Hitzeperioden, Starkregen, Hochwasser, Trockenheit und Stürme wirken sich zunehmend auf Straßen- und Schieneninfrastrukturen aus. Asphalt ist ein viskoelastischer Baustoff, dessen Verhalten stark von der Temperatur abhängt. Lange Hitzeperioden begünstigen Spurrinnen und Abplatzungen, während starke Niederschläge Teile der Infrastruktur überschwemmen und unterspülen können. Auf der Schiene entstehen bei hohen Schienentemperaturen Druckspannungen im lückenlos verschweißten Gleis. Gleisverwerfung treten vor allem dann auftritt, wenn hohe Temperaturen auf einen bereits geschwächten oder ungünstig konstruierten Oberbau treffen. Hinzu kommen ausgetrocknete Böschungen und Dämme, Erosion und Vegetationsbrände. Da die Bauwerke über lange Zeiträume genutzt werden, müssen bestehende Bemessungsgrundlagen, Baustoffe, Entwässerungssysteme und Erhaltungsstrategien überprüft und an die zu erwartenden klimatischen Belastungen angepasst werden.
Die VDI-Konferenz „Klimaresiliente Verkehrswege“ ist als praxisorientierte Ingenieurkonferenz konzipiert. Statt übergeordneter Klima- oder Zukunftsthemen werden konkrete technische Lösungen vorgestellt und diskutiert. Dabei werden Straße und Schiene erstmals hinsichtlich ihrer klimatischen Belastungen gemeinsam betrachtet. Die daraus resultierenden ingenieurtechnischen Herausforderungen werden herausgearbeitet und die verkehrsträgerspezifischen Lösungen gezielt gegenübergestellt. Du erhältst somit wertvolle Impulse auch aus angrenzenden Disziplinen, die dir helfen, eigene Projekte im Bereich klimaresilienter Gestaltung von Verkehrswegen umzusetzen.
Wir finalisieren gerade noch das Konferenz-Programm. Freue dich aber jetzt schon auf spannende Vorträge von:
Autobahn GmbH, BASt, DZSF, Hydrotec und vielen weiteren.
Schwerpunkte der Konferenz
Die VDI-Konferenz „Klimaresiliente Verkehrswege“ befasst sich u.a. mit folgenden Themen:
• Klimatische Einwirkungen und angepasste Bemessungsgrundlagen für Straße und Schiene
• Hitzebeständige Baustoffe, Beläge und Oberbaukonzepte
• Entwässerung und Hochwasserschutz: Dimensionierung bei Starkregen
• Geotechnik und Erdbau: Böschungen, Dämme, Hangsicherung und Erosionsschutz
• Monitoring, Sensorik und Zustandserfassung im Betrieb
• Erhaltungsstrategien, Instandsetzung und Priorisierung von Maßnahmen
• Schadensfälle, Pilotprojekte und Lessons Learned aus realen Projekten