Regulative Anforderungen an Wasserstoffanwendungen
Veranstaltungsnummer: 06SE179
- Welche Wasserstoffanlagen benötigen eine BImSchG-Genehmigung?
- Unter welchen Bedingungen fallen Wasserstoffanlagen unter die StörfallV? Welche Folgen resultieren?
- Prüffristen und Prüfzuständigkeiten für Wasserstoff-Druckanlagen nach BetrSichV
In Folge der Energiewende wollen Betriebe vermehrt Wasserstoff nutzen. Welche regulativen Anforderungen resultieren?
In diesem Seminar werden vier regulative Themen beim Umgang mit Wasserstoff intensiv behandelt:
- Du lernst die Anlagenarten kennen, für die dein Unternehmen beim Umgang mit Wasserstoff eine BImSchG-Genehmigung benötigt und gewinnst einen Überblick über den Ablauf eines solchen Genehmigungsverfahrens.
- Nach dem Seminar weißt du, wie du für deinen Betrieb die Frage beantwortest, ob dein Betrieb infolge der Nutzung von Wasserstoff unter den Anwendungsbereich der Störfallverordnung fällt und welche Anforderungen auf deinen Betrieb zukommen.
- Wasserstoff wird betrieblich regelmäßig in Druckanlagen (bspw. Behälter oder Rohrleitungen) gehandhabt, die nach den Vorgaben der Betriebssicherheitsverordnung wiederkehrend prüfpflichtig sind. Du wirst nach diesem Seminar in der Lage sein, Prüffristen und -zuständigkeiten gemäß der Betriebssicherheitsverordnung zu ermitteln.
- Hinsichtlich des Explosionsschutzes lernst du die sicherheitstechnischen Kenngrößen von Wasserstoff und deren Bedeutung kennen und erhältst einen Überblick über die Beispielsammlung zum Explosionsschutz.
Top-Themen
- Welche Wasserstoffanlagen benötigen eine BImSchG-Genehmigung?
- Unter welchen Bedingungen fallen Wasserstoffanlagen unter die StörfallV? Welche Folgen resultieren?
- Prüffristen und Prüfzuständigkeiten für Wasserstoff-Druckanlagen nach BetrSichV
- Anforderungen des Explosionsschutzes an Wasserstoffanlagen
Die Inhalte des Seminars im Detail
09:00 bis 17:00 Uhr
Anforderung an die Lagerung von Wasserstoff
- Anforderungen der TRGS 510 für ortsbewegliche Behälter für Wasserstoff
- Ausrüstung, Aufstellung und Betrieb von ortsfesten Druck-
anlagen für Wasserstoff - Unterschiede zwischen Aufstellung im Freien und in Räumen
Immissionsschutzrechtliche Genehmigung
- Wasserstoffanlagen in Anhang 1 der 4. BImSchV
- Grundlegender Ablauf eines immissionsschutzrechtlichen
Genehmigungsverfahrens - Unterschiede und Gemeinsamkeiten von vereinfachtem und förmlichen Genehmigungsverfahren
- Aufbau, Inhalte und Rechtsfolgen einer immissionsschutz-
rechtlichen Genehmigung
Störfallverordnung
- Einfluss von Wasserstoff auf den Anwendungsbereich der
Störfallverordnung - Anwendung der Additions- und Quotientenregel
- Anforderungen an Betriebsbereiche der oberen und unteren Klasse
Prüfvorschriften für Rohrleitungen und Behälter
- Grundlegende Anforderungen der BetrSichV an Behälter und Rohrleitungen
- Prüffristen und Prüfzuständigkeiten
Explosionsschutz
- Wichtigste sicherheitstechnische Kenngrößen von Wasserstoff und ihre Bedeutung
- Wasserstoff in der Beispielsammlung
- Prüfanforderungen für Wasserstoffanlagen
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Zielgruppe
- Unternehmen, in denen mit Wasserstoff umgegangen wird
- Betriebsleitende und -ingenieur*innen, Anlagenverantwortliche, operative Führungskräfte
- Fachkräfte für Arbeitssicherheit
- Umweltbeauftragte, speziell Immissionsschutz- und Störfallbeauftragte
- Planungs- und Ingenieurbüros
- Mitarbeitende von Genehmigungs- und Überwachungsbehörden
Dein Referent für das Seminar "Regulative Anforderungen an Wasserstoffanwendungen"
Prof. Dr. Karsten Wilke, Consultant, assade & askawi GmbH, Stockstadt am Rhein
Prof. Dr. Karsten Wilke beschäftigt sich nach seinem Studium der Chemie seit über 25 Jahren mit technischen und chemischen Gasen. Über rund 20 Jahre leitete er mehrere Füllwerke für unterschiedliche chemische Gase und kennt daher nicht nur die Vorgaben des technischen Regelwerks, sondern auch deren praxisnahe Umsetzung aus eigener Erfahrung. Dabei gehörten auch Gefährdungsbeurteilungen und die Umsetzung praxistauglicher Schutzmaßnahmen zu seinem Tagesgeschäft. Diese Erfahrungen fließen in das Seminarangebot ein und helfen, gezielt auf Ihre Fragen einzugehen.
Im Jahr 2016 nahm er einen Ruf der Hochschule Darmstadt – University of applied sciences für Umweltverfahrenstechnik und Anlagensicherheit an. Er ist Mitglied im Sachgebiet „Industriegase“ der deutschen gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) und war bei der Erstellung zahlreicher berufsgenossenschaftlicher Schriften zum Umgang mit Gasen beratend tätig.