Seminar

Druckgeräterichtlinie in der Praxis

Veranstaltungsnummer: 02SE269

Mit Teilnahmebescheinigung

  • Inhalte der DGRL/2014/68 kennenlernen und vertraut werden mit der effizienten Anwendung der DGRL
  • Druckgeräte kategorisieren und geeignete Konformitätsbewertungs-
    verfahren auswählen
  • Aufgaben und Pflichten der Wirtschaftsakteure (Hersteller, Händler etc.)
Mehr Top-Themen entdecken

Kommende Termine:

06. Juli 2026
Düsseldorf

Verfügbar

03. November 2026
Online

Verfügbar

Alle Termine und Optionen ansehen
Inhouse buchbar
Jetzt anfragen

Im Seminar wirst Du mit den Inhalten der DGRL 2014/68/EU vertraut gemacht und erlernst die effiziente Anwendung der Richtlinie bei der Umsetzung im eigenen Betrieb. Das Seminar setzt sich aus zwei Teilen zusammen, wobei der erste Teil die Einführung in die DGRL beinhaltet (Kapitel/ Artikel/ Anhänge). Im zweiten Teil wird die Umsetzung der DGRL am Beispiel eines „Behälters“ dargestellt. Der Beispielbehälter wird nach dem ASME Code Sec. VIII-1 ausgelegt und gefertigt und an den wichtigen Punkten, aus denen sich Fragen ergeben können, mit der EN13445 verglichen.

Die Verwendung beider Standards in diesem Seminar vertieft das Verständnis vieler Anforderungen aus der DGRL. In der Weiterbildung werden dazu die typischen und häufigsten Probleme angesprochen und Antworten auf die häufigsten Fragen bzgl. Material, Kerbschlagerprobungen, Personalqualifizierung etc. gegeben:

  • Anforderungen und Pflichten der Hersteller
  • Druckgeräte in die Gefahrenkategorien einstufen
  • Konformitätsbewertungsverfahren auswählen und abarbeiten
  • Beispiele für z.B. Gefahren- und Risikoanalyse oder einer Betriebsanleitung auf betriebliche Anwendungen übertragen
  • Verwendung von harmonisierten Materialnormen und notwendige Einzelgutachten (PMA)
  • Mitwirkungspflicht bei der Prüfung und Zertifizierung von Druckgeräten

Top-Themen

  • Inhalte der DGRL/2014/68 kennenlernen und vertraut werden mit der effizienten Anwendung der DGRL
  • Druckgeräte kategorisieren und geeignete Konformitätsbewertungs-
    verfahren auswählen
  • Aufgaben und Pflichten der Wirtschaftsakteure (Hersteller, Händler etc.)
  • Qualifizierung von Verfahren und Personal zur Herstellung und Prüfung dauerhafter Verbindungen
  • Wichtige Besonderheiten bei der Auswahl der Materialien, insbesondere bei der Verwendung nicht harmonisierter Materialnormen
  • Kerbschlagerprobungen: Wann und wie sind sie durchzuführen?
  • Dokumentationen von der Herstellung bis zur Zertifizierung

Praxiswissen rund um die DGRL 2014/68/EU, ASME und EN 13445

Die Druckgeräterichtlinie DGRL 2014/68/EU (zuvor 97/23/EG) ist seit dem 30. Mai 2002 verpflichtend anzuwenden, bei Druckgeräten mit einem Überdruck von > 0,5 bar.

Neben Neueinsteigenden in diese Thematik sprechen wir mit der Weiterbildung insbesondere auch die Unternehmen an, in denen das Wissen über die Anwendung der Druckgeräterichtlinie durch Generationswechsel verloren gegangen ist. Das Seminar richtet sich zudem an Personen, die viele Jahre schon „nebenbei“ mit der Richtlinie zu tun haben und nun eine Auffrischung ihres Wissens suchen.

