Lerne von den Besten – Jan-Steffen Lang vom Zertifikatslehrgang "Fachingenieur Batterien VDI"

1. Was hat dich dazu inspiriert, in deinem Fachgebiet zu arbeiten und dein Wissen weiterzugeben? 

Mich inspiriert besonders die Arbeit im Fachgebiet der Batterietechnologie, weil sie eine Schlüsselrolle für die technologische und ökologische Zukunft unserer Gesellschaft spielt. Lithium-Batterien sind heute das Herzstück moderner Energiespeicherlösungen – von mobilen Geräten bis hin zu Elektrofahrzeugen und stationären Speichersystemen.

Kurz gesagt: Batterietechnologie verbindet für mich Technik, Zukunftsgestaltung und Klimaschutz – und genau daran möchte ich aktiv mitwirken und gleichzeitig motiviert es mich, mein Wissen weiterzugeben – besonders über den VDI auch fachfremde Ingenieurinnen und Ingenieure für das Arbeitsgebiet Batterien zu begeistern, denn hier besteht weiterhin ein großer Fachkräftebedarf. Für mich heißt das: Technologie voranbringen und Menschen dafür gewinnen.
 

2. Was können die Teilnehmenden von diesem Lehrgang erwarten und wie wird er ihnen in ihrer beruflichen Entwicklung helfen?

Um die Herausforderungen der Batterieproduktion zu bewältigen und den steigenden Bedarf zu decken, sind Weiterentwicklungen der Batterietechnologien notwendig und es wird gut ausgebildetes, aber auch erfahrenes Fachpersonal benötigt. Dazu vermittelt der Zertifikatslehrgang „Fachingenieur Batterien VDI“ fundiertes Grundlagenwissen, so dass Sie nach erfolgreichem Abschluss die Li-Ionen Batteriezelle von der Technologie über die Herstellung bis zur Anwendung verstehen werden und dieses Wissen in Ihr berufliches Umfeld einbringen können.
 

3. Welche besonderen Kenntnisse oder Erfahrungen bringst du in diesen Lehrgang ein?

Meine Erfahrung von mehr als 20 Jahren die ich in der Batteriebranche tätig bin und in denen ich jeweils sowohl die technologischen als auch geschäftlichen Perspektiven kennengelernt habe. Zunächst neun Jahre in der Geschäftsentwicklung für einen japanischen Pionier der Lithium-Batteriezelltechnologie, für den ich internationale Märkte, Projekte und Partnerschaften aufgebaut habe und in dieser Zeit sogar einige Tage selbst Praxiserfahrung in der Zellfertigung in Japan sammeln konnte. Seit nunmehr fast zwölf Jahren bin ich nun bei einem führenden europäischen Maschinen- und Anlagenbauer im Vertrieb für Zelltest- und Produktionssysteme vom Technikum bis zur industriellen Batteriefertigung tätig. Dadurch verbinde ich Technologieverständnis mit praktischer Umsetzung und Marktorientierung.
 

4. Welche Potenziale siehst du zukünftig in der Batteriezellentechnologie?

Das Potenzial der Batterietechnologie ist aus meiner Sicht enorm, weil sie eine Schlüsselrolle in gleich mehreren großen Zukunftsthemen spielt: Energiewende, Elektromobilität, Digitalisierung und nachhaltige Ressourcennutzung.

Durch bessere Materialien, optimierte Produktionsprozesse und intelligente Batteriemanagementsysteme werden Batterien günstiger, langlebiger und robuster. Das ist entscheidend, damit Speichertechnologien wirklich flächendeckend eingesetzt werden können – sowohl im Fahrzeug als auch im stationären Bereich.

Ein besonders wichtiges Feld, neben der Elektromobilität, ist die stationäre Energiespeicherung. Ohne leistungsfähige Batterien lassen sich erneuerbare Energien wie Wind und Sonne nicht zuverlässig integrieren. Großspeicher, Heimspeicher und Quartierslösungen können Netze stabilisieren, Eigenverbrauch erhöhen und fossile Kraftwerke ersetzen.

Auch Nachhaltigkeit wird zunehmend zum Innovationsmotor: Recycling, Second-Life-Konzepte und der Ersatz kritischer Rohstoffe (z. B. weniger Kobalt oder neue Natrium-Ionen-Systeme) bieten enormes Potenzial, um Batterien umweltfreundlicher und unabhängiger von knappen Ressourcen zu machen.

Insgesamt sehe ich Batterien künftig nicht nur als „Bauteil“, sondern als zentrale Infrastrukturtechnologie – vergleichbar mit dem Internet oder dem Stromnetz. Sie werden entscheidend dafür sein, wie effizient und nachhaltig unsere Energie- und Mobilitätssysteme funktionieren.
 

Zur Person:

Jan-Steffen Lang, Inhaber, concept to go, Münster

Jan-Steffen Lang ist seit mehr als 20 Jahren in der Batteriebranche tätig. In dieser Zeit hat er die Entwicklung der Lithium-Ionen Batterietechnologie in seinen Tätigkeiten als Geschäftsführer und Anteilseigner der europäischen Vertriebsniederlassung der ENAX Inc. - einem japanischen Unternehmen der Lithium-Ionen Batterietechnologie, sowie seit nun fast 12 Jahren als Key-Account Manager für die Fa. PEC, einem der führenden und weltweit tätigen Anbieter von Batterie Test- und Produktionssystemen, begleitet und im Rahmen der Zusammenarbeit mit vielen namhaften Unternehmen, vornehmlich im Bereich Automotive, mit gestaltet. Dabei hat er sich ein profundes Expertenwissen, von der Lithium-Ionen Batterietechnologie bis zu Elektromobilitäts-Anwendungen, aufgebaut.

Zurück zum Anfang der Seite springen