Gesteuerte Niederspannungsnetze per Gateways
Veranstaltungsnummer: 06SE146
- Umsetzung der Vorgaben aus den Festlegungen der Bundesnetzagentur
- Nutzung der intelligenten Messsysteme für die statische und dynamische Netzregelung
- Anforderung an die Netzinfrastruktur und die Technologie zur Regelung
Die Verabschiedung des Gesetzes zum Neustart der Digitalisierung der Energiewende und des veränderten Messstellenbetriebsgesetz haben die Grundlage für eine rasante Entwicklung für die Regelung der Niederspannungsnetze in Gang gesetzt.
Um hierzu nicht sofort alle Netze ausbauen zu müssen, gibt die Bundesnetzagentur sowohl die organisatorischen Rahmenbedingungen als auch die rechtsverbindlichen Anreizsysteme für eine gesicherte Steuerung der Nutzungsspitzen in Form neuer Netzentgelt-Systeme vor.
Nach dem Seminar wirst du
- mehr über die rechtlichen Rahmenbedingungen für deine Organisation wissen
- die daraus resultierenden technischen Konsequenzen abschätzen können
- einiges über die erforderlichen technischen und softwaretechnischen Komponenten erfahren haben
- die Vorgaben zur Sicherheit dieser Systeme anwenden können
- die nötigen Schritte zur Erreichung der geforderten Fähigkeiten ermitteln können
- mehr über die Möglichkeiten von Kooperationen oder Dienstleistungen für eine schnelle und sichere Umsetzung wissen
Top-Themen
- Umsetzung der Vorgaben aus den Festlegungen der Bundesnetzagentur
- Nutzung der intelligenten Messsysteme für die statische und dynamische Netzregelung
- Anforderung an die Netzinfrastruktur und die Technologie zur Regelung
- Erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen Netz- und Messstellenbetreibern und weiteren Beteiligten wie Aggregatoren
- Praxis-Beispiele von umgesetzten Projekten zur Regelung in der Niederspannung
Ablauf des Seminars "Sicherer Netzbetrieb mit steuerbaren Verbrauchern"
Erfahre im Seminar "Sicherer Netzbetrieb mit steuerbaren Verbrauchern" mehr zu folgenden Themen:
1.Tag: 09:30 bis ca. 16:30 Uhr
2.Tag: 08:30 bis ca. 15:30 Uhr
Herausforderungen und Umsetzung der Energiewende
- Verkehrswende und Mobilitätswende
- Vorgaben des Messstellenbetriebsgesetzes
- Festlegung der BNetzA für Steuerbare Verbraucher (§14a EnWG)
- Vorgaben zum Aufbau erneuerbarer Erzeuger und steuerbarer Verbraucher
- Grundkonzept der Spitzenglättung
- Technische Vorgaben für Verbrauchgeräte & Erzeuger (TAB/TAR)
- Anstehende weitere Beschlüsse
Netzbewertung von Erzeugern und Verbrauchern
- Definition der Netzorientierten Steuerung
- Datengrundlage und digitaler Zwilling
- Digitalisierung der Prüfprozesse
- Berechnung der Leistungsannahme für unterschiedliche Verbraucher nach Verkehrs- und Mobilitätswende
- Berechnungen: Lastfluss, Kurzschlussstrom, Berechnung im Zeitbereich
- Planungs- und Betriebsgrundsätze sowie Vorgaben des VDE
Moderne Messeinrichtungen und intelligente Messsysteme
- Roll-Out-Vorgaben für steuerbare Verbraucher
- Aufgabe der Energiemanagementsysteme der Kunden
- Zusammenarbeit zwischen grundzuständigen und wettbewerblichen Messstellenbetreibern und Gatewayadministratoren
- Technische Schnittstelle zur Steuerung (mit und ohne Steuerbox)
- Aufgabe der Energiemanagementsysteme der Kunden
- Zusammenarbeit zwischen Messstellen- und Netzbetreibern
- Kosten und Anrechte des Netzbetreibersund der Kunden
- Technische Konzepte – Gateway pro Haus oder 1:n-System
- Messkonzepte für Erzeuger, Verbraucher und Prosumer
Technische Anbindung aller Komponenten zur Regelung
- Technische Verbindungen zwischen Gateways und Steuerung
- Vorgaben der BSI 03109 und des VDE/DKE/FFN
- Aufgabe der HAN-Kommunikationsadapter-Einheit (HKE)
- Regelbare Geräte oder regelbarer Netzanschluss?
- Wechelmöglichkeiten
Sicherheitstechnische Vorgaben
- Schwarzfallsichere Kommunikation
- Vorgaben für den Umgang mit Gateways
- Sichere Kommunikation über das Regelwerk des BSI
- Vorgaben für das Personal und die Organisation
Optimierung der Netzinfrastruktur
- Überlastungspotential durch E-Mobilität, Dynamische Tarife und Wärmepumpen
- Zusammenspiel Erzeugung und Verbrauch im Winter
- Vorgaben für den Betrieb
- Optimierung durch den Digitalen Zwilling
- Umgang mit hoher Lastdichte
- Einbeziehung von regelbaren Umspannanlagen und Speichern
- Verknüpfung Technik und Controlling
- Zusammenhang zwischen Spitzenglättung und Netzausbau
Marktkommunikation zur Regelung
- Neue Netzlokationsnummer und Anwendungsbeispiele
- Absicherung der Kommunikation per AS4
- Leistungsvorgaben und Tarifierung für statische Regelungen
- Messtopologie für die dynamische Regelung
- Wirkung des 24-Stunden-Wechsels ab 2026
- Auskunftspflichten gegenüber Endkunden und Serviceanbietern
Beispiele aus der Forschung für statische/dynamische Netzregelung
- Un it e² der FfE und der EWE
- Projekt der BMW-Group zum bidirektionalen Laden
- Feldtest der FH Bielefeld
- Sintec und C-Cell-Projekte
- Easy Smart Grid Allensbach
- Alternativen zur Regelung (z.B. „E-Mobility-Carreé“ Netze BW)
- Konsequenzen für die Ausgestaltung der eigenen Netzregelung
Statische/dynamische Netzregelung bei Netzbetreibern
- Spitzenglättung durch Statisches und Dynamisches Regeln
- Zusammenarbeit mit Energiemanagementsystemen der Kunden
- Zusammenspiel mit anderen Digitalisierungsaufgaben
- Erfahrungen und Betriebsgrundsätze
- Anbieter für Software und Technikkomponenten
Umsetzung der Netzregelungen per Gateways
- Erwartungshaltung und Akzeptanz der Netzkunden
- Notfallmaßnahmen bei Ausfall der Regelungssysteme
- Redispatch, Dispatch und Kaskade der Zukunft
- Technisches Gateway-Konzept des MSB und Regelaufgabe des Netzbetreibers
- Entscheidungsbaum für Netzausbau-Entscheidungen
- Wirkung auf weitere beteiligte Stellen des EVU
- Konzepte der Zusammenarbeit zwischen Netzbetreibern
Zielgruppe
- Führungskräfte, Asset Manager und Mitarbeitende von Netzbetreibern, Stadtwerken und aus EVUs
- Mitarbeitende in Ingenieurbüros, die Netzauslegungen und Netzausrüstungen durchführen
- Mitarbeitende von Messstellenbetreibern
- Herstellende von Messsystemen, Netzkomponenten und Energiemanagement-Software und Anwendungskomponenten
Deine Seminarleitung
Dipl.-Ing. (FH) Heinrich Lang, Geschäftsführer, ifed Gmbh, Schwetzingen
Nach Stationen bei einem Vorgängerunternehmen der heutigen EnBW und einem großen deutschen Anlagenbauer, wechselte Heinrich Lang an die Institut für Energiedienstleistung GmbH. Dort beschäftigt er sich vorrangig mit der Wissensvermittlung in allen energiemarktrelvanten Fragestellungen und koordiniert für den Verband Energiemarkt und Kommunikation (EDNA) die Kontakte zur Bundesnetzagentur und zum Bundesministerium für Wirtschaft und Klima (BMWK). Außerdem ist er in mehreren Fachausschüssen der VDI-Gesellschaft Energie und Umwelt (GEU) tätig
Über aktuelle Videos werden in dem Seminar auch weitere Vertreter von Verbänden, Hersteller und Forschungseinrichtungen eingebunden.