Im Detail werden im Seminar "Druckgeräterichtlinie in der Praxis" folgende Themen behandelt:

1.Tag: 09:00 bis ca. 17:00 Uhr

Einführung in die DGRL 2014/68/EU

  • Regelungen für Druckgeräte und Baugruppen, die in der EU in Verkehr gebracht werden sollen
  • Rolle von CE-Kennzeichnung und Konformitätsbewertung

Grundlegendes aus dem „Blue Guide“

  • Der „Blue Guide“ als allgemeines System des
    EU-Produktsicherheitsrechts
  • Rollen von Hersteller, Importeur, Händler
  • CE-Kennzeichnung, Marktüberwachung und New Legislative Framework
  • Anwendung der allgemeinen Prinzipien auf Druckgeräte, u.a. Verantwortung des Konstrukteurs und technische Unterlagen

Erklärung der DGRL‑Kapitel

  • Aufbau der Druckgeräte-Richtlinie DGRL 2014/68/EU
  • Zusammenhang der Kapitel der Richtlinie DGRL 2014/68/EU
  • Welche Anforderungen und Verpflichtungen der Wirtschafts-
    akteure finden sich wo im Richtlinientext?

Grundlegende Sicherheitsanforderungen an Druckgeräte

  • Anhang 1 der DGRL: Grundlegende Sicherheitsanforderungen
  • Definitionen, was ein Druckgerät technisch leisten muss, damit es als sicher gilt
  • Welche dieser Anforderungen sind für Konstrukteure besonders wichtig?
  • Wie werden sie in Berechnung und Zeichnung nachgewiesen?

Kategorisierung und Auswahl der Module

  • Einstufung der Druckgeräte anhand von Druck, Volumen/
    Nennweite, Medium in Kategorien (Artikel 13)
  • Bedeutung der Kategorie für das zulässige Konformitäts-
    bewertungsverfahren („Modul“, z.B. A, B, C2, G, H1)
  • Mögliche Module/Modulkombinationen in Abhängigkeit von
    der Kategorieeinstufung des Druckgerätes
  • Einbindung einer benannten Stelle
 DGRL‑Workshop (fiktiver Behälter, z.B. ASME / EN 13445): Im Workshop wird ein Beispielbehälter ausgewählt, der nach einem bekannten Regelwerk (ASME oder EN 13445) ausgelegt wird. Anhand dieses Beispiels üben die Teilnehmenden die
Einstufung nach DGRL, die Zuordnung von Kategorien,
Modulen und die Ableitung der Nachweise und Dokumentation

 Einhaltung der „Grundlegenden Sicherheitsanforderungen“

  • Am Beispiel-Behälter: Übertragung der Anforderungen aus Anhang I
  • Nachweisführung, dass das angewandte Konstruktionsregelwerk die Anforderungen abdeckt und wo ggf. zusätzliche Nachweise nötig sind

Qualifizierung/Anerkennung von Personal und Verfahren für Fügeverbindungen

  • Anforderungen der DGRL an qualifiziertes Personal und geprüfte Verfahren für Schweißnähte und andere Fügeverfahren
  • Wichtige Normen sowie Verfahren für Anerkennung und Nachweis der Qualifikationen in der technischen Dokumentation

Anerkennung von ZfP‑Personal

  • Qualifiziertes Personal für die zerstörungsfreie Prüfung (ZfP) an drucktragenden Bauteilen, z.B. nach ISO 9712 oder gleichwertigen Systemen
  • Anerkennung durch die benannte Stelle
  • Dokumentation im Qualitätsnachweis

Materialanforderungen

  • Forderung der DGRL nach geeigneten, nachweislich
    verwendbaren Werkstoffen
  • Handhabung und Dokumentation von Materialauswahl,
    Materialzeugnissen und ggf. Einzelgutachten

Fertigungsverfahren

  • Anforderungen an die Fertigung
  • Am Workshop-Beispiel: Kritische Fertigungsschritte und
    Nachweise

Aufgaben der eingebundenen benannten Stelle

  • Überprüfung je nach Modul, z.B. Entwurf, Berechnungen,
    Fertigung, Prüfungen
  • Durchführung von Audits oder Einzelprüfungen
  • Wann ist die Stelle zwingend einzubinden?
  • Erforderliche Unterlagen und Zusammenarbeit im Projekt

Konformitätsbewertung und Zertifizierung

  • Der komplette Konformitätsbewertungsprozess am Beispiel
    des Workshop-Behälters
  • Ergebnis: Konformitätserklärung und CE‑Kennzeichnung

Seminarmethoden

In dieser Weiterbildung wirst Du mit den Inhalten der DGRL 2014/68/EU vertraut gemacht und erlernst die effiziente Anwendung der Richtlinie bei der Umsetzung im eigenen Betrieb. Das Seminar setzt sich aus zwei Teilen zusammen, wobei der erste Teil die Einführung in die DGRL beinhaltet (Kapitel/ Artikel/ Anhänge). Im weiteren Verlauf wird im zweiten Teil die Umsetzung der DGRL am Beispiel eines „Behälters“ dargestellt. Der Beispielbehälter wird nach dem ASME Code Sec. VIII-1 ausgelegt und gefertigt und an den wichtigen Punkten, aus denen sich Fragen ergeben können, mit der EN13445 verglichen. Die Verwendung beide Standards in diesem Seminar vertieft das Verständnis vieler Anforderungen aus der DGRL, weil man sich eben nicht auf die harmonisierten Normen beschränkt, von denen man eine Konformität zur Richtlinie erwartet.

Zielgruppe

  • Konstruktion und Entwicklung
  • Mitarbeitende in der Qualitätssicherung
  • Projektmanagement und Projektabwicklung
  • Vertrieb und Einkauf

Unser Experte für Deine Weiterbildung zur Druckgeräterichtlinie: Andreas Splinter

Andreas Splinter, Dipl.-Ing. (FH) Maschinenbau, SFI, ist Authorized Nuclear Inspector Supervisor (ASME Code) und Sachverständiger für Druckgeräte (DGRL) bei der CIS GmbH Consulting Inspection Services, TÜV Thüringen Group, Essen

Nach seiner Lehrzeit zum Handwerks-Schlosser und seinem anschließendem Studium zum Maschinenbau-Ingenieur (FH) in Gelsenkirchen Buer, hat Andreas Splinter seine ersten Erfahrungen in der Industrie mit der Erstellung von Qualtäts-

sicherungssystemen nach ISO 9001 machen können. Nach dem Studium zum SFI war er für einige Jahre in einem Maschinenbaubetrieb als Leiter der QS und Schweißaufsicht tätig. Mit dem Wechsel vom Hersteller zur Inspektion war er lange Jahre Leiter einer Zertifizierungsstelle und vermittelt als erfahrener ASME Authorized Inspector die Kenntnisse, um die Anforderungen der DGRL wirtschaftlich und effizient mit dem ASME Code zu erfüllen. Mit dem Wechsel zur CIS GmbH ist er auch als Sachverständiger des TÜV Thüringen e.V. benannt und hat viel Erfahrungen mit der Fertigung nach den europäischen harmonisierten Normen sammeln können.

Veranstaltung buchen

Veranstaltungsnummer: 02SE269

Druckgeräterichtlinie in der Praxis

Düsseldorf, NH Düsseldorf City Nord **

Verfügbar

Infos zum Veranstaltungsort

Münsterstr. 232-238
40470 Düsseldorf
Deutschland

+49 211/239486-0 zur Website

Online

Verfügbar

Infos zum Veranstaltungsort


Deutschland

+49 211/6214-201
* Vorläufiger Preis, es kann zu Abweichungen in der USt. kommen - den endgültigen Preis finden Sie in Ihrer Bestellübersicht.
** Profitieren Sie bei unseren Präsenzveranstaltungen von unserem reservierten Zimmerkontingent am Veranstaltungsort. Bitte geben Sie bei der Hotelbuchung VDI Wissensforum als Referenz an.

Weitere Hotelpartner :

Zurück zum Anfang der Seite springen