, unter anderem in internationalen Einsätzen. Durch diese Erfahrung verbindet er die wehrtechnische Industrie mit der Automobil- und Maschinenbaubranche. Seit 2019 unterstützt er bei WIMCOM Unternehmen beim Einstieg in das Military Business und bei der Geschäftsanbahnung mit der Bundeswehr sowie internationalen Streitkräften und Unternehmen.