Crashkurs serielles und modulares Bauen
Veranstaltungsnummer: 07SE142
- Serielles, elementiertes, modulares Bauen = kreativ und vielfältig!
- Chancen und Perspektiven für den System- und Modulbau mit industriell und in Serie vorgefertigten Bauelementen
- Rahmenbedingungen und planerische Anforderungen
Modulares und serielles Bauen bietet Chancen und Wege aus dem konventionellen Bauen und schafft u. a. Lösungen für den dringend benötigen Wohnraum. In diesem Seminar lernst du die Grundlagen und Prozesse für ein schnelles, kostengünstiges und nachhaltiges Bauen kennen. Zudem erhältst du einen Überblick über die Carbonbeton- und Holzbeton-Verbundbauweise, so dass du die erworbenen Kenntnisse unmittelbar in der Berufspraxis anwenden kannst.
Im Workshop lernst du die Vor- und Nachteile des seriellen und modularen Bauens kennen. Anschließend werden die Prozesse, die für das serielle und modulare Bauen erforderlich sind, erläutert, um deren Vorteile für eigene Projekte sinnvoll zu nutzen.
Es werden die für serielles und modulares Bauen besonders geeigneten Carbonbeton- und Holz-Beton-Verbund-Bauweisen detailliert vorgestellt. Dabei wird auf aktuellste bautechnische und normative Entwicklungen eingegangen, die beim Entwurf und der Konstruktion entsprechender Bauteile zu beachten sind. Anhand von wegweisenden Praxisbeispielen erfährst du, wie sich diese Bauweisen in die Anforderungen des seriellen und modularen Bauens erfolgreich und nachhaltig integrieren lassen.
Top-Themen
- Serielles, elementiertes, modulares Bauen = kreativ und vielfältig!
- Chancen und Perspektiven für den System- und Modulbau mit industriell und in Serie vorgefertigten Bauelementen
- Rahmenbedingungen und planerische Anforderungen
- Prozesse in Planung, Fertigung, Montage und Verkauf
- Grundlagen und Praxisbeispiele für nachhaltiges Bauen mit Carbonbeton und Holz-Beton-Verbund
Ablauf des Seminars "Crashkurs serielles und modulares Bauen"
Erfahre im Seminar "Crashkurs serielles und modulares Bauen" mehr zu folgenden Themen:
Seminarzeiten:
09:00 bis 17:00 Uhr
Einführung
- Begriffsklärung
- Prozesse des systematisierten Bauens mit industriell vorgefertigten Bauelementen
- Vor- und Nachteile des seriellen und elementierten (modularen) Bauens
Erforderliche Grundlagen für serielle Bauweisen sowie Hemmnisse
- Industrielle Vorfertigung – frühzeitige Kopplung von Planung und Fertigung
- Optimierung und Spezialisierung aller Prozesse
- Frühzeitige, genaue Abstimmung mehrerer Gewerke
- Hohe Stückzahlen gleicher Bauteile
- Individualisierungsgrade
Geeignete Bauweisen sowie deren Vor- und Nachteile
- Stahlbau
- Holzbau
- Stahlbeton- / Carbonbetonbau
- Verbundbauweisen (Stahlverbund-, Holzbetonverbundbauweise)
Planerische Anforderungen
- Sehr frühe (verbindliche) Abstimmung mit späteren, ausführenden Gewerken
- Integrierte Planungs- und Projektabwicklung
- Neue Schnittstellen
Digitalisierung
- Idealer Informationsaustausch zwischen frühester Planungs- und Ausführungsphase
- Ganzheitliche Betrachtung des Planungs- und Projektprozesses
- Mehr Freiheitsgrade in der Fertigung
Rechtliche Besonderheiten
- Derzeitige Rahmenbedingungen
- Bauprodukte und erforderliche Produktnormen
- Beauftragung nach Leistungsphasen
Holz-Beton-Verbundbauweise
- Grundsätzliche Erläuterung der Bauweise
- Normative Grundlagen
- Rechnerische Nachweisführung und Konstruktion
- Nachhaltigkeit der Bauweise im Vergleich
- Anwendungsbeispiele
Carbonbetonbauweise
- Warum Bauen mit Carbonbeton?
- Baustoffliche Grundlagen
- Grundsätze der rechnerischen Nachweisführung und Konstruktion
- Besonderheiten bei der Bauausführung
- Anwendungsbeispiele
Abschlussdiskussion mit den Teilnehmenden und der Seminarleitung
Zielgruppe
Das Seminar richtet sich an Fach- und Führungskräfte aus folgenden Bereichen:
- Ingenieur- und Architekturbüros
- Fachplanende für Statik, TGA, Brandschutz, Bauphysik
- Öffentliche und private Bauherr*innen und Kommunen
- Immobilien- und Projektentwicklungsunternehmen
- Wohnungsbaugenossenschaften
- Herstellende, Modulbau und Schlüsselfertigbau
Seminarleitung – Geballte Expertise zweier Experten für den Modulbau
Prof. Dr.-Ing. Klaus Holschemacher, Institut für Betonbau (IfB), HTWK Leipzig
Prof. Dr.-Ing. Robert Fiebig, Lehrbereich Stahl- und Holzbau, HTWK Leipzig
Prof.-Dr.-Ing. Klaus Holschemacher ist seit 1996 Professor für Stahlbetonbau und seit 2006 Direktor des Instituts für Betonbau (IfB) an der HTWK Leipzig. Er hat zahlreiche Forschungsvorhaben zu den Themen Carbonbeton und Holz-Beton-Verbund als Projektleiter erfolgreich eingeworben und durchgeführt und auch entsprechende Projekte in der Baupraxis betreut. Klaus Holschemacher ist Mitglied in zahlreichen nationalen und internationalen Gremien, die sich mit der Weiterentwicklung der Betonbauweise befassen und Autor bzw. Mitautor von mehr als 400 Publikationen zu dieser Thematik.
Prof.-Dr.-Ing. Robert Fiebig vertritt an der Hochschule für Technik Wirtschaft und Kultur Leipzig die Themenfelder Stahl- und Stahlverbundbau sowie Brandschutz. Vor der Zeit an der Hochschule war er Tragwerksplaner sowie später Leiter der Planung in der Goldbeck Nordost GmbH und dort für die Planung einer Vielzahl von Bauvorhaben verantwortlich, welche in systematisierter und elementierter Bauweise umgesetzt wurden.