Konferenz

Rückbau konventioneller Kraftwerke und Industrieanlagen

Veranstaltungsnummer: 06KO073

  • Lernen Sie die interdisziplinären Anforderungen für die Planung und Projektabwicklung beim Rückbau konventioneller Bauwerke kennen.
  • Informieren Sie sich über die aktuelle Gesetzeslage.
  • Tauschen Sie sich mit anderen Fachleuten aus.

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Im Fokus der Konferenz „Rückbau konventioneller Kraftwerke und Industrieanlagen“ stehen der recyclinggerechte Rückbau, Besonderheiten beim Teilabbruch, die automatisierte Trennung und die fachgerechte Entsorgung von anfallenden Abfällen und Wertstoffen. Sie erhalten einen Überblick über rechtliche und wirtschaftliche Anforderungen an entsprechende Projekte und können sich mit anderen Fachleuten über Ihre aktuellen und geplanten Projekte austauschen.

Anforderungen und Lösungen zum Rückbau konventioneller Kraftwerke und Industrieanlagen

Der Rückbau konventioneller Bauwerke ist eine komplexe Aufgabe. Es gilt, zahlreiche Gesetze, Verordnungen und Richtlinien zu berücksichtigen, die sich von Bundesland zu Bundesland stark unterscheiden. Eine weitere Herausforderung sind die Wertstoffe und problematischen Abfälle, die bei einem Rückbau anfallen und die es fachgerecht zu behandeln gilt.

Die Konferenz „Rückbau konventioneller Kraftwerke und Industrieanlagen“ beschäftigt sich mit den rechtlichen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen sowie dem recyclinggerechten Rückbau konventioneller Bauwerke. Die Veranstaltung bietet Ihnen die Gelegenheit, sich umfassend über maschinelle Abbruchverfahren, Verfahren zur automatisierten Trennung und die fachgerechte Entsorgung von Wertstoffen und Abfällen zu informieren.

Die TOP Themen der VDI-Konferenz „Rückbau konventioneller Kraftwerke und Industrieanlagen“ sind:

  • Ersatzbaustoffverordnung und Auswirkungen auf die Stoffströme
  • Rechtliches Vertrags- und Projektmanagement: Fluch oder Segen?
  • Digitale Erfassung und Archivierung hinsichtlich verbauter Bauschadstoffe
  • Rückbau unter Betriebsbedingungen, Operation am offenen Herzen
  • Standortentwicklung und integrativer Ansatz im Rückbau/Transformation

Vorteile

  • Lernen Sie die interdisziplinären Anforderungen für die Planung und Projektabwicklung beim Rückbau konventioneller Bauwerke kennen.
  • Informieren Sie sich über die aktuelle Gesetzeslage.
  • Tauschen Sie sich mit anderen Fachleuten aus.

Programm

10:00

Begrüßung und Eröffnung

Prof. Dr.-Ing. Sascha Gentes, Leitung Institut für Technologie und Management im Baubetrieb, Karlsruher Institut für Technologie

Rechtliche Aspekte zu Rückbau und Abbruch

10:10

Umsetzung der ErsatzbaustoffV und mögliche Auswirkungen auf
die Materialströme von Bau- und Abbruchmaterialien

  • Überblick über die vielfältigen Anforderungen an das
    Baustoffrecycling und den Umgang mit Bodenaushub
  • Entstehung und Struktur der ErsatzbaustoffV
  • Wesentliche Akteure und deren Aufgaben beim Herstellen und Einbau von mineralischen Ersatzbaustoffen
  • Wesentliche Herausforderungen im Vergleich zur bisherigen Praxis
  • Auswirkungen auf den Stoffstrom Bau- und Abbruchabfälle in Deutschland und Baden-Württemberg

Dr. rer. nat. Bernd Susset, Geschäftsführer, Gutachterbüro für Sickerwasserprognose SiwaP, Tübingen

10:50

Auswirkung der ErsatzbaustoffV auf zwei beispielhafte
Rückbauprojekte

  • Anforderung an die Rückbauplanungen und Überwachungen
  • Gestaltung des Rückbauprozess
  • Einbaufähigkeit der mineralischer Ersatzbaustoffe in technischen Bauwerken der Wieder-/Neubebauung
  • Stoffströme und Recyclingquoten der Rückbaumaßnahmen

Frank Kreimer, Geschäftsführer, Hagedorn Service GmbH, Gütersloh

11:30

Kaffeepause mit Besuch der Fachausstellung

12:00

Pauschalvertrag vs. Einheitspreisvertrag - Vor- und Nachteile bei Massenänderungen und Bauzeitüberschreitungen

  • Abgrenzung Pauschalvertrag, Detailpauschalvertrag,
    Einheitspreisvertrag
  • Unterschiede bei der Abrechnung – nach Fertigstellung und Abnahme, nach vorzeitiger Beendigung/Kündigung
  • Wann besteht ein Mehrvergütungsanspruch? –
    Massenänderungen und Bauzeitüberschreitungen
  • Rechtliche Konsequenzen aus unvorhergesehenen Ereignissen

Dr. Ulrike Wesche, Rechtsanwältin und Partnerin, Hoffmann Liebs Partnerschaft von Rechtsanwälten mbH, Düsseldorf

12:40

Rechtliches Vertrags- und Projektmanagement: Fluch oder Segen?

  • Exemplarische Darstellung und Untergliederung sinnhafter Leistungsbereiche unter Berücksichtigung der Chronologie von (Rück-) Bauvorhaben
  • Leistungsbereich: Organisation und Koordination
  • Leistungsbereich: Planungsaufgaben und Planerverträge
  • Leistungsbereich: Vergabestrategien - Projektierung des
    Ausführungskonzeptes / Ausführungsverträge
  • Leistungsbereich: Projektrechtsbetreuung -Planung und
    Ausführung

Dr. Thomas Rütten, Rechtsanwalt, Partner und Gesellschafter,
Kanzlei Kapellmann und Partner Rechtsanwälte mbB,
Mönchengladbach

13:20

Mittagspause mit Besuch der Fachausstellung

Management im Rückbau - günstige Bedingungen schaffen

14:20

Lean im Rückbau von konventionellen Bauwerken

  • Ist Rückbau nicht auch nur ein umgekehrter Neubau?
  • Warum ist es wichtig, Transparenz zu schaffen und die Behörden in die Planung und Ausführung des Rückbaus zu integrieren?
  • Wie sehen wertschöpfende Prozesse im Rückbau aus?
  • Wie kann der Produktionsprozess beim Rückbau (Destruktion) mit Hilfe des Last Planner Systems effizient gestaltet werden?

Dipl.-Wi.-Ing. Annett Schöttle, Partner & Head of refine cell Munich, Dipl.-Ing. Andreas Böker, MBA, Partner, beide Refine Projects AG, Stuttgart

Rückbau konv. Bauwerke bedarfsgerecht planen und durchführen

15:20

Rückbau des Karlsruher Wildparkstadions

  • Vorstellung des Gesamtprojektes – der Rückbau erfolgte bei laufendem Spielbetrieb und im Zuge der Neubauarbeiten
  • Besonderheiten der Rückbaustatik
  • Beschreibung der Rückbau-Phasen und Herausforderungen
  • Zahlen | Daten | Fakten

Dipl.-Ing. (FH) Robert Oettinger, Firmengründer und
Geschäftsführer, Oettinger Gruppe GmbH, Malsch

16:00

Kaffeepause mit Besuch der Fachausstellung

Kraftwerksrückbau - Planung und Durchführung sowie Verwertung und Entsorgung

16:30

Einst das größte konventionelle Kraftwerk der Welt, in Zukunft ein Rückbau im XXL-Format

  • Kenntnisse über Kraftwerkstechnik der vergangenen Jahrzehnte als grundlegende Voraussetzung
  • Herausforderungen bei der Erfassung in stillgelegten Gebäuden und Anlagen während der Sicherheitsbereitschaft
  • Einfluss und Bewertung von vorausgegangenen Schadstoff-
    sanierungen auf den Rückbau
  • Reicht ein Schadstoffkataster? Welche Informationen sind im Zuge einer Erfassung neben Schadstoffen noch zu ermitteln?

Jürgen Hanewald, Projektmanager Rückbau; John Schmidt, Projektleiter Industrierückbau,; Stephan Dolata, Leiter Bauwerksanierung und Rückbau (BD), alle Arcadis Germany GmbH, Darmstadt

17:10

Ende des ersten Veranstaltungstages

ab 18:30 Get-together

Zum Ausklang des ersten Veranstaltungstages lädt Sie das VDI Wissensforum zu einem Get-together ein. Nutzen Sie die entspannte Atmosphäre, um Ihr Netzwerk zu erweitern und mit anderen
Teilnehmern und Referenten vertiefende Gespräche zu führen.

Kraftwerksrückbau - Planung und Durchführung sowie Verwertung und Entsorgung

09:00

Rückbau unter Betriebsbedingungen, Operation am offenen Herzen

  • Bedürfnisse des Anlagebetreibers vs Bedürfnisse des Rückbauers
  • Spezialgerät, Verfahren und Vorgehensweisen
  • Kaltschneideverfahren, Frieden mit SiGeKo und
    Betriebsfeuerwehr

Mark Drescher, Geschäftsführer, C-TECH Rückbau GmbH, Berlin

09:40

Von der Stilllegung / Trockenlegung bis zum Rückbau von
Kraftwerken

  • Über die gesamte Rückbauphase ist eine präzise und
    vorausschauende Organisation das A und O
  • Übergeordnete Zielsetzung: die sichere Übergabe an ein
    Abbruchunternehmen
  • Erläuterung der einzelnen Phasen anhand von Praxisbeispielen

Dipl.-Ing. Ansgar Vierhaus, Head of Site & Commissioning
Management, RWE Technology International GmbH, Essen

10:20

Kaffeepause mit Besuch der Fachausstellung

10:50

Standortentwicklung und integrativer Ansatz Kraftwerksrückbau
& Transformation

  • Motivation zur Transformation von Kraftwerksstandorten
  • Methodischer Ansatz zur Standortentwicklung
    (Masterplanvorgehen)
  • Fallbeispiele aus Deutschland und dem europäischen Ausland

Dr.-Ing. Arne Kristoffer Bayer, Leiter Asset Development;
Larissa Exner, Asset Development, beide Uniper Kraftwerke GmbH, Düsseldorf

11:30

Die Rückbauprojekte der VERBUND Thermal Power GmbH & Co KG

  • Notwendigkeit Rückbau - Entwicklung des thermischen
    Kraftwerksparks
  • Entwickelte Rückbaustrategie
  • Projekt Werndorf Block 1 und 2 – Idealfall Totalrückbau
  • Projekt Dürnrohr Block 1 – Herausforderung Teilrückbau

DI Thomas Zagler, Projektleiter; DI Martin Hochfellner, Leiter
Technische Services; Ing. Eduard Posch; Ing. Maurer Walter,
alle VERBUND Thermal Power GmbH & Co KG, Mellach, Österreich

12:10

Verwerten statt Verschrotten – Potentiale aus Komponentenverwertung beim Rückbau von Industrieanlagen

  • Aus welcher Überlegung ergibt sich das Verwertungspotential?
  • Gebrauchte Industriekomponenten - Eine unterschätzte Nische
  • Nachhaltigkeit und Profit – Ein Widerspruch?
  • Erfahrungsbericht aus verschiedenen Projekten

Dipl.-Ing. Thorsten Wesche, Inhaber, Ingenieurbüro für
Industriedemontage, Korschenbroich

12:50

Mittagspause mit Besuch der Fachausstellung

Schadstoffe in Abbruchmaterialien erkennen

13:50

Digitale Erfassung und Archivierung hinsichtlich verbauter
Bauschadstoffe

  • Papierfreie Dokumentation für Instandhaltungs- und
    Umbaumaßnahmen
  • Mittels internetbasierter Plattform direkter Zugang für
    autorisierten Personenkreis
  • Visualisierte Darstellung des Schadstoffkatasters
  • Aktualisierung von Bewertungsgrundlagen
  • Laufende Einbindung aller Anpassungen von Gesetzen und Verordnungen

Dr. Stefan Henning, Gesellschafter und Geschäftsführer,
Ingenieurbüro Dr. Stefan Henning GmbH, Dortmund

Besondere Maschinentechnik im Einsatz bei Rückbau und Abbruch

14:30

Rückbau und Zerlegung von Metallkonstruktionen und Behältern

  • Vorteile der Stahlscheren - Leistungsstärke im Vergleich zum Eigengewicht, Leistung unabhängig vom Trägergerät, Wechselschneiden
  • Einsatzmöglichkeiten mit dem MultiCutter - Schlanke Bauweise, ideal zum Kabel und Rohre schneiden
  • Risikofreies „kaltes“ Schneiden mit dem TankCutter - Tankzerlegung ohne thermische Belastung, ideal für beschichtete Tanks

Peter Fechtig, Verkauf, Brokk DA GmbH, Friedenweiler

15:10

Abschlussdiskussion

Prof. Dr.-Ing. Sascha Gentes

15:20

Ende der Veranstaltung

Zielgruppe

Angesprochen sind Fach- und Führungskräfte von:

  • Kraftwerks- und Industrieanlagenbetreibern
  • Abbruch- und Recyclingunternehmen
  • Dienstleistern für Planung, Verwertung und Entsorgung

Aussteller

  • Brokk DA GmbH
  • Schwamborn Gerätebau GmbH
